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Bienen-Patenschaften in Chemnitz

Seit April 2019 gibt es eine Bienenpatenschaft der DMK E-BUSINESS GmbH aus Chemnitz, die als Pilot gedacht ist, für möglichst viele Nachahmer in Chemnitz und darüber hinaus.

Bienen am Flugloch in der AbendsonneBei diesem Nachhaltigkeitsprojekt für Bienen-und Naturschutz geht es darum, dass Organisationen ein oder mehrere Bienenvölker unterstützen, indem sie zum Beispiel einen Bienenstand auf ihrem Gelände zur Verfügung stellen und die Bienenvölker auf diesem Stand von einem Imker bereitgestellt und betreut werden. Dafür erwerben die Organisationen den größten Teil des Honigs dieser Völker zu einem höheren vorher vereinbarten Preis, so dass der Mehraufwand des Imkers für die Betreuung damit zumindest teilweise abgedeckt ist. Außerdem können die Firmen so den Honig von ihrem eigenen Stand mit passendem Etikett verwenden und auch darüber auf ihr Engagement aufmerksam machen. (Link zur Sicht des Pilotpaten DMK E-BUSSINESS GmbH)

Jedoch die größeren Vorteile ergeben sich für den Natur-, Bienen- und Insektenschutz, weil:

  • die Mitarbeiterinnen, aber auch die Kunden und Besucher der Paten-Organisation, können live die Entwicklung „Ihres“ Bienenvolkes miterleben und damit selbst sehr viel über Bienen und angrenzende Themengebiete lernen. Im aktuellen Pilotprojekt kommen bei den Volks-Durchsichten regelmäßig einige Mitarbeiter in die Nähe, stellen Fragen, fotografieren und entwickeln so ein emotional unterstütztes Wissen zu Bienen. Jede Bienendurchsicht wird so zu einem kleinen „Bildungsimbiss“, nicht nur zu Honigbienen, sondern auch zu Wildbienen, anderen Insekten und Blühflächen.
  • Über die Blühflächen- und Wildbienen-Themen wird die Grundlage und Motivation für weitere nachhaltige „Insektenpflanzen“ (nicht nur Blühflächen), Überwinterungsplätze und Brutplätze/Behausungen (nicht nur Insektenhotels)  in unserer Stadt gelegt.
  • Wenn diesem Modell ab 2020 mehrere Chemnitzer-Organisationen und Chemnitzer-Imkerinnen folgen, entstehen über das Stadtgebiet verteilt neue Bienenstände und Bienenvölker. Es werden nicht nur in den Gärten und Parks der Stadt die Pflanzen besser bestäubt, sondern es erfolgt über die „Bildungsimbisse“ auch eine intensive Verbreitung des Wissens und der Sensibilisierung für Bienen und Natur.
  • Das Naturschutzthema wird somit direkt in die Unternehmen und Organisationen der Stadt getragen, belohnt mit dem eigenen süßen Honig der Organisation vom eigenen Stand.
  • Imker und Organisationen/Unternehmen der Stadt arbeiten gemeinsam Hand in Hand. Es entsteht ein positives Netzwerk zwischen Menschen unserer Stadt über ein Naturschutz-Thema als Ankerpunkt.

Somit haben sowohl der Bienenpate (Organisation), die Imkerin, die Bienen, die Umwelt und die Stadt etwas Positives von diesem Projekt.

Ziel der Bienen-Paten Pilotprojekte ist es, konkrete Erfahrungen zu sammeln, Prozesse zu entwickeln, aufkommende Fragen und Herausforderungen klären und Vorlagen zu schaffen, so dass andere Imker und Organisationen diese Wissen und diese Vorarbeiten ab 2020 nutzen können um möglichst barrierefrei ebenfalls Bienen-Patenschaften eingehen können.

Nutzbar gemacht wird das Wissen zu Bienen-Patenschaften als freie Lernmaterialien und freie Vorlagen im Chemnitzer – „biMOOC“ Projekt.

Winterling – Aktion

Winterlinge für Chemnitz, eine „Frühblüher + Bienenweide“ – Aktion

Winterlinge (Eranthis hyemalis) gehören zu den ersten Frühblühern im neuen Jahr. Ihre gelben Blüten sind nicht nur sehr schön, sondern sie sind außerdem eine erste sehr wichtige Bienen- und Insektenweide, denn zu der Zeit (Anfang/Mitte Februar) gibt es sonst nicht viel an Pollen und Nektar in der Natur zu holen. Gerade in diesem Jahr (2019) war überall zu sehen, dass die Winterlinge voll von Bienen und anderen Insekten waren und einen wichtigen Anteil am Start der Frühjahrsentwicklung (Pollen für Bienen, Pollen und Nektar für Hummeln) hatten. Sogar ein paar Schmetterlinge waren bereits unterwegs.

Macht mit, die Winterlinge in öffentlichen Anlagen, Parks und Gärten in Chemnitz zu verbreiten und zu vermehren!
Winterlinge mit bienen lebenswertes chemnitz

Nach einiger Zeit bilden sie tolle gelbe Flächen, die besonders schön in Kombination mit Schneeglöckchen aussehen.

Dies ist ein Teil unserer Frühblüheraktion (siehe hier). Die Winterlinge lassen sich am besten nach Ausreifung der Samen und dem vergilben der Blätter (ca. Ende April / Anfang Mai – Samen, Mai/Juni – Knollen) vermehren und umpflanzen.

Wenn Sie in Ihrem Garten oder Gelände Winterlinge (Wurzelknollen oder Samen) übrig haben, weil es zu viele geworden sind, Sie die Fläche anderweitig benötigen oder Sie die Samen selbst nicht benötigen, dann machen Sie doch bei unserer Winterling-Aktion mit, indem Sie:

  • die Knollen und Samen selbst im öffentlichen Bereich in Chemnitz pflanzen oder aussäen, oder
  • die Knollen und/oder Samen anderen Freiwilligen zur  Verfügung stellen, die sie dann im öffentlichen Bereich in Chemnitz aussäen oder pflanzen (stecken).

