Mauerbienen-Aktion

Die Mauerbienen Mitmach-Aktion

ist eine Initiative von „lebenswertes Chemnitz“ (seit dem Frühjahr 2020), um Nisthilfen für Mauerbienen in möglichst vielen Gärten und Grundstücken, sowie in allen Kleingartenvereinen (KGV) in Chemnitz zu etablieren, welche in einer regionalen Werkstatt für Menschen mit Behinderung hergestellt werden.

gemeinsam mit:

  • den Garten- und Grundstücksbesitzern
  • den Kleingarten-Vereinen (KGV)
  • den regionalen Umwelt- und Naturschutz-Aktiven
  • den Chemnitzer Imker -Vereinen
  • den Stadtteilzentren
  • dem Bienen und Imkerei-MOOC (biMOOC)
  • den Chemnitzer-Schulen
  • regionalen „Benachteiligten/Therapie“-Werkstätten
  • den regionalen Medien und Influencern
  • tangierten Ämter, Verwaltungen und Initiativen der Stadt Chemnitz
  • tangierten Ministerien (Umwelt, Bildung, Landwirtschaft) in Sachsen

ganz konkret geht es bei dieser Aktion hauptsächlich um die:

und die:

  • Herstellung/Beschaffung
  • Aufstellung und
  • Erstbesiedlung

von entsprechenden, nachhaltigen „Nistblöcken“ (siehe Beitragsbild). Über eine initiale Aktion in 2020 (evtl. auch 2021) soll eine erste „kritische Masse“ an Mitmachern (verteilt über Chemnitz) erreicht werden, die dann als Vorbild für möglichst viele Nachmacher dienen.

Ziele der Aktion sind:

  • Wissen und Sensbilisierung zu „Wildbienen-Themen“ in der Bevölkerung (und bei Schülern) zu erhöhen.
  • Mauerbienen (und andere Wildbienen, die in „Röhren“ nisten) in Chemnitz zu unterstützen
  • die Bestäubung in den Kleingartenvereinen zu sichern und sogar zu verbessern, unabhängiger von Honig-Bienen, Wetter, Temperatur und Nebentrachten (z.B. Raps).
  • zu sensibilisieren, dass es nicht immer ein Honigbienen-Volk oder eine Blühfläche sein muss, um Bienen zu unterstützen
  • viele Menschen dazu aktivieren, selbst etwas für ein „lebenswerteres Chemnitz“ zu tun
  • Als Vorbild (Pilotprojekt) zu dienen, für andere Gemeinden und Städte, die diese Initiative  nachmachen.

Nutzen für Gartenbesitzer (und Landwirte im Stadtrandgebiet):

Mauerbienen fliegen (ähnlich wie Hummeln) bereits bei niedrigeren Temperaturen und bestäuben unterschiedliche Blüten in der Nähe ihres Nistplatzes. Damit haben sie sogar Vorteile in der Bestäubung gegenüber Honigbienen, die ggf. nur in den weiter entfernten Raps fliegen, während sie die Apfelbäume in der unmittelbaren Nähe unbeachtet lassen, oder die bei zu kaltem Wetter nicht in die Aprikose oder Kirsche fliegen. Mauerbienen sind wirklich „Wildbienen“ und benötigen keine umfassende Pflege und Wissen, wie sie für ein Honigbienenvolk erforderlich sind, sondern lassen sich einfach durch den Nistblock ansiedeln.

Nutzen für den Natur- und Insektenschutz

Die Nistblöcke sind aufgrund der „Nistbrettchen“ ein optimales Beobachtungsmedium für Kinder, Jugendliche und Interessierte, um den Einstieg zu Wildbienen- und Insektenschutz hautnah und anschaulich mitzuerleben. Sowohl das Kennenlernen von Solitär-Bienen (Wildbienen), ihres Nistverhaltens, als auch des natürlichen Gleichgewichts dur Parasitenbefall sind ein guter praktischer Einstieg in nachhaltigen Insektenschutz und indirekt auch in nachhaltige Blühflächenthemen, wie der 2020 erstmalig entstandene „Lernpfad zur Mauerbienen-Aktion“ verdeutlicht.

