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Wildbienen-2025

Wildbienen – Mitmach -Aktion und Bildungsprojekt

(Gliederung entsprechend „Checkliste für Mikroprojekte #chemnitz2025“)

Projektzusammenfassung

Die „Mauerbienen-Aktion“ (Mitmach-Aktion) von „lebenswertes Chemnitz“ mit dem integrierten Bildungskonzept zum „objektbasierten Lernen“ des Chemnitzer „aracube e.V.“ sind die vorhandene Grundlage dieses Kulturhauptstadt-Projektvorschlags. Viele Chemnitzer machen bei dieser Aktion mit, indem sie in ihrem Garten und/oder auf ihrem besonnten Balkon (ca. bis zur 2.Etage) einen „Mauerbienen-Nistblock“ anbringen welcher in einer regionalen „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“ gefertigt wurde. Dies unterstützt nicht nur die rote bzw. rostrote Mauerbiene (Insekt des Jahres 2019) oder andere Wildbienen, die in solchen „Insektenhotels“ nisten oder verbessert die Bestäubung in den Gartenanlagen, sondern über das damit verbundene Bildungsprojekt wird das Wissen vermittelt, ganzheitlich die Aspekte des Bienen- und Insektenschutzes zu verstehen und vor allem damit selbst nachhaltig handlungsfähig zu werden. Somit setzen sich viele Chemnitzerinnen durch dieses Projekt zukünftig ganzheitlich und sinnvoller für Bienen, Wildbienen und Insekten ein, durch geeignetes „Tun und Handeln“.

Ausführliche Projektbeschreibung

Mit der erfolgreichen Mauerbienen-Aktion“ in 2020 wurden die Grundlagen dieses „Wildbienen-2025“ Projektes gelegt. Am 8.4.2021 fand eine „Live-Session“ des biMOOC 2021 zu diesem Projekt statt (sieh Einladung hier). Die Videoaufzeichnung ist ca. 14-20 Tage später im „open-academy“ Kanal verfügbar und wird dann auch hier eingebunden.

Bei der Mauerbienen-Aktion handelt es sich nicht nur um ein „Wildbienen – Mitmach-Projekt“, sondern auch um ein Bildungsprojekt, zu Mauerbienen, Wildbienen und Blühflächen, nach dem Ansatz des „objektbasieren Lernens“ nach dem „flipped classroom“ Konzept. Wie die digitale Bildung zum Theorie-Teil möglich ist und dies mit der Praxis über den „Mauerbienen-Nistblock“ (reales Lernobjekt) verbunden werden kann, zeigt der durch den Chemnitzer „aracube e.V.“ erstellte Lernpfad zur „Mauerbienen-Aktion“. Beachtet werden sollte an diesem Beispiel der Pfad der „Wissensvermittlung“ vom konkreten „Mauerbienen-Nistblock“ über weitergefasste Wildbienen-Themen bis hin zu nachhaltigen Blühflächenkonzepten. Der „Mauerbienen-Nistblock“ ist quasi der Startpunkt hin zu einem fundierten praxisorientierten Wissen zum Bienen – und Insektenschutz.

Im „Wildbienen-2025“ Projekt geht es darum, diese „Mauerbienen-Aktion“ ab 2021 kontinuierlich weiterzuentwickeln und zahlreiche Mitmacher in der Chemnitzer Bevölkerung zu finden und damit das Wissen zu Wildbienen, zum Wildbienenschutz und  zu nachhaltigen Blühflächen zu verbreiten und die Chemnitzerinnen auf diesen Gebieten als kompetente Mitmacherinnen zu gewinnen.

Der „Mauerbienen-Nistblock“ ist ein ideales Lernobjekt, nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Erwachsene. In dieser Hinsicht ist er allen sonstigen „Insektenhotels“ weit überlegen (siehe Aufzeichnungsvideo der Live-Session ab ca. Ende April). Wenn in 20-30% der Kleingärten, Eigenheimgrundstücken und Schulgeländen in Chemnitz ein solcher Nistblock aufgestellt ist, bedeutet das nachfolgend auch eine große Breite von weiteren Wildbienenprojekten (z.B. für „Erdbrüter“, „Hummeln“, „nachhaltige Blühflächen“ usw.) . Die Chemnitzerinnen gestalten diesen Veränderungsprozess als Mitmacher selber. Die „Mauerbienen-Nistblöcke“ sind der Samen, der aufgehen und Früchte bilden soll.