Organisieren sie die eigene Pflanzung oder den Austausch der Knollen und Samen selbst in Ihrer:

  • Gartensparte / Kleingartenanlage / Wohnsiedlung
  • Genossenschaft / Wohngebiet

Falls Sie Knollen oder Samen übrig haben (und es z.B. keinen Sammelplatz in ihrer Gartensparte, Wohnungsgenossenschaft oder beim Grünflächenamt gibt, den Sie kennen, dann legen Sie die Knollen oder Samen unter folgender Adresse in den abbgebildeten Korb:

Händelstraße 7a, 09120 Chemnitz

Sammelkorb Frühblüherzwiebeln – lebenswertes Chemnitz

Wir garantieren Ihnen, dass die hier abgegebenen Wurzelknollen und Samen innerhalb von drei Tagen im öffentlichen Bereich in Chemnitz an geeigneten Stellen gepflanzt und ausgesäht werden.

Wenn Sie in Grundstücken, oder in Gartensparten im Frühjahr viele Winterlinge sehen, dann können Sie das folgende Anschreiben (Vorlage) verwenden, um die Gartensparte oder den Grundstückeigentümer auf die Aktion aufmerksam zu machen (z.B. an Gartentor binden/kleben, wenn Adresse nicht bekannt ist:lebenswertes_chemnitz_winterling_aktion_mitmachen_vorlage_20190516 (Dokumentvorlage, Word => grüne Felder mit Ihren Daten ausfüllen). Sie können das Schreiben auch beliebig anpassen.

Winterlinge gedeihen in Chemnitz sehr gut, wie wir in unseren Gartensparten, aber auch z.B. am Wasserschloss in Klaffenbach, im Februar bewundern können. Die folgenden Fotos aus Chemnitz geben Ihnen einen Eindruck und Ideen, wo Winterlinge besonders gut wachsen und zur Geltung kommen. So fallen Ihnen bestimmt sehr schnell Stellen auf, unter Hecken und Bäumen, die im Frühjahr noch keine Blätter haben, an denen sich die Winterlinge sehr schön ausbreiten können. Nach den Bildern (für hohe Auflösung anklicken) kommen noch ein paar spezifische Tipps und Hinweise:

Winterlinge schneegloeckchen an hecke lebenswertes chemnitz
Hecke mit Schneeglöckchen und Winterlingen
Biene winterling lebenswertes chemnitz
Biene auf Winterling-Blüte
Winterlinge um baum lebenswertes chemnitz
Winterling-Ring um Baum
Winterlinge lebenswertes chemnitz
Winterlinge – Nahaufnahme
Winterlinge im wohngebiet lebenswertes chemnitz
Winterlinge im Wohngebiet
 

Winterlinge an garten teich lebenswertes chemnitz
Winterlinge am Garten-Teich
Winterlinge krokusse an baum lebenswertes chemnitz
Winterling une Krokusse um Baumscheibe
Winterlinge entlang einer hecke lebenswertes chemnitz
Winterlinge entlang einer Hecke
Winterlinge schneegloeckchen lebenswertes chemnitz
Winterlinge mit Schneeglöckchen
Winterlinge mit fliegender biene lebenswertes chemnitz
Winterlinge mit fliegender Biene
Winterlinge mit saemlingen lebenswertes chemnitz
Winterlinge mit Sämlingen und Schneeglöckchen
Winterlinge wiese lebenswertes chemnitz
Winterlinge im Moos
Winterlinge mit biene lebenswertes chemnitz
Biene Auf Winterling-Blüte
 

Samen und Wurzelknollen sammeln und sähen/stecken:

Eranthis-hyemalis 028a
Winterling – Samen, der richtige Sammelzeitpunkt
Wenn die Samen reif sind (siehe Bild), also sobald die Samenkapseln sich öffnen, sollten sie gesammelt werden. Die Wurzelknollen gräbt man aus, sobald die Blätter gelb geworden, aber noch sichtbar sind (so dass man die Knollen einfach findet). Es werden auch im Herbst im Handel „Winterlinge“ angeboten. Wenn Winterlings-Knollen jedoch länger außerhalb der Erde gelagert waren, soll jedoch das Risiko bestehen, dass sie sich nicht mehr zur Vermehrung teilen, was sehr ärgerlich wäre. Auch deshalb macht unsere Aktion am Ende des Frühjahrs Sinn.

Winterling nach bluete lebenswertes chemnitz
Winterlinge nach der Blüte mit Sämlingen
Stecken Sie die Wurzelknöllchen ca. 5 cm tief in die Erde. Die Knollen blühen bereits im nächsten Jahr.

Mit der Aussaat braucht man Geduld !!! Die ersten Blüten zeigen sich hier erst nach 3-5 Jahren. Deshalb ist es schön, wenn man neben dem Samen auch gleich zu Anfang ein paar Knollen mit setzen kann, um einen zeitnahen Erfolg zu sehen, und auch um die im ersten Jahr sehr kleinen Sämlinge an der typischen Blätterform zu erkennen. Winterlinge sind „Lichtkeimer“! Deshalb den Boden, auf dem ausgesät wird, nur auflockern und die Samen oben drauf streuen. Sie sollten möglichst NICHT mit Erde bedeckt sein. Gerade die Jungpflanzen und Sämlinge sollten in den ersten ca. 2 Jahren möglichst nicht gestört werden (müssen), also möglichst kein tieferes Harken, Hacken oder Jähten. Danach wird es einfacher, da sich dann die Wurzelknollen ca. 5cm tief im Boden befinden.

Damit sich größere gewachsene „Winterling-Flächen“ und „Winterling – Wiesen“ bilden, dauert es ca. 8-10 Jahre. Auch deshalb ist es schade, wenn Flächen mit Winterlingen im Garten „umgeackert“ werden, um sie anderweitig zu nutzen, ohne vorher die Winterlinge „herausgesammelt“ zu haben.

Der Boden sollte nicht stark sauer sein, also nicht zwischen Heidelbeeren und Rhododendren pflanzen/säen.

An Plätzen, die im Sommer durch Laub beschattet sind, aber im Winter/Frühjahr ohne Laub sonnig sind, fühlen sich die Winterlinge am wohlsten => günstige Standorte: an und unter laubabwerfenden Hecken, unter Laubbäumen und in durch Laubbäume schattigen Parks.

Unsere Aktion – wie mitmachen ?