Wissen zum Thema:

Der theoretische Hintergrung (Wissen) zur Thematik steht in den freien Bildungs- und Informationsmaterialien des „Bienen und Imkerei MOOC“ (biMOOC) zur Verfügung:

Auch wenn es über die drei Quellen verlinkt ist, sind hier noch einmal explizit wichtige Links zum fachlichen Hintergrund dieses konkreten Projektes herausgehoben:

„https://www.bienenhotel.de“ ist eine gute Informationsquelle zur „Mauerbienen-Zucht„.  Insbesondere das dort zum Download erhältliche „Handbuch der Mauerbienenzucht“ (Direktlink zum PDF-Download) gibt viele wichtige Informationen für Jede, die sich mit dem Thema intensiver beschäftigen möchte. Der Autor (Johann-Christoph Kornmilch)  ist ein „Wildbienen-Guru“ (siehe Kurzlebenslauf) und betreibt auch die Website „aculeata.de“ deren Bildergalerie eine der besten Quellen ist, um selbst Wildbienen (zum Beispiel im eigenen  Garten) bestimmen zu können. Auch Nistblöcke, Zubehör und Erweiterungen,  sowie die Kokons für die Mauerbienen können über seinen Shop https://bienenhotel.de online erworben werden.

Ein Praxisbeispiel (vom Mauerbienen-Nistblock im Einsatz) kann auch im Wissensgarten besichtigt werden, z.B. im Rahmen der Wissengarten-Gesprächsrunde.

Zeitplan und aktueller Stand:

Dies ist derzeit eine Projektidee (Start: April 2020), für die in 2020 die Partner, Mitmacher und Mittel gewonnen werden sollen, damit die Aufstellung der Nisthilfen und Erstbesiedelung von Februar bis  März 2021 erfolgen kann (bis dahin muss also alles „fertig“ sein).

Am 13. August ist folgender Artikel zum Projekt in der Freien Presse erschienen: „Wie Nistkästen Wildbienen helfen sollen„.
Aktuell (August/September 2020) werden Interessenten für die Nisthilfen / Niskästen gesucht, damit 100 Stück zusammen kommen uu sie in einer Behindernen-/Reha-Einrichtung (Holzwerkstatt) der Stadt/Region Chemnitz herstellen zu können. Die geplanten Kosten im Rahmen dieser „Initial-Aktion“ für einen Nistkasten mit 10 Nistbrettchen inkl. 10 Mauerbienen-Kokons liegen bei 25-30 Euro/Nisthilfe (wenn die 100 Interessenten zusammen kommen).

23.9.2020: Es haben die ersten konkreten Projektabsprachen mit der Werkstatt für Menschen mit Behinderung über die Herstellung von 100 Nistkästen stattgefunden, nachdem für 80 Nistbblöcke konkretes Interesse angemeldet wurde. Die genaue Kalkulation wird in den nächsten Tagen erwartet.
Wir gehen derzeit davon aus, dass das Projekt zustande kommt. Ob allerdings die Produktion bis Weihnachten realisiert werden kann, ist noch offen.

3.10.2020: Herstellung der 100 Nistblöcke durch eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung aus der Region Chemnitz wurde beauftragt, nachdem Prototyp und Kalkulation vorlagen. Anfang Dezember (1.12.2020) sollen sie fertig sein. Die Kosten werden zwischen 22-29 Euro liegen, je nachdem, ob noch ein Sponsor oder Spender für die Mauerbienen-Kokons (ca. 700 €) gefunden wird. Wenn Sie als Sponsor oder Spender dafür Interesse haben, bitte Kontakt zu uns aufnehmen. Es werden noch Interessenten für ca. 15 Nistkästen gesucht.  Derzeit gibt es 85 Vorbestellungen (von Interessenten).

Hinweis: Die „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“ möchte nicht öffentlich namentlich genannt werden, damit sie nicht im Nachhinein wegen 1-2 Nistblöcken angerufen wird, und sie mit viel Zeit allen Anruferinnen absagen müssen, weil eine „Einzelproduktion“ (unter 100 Stück) nicht möglich ist. Jede(r), die/der einen Nistblock erhält, sieht wer diesen produziert hat, wird aber gebeten, dort nicht wegen Nachbestellungen anzurufen. (Es gab in der Vergangenheit dazu negative Erfahrungen.)