Wen spricht das Projekt primär an?

Alle Kleingartenvereine (KGVs), Kleingärtnerinnen, Grundstücksbesitzer, Mieter mit „besonnten“ Balkonen bis zur 2.Etage, sowie Schulen, Kindergärten und Organisationen mit geeignetem Gelände (sonnige Aufstellorte) .

Welcher (gesellschaftliche) Mehrwert ergibt sich aus dem Projekt?

Verbreitung von Wissens zum nachhaltigen Bienen- und Insektenschutz. Viele kleine selbstorganisierte, wertvolle und nachhaltige Maßnahmen zum Insektenschutz werden flächendeckend in Chemnitz umgesetzt, nicht „von oben“ vorgeschrieben, sondern aus eigenem Wissen und Motivation getrieben, „gesät“ über die „Mauerbiene-Aktion“. Wenn viele Chemnitzerinnen mitmachen, schafft das auch eine Gemeinschaft, ein „Wissensaustauschsthema“ zum Fachsimpeln wenn man sich an einem Mauerbienen-Nistblock trifft. Außerdem wird über die lokale Herstellung der Nistblöcke in einer „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“ für sinnstiftende Arbeit/Beschäftigung dieser Mitmenschen gesorgt.

Die europäische Dimension

Das Projekt kann ein Vorbild zur Nachahmung in ganz Europa werden. Es ist ein nachahmenswertes Beispielprojekt für Insektenschutz. Die freien Bildungsinhalte (OER) des zugehörigen Bildungsprojektes können in anderen Gemeinden und Städten direkt genutzt werden (derzeit, wegen der deutschen Sprache, noch auf D-A-CH beschränkt).

Ist dem Projekt ein Finanzplan (Einnahmen /Ausgaben) beigelegt?

Nein

Ist die beantragte Unterstützung max. 2.500 €?

ja

Welche Kosten sollen mit der Unterstützung beglichen werden?

Notwendige zusätzliche Abstimmungs- und Koordinierungsaufwände.  Aufwände zum Ausbau der freien Bildungsinhalte. Aufwände zur Bekanntmachung des Projektes um größere Mitmacher-Gruppen zu erreichen. Aufwände zur Abstimmung und Organisation der Produktion und zur Verteilung/Ausgabe der Nistblöcke in Zusammenarbeit mit der „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“.  Aufwände zur Beantwortung zahlreicher Rückfragen der Mitmacher.

Wenn Honorare gezahlt werden: Für wen fallen diese in welcher Höhe an?

N.N.

Frühblüherflächen – Kulturhauptstadt 2025

Mitmach-Aktion: Frühblüherflächen für 2025

(Gliederung entsprechend „Checkliste für Mikroprojekte #chemnitz2025“)

Projektzusammenfassung

Die 2018 gestartete „Frühblüher – Mitmach – Aktion“ von „lebenswertes Chemnitz“ wird als Kulturhauptstadtprojekt intensiviert um bis zum Frühjahr 2025 schöne, nachhaltige, insektenfreundliche und besichtigungswerte Frühblüher-Flächen im öffenlichen Bereich durch Chemnitzer/innen zu schaffen.

Ausführliche Projektbeschreibung

Bisher schaffen Chemnitzer/innen im Rahmen der „Frühblüher-Mitmach-Aktion“ vorwiegend als „Guerilla Aktion“ selbstorganisiert schöne Frühblüherflächen im „öffentlichen Bereich“ in Chemnitz, jährlich im Zeitraum von Oktober bis Dezember. Diese Flächen sind nicht nur schön, sondern auch besonders wertvolle Blühflächen für Wildbienen, Honigbienen und Insekten. Auf den richtigen Standorten angelegt, sind sie außerdem sehr nachhaltig und entwickeln sich über viele Jahre ohne besondere Pflege (ohne Zusatzkosten für die Stadt) selbst weiter. Detailliert ist dies bereits in der Projektbeschreibung der „Frühblüher-Mitmach-Aktion“ enthalten. Sowohl die verwendetete Frühblüherpflanzen, Knollen, Samen etc. werden durch die Mitmacher selbst besorgt. Somit werden diese Flächen frei durch die Bürger selbst gestaltet. Das Video zur (bisherigen) „Frühblüher-Mitmach-Aktion“ (Dauer: 8:14 min):