Wir möchten, dass viele von Ihnen selbst aktiv werden und Winterlinge im öffentlichen Bereich in Chemnitz an geeigneten Stellen auspflanzen oder aussäen. Damit dies nicht alles an Chemnitzerinnen „hängen bleibt“, die schon viele Winterlinge in ihren Gärten und Grundstücken haben, können diese auch ihre Samen und Wurzelknollen für diese Aktion zur Verfügung stellen und andere Chemnitzerinnen pflanzen diese dann im öffentlichen Bereich. Natürlich wäre es sehr hilfreich, wenn die Besitzer öffentlicher Flächen, diese explizit dafür bereitstellen. Aber das kann es schon wieder viel zu bürokratisch machen. Deshalb folgende Vorschläge:

  • Kleingartenanlagen: bietet Euren Kleingärtnern einen Sammelbehälter für die Samen und Knollen, und gebt diese an Mitglieder Eurer Sparte oder Chemnitzer Bürger (auch Initiativen oder Wohnungsgenossenschaften) weiter, die die Pflanzung und Aussaat im öffentlichen Bereich dann übernehmen.
  • Wohnungsgenossenschaften, Grünflächenamt, GGG usw.: Beteiligt Euch mit Euren Flächen, Mitgliedern und Mietern an der Aktion. Nehmt Kontakt mit Gartensparten auf, oder bietet selbst Sammelbehälter für Samen und Knollen an, mit der Garantie, dass diese sehr zeitnah gepflanzt und gesät werden. Dann wisst Ihr auch, wo sich die Winterling-Flächen auf Euren Grundstücken befinden.
  • Grundstücks- und Kleingartenbesitzer: Wenn Ihr, aus welchen Gründen auch immer, Winterling-Knollen oder Winterling Samen entbehren könnt, stellt sie für diese Aktion zur Verfügung! Entweder Ihr pflanzt/sät sie selbst im öffentlichen Bereich, oder Ihr stellt die Samen und Knollen an einer der Sammelstellen dafür zur Verfügung. (mindestens die „erste Chemnitzer Sammelstelle“ auf der Händelstraße 7a, 09120 Chemnitz (siehe Bild mit dem grünen Korb weiter oben, steht dafür ab 2019 im Zeitraum Mai/Juni zur Verfügung).
  • Chemnitzer Medien und „Influencer“: Ihr könnt die Aktion bekannt und damit erfolgreich machen.

Die Aktion soll jährlich, zumindest in den nächsten 7-8 Jahren stattfinden, bis es „genügend“ Winterling-Blühflächen über ganz Chemnitz verteilt im öffentlichen Raum gibt. Gerne sendet uns (Initiative: „lebenswertes Chemnitz“) die Bilder Eurer Erfolge (oder die Links dahin) in den kommenden Jahren zu.

Wie bei allen Aktionen von „lebenswertes Chemnitz“, freuen wir uns auch hier über Nachahmer in anderen Städten und Gemeinden. Toll wäre es, wenn Sie uns eine Info zukommen lassen. Es motiviert uns, wenn wir mit unseren Aktionen etwas bewegen.

weitere Informationen im Netz zu Winterlingen:

Die erste Winterlingaktion in diesem Jahr (2019) fand trotz intensiven Bemühens leider noch ohne Unterstützung der Chemnitzer-Medien statt. Wir hoffen auf Besserung in den nächsten Jahren.

biMOOC – Projekt durch Chemnitzer Initiatoren

Der gemeinnützige Chemnitzer Verein „aracube e.V.“ und Dirk Liesch (stellvertretender Vorsitzender des Imkerverein Chemnitz 1874 e.V.) haben das freie Bildungsprojekt:

Bienen und Imkerei MOOC (biMOOC)

initiiert.

Alle Informationen zu dem Projekt finden Sie hier: https://bienen.open-academy.com/
Projektvideo zum zugehörigen Crowdfunding-Projekt (3:52min):

Hier geht es direkt zum biMOOC – Crowdfundingprojekt auf Startnext. Die „Finanzierungsphase“ läuft bis zum 1.6.2019.

Dank unserer Partner kann das Projekt auf jeden Fall starten. Ganz vielen Dank dafür!!!

Schön ist es, wenn viel Chemnitzerinnen und Chemnitzer Unternehmen und Organisationen bei diesem Projekt mitmachen.

Hier gibt es Informationen für „Mitmacher“, „Sponsoren“, „Spender“ oder „Multiplikatoren/Medienpartner“.

Warum finden wir dieses Projekt gut, unterstützen es als Multiplikator und machenes mit bekannter?

  • Es ist ein positives Projekt von Chemnitzern für Chemnitzerinnen, auch wenn es sich an den gesamten deutschsprachigen Raum (D-A-CH) wendet.
  • Das biMOOC-Projekt hilft Chemnitz lebenswerter zu machen.
  • Das Projekt hilft dem Bienenschutz und der Imkerei. Aufgrund der großen Überschneidungen ist es damit auch ein Projekt für den Insektenschutz, den Umweltschutz und den Naturschutz.
  • Das biMOOC – Projekt setzt moderne effektive Bildungsansätze (Modebegriffe: „Bildung 4.0“,  „Lernen 4.0“ und „flipped classroom“) in der Realität um. Damit macht das Projekt diese neuen Bildungsformen für eine größere Anzahl von Chemnitzerinnen (und darüber hinaus) verständlich und erfahrbar und macht diese modernen Bildungsformen damit bekannter.
  • Das biMOOC – Projekt setzt konsequent auf FREIE Bildung. Sowohl alle entstehenden und eingebundenen Lernmaterialien und Informationsmaterialien sind sogenannte OER (Open Educational Resources), als auch die Teilnahme am interaktiven Onlinekurs, begleitend zum Bienenjahr ab 2020 (MOOC –  Massive Open Online Course) ist kostenlos.
  • Die unterschiedlichen Lernpfade und „Lehrpläne“ (Curricula) des biMOOC-Projektes richten sich an unterschiedliche Zielgruppen mit unterschiedlichen Verantwortlichkeiten (Ministerien) im deutschen Bildungssystem. So ist es ein gutes Pilotbeispiel für den Einsatz der neuen freien Lernformen („flipped classroom“) in den unterschiedlichen Bildungsbereichen:
    • Imker-AGs/GTA (Schüler Kl. 6-12) – Schulbildung
    • Junimkerausbildung – Berufsausbildung/Erwachsenenbildung
    • Bienenjahrbegleitung für Bestandsimker – Weiterbildung
    • Bäuerinnen und Landwirte – Weiterbildung/Landwirtschaft
    • Interessierte Bürgerinnen – Volksbildung (Umwelt- und Naturschutz)
  • Wir hoffen, dass weitere moderne und effektive Bildungsangebote in Chemnitz nach diesem Vorbild entstehen und das Chemnitz im Bereich „Bildung 4.0“ ein „Leuchtturm“ wird (um noch ein paar Buzzwords zu verwenden 😉
  • Wir möchten, dass sich freie Bildungsinhalte (OER) und kostenfreier Bildungszugang in Zukunft stärker durchsetzen. Solange es noch von Steuergeldern bezahlte Angestellte oder Beamte an Schulen, Hochschulen und anderen Institutionen in Sachsen gibt, die die durch sie erstellten Bildungsmaterialien/Lernmaterialien noch nicht als OER frei zur Verfügung stellen, ist dieses Ziel noch weit und verfolgenswert.
  • Das biMOOC -Projekt braucht aufgrund des doch erheblichen Aufwandes Unterstützung für eine erfolgreiche Realisierung.
  • Ein Pilotbeispiel im Bereich moderne „Bildungskultur“ ist vielleicht auch ein Beitrag für eine „Kulturhauptstadt“-Bewerbung 😉