20.10.2020: Nach einem weiteren Bericht heute in der „Freien Presse“ wurde die Grenze von Interessenten für 100 Nistkästen überschritten. Wir versuchen mit der Werkstatt zu klären, dass mehr als 100 Nistblöcke bis zum 1.12.2020 hergestellt werden können. Dazu sammeln wir noch die eingehenden Interessenten bis zum Mo. 26.10.2020. Danach werden in dieser Aktion wahrscheinlich keine weiteren Nistblöcke mehr verfügbar sein. Wenn Sie Sponsor oder Spender der Mauerbienen-Kokons werden möchten, bitte Kontakt zu uns aufnehmen.

30.10.2020: Aufgrund des zweiten Artikels in der Freien Presse sind bis heute für insgesamt 181 Nistkästen Vorbestellungen eingegangen. Mit der „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“ wurde abgestimmt, dass diese nun insgesamt 200 Nistkästen herstellt (doppelt soviel, wie ursprünglich erhofft). Allerdings ist noch unsicher, ob auch die zweiten 100 Nistblöcke bereits zum 1.12.2020 fertig sind, oder ob das erst bis spätestens zum 10.12.2020 möglich ist.

Wir haben einen Sponsor für die Mauerbienen-Kokons gefunden. 
Dieser übernimmt sogar die Kosten für die Kokons aller 200 Kästen (nicht nur der 100 wie ursprünglich geplant)!
Ganz vielen Dank dafür! Der Sponsor ist:

Stuck- & Sanierungs- GmbH
Auestrasse 1/3-Haus 6
08371 Glauchau
https://www.stuck-sanierung.de/

Für Sie/Euch bedeutet dieses Sponsoring: Es gibt die jeweils 10 Mauerbienen Kokons kostenfrei zu jedem Nistblock dazu. Die Kosten pro Nistblock werden also inkl. der Kokons 22,-Euro pro Nistblock betragen (statt 29 Euro ohne Sponsoring).

6.11.2020: Heute ist noch einmal ein Artikel in der „Freien Presse“ erschienen „Wildbienen: 100 weitere Nistkästen werden gebaut „. Allerdings sind inzwischen alle 200 Nistblöcke vorbestellt. Es ist also in diesem Jahr keine weitere Bestellung mehr möglich.
Wir freuen uns über den tollen Erfolg und hoffen, das das Projekt im nächsten Jahr seine Fortsetzung finden kann. Derzeit wird noch nach einem Partner für das/die kommende(n) Jahr(e) aus dem Bereich Naturschutz/Umweltschutz gesucht, nachdem der NABU nicht interessiert ist und der BUND zwar interessiert ist, aber bisher noch nicht die konkrete Person dafür hat. Ich bin aber optimistisch.
Der aracube e.V. (in dem ich auch selbst im Vorstand) bin, wird dieses Projekt mit einer innovativen Bildungsform, dem „flipped classroom“ in Form des „objektbasierten Lernens“ begleiten. Jeder Nistkasten wird deshalb einen QR-Code erhalten, mit dem direkt (z.B. über das Smartphone) freie Bildungsmaterialien (OER) zu diesem Projekt (Mauerbienen, Wildbienen, dieser Nisthilfe) genutzt werden können.

20.11.2020: Ich habe heute die Nachricht erhalten, dass 195 Nistblöcke fertig produziert sind. Da diese nicht für die Bestellungen reichen, habe ich entschieden, dass nun „produktionsbedingt“ ca. 215 Nistblöcke entstehen. Es wird also wahrscheinlich ca. 15 Nistblöcke zusätzlich geben (diese aber ohne Mauerbienen-Kokons). Es sieht also für die Abholung ab 1.12.2020 gut aus :-).