Im „Kulturhauptstadt-Projekt“ wird diese Aktion durch eine mehr koordinierte Komponente ergänzt. Zum einen werden mit den „Besitzern/Verantwortlichen“ der öffentlichen Flächen (Grünflächenamt, Wohnungsgenossenschaften, privaten Eigentümern) unter Einbeziehung der Bürgerplattformen und des INTERLACE Projektteams im Sinne eines „Blühflächen-Verbundkonzeptes“ über ganz Chemnitz (z.B. in allen Wohngebieten) Flächen abgestimmt und im Projektzeitraum (Okt.-Dez.) gekennzeichnet, die als „Frühblüher-Blühflächen“ geeignet sind und die zukünftig auch als  „Frühblüher-Blühflächen“ gepflegt werden (Abschluss der Pflege – z.B. Mähen – bis Ende Dezember des Vorjahres, Erste Pflege/Mad im Folgejahr erst ab Mitte Juni).  Auf diesen Flächen können Chemnitzerinnen Frühblüher mit der Sicherheit pflanzen, dass diese dort nicht „abgemäht“ oder entfernt werden, sondern sich dort über Jahre frei entwickeln können.

So entsteht über das Stadtgebiet von Chemnitz ein flächendeckendes „Frühblüher – Verbundsystem“, welches die Stadt nicht nur optisch schöner macht, sondern auch ganz besonders dem Insektenschutz nutzt. Die Chemnitzer gestalten dabei „IHRE“ Stadt selbst, die Verwaltung tritt nur als „Ermöglicherin“ auf.

Für das Kulturhauptstadt -Jahr werden einige besonders geeignete größere „Vorzeigeflächen“ ausgewählt, die sich dann in 2025 besonders für die Besichtigung von Besuchern/Gästen eignen. Auch diese Flächen werden allein und selbstorganisiert durch die Chemnitzerinnen gestaltet. Im Sinne des „Mauerbinenen und Wildbienen-Lernpfads“ werden für diese Vorzeigeflächen in 2024 „digitale Lernpfade“ für objektbasiertes digitales Lernen erstellt. Über Erdspieße mit QR-Codes werden diese „Vorzeigeflächen“ zu „Bildungsflächen“, da über den QR-Code mit Mobilgeräten durch die Besucher und Chemnitzer Bürgerinnen direkt an den entsprechenden Pflanzen und Flächen entsprechendes Wissen/Informationen „abgerufen“ werden können. Diese freien Bildungsinformationen lassen sich danach in beliebig vielen „Schulgärten“ und „Blühflächen“, sogar in Privatgärten und auf Privatflächen in ganz Deutschland und Europa nachnutzen (einfach QR-Code drucken und auf eigenem „Erdspieß“ anbringen).

Dieses  Leuchtturm-Konzept des flächendeckendes „Frühblüher – Verbundsystem“, entstanden als Mitmach-Projekt der Bürger, kann von Städten und Gemeinden aus ganz Europa nachgemacht/kopiert werden. Das „Frühblüher – Verbundsystem“ ist im Ergebnis ein „Gesamtkunstwerk“, an dem viele Chemnitzerinnen gemeinsam und selbstbestimmt teilgenommen haben.
Dieses Kunstwerk entwickelt sich auch über viele Jahre über 2025 hinaus weiter, ist also nachhaltig, weit über das Kulturhauptstadtjahr hinaus.

Das Projekt wird um so erfolgreicher, je eher es beginnt (möglichst 2021) und um so mehr Chemnitzer über das gesamte Stadtgebiet verteilt, sich daran beteiligen (Breite Basis). Mit einem Start in 2021 haben die Frühblüher – Blühflächen noch 4 Jahre, sich bis 2025 zu entwickeln (Einzelpflanzen werden „Nester“ und „Flächen“).

Wen spricht das Projekt primär an?

Alle Chemnitzer/innen, das Grünflächenamt, die Wohnungsgenossenschaften und die GGG, die Bürgerplattformen.