Warum wir denken, das biMOOC-Projekt passt zu Chemnitz?

Chemnitz ist eine grüne Stadt. In den Parks und Wohngebieten gibt es bereits im bestehenden Baumbestand viele gute Bienenweidepflanzen (Hasel, Weide, Kastanie, Linde, Robinie etc.). Außerdem gibt es in Chemnitz (wie generell im Osten Deutschlands) noch viele Kleingarten-Sparten und Wohnungsgenossenschaften (Plattenbau-Siedlungen). Dies ist eine tolle Grundlage um auch eine noch bienen- und insektenfreundlichere Stadt zu werden. Deshalb sollte Chemnitz diese Chance ergreifen und umsetzen.

Früher gab es einmal ein sehr gutes Bildungssystem in Chemnitz. Heute ist es im Deutschlandvergleich wahrscheinlich noch „ok“. Aber es lohnt sich, wieder ein sehr gutes Bildungssystem in Chemnitz anzustreben und auch mit erfolgversprechenden und begründeten Maßnahmen die ersten Schritte dahin zu gehen. Ein sehr gutes Bildungssystem hat eine hohe Priorität in den Zielen unserer Initiative „lebenswertes Chemnitz“. Außerdem gibt es noch ein paar positive Beispiele in der Chemnitzer Bildungslandschaft, die sich als Kristallisationspunkte eignen würden, um diese Zielstellung mittel- und langfristig zu erreichen (wenn man denn will).

Winter in Chemnitz

Durch die Lage am Fuß des Erzgebirges, ist Schnee und Eis im Winter gar nicht so selten.

Die Bilder geben einige Eindrücke, wie schön die Stadt im Winter sein kann, sowohl am Tag, als auch in der Nacht, insbesondere wenn man auf die unzähligen kleineren Details achtet und nicht nur auf den Karl Marx – Kopf mit Schneemütze.

Wenn zwischen Januar und Anfang Februar Schnee kommt, kann ein gebauter Iglu, ganz egal ob „klassisch“ oder als „Schneedrache“, für Wochen bespielbar bleiben. Auch ein späterer Ausbau zum „2-Raum Iglu“ (siehe Bilder) ist dann eine Option. Ein besonderes Erlebnis sind dann auch Spaziergänge bei Nacht, wenn die Stadt in Neuschnee gehüllt ist.

Alle Bilder dieser Galerie sind frei weiterverwendbar (Lizenz: CC-BY, von Dirk Liesch, hohe Auflösung über Detailansicht):

Ein paar schöne Winter-Bilder aus Chemnitz, sowohl bei Tag als auch bei Nacht, findet ihr auch in der Stadtpark-Bildergalerie oder in der Weihnachtszeit – Galerie.

Es wäre schön, wenn sich noch einige Chemnitzerinnen mit an dieser Fotogalerie beteiligen und unter den Schlagworten „lebenswertes Chemnitz“ und „Winter“ ihre besten Winterbilder aus Chemnitz bei Pixabay einstellen. Die Bilderhier sollen nur Anfang und Anregung sein. Vielleicht habt ihr selber schöne Winter-Fotos, oder ihr kennt jemanden, die schöne Bilder hat und diese auch gern frei teilen möchte.

Weihnachtszeit in Chemnitz

Weihnachten ist eine ganz spezielle Zeit im Erzgebirge und damit auch in Chemnitz, als Eingangstor zum Erzgebirge. Bekannt sind der Chemnitzer Weihnachtsmarkt und die jährliche Bergparade zu Anfang der Adventszeit. Die weihnachtliche Tradition wird gelebt und findet sicht in unzähligen Eindrücken überall in der Stadt, den Wohnungen und Familien. Besonders schön ist es, wenn Schnee dazu kommt.

Noch sind hier nicht ganz so viele Bildimpressionen gesammelt. Aber sie geben schon einen ersten Eindruck. Auch hier könnt ihr die Bilder frei weiterverwenden (Lizenz: CC-BY, Fotos von Dirk Liesch, hohe Auflösung über die Detailansicht):

Hinweis: Auch einige Fotos der Wintergalerie  und der Bildergalerie vom Stadtpark passen ebenfalls in die Weihnachtszeit und vemitteln schön eine weihnachtliche Stimmung.

Das besondere am Chemnitzer Weihnachtsmarkt ist bisher, dass er sich ein authentisches Flair erhalten konnten und nicht so „durchkommerzialisiert“ wirkt, wie viele andere Weihnachtsmärkte in Deutschland. Der mittelalterliche Teil gibt ihm zusätzlich Abwechslung. Dennoch fand in den letzten Jahren nach und nach eine sehr spürbare Kommerzialisierung statt. Nicht nur die Preise schossen in die Höhe, sondern auch die Herzlichkeit ging bereits zurück. Wenn hier nicht gegengesteuert wird, läuft der Chemnitzer Weihnachtsmarkt in die Gefahr, sich ins überkommerzialisierte Mittelmaß deutscher Weihnachtsmärkte einzureihen.