1.12.2020: Die Mauerbienen-Kokons sind gestern eingetroffen. Die Nistblöcke aus der „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“ habe ich heute abgeholt. Es sind insgesamt 212 Mauerbienen Nistkästen geworden. Alle angemeldeten Interessenten haben eine EMail zu den Übergabemöglichkeiten ab morgen den 2.12.2020 erhalten. Die freien Bildungsinhalte (OER) zum Thema und Projekt sind in einer ersten Version verfügbar (Link zur „Startseite“ der „freien Bildung“ rund um die „Mauerbienen-Aktion), auch für Interessierte ohne Nistblock aus der diesjährigen Aktion. Schade, dass die aktuelle Corona-Situation keine „geselligere Übergabe“ und ein besseres Kennenlernen zulässt. So muss die Übergabe nun einzeln erfolgen. Aber es kommen auch wieder bessere Zeiten, in denen das, vielleicht im nächsten Jahr, nachgeholt werden kann. Wir nähern uns dem erfolgreichen Projektende in diesem Jahr :-).

3.12.2020: Wer bis zum 1.12. keine EMail zur Abholung der bestellten Nistblöcke erhalten hat, sollte zuerst im Spam-Ordner nachsehen und dann überlegen, unter welcher EMail-Adresse bestellt wurde. Es gab beim Versand der Mails keine Fehlermeldungen und Rückläufer. Notfalls einfach am 5.12. (bis 17:00 Uhr) vorbeikommen und den Nistblock abholen (wenn Sie auf der Bestellliste stehen).

12.12.2020: Ein Glas „Honig-Gin“ ist gerade geleert. Von den 212 Nistblöcken sind seit heute bis auf 5 Stück alle übergeben und auch davon sind für 3 Übergabetermine abgestimmt. Das Projekt ist somit ein toller Erfolg geworden. Vielen Dank bei Allen, die mitgemacht haben. Es folgt in den nächsten Tagen noch ein Video zum Projekt. Nächstes Jahr wird das Projekt noch einmal stattfinden (ca. gleiche Zeit), hoffentlich mit Partner/in aus den Naturschutz-Organisationen/Aktiven der Stadt.

16.12.2020: Heute wurde der letzte bestellte Nistblock abgeholt. ALLE sind damit an die Personen übergeben, die seit August die Blöcke mit einer rechtlich unverbindlichen E-Mail „bestellt“ haben. Es gab keinen einzigen Nichtabnehmer.  Das ist ein Ergebnis, was ich (Dirk) nie erwartet hätte. Meine Hoffnung war immer, möglichst nicht mehr als 10 Nistblöcke übrig zu haben, für die ich dann noch Interessenten finden müsste. Vielen Dank bei Euch/Ihnen allen für dieses tolle unerwartet positive Ergebnis.

2.2.2021: Es ist weitgehend sicher geplant, dass das Projekt auch 2021 wieder stattfindet. Ob es wieder der gleiche Preis pro Nistblock sein kann und ob weider Mauerbienen-Kokons als „Starterset“ dazu gegeben werden können, ist noch nicht sicher. Es besteht aber seit heute die Möglichkeit, sich per eMail vorab als Interessent für eine Stückzahl von max. 3 Nistblöcke registrieren zu lassen. Dann erfolgt eine automatische Benachrichtigung sobald das Projekt startet (sicher ist).

Wenn Sie (2021) mitmachen, unterstützen, das Projekt in Ihrer Region nachmachen oder darüber berichten möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf (Ansprechpartner: Dirk Liesch). Wir freuen uns über jede Verlinkung und Weiterverbreitung dieses Projektes.

PS:  Wie alle Inhalte auf „lebenswertes Chemnitz“ sind auch dies freie Bildungsinhalte (OER) bzw. freie Ideen/Konzepte und dafür gedacht, nachgemacht zu werden, in jeder Region oder Gemeinde, die das gut findet. Natürlich würden wir uns über Informationen freuen, wenn es jemand nachmacht, weil uns das auch motiviert, mit unseren Initiativen weiterzumachen.

Corona: AfD Bashing, statt Lösungen

Die „AfD“ ist Schuld

… liest und hört man an vielen Stellen als Erklärung für das Corona Chaos in Sachsen.