In 2025 auch alle „Kulturhauptstadt-Besucher“ im Frühjahr.  Als „Nachmach- und Bildungsprojekt“ auch andere Städte und Gemeinden in Deutschland und Europa.

Welcher (gesellschaftliche) Mehrwert ergibt sich aus dem Projekt?

Schöne, nachhaltige Blühflächen nicht nur zur Verschönerung der Stadt, sondern auch als Maßnahme zum Insekten- und Naturschutz.

Es fördert als „Mitmach-Projekt“ den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Chemnitz, auch generationsübergreifen.

Mehr Details zum Nutzen (Mehrwert) sind bereits in der Projektbeschreibung der „Frühblüher-Mitmach-Aktion“ enthalten.

Die europäische Dimension

Über das Konzept des flächendeckendesn „Frühblüher – Verbundsystem“ und des zugehörigen digitalen Bildungskonzeptes, ist es ein Projekt, welches sich zur Nachahmung in ganz Europa eignet. Bei entsprechendem Erfolg können diese Blühflächen ein Entscheidungsrund sein, schon im zeitigeren Frühjahr die Kulturhauptstadt „Chemnitz“ zu besuchen.

Ist dem Projekt ein Finanzplan (Einnahmen /Ausgaben) beigelegt?

Nein

Ist die beantragte Unterstützung max. 2.500 €?

ja

Welche Kosten sollen mit der Unterstützung beglichen werden?

Notwendige zusätzliche Abstimmungs- und Koordinierungsaufwände. Aufwände in Zusammenhang mit der Erstellung der freien Bildungsinhalte (Lernpfade zu den Blühflächen) durch den Chemnitzer „aracube e.V.“

Wenn Honorare gezahlt werden: Für wen fallen diese in welcher Höhe an?

N.N.

 

LC2025 – Projektideen / Projektvorschläge

C2025 – Ideen & Vorschläge von „lebenswertes Chemnitz“

Die Initiative „lebenswertes Chemnitz“ (Link zur LC-Projektbeschreibung) hat relativ große Überschneidungsbereiche zu den Schwerpunkten der Kulturhauptstadt Bewerbung (Bid Book). Deshalb eignen sich auch einige der Projekte und Projektideen dieser Initiative sehr gut für „Kulturhauptstadt – Projekte“.  Insbesondere viele der „Mitmach-Projekte“ und „Mitmach-Ideen“ lassen sich kontinuierlich für C2025 ausbauen und integrieren. Die meisten Mitmachprojekte von „lebenswertes Chemnitz“ sind grundsätzlich als „Pilotprojekte“ angelegt, die in anderen Städten, Gemeinden und Regionen nachgemacht werden können, am einfachsten in D-A-CH (wegen der deutschen Sprache), aber auch sonst in Europa („Europäische Dimension“ der Projekte) oder ggf. weltweit. Im Sinn der Mitmach-Projekte, werden nicht nur die „Mitmacher für die Umsetzung“ gesucht, sondern auch „Mitmacherinnen“ (ehrenamtlich), die einzelne der Projekte (ihre Wunschprojekte) mit gestalten, organisieren, bekannt machen und leiten. Wer würde sich gern in welches Projekt einbringen?
Nach und nach werden in den nächsten Monaten unsere Vorschläge hier veröffentlicht, ausformuliert und parallel (mit der Ausformulierung) als „C2025-Projekte“ beim Kulturhauptstadt-Team eingereicht:

  1. Winterling-Blühflächen: „Mitmach -Aktion“ für nachhaltige insektenfreundliche Blühflächen auf Basis der seit 2019 stattfindenen „Winterling-Aktion„.
  2. Frühblüher-Mitmach-Aktion: (Early bloomer Meadows -EBMs), Frühblüher Aktion der Chemnitzerinnen im öffenlichen Bereich, um Chemnitz schöner und insektenfreundlicher mitzugestalten, auf der Grundlage der seit 2018 stattfindenden „Frühblüher-Mitmach-Aktion„.
  3. „lebenswertes Chemnitz“ Fotosammlung: „Fotografie-Mitmach-Aktion“ für freie (wiederverwendbare) Fotos  (mit freien Lizenzen: CC-BY und CCO) zu Chemnitz, basierend auf dem „Foto-Projekt“ von „lebenswertes Chemnitz“ und veröffentlichung der Fotos auf der „Wikimedia Commons“ oder „pixabay“.
  4.  Freie Bilder veröffentlichen: Bildungsprojekt zur Veröffentlichung eigener Bilder/Fotos unter einer freien Lizenz (CC-BY , CCO) auf der „Wikimedia Commons“ oder auf „pixabay“, als Gemeinschaftsprojekt mit dem Chemnitzer „aracube e.V.“.
  5. Hausbibliotheken: Eine Mitmachaktion von Vermietern und Hausgemeinschaften als nachhaltige „Teilen-Aktion“ (Sharing) nach dem Vorbild des „Hausbibliothek“-Projektes von „lebenswertes Chemnitz“.
  6. Wildbienen-2025: Eine Wildbienen-Mitmach-Aktion und ein Bildungsprojekt zum Wildbienen- und Umweltschutz, basierend auf der in 2020 erfolgreichen „Mauerbienen-Aktion„.
  7. Speakers Corner – Chemnitz: Ein Mitmach-Projekt für Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt, mit realem „Speakers Corner“ (nach Londoner Vorbild) zentral in der Stadt mit digitaler Ergänzung durch zugehörigen Youtube-Kanal der Aufzeichnungen.
  8. Wildkrokus-Aktion:  „Mitmach -Aktion“ für nachhaltige insektenfreundliche Blühflächen nach dem Vorbild der „Winterling-Aktion“ aber mit Wildkrokussen.
  9. Kornelkirschen-Aktion: Mitmach Aktion zum Austausch von mindestens 1/3 der Forsythia-Flächen in Chemnitz durch Kornelkirschen, bei gleichzeitiger Überarbeitung der Chemnitzer Baumschutzsatzung in eine sinnvollere, bürgernähere und umweltfreundlichere Version.
  10. Freie Umweltbildung als OER: Bildungsprojekt zur Erstellung und Bereitstellung von freien Bildungsinhalten (OER – Open Educational Resources) zu Umweltprojekten in Chemnitz, als Gemeinschaftsprojekt mit dem Chemnitzer „aracube e.V.“.
  11. Sportplätze für Alle: Freie Nutzung von allen Sportflächen in Chemnitz, die durch „öffentliche Mittel“ ganz oder teilweise finanziert wurden. Projekt für barrierefreien Breitensport.
  12. Public Sports days – öffentliche Sporttage: „Mitmach-Aktion“, regelmäßige gemeinsame Sport-Treffen auf den nun frei zugänglichen Sportplätzen.
  13. Bienen und Imkerei MOOC (biMOOC): Ein freies Bildungsprojekt (OER) rund um Bienen und Imkerei, welches auch zahlreiche Wildbienen-, Natur-/Umweltschutz- und Blühflächenthemen behandelt. (siehe „biMOOC – Projekt durch Chemnitzer Initiatoren„)
  14. Maja-Aktion: Mitmach-Aktion zum Honigbienen-Schutz zwischen Chemnitzer-Imkerinnen und Chemnitzer Unternehmen/Organisationen nach dem Vorbild der  Bienen-Patenschaften nach dem „Chemnitzer -Modell“.
  15. Secure Hitchhiking Places (SHP), Sichere Tramper/innen Plätze: Es werden für das Trampen (als ökologische, soziale und verbindende Reisevariante) sichere Einstiegs- und Ausstiegsplätze an den Chemnitzer Autobahnauffahrten und an den Haupt-Fernstraßen geschaffen.
  16. BiBi – Lehrbienenstand im botanischen Garten: Ein umfassendes nachhaltiges Bienen-Bildungs (BiBi) Projekt mit Schau- und Lehrbienenstand im „Botanischen Garten Chemnitz“ nach dem „Bildung 4.0“ Ansatz, in Zusammenarbeit mit dem Imkerverein Chemnitz 1874 e.V. und dem Chemnitzer aracube e.V.
  17. LEA-Diskussionen: Diskussionen unter Linden, Eichen und Ahorn-Bäumen in Chemnitz – von Diskussionspartnern mit komplett gegensätzlichen Positionen.
  18. Blühflächen-Verbundprojekt:  Mitmach-Aktion, Früblühflächen, Spätsommerblühflächen, Nist- und Vermehrungsmöglichkeiten, Blühflächenverbund
  19. Open Academy – Barcamp: Ein 4-Tages Barcam mit freien Bildungs-Sessions mit freien Themen überall in Chemnitz (auch LEA-Session-Plätze). JEDE(R) kann Sessions vorschlagen und halten.
  20. Zinkblech Garten (ZBG): Mitmach-, Bildungs- und Willkommens-Projekt für einen Garten aus alten Zinkblech-Wannen (Eimern und Gießkannen) auf dem Bahnhofsvorplatz, aufgebaut, gestaltet und gepflegt von Chemnitzer/innen.
  21. Montags Musiker Nächte, Mondays Musicians Nights (MMN): Nach dem Vorbild der „Musicians Nights“ in Hull (GB) spielen am Montag Musiker oder Bands max. 3 Songs oder tragen Poeten max. 3 Gedichte u.a. vor.
  22. Tag der Masken: Am Tag des Schauspiels (11. Oktober) tragen (alle) Menschen in Chemniz eine Maske, sind verkleidet und spielen eine selbstgewählte Rolle, inkl. LEA-Events mit Vorlesen eigener Texte und Gedichte, bzw. Vortragen eigener Musik/Songs.
  23. … comming soon