Straßengalerie – Sonnenberg

Sehenswert ist in Chemnitz die immer noch sehr umfangreiche „Outdoor Galery“ entlang der Zietenstraße und der angrenzenden Straßen auf dem Sonnenberg. Chemnitzer Kinder und Jugendliche haben hier zahlreiche Bilder gestaltet, welche in den Fenstern entlang der Straßen zu betrachten sind.

Die Ursprünge der „Straßengalerie Sonnenberg“ gehen in den Sommer 2010 (Eröffnung 20.8.2010) zurück, in eine Zeit, als Chemnitz noch von umfangreichem Wohnungsleerstand geprägt war. Die Zietenstraße, damals eine der am meisten mit Verkehrslärm belasteten Straßen in Chemnitz und verfiel. Vor allem Grau umsäumte eingeschlagene Fenster und Türen. Die Bilder brachten Farbe zurück in die Straßen und eine bessere Identifizierung der Bewohner des Stadtteils mit den Gebäuden, was wiederum zu Reduzierung des Vandalismus führte.

Durch das große Engagement vieler Schüler und Kinder, wurde das Ergebnis zu einem tollen Gesamtkunstwerk. Inzwischen hat sich die Wohnsituation in Chemnitz geändert und der Wohnungsleerstand nimmt nach und nach ab. Schon jetzt hat sich die Straßengalerie verkleinert, da einige der Gebäude inzwischen renoviert und vermietet sind. Es ist abzusehen, das die Galerie über kurz oder lang verschwindet und neuem Leben Platz macht.

Vielleicht werden einige der Werke in einer frei zugänglichen Indoor-Galerie auf dem Sonnenberg erhalten, z.B. in einem Kaffee, einer Begegnungsstätte, bei der GGG oder ähnlichem. Noch lohnt sich ein Besuch der Straßengalerie. Hier eine Auswahl von Impressionen der Straßengalerie auf dem Sonnenberg aus den letzten Jahren (alle Bilder, auch in hoher Auflösung sind frei nutzbar, Lizenz CC-BY, von Dirk Liesch):

Für alle, die aus persönlicher Verbindung/Gründen ein Bild vermissen: Ich habe noch viele weitere Bilder der Sonnenberg Straßengalerie, die hier den Rahmen gesprengt hätten. Nimm einfach Kontakt auf. Vielleicht finden wir auch ein Foto mit Deinem Bild. Dies gilt insbesondere für Dich, wenn Du selbst eine Zeichnung/Gemälde zu dieser Aktion beigesteuert hast. Danke an Alle, die bei der „Outdoor Galerie“ auf dem Chemnitzer Sonnenberg mitgemacht und mitorganisiert haben, oder die ihre Gebäude dazu zur Verfügung stellten und stellen.

Fotogalerie – Begründung und Ziele

Das Operative zur Fotogalerie – Initiative ist in der Projektbeschreibung enthalten.

Welche Ziele und Hoffnungen stehen hinter dieser Projektidee? Warum machen wir das? Und wieso haben wir uns für diese Art und Weise entschieden?

„Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“, sagt ein Sprichwort. Bilder kann man auch viel schneller erfassen und das „Richtige“ finden, im Vergleich zu einer gesuchten Stelle in Videos. Bilder transportieren auch Emotionen und Lebensgefühl viel besser als Texte. Deshalb möchten wir das „Lebenswerte Chemnitz“ in Bildern festhalten, in Fotos von Chemnitz, über Chemnitz, das Leben in Chemnitz, die Menschen, die Veranstaltungen, Stimmungen, Lebensgefühl, Gebäude, Natur, Arbeit, Freizeit usw.

Der meiste Nutzen daraus entsteht, wenn jeder Mensch in Chemnitz und der „ganzen Welt“ diese Bilder zukünftig nutzen kann, ohne sich Gedanken machen zu müssen, ob die Bilder von den Bildrechten, Copyrights und anderen Rechten her von ihm verwendet werden dürfen.  Diese freie Nutzung soll sowohl für private Nutzerinnen, für redaktionelle und nichtkommerzielle Verwendung, als auch für kommerzielle Nutzung möglich sein, damit niemand überlegen muss: „Ist dies nun eine kommerzielle Nutzung, wenn ich für meine Website oder meinen Verein auch Sponsoren habe, oder Anzeigen schalte, oder beim Spiel Würstchen verkaufe?“ Auch die rein kommerzielle Nutzung, zum Beispiel zur Gewinnung von neuen Mitarbeitern ducrh Unternehmen, zur Gestaltung ihrer Prospekte, zur Werbung für ihre Produkte, macht das Leben für unsere Unternehmen der Region einfacher. Die freie Nutzung  erleichtert letztendlich das Leben jeder Chemnitzerin, die in diesen Unternehmen arbeitet oder die in Organisationen und Einrichtungen tätig ist, die letztendlich durch den Erfolg der regionalen Unternehmen und deren Arbeitsplätze finanziert werden.

Jede Website, jedes Prospekt, jeder Blogbeitrag usw. der einen Chemnitz-Bezug hat, kann mit diesen hochwertigen Bildern leicht und unkompliziert aufgewertet werden. Es werden also viel bessere, hochwertigere visuelle Medien über Chemnitz entstehen, als das bisher (möglich) war. Sowohl Chemnitzer selbst, als auch Menschen, die nach Chemnitz kommen oder sich über Chemnitz informieren, können sich so leichter in Erinnerung rufen, wie schön Chemnitz ist, solange Chemnitz noch so schön ist (oder es sogar noch besser wird ;-).

Dieses positive Bildgedächtnis bzw. diese positive Bilddokumentation hilft:

  • das Selbstverständnis und die Zufriedenheit der Chemnitzerinnen zu erhöhen,
  • das Schöne in Chemnitz zu dokumentieren und sichtbar zu machen
  • den Tourismus zu unterstützen,
  • neue Mitarbeiter zu gewinnen (Stichwort Fachräftemangel)

Eine Richtung ist sicherlich die Verwendung der Bilder durch Chemnitzerinnen und Chemnitzer Organisationen und Unternehmen selbst, z.B. auf Einladungen, Glückwunsch- und Grußkarten, Kalendern, Flyern, Prospekten, Websites, Blogs uva. Stellt man sich aber die emotionalen, regionsübergreifenden Bilder vor, z.B.:

  • Bienen, Insekten, Tiere, Gärten, Frühblüher, Parks, Wälder, Natur und Umwelt ganz allgemein
  • Leben und Veranstaltungen, Sport und Kultur,
  • Architektur und Kunst
  • Menschen, Emotionen und Stimmungen
  • Projekte und Initiativen

dann helfen diese Fotos Menschen überregional, werden durch diese bei Bedarf gefunden und können durch diese Frauen, Männer, Mädchen, Jungen und heutzutage hunderte andere Geschlechterausprägungen 😉 für ihre Themen und Projekte genutzt werden. Da diese Bilder mit Chemnitz in Verbindung stehen, kann dies auch Gedanken inspirieren, wie:

  • „Sieh mal an, ganz hübsch da.“
  • „Vielleicht kann man dort doch ganz gut wohnen.“
  • „Das sollten wir mal besuchen und uns im Original ansehen.“
  • „So was sollten wir bei uns auch machen.“

Chemnitz nistet sich vielleicht mit recht positivem Gefühl in den bewussten und unbewussten Gedanken und Erinnerungen der Nutzerinnen der Bilder ein. Das schadet zumindest nicht.

Persönlich sehe ich das „Vielleicht kann man dort doch ganz gut wohnen.“ zwiespältig, denn positiv sehe ich an Chemnitz auch, dass es nicht zu groß ist. Ich fände es schöner, wenn es unter 300.000 Einwohner bleibt und nicht wie Leipzig oder Dresden ein zu großer Hype entsteht, der dem „Lebenswerten“ der Stadt auch schnell schaden kann. Andererseits sollten unsere Unternehmen tolle Mitarbeiter finden, da der Erfolg dieser Unternehmen die Basis ist, einige wichtige Aspekte einer lebenswerten Stadt zu finanzieren.

Weitere Gründe für Pixabay als „Bilderdienst“:

Einige Gründe, die für Pixabay als Bilderdienst sprechen, sind unter „Warum Pixabay“ in der Projektbeschreibung bereits genannt.

Die Überlegungen sind aber im  Detail umfangreicher als dort beschrieben:

  • Die Bildlizenz von Pixabay (in etwa „CC0“) passt recht optimal für unsere Ziele.
  • Es ist ein Profi-Fotodienst mit allen Prozessen, Abläufen, Administration, Nutzerführung und Funktionalitäten zur Verwaltung, Suche und Nutzung freier Bilder. Wir können nicht annähernf nur für unser Projekt eine solche Funktionalität, Service, Datensicherheit, Performace uva. mehr bereitstellen. Ganz abgesehen davon, dass es saublöd ist „das Rad neu zu erfinden“.
  • Pixabay hat bereits eine große Bildersammlung in hoher Bildqualität und große umfassende Sammlungen machen es Nutzern einfacher, gewünschte Bilder zu finden. Schon wegen der Regionalität unseres Themas, ist jede Idee hier einen eigenen Bildpool aufzubauen, nicht so sinnvoll.
  • Pixabay hat eine große Community, sowohl an aktiven Fotografen, als auch an Nutzern, die lebt und wächst. Das allein reicht als „KO“-Kriterium für jede Überlegung hier eine eigene Insellösung zu schaffen. Nutzerinnen (inzwischen fast aus „aller Welt“) kennen Pixabay, finden die Bilder dort und nutzen diese dann auch.
  • Chemnitzerinnen, die mit eigenen Fotos mitmachen, fotografieren vielleicht auch nicht NUR für „lebenswertes Chemnitz“. Mit Pixabay können sie für ihr Foto-Hobby (oder auch ihren Beruf) eine Plattform für alle ihre freien Bilder nutzen.
  • Pixabay hat ein integriertes Bezahlmodell. Wenn eine Nutzerin also einen großen Nutzen aus bestimmten freien Bildern hat, und fair denkt, fühlt und verhält, sowie etwas Geld/Budget hat, dann kann sie auch direkt dem Fotografen und der Plattform etwas für deren Produkte (Fotos / Fotodienst) als Anerkennung bezahlen, über die bekannten angebundenen Bezahldienste.
  • Pixabay hat ein ausgeklügeltes funktionierendes System der Qualitätssicherung und Qualitätsauswahl, so dass nur sehr gute Fotos in den Bildpool aufgenommen werden. Die hilft nicht nur den Nutzern beim Finden guter Bilder, sondern auch den Fotografen bei der Qualitätseinschätzung und Qualitätsverbesserung ihrer Bilder (kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen).
  • Es gibt bei Pixabay umfangreiche Informationen zu Fragen, die die Bildrechte und Bildverwendungen betreffen, zur Fotografie, zur geschickten Suche usw. für die es keinerlei Sinn macht, so etwas selbst aufzubauen.
  • Es gibt lebende, aktive und vor allem betreute Diskussionsforen, über die man seine Fragen klären kann und selbst interessante Dinge aus alten Diskussionen lernt.
  • Ich brauche nur ein Login und einen Dienst, um sowohl als Nutzer passende Bilder für meine privaten und beruflichen Themen zu finden, als auch für „lebenswertes Chemnitz“ eigene Bilder bereit zu stellen. Warum soll das, was ich für mich gut finde, für andere Chemnitzerinnen nicht auch eine geeignete Lösung sein.

Nachteile von Pixabay für unser Projekt (Stand: 17.1.2019):

Eine erste große Hürde, ist die Community-Bildbewertung als erste Stufe in der Pixabay-Qualitätssicherung. Damit andere Nutzer freiwillig die Qualität neuer Bilder einschätzen, muss dies aufgrund der großen Anzahl eingereichter Bilder einfach und schnell gehen. (Evtl. probiert es selbst einmal mit Eurem Pixabay-Login aus, neu eingereichte Bilder zu bewerten).  Dies erfolgt ohne Ansehen der Person (des Fotografen) rein anhand des Bildes, was sehr gut ist und die Chancengleichheit verbessert.

Da die Bildbewertung ohne Kontext des Bildes erfolgt (also auch ohne regionalen Bezug, oder speziellen Bezug zum Bildinhalt bzw. Bildzweck), wird natürlich nach „Schönheit des Bildes“ geurteilt. Im Forum wird dies z.B. begründet mit „das Bild muss für sich selbst stehen“, was für die überwiegende Zahl der Bilder eine gute Idee ist, aber auch ein paar Schwächen hat:

  • Das weltweit einzige Foto, einer bisher unbekannten Tierart in 10.000m Wassertiefe würde also gnadenlos durch das Qualitätsraster der Community-Bewertung sausen, z.B. schon weil die Beleuchtung durch das Blitzlicht zu unprofessionell ist.