Hier eine ganz konkrete eigene Beobachtung: Gestern (18.12.2020) war ich im Aldi einkaufen. Überall standen große Schilder zur Maskenpflicht auf dem Parkplatz. Beobachtung während meiner kurzen Zeit beim Weg in und aus dem Markt: Die einzigen Personen, die ohne Maske auf dem Parkplatz unterwegs waren waren 4 wahrscheinlich arabischstämmige „Mitbürger“ (in zwei unterschiedliche Gruppen), eine „Kopftuchträgerin“ mit zwei Kindern, ein junger Mann mit fast schwarzer Hautfarbe und ein Mann, der aus einem Auto mit slovakischem Kennzeichen ausstieg. Gleichzeitig war keine einzige Frau mit Kopftuch oder arabisch aussehender Mann mit Mundschutz zu sehen. Die „Verstoßquote“ gegen die Corona-Auflagen aus dieser Personengruppe lag also im ganz konkreten Fall bei 100%.

Natürlich ist dies eine Einzelbeobachtung, die aber mit dem Eindruck der letzten Monate übereinstimmt, dass sich sehr viele Personen mit Migrationshintergrund überall in der Stadt nicht an die Corona Bestimmungen halten und auch NICHT dafür bestraft werden.

Ich vermute, dass das schwer der AfD zuzurechnen ist.

Auch ich glaube, wenn man die Personen ohne Migrationshintergrund getrennt betrachtet, dass dann die Verstoßenden gegen die Auflagen wahrscheinlich auch viele AfD Beführworter sind.

Beide Gruppen zusammen genommen, ergibt sich eher das Bild:

  • Es sind Menschn, die entweder die Regeln unseres Staates überhaupt nicht anerkennen oder nur müde belächeln, oder
  • es sind Menschen, die über Jahrzehnte von unseren Politikern so enttäuscht sind, dass sie diesen „kein Wort mehr glauben“.

Dazu kommt in Sachsen die weitere sehr große Gruppe von Menschen, die es nach 9 Monaten müde sind, zu erleben, dass diejenigen, die sich an die Auflagen halten „die Dummen“ sind und diejenigen, die sich an nichts halten, „die Gewinner“.

Wenn seit 9 Monaten  in Sachsen und Chemnitz Maßnahmen beschlossen, aber dann deren Umsetzung nicht durchgesetzt wird, dann ist das ein Schlag ins Gesicht für diejenigen, die sich daran halten. Diese seit Monaten „Geprügelten“ sind es zunehmens müde, was verständlich ist. Welche Rolle „wenn Migranten ungestraft keine Corona-Regel einhalten müssen, dann tun wir es aus Protest auch nicht“ bei AfD-Wählern spielt, kann ich nicht genau einschätzen, aber auch nicht ausschließen.

Egal ob wir nun Barabara Ludwig, Sven Schulze, oder die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping (übrigens alle SPD) betrachten. Alle drei haben aktiv  die letzten Monate deutlich gemacht, dass Corona nicht so schlimm ist, dass Verstöße gegen die Auflagen verfolgt und bestraft werden müssten (im Gegensatz zu falsch Parken oder Geschwindigkeitsüberschreitungen). Mit „Augenmaß“ wurden dadurch jeweils die „Verstoßenden“ belohnt und diejenigen, die die Auflagen einhielten waren (und sind bis heute) die Dummen.

Der grundlegende Fehler in Sachsen war in den vergangenen Monaten, dass die asozialen Egoisten belohnt und die sozial Handelnden „bestraft“ wurden. Das führte zu einem fatalen „Lerneffekt“  => „Mit meinem sozialen Verhalten und dem Einhalten der Regeln bin ich der/die Dumme!“ (was auch wirklich bisher in Sachsen so war und bis heute ist).

Das ist der Hauptgrund für das Corona-Chaos in Sachens.

Die Wirkung des „Verharmlosens“ durch Politiker ist z.B. auch deutlich in Stollberg (Inzidenz: >1200, 18.12.2020 = größter Hotspot Deutschlands) zu sehen, wo der OB ebenfalls zuvor verharmloste und erst einmal riet, abzuwarten, ob Corona schlimmer als eine Grippe wäre.