Winterling Blühflächen – Kulturhauptstadt 2025

Winterling-Aktion für Kulturhauptstadt 2025

im „Park der Opfer des Faschismus“, im „Nordpark“ und auf weiteren Flächen, die noch festzulegen sind …

… ist ein konkreter Projektvorschlag (Start: 24.1.2021) für „nachhaltige Blühflächen“ als „Mitmachprojekt“ der Chemnitzer/innen für Chemnitz als Kulturhauptstadt 2025.

Dabei wird die seit 2019 stattfindende  „Winterling – Aktion“ dahingehend ergänzt, einige festgelegte öffentlich zugängliche Flächen in Chemnitz gezielt in „Winterling-Blühflächen“ zu verwandeln. Bisher gibt es diese „gezielt“ festgelegten und bepflanzten Flächen als „Vorzeigeflächen für 2025“ nicht. Die seit 2019 stattfindende Winterling-Aktion wird in folgendem Video vorgestellt (Dauer: 4:47min):

In der ausführlichen Projekt-Beschreibung zur Winterling-Aktion, wird diese nachhaltige Blühflächen-Aktion erläutert, an der sich bereits in 2019 und 2020 einige Chemnitzer/innen sehr aktiv beteiligt haben. Der verlinkte Beitrag erläutert auch, warum diese Mitmach-Aktion ein besonders nachhaltiges und wichtiges Projekt für den Wildbienen- und Insektenschutz ist und auch für Honigbienen besonders wertvoll ist. Auf der Seite sind auch ausführliche Hinweise für ALLE, die sich an der Aktion beteiligen möchten, um den Erfolg so effektiv und langfristig wie möglich zu gestalten. Jede Interessierte kann sich daran in jedem Frühjahr beteiligen. Um aber so schöne Blühflächen, wie im Rautal bei Jena zu erhalten, dauert es jedoch mindestens 8-10 Jahre.

Winterlinge im Rautal
Eines der bekanntesten Winterling-Gebiete: Winterlinge im Rautal bei Jena

Der Grund ist, dass Sämlinge erst nach 3-5 Jahren blühen. Die 2019 ausgesäten Samen blühen also frühestens 2023 und deren Samen blühen erst frühestens 2026. Jedoch die 2019 und 2020 gesteckten Knollen blühen teilweise bereits schon dieses Jahr (2021) und deren Samen können bereits ab 2024/25 blühen. Deshalb ist es möglich mit der Aktion im Frühjahr 2021 noch zu erreichen, dass in 2025 bereits sehr schöne „Winterling“-Blühflächen entstehen.

Im vorigen Jahr (2020) gab es bereits neben mehreren kleineren Spenden auch eine größere Spende an Winterling-Samen und eine große Spende an Winterling-Knollen, welche die beiden folgenden Bilder zeigen.

Winterling Samen – Spende 2020
Winterling Knollen – Spende 2020

Die 12 Knollen neben den beiden Winterling Knollen-Kisten zeigen im Verhältnis zu den Kisten, dass es sich hier um mehrere tausend Knollen handelt.