Das Thema habe ich im Pixabay-Forum an dem anderen Beispiel der „hässlichen Bilder“ einmal zur Diskussion gestellt.  Andererseits kann es natürlich als Herausforderung gesehen werden, dass einzige 100m Schwimmbecken in Deutschland (Bernsdorfer Bad) trotz seines einfach nur langen rechteckigen Beckens so zu fotografieren, dass es trotzdem durch die Prüfung kommt, was natürlich mit dem, Gablenzer Spaßfreibad viel einfacher wäre. Nur solche Spaßfreibäder sind nichts besonderes, sondern in vielen Städten zu finden. Allerdings sind sie einfacher „schön“ zu fotografieren.

Das Fazit ist, Bilder die nur mit dem Kontextbezug einmalig oder etwas besonderes sind, jedoch ohne den konkreten Bezug eher gewöhnlich wirken, sind prozessbedingt derzeit nur schwer auf Pixabay zu platzieren.

Noch ein Tipp: Wenn ihr ein Bild im Kontext sehr gut gelungen findet und es technisch ebenfalls sehr gut ist (Schärfe, Bildaufteilung etc.), dann ist es, wenn es die Ausnahme bleibt, nicht aussichtslos, dies im Pixabay-Forum zu diskutieren. Es gibt ein  kontinuierliches Thema dazu. Dann wird das Bild manchmal von den Admins noch einmal mit Kontextbezug begutachtet und freigegeben. Dies sollte aber die absolute Ausnahme bleiben!!! Irgendwann wollen die Leute dort auch schlafen.

Update vom 26.1.2019 (zu Nachteilen von Pixabay)

Ein Selbstversuch hat gezeigt, dass bei den immer weiter steigenden Anforderungen an die technische Perfektion und Auflösung von Bildern bei Pixabay, Fotografen ohne professionelle Ausrüstung (geschätzt min. 1.500 Euro) kaum noch eine Chance haben, Bilder bei Pixabay unterzubringen. Erschwert wird dies noch sehr durch unseren „Kontextbezug“ auf die Stadt + Region „Chemnitz“. Zudem besteht auch bei Pixabay für die Zukunft das „Flickr“-Risiko (Bericht dazu aus Zeit-Online). Die zukünftige Ausrichtung von Pixabay hinsichtlich der Qualitätsbewertung steht im Forum in der Diskussion:

Die Ergebnisse und ggf. Veränderungen wird die Zukunft zeigen.

Alternative „Wikimedia Commons

Das Medienprojekt der „Wikipedia“, die „Wikimedia Commons“  ermöglicht es allen Interessierten, Bilder (und auch andere Medienobjekte) der Allgemeinheit frei zur Verfügung zu stellen. Diese mögliche Alternative zu Pixabay werden wir hier in einem extra Blogbeitrag in den nächsten Tagen vorstellen.

Die Ausnahmelösung für unser Projekt ist:  Bilder die mit regionalem Kontextbezug sehr gut sind und technisch eine sehr hohe Qualität haben, aber die Hürde bei Pixabay nicht schaffen oder bei Wikimedia aus irgendeinem Grund nicht sinnvoll reinpassen, können direkt bei uns auf der Site unter einer „CC-BY 4.0“ Lizenz zur Verfügung gestellt werden. Dies sollte jedoch, wegen des erforderlichen manuellen Zeitaufwandes bei uns inkl. der Kommunikation mit Euch und auch aufgrund des benötigten Speicherplatzes, die seltene Ausnahme sein. Bitte immer erst bei Pixabay und/oder Wikimedia probieren und nur wenn es  nicht klappt, dass Bild aber mit dem Kontext (regionalen Bezug) eine sehr gute Qualität hat, an uns wenden.

Bernsdorfer Bad – Fotos

Ein einmaliges 100 m Schwimmbecken in Deutschland gibt es in Chemnitz im Bernsdorfer Freibad. Was es in Chemnitz seit 1925 gibt (damals noch „Wikingbad“ genannt), baut London nach:

„Diejenigen unter euch, die wegen der vielen Rollwenden beim Schwimmen einen Drehwurm bekommen, sollten demnächst mal einen Abstecher nach London machen: In der britischen Hauptstadt soll nämlich ein Schwimmbecken mit 100m-Bahnen gebaut werden.“ (Schwimmsportnews, 5.1.2017)

In Deutschland gibt es in gleicher Größe nur noch ein Nichtschwimmerbecken in Gladbeck und ein noch längeres Becken im Kaiserslauterner Freibad „Waschmühle“ (165m).

Aber es ist nicht nur die Einmaligkeit in Deutschland, die das Bernsdorfer Bad so wichtig für ein „lebenswertes Chemnitz“ macht. Sein Charme ist, dass es kein übersaniertes Spaß- und Spielbad ist, bei dem Schwimmen und Sport zur Nebensache werden, sondern es fokussiert bis heute auf Swimmen, Sport und natürlich auch Sonnen und Chillen.

Wo gibt es sonst einen Streetball/Basketball-Platz, zwei Beachvolleyball-Felder, Großschach, Tischtennisplatten und 100m Bahnen in dieser einmaligen Kombination mit der riesigen Liegewiese mit auch ausreichenden Schattenplätzen? Nicht zu vergessen sind die gute Verkehrsanbindung, die grüne Umgebung und im Vergleich zum Gablenzer Bad die geringeren Probleme mit den Anwohnern, insbesondere wegen Lärmbelästigung durch den Badbetrieb.

Besonders für Chemnitzerinnen und Familien, die Wert auf Schwimmen und sportliche Betätigung legen, ist das Bernsdorfer Freibad in der warmen Jahreszeit die beste Adresse in Chemnitz, wenn es um Bäder geht. Natürlich können auch diese Bilder frei weiterverwendet werden (hohe Auflösung über Detailansicht erreichbar, Lizenz: CC-BY, Fotos von Dirk Liesch):

Da Fotoaufnahmen im Bad nur außerhalb der Öffnungszeiten erlaubt sind, danke ich ganz besonders den Volleyballer(inne)n, dass sie für die Bilder in der Dämmerung geblieben sind. Weitere Bilder sind gewünscht, da diese bisherigen Fotos das schöne Flair des Bads noch nicht vollständig wiederspiegeln.

Ganz nebenbei führte der Fokus auf Schwimmen und Sport des Berndsdorfer Freibads wahrscheinlich dazu, dass es gefühlt derzeit das sicherste Freibad in Chemnitz ist.

Leider gibt es bei Bäderverwaltungen so fragwürdige Vergleichsindexe, wie die „Wasserfläche pro Einwohner“ bei Bädern. Da sowohl der Stausee in Rabenstein, als auch das 100m Becken hier im Berndsdorfer Bad es auf viele Quadratmeter Wasserfläche bringen und sich die Chemnitzer Verwaltung an solch fragwürdigen Vergleichsindexen orientiert, steht der Erhalt des besten Freibad in Chemnitz immer wieder zur Disposition und dem „Freundeskreis des Freibades Bernsdorf“, der ehrenamtlich viel Zeit in den Erhalt des Bades investiert, werden immer wieder Steine in den Weg gelegt. Ohne den Freundeskreis wäre das Bernsdorfer Freibad bereits lange geschlossen und wäre heute vielleicht bereits eine der einheitlichen Ein- oder Zweifamilienhaus Enklaven der Stadt.

Das Bernsdorfer Freibad und das in Deutschland einmalige 100m Schwimmbecken müssen erhalten bleiben, damit Chemnitz nicht nach solch fragwürdigen Vergleichsindexen, wie der Wasserfläche in Freibädern pro Einwohner Mittelmaß wird, zudem es in der Chemnitzer Umgebung kaum Seen gibt, die wie im Leipziger Raum als Alternative für Freibäder dienen können. Es ist keine Alternative die Wasserflächen von vier winzigen Spiel- und Planschbädern mit einer großen geschlossenen Schwimmfläche wie dem Bernsdorfer Bad nach solch einem Index zu vergleichen, es sei denn, es wird nur ein Vorwand gesucht, Sportmöglichkeiten in der Stadt zu streichen.

Ein Video mit Luftaufnahmen des Bernsdorfer Freibades, welches auch sehr schön seine Größe und grüne Umgebung zeigt, findet sich hier auf youtube.

Chemnitzer Stadtpark – Fotogalerie

Wie ein grün-blaues Band zieht sich der Chemnitzer Stadtpark über 6km quer durch die Stadt entlang des Chemnitz-Flusses. Damit ist der Stadtpark die größte und vor allem längste Parkanlage der Stadt. Viele Radfahrer nutzen diese grüne Magistrale für ihren täglichen Arbeitsweg. Es ist ebenfalls ein beliebtes Gebiet für Joggerinnen und Skaterinnen. Mit seinen beiden Seen und unterschiedlichen Park – und Gartenabschnitten (wie z.B. dem Rosengarten) ist es nicht nur ein Erholungsgebiet für Spaziergänger, sondern seine ausgedehnten Wiesen werden vor allem an warmen Tagen für Sonnen, Spiel und Sport genutzt.

In den letzten Jahren gilt der Aufenthalt im Stadtpark, neben recht vielen anderen Orten, insbesondere bei eintretender Dämmerung und für junge Frauen und Mädchen leider nicht mehr so sicher. Trotz häufigerer Polizeistreifen, konnte die Sicherheitslage in Chemnitz generell bisher noch nicht wieder auf ein zufriedenstellendes Maß zurückgeführt werden.
Das aufkommende Bürgerengagement könnte aber die Chance bieten, dass dies in mittelfristiger Zukunft (2-4 Jahre) evtl. wieder erreicht werden kann.

Die Bilder dieser Bildergalerie zeigen, wie schön der Stadtpark im Wandel der Jahreszeiten ist und warum es sich lohnt, ihn zur sicheren Nutzung für alle Chemnitzer und Chemnitzerinnen wieder verfügbar zu machen. (Bilder sind frei nutzbar mit CC-BY Lizenz, und sind über die Detailseite in hoher Auflösung downloadbar), Fotos von Dirk Liesch:

Die Galerie hier wird in Zukunft eher weniger Bilder enthalten, wenn die besten Bilder auf pixabay die Qualitätskriterien erfüllen und dann darüber überregional unter „lebenswertes Chemnitz“ gefunden werden. Dann gibt es hier auch einen Link dahin.

Herbstimpressionen – Chemnitz

In dieser Galerie sind Impressionen von Chemnitz im Herbst gesammelt. Wir alle wissen, wie schön es hier auch im Herbst sein kann. Lasst uns gemeinsam Bilder zusammenstellen, die diese herbstlichen Stimmungen in Chemnitz verdeutlichen. Bisher steht diese Sammlung noch am Anfang.

Einige meiner Favoriten bei der Herbstfärbung sind in den Detailfotos enthalten: Zuckerahorn (leider noch zu klein für Ahorn-Sirup), Zaubernuss, Wein und Japanischer Ahorn. Aber auch die anderen Ahornarten haben tolle Blattfarben von leuchtend gelb bis rot. Einer meiner Lieblingskürbisse ist die Bischofsmütze. Sie sieht nicht nur toll aus, sondern schmeckt auch gut. Außerdem liebe ich die Stimmungen, wenn sich im Herbst die Sonne mit den ersten Strahlen durch den Nebel durchsetzt.

Alle Bilder dieser Galerie sind frei weiterverwendbar (Lizenz: CC-BY, von Dirk Liesch, hohe Auflösung über Detailansicht):

Ein paar schöne Herbst-Bilder aus Chemnitz, sowohl bei Tag als auch bei Nacht, findet ihr auch in der Stadtpark-Bildergalerie.

Es wäre schön, wenn sich noch einige Chemnitzerinnen mit an dieser Fotogalerie beteiligen und unter den Schlagworten „lebenswertes Chemnitz“ und „Herbst“ ihre besten Herbstbilder aus Chemnitz bei Pixabay einstellen. Die Bilderhier sollen nur Anfang und Anregung sein. Vielleicht habt ihr selber schöne Herbst-Fotos, oder ihr kennt jemanden, die schöne Bilder hat und diese auch gern frei teilen möchte.

Noch bin ich nicht dazu gekommen, die „typischen Chemnitzer – Sehenswürdigkeiten“ im Herbst zu fotografieren. Vielleicht hat die Ein oder der Andere ein paar schöne Bilder, die hier passen würden.