Auf indirektem Weg (über die „Redakteurin Kulturhauptstadt“, Jenny Zichner) habe ich am 5.3.2020, eine Mail vom Chef des Grünflächenamts Peter Börner weitergeleitet bekommen (ein direkter Kontakt zu Hr. Börner ist mir übrigens trotz etlicher unterschiedlicher Projekte und Versuche bis heute NICHT gelungen!!!). Diese weitergeleitete eMail enthielt folgende Abschnitte:

„Winterlinge sind wunderschön. Die Aktion an sich ist begrüßenswert.

Gute Winterling- Flächen wären zentrumsnah im Park der Opfer des Faschismus, entlang der Zschopauer Straße.

Park der OdF wäre für einen ersten Anfang ideal.

Deshalb wurden viele der Samen und Knollen dieser Spenden auch im Park der Opfer des Faschismus an geeigneten Stellen (im Frühjahr Sonne, später durch Laub beschattet) gepflanzt und gesät. Es befinden sich also seit 2020 schon ca. 1000-2000 Knollen und eine größere Menge an Samen im Park der OdF.  Das folgende Bild zeigt mich beim „Stecken der Knollen“ im Park der OdF:

Winterling-Knollen stecken im Park der OdF als Teil der Winterling-Aktion
Winterlinge im Park der Opfer des Faschismus an „geeigneten Stellen“ der straffierten Flächen

Es sind also schon viele „Startpunkte“ vorhanden, wovon etliche wahrscheinlich bereits im Frühjahr 2021 blühen. Deshalb lohnt es sich, ab Mitte/Ende Februar dort die Augen offen zu halten. Deren Samen könnten wiederum bereits ab 2024 blühen. Falls das Grünflächenamt mitspielt, und Hr. Börner seine Aussage an die Kulturhauptstadt Redakteurin ernst gemeint hat, besteht somit eine gute Chance, dass der Park der ODF im Kulturhauptstadtjahr 2025 bereits eine sehr schöne Winterling-Blühfläche sein kann.

Dazu müssen sich die Winterlinge aber gut und ungestört entwickeln, Samen bilden und diese ausstreuen können. Das bedeutet, dass die (wenn das Laub austreibt) beschatteten Rasenflächen des Parks der OdF von Anfang Januar bis zum Ende des Ausstreuens der Samen und vergilben der Winterling-Blätter (Ende Mai – Mitte Juni, je nach Wetter) NICHT gemäht werden dürfen. Da es nur die im Sommer beschatteten Flächen betrifft, auf denen das Gras sowieso „gemäßigt“ wächst, ist das bei vorhandenem Willen kein Problem.

Ich werde in diesem Frühjahr beobachten, ob das der Fall ist und darüber berichten, da das Grünflächenamt über die erfolgte Pflanzung bereits im letzten Jahr per eMail informiert wurde.
Ergänzung (14.3.2021): Die Winterlinge wurden „abgemäht“ oder oder „abgeharkt“ (Details im verlinkten Beitrag).

Eine Fläche auf der der BUND offiziell die Bepflanzung in Chemnitz durchführen darf, ist der „Nordpark“. In Abstimmung mit dem BUND-Verantwortlichen für die dortige Aktion, erfolget in 2020 ebenfalls eine „offizielle“ Pflanzung und Aussaat im Rahmen der Winterling Aktion. Im Nordpark ist dies vor allem in folgenden Bereichen erfolgt:

Winterling Pflanzung und Aussaat 2020

Somit bietet sich der Nordpark als zweite „offizielle“ Fläche der „Winterling-Aktion“ im Rahmen „Kulturhauptstadt 2025“ an. Es kann sein, dass es bereits einige andere mögliche Flächen gibt, da die „Winterling-Aktion“ so angelegt ist, dass jede Mitmacherin sich auch ihre eigene (möglichst geeignete) Stelle im öffentlichen Bereich suchen kann. Das macht Sinn, damit Winterlinge überall in Chemnitz blühen und Mitmacher in der Nähe ihrer Wohnung pflanzen können.
Damit man Kulturhauptstadt-Besuchern, dass Projekt aber nahebringen/zeigen kann, sind einige ausgewählte Flächen (wie der Park der Oper des Faschismus oder der Nordpark) als Beidpiele („Leuchttürme“) sinnvoll.

Vielleicht möchten sich auch einige Wohnungsgenossenschaften mit einer ihrer Flächen und ihren Mietern im Rahmen dieses Kulturhauptstadt-Projektes beteiligen? 

Mit einem konzentrierten Start im Frühjahr 2021 ist es noch rechtzeitig möglich, eine ganz schöne Winterling-Fläche bis 2025 zu erreichen.

Als Frage lässt sich noch diskutieren, ob im Rahmen des Projektes jeweils „reine“ Winterling – Flächen gewünscht sind, wie im Beispiel des Rautals bei Jena, oder gemischte Flächen mit Schneeglöckchen und Märzenbechern oder Elfenkrokussen, wie die folgenden Foto’s symbolisieren:

Winterlinge maerzenbecher schneegloeckchen verbund 2020
Verbund aus Winterlingen, Scheeglöckchen und Märzenbechern
Winterlinge krokusse an baum lebenswertes chemnitz
Winterlinge im Verbund mit Elfenkrokussen

Ein gemeinsames Pflanzen/Säen mit Schneeglöckchen und Elfenkrokussen würde die Mähzeiten der Flächen nicht weiter verändern. Bei Märzenbechern, dürfte wahrscheinlich bis Mitte Juni nicht gemäht werden, damit sie die Blätter in Ruhe „einziehen“ können, während der Elfen-Krokus Ende Mai auch ausgesamt haben sollte.

Aufwand für Chemnitz für dieses Kulturhauptstadt -Projekt um es erfolgreich zu machen

Wenn das Motto gilt, „einfach machen  – einfach machen“, kostet das „Winterling-Projekt“ die Stadt und das Kulturhauptstadt-Team keinen zusätzlichen Euro. Für einen Erfolg ist jedoch folgendes erforderlich:

  • Das Grünflächenamt hat zumindest für den Park der OdF den Vorschlag ernst gemeint und mäht deshalb zumindest die durch Bäume und Hecken beschattetet Flächen in der Zeit zwischen 1.Januar und  Ende Mai/Mitte Juni (bis Vergilben der Blätter der Winterlinge) nicht mehr. Außerdem erfolgt in dem Zeitraum keine Bodenbearbeitung unter den Hecken, also die Entfernung des Laubs (wenn nötig) bis spätestens Ende Dezember. Wenn das Laub unter den Hecken liegen bleibt, dann in einer „normalen Schicht“, ohne das zusätzliche Blätter „darunter gepustet“ werden, damit die Winterlinge noch durch die Laubschicht austreiben können. Es geht also eher um etwas weniger Aufwand zur Pflege der Flächen (oder den gleichen nur mit Beachtung der „pflegefreien Zeit“).
  • Der BUND kann für den Nordpark gleiches für die „Winterling – Flächen“ erreichen.
  • Wenn sich noch Wohnungsgenossenschaften an dem Winterling-Projekt mit festgelegten Flächen beteiligen, stellen sie das gleiche für diese Flächen sicher.
  • Die Chemnitzer-Medien berichten über das Projekt und machen es noch bekannter, damit viele Bürger an diesem „Mitmach-Projekt“ vor allem in 2021 und 2022 teilnehmen (die noch relevanten Jahre für 2025).
  • Dieses „Bürger-Mitmach-Projekt“ wird in Besucherinformationen und „Veranstaltungspläne“ für die Kulturhauptstadt 2025 mit aufgenommen, damit das

Mit „einfach machen – einfach machen“ ist gemeint, dass nur weil es ein Kulturhauptstadtprojekt wird, nicht unnötig viel organisatorischer Overhead/Zusatzaufwand entsteht.

Im oben bereits verlinkten Projektbeitrag zur „Winterling – Aktion“ ist alles fachlich Notwendige für die Projektdurchführung bereits beschrieben und auch erläutert, warum es ein besonders nachhaltiges und wertvolles Blühflächenprojekt zum Insektenschutz ist, nicht nur für Wildbienen und Honigbienen.

Dies ist einer der Projektvorschläge von „lebenswertes Chemnitz“ für das Kulturhauptstadt-Jahr 2025.