Trotzdem ist bisher immer noch keine Änderung des politischen Handelns und Willens zu erkennen (siehe Beispiel von gestern). Solange die Auflagen nicht konsequent (möglichst zu 100%) auch mit empfindlichen Strafen durchgesetzt werden, sind die „Sozialen“ weiterhin die Dummen … und werden sich das auch, zumindest unterbewusst weiter einprägen.

Die Politik in Sachsen wird von CDU, SPD und Grünen gemacht und ALLE betonen, dass die AfD überall zu 100% ausgeschlossen bleibt. Jetzt das katastrophale Ergebnis der eigenen Unfähigkeit auf die AfD zu schieben, ist bei dieser Ausgangslage ein Witz.  Soweit wäre früher nicht einmal „Der schwarze Kanal“ mit Herrn „Schnitz“ gegangen ;-). Das aktuelle Coronaergebnis bzw. Corona-Chaos in Sachsen ist ein Ergebnis der Politik von CDU, SPD und Grünen, ohne wenn und aber! Es gab Beschlüsse und Regeln, die zu Lasten der sozialen Menschen, die sich daran gehalten haben, nicht durchgesetzt wurden. Dafür sind CDU, SPD und Grüne verantwortlich und nicht die Partei, die systematisch ausgegrenzt wurde und somit gar nicht die Möglichkeit hatte, die notwendigen Beschlüsse zu fassen und durchzusetzen.

Die Lösung ist relativ einfach: Die Beschränkungen und Beschlüsse zu 100% durchsetzen und ALLE Vergehen konsequent bestrafen, insbesondere auch ohne Angst vor den „Migranten-Gruppen“. Hier spürt man bisher, selbst bei den harmlosen Ermahnungen,  förmlich die Angst … nicht nur bei Bürgern, sondern auch bei „Scherheitskräften“. Diese Ungleichbehandlung erzeugt ebenfalls viel Frust. Außerdem müsste der Wochenmarkt in Chemnitz sofort geschlossen werden, da es hier immer wieder zu Verstößen kommt, z.B. Gruppen von Menschen, die essend ohne Maske zwischen den Buden wandern oder Menschen, die die Abstände nicht einhalten oder gar nicht einhalten können. Zudem ist der Wochenmarkt inzwischen ein Symbol, dass Corona immer noch nicht so ernst zu nehmen ist, sondern die Gesamtmaßnahmen weiterhin total übertrieben sind.

Deshalb sind an den vielen Toten die jeweils beteiligten Politiker maßgeblich mit Schuld. An ihren Händen „klebt das Blut“. Ihr „Augenmaß“ hat dieses Chaos verursacht. Insbesondere  die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping müsste aufgrund der Schwere ihrer Verantwortung und des immensen Schadens, den sie angerichtet hat, unverzüglich zurücktreten. Das wird sie (zumindest freiwillig) nicht tun und somit den Vertrauensverlust in die Politik weiter verstärken.

Warum gibt es immer noch keine Themen in der „Freien Presse“, wie:

  • „Verstöße gegen Corona Auflagen werden endlich  bestraft – auch bei Menschen mit Migrationshintergrund“
  • oder „Warum wird bis heute das Nichteinhalten von Corona-Beschränkungen in Chemnitz nicht konsequent geahndet?“

Das würde zumindest das Vertrauen in die Objektivität der Medien wieder etwas stärken ;-).

Zum Vergleich: Große Teile Asiens sind inzwischen „Corona frei“ und das normale Leben ist bereits seit Monaten zurück. Die Menschen können seit Monaten wieder feiern, die Wirtschaft „brummt“ und die Anzahl der Toten, die Kosten und die sozialen Schäden sind deutlich niedriger als in Deutschland. Zumindest in dieser Pandemie ist unsere gegenwärtige Demokratie eindeutig unterlegen und für das Leben der Menschen schlechter und auch „unfreier“. Dies anzuerkennen, ist der erste Schritt, daraus zu lernen, warum es in Asien besser funktionierte. Das heißt nicht, deren System zu kopieren, sondern nur, aus den eigenen Schwächen zu lernen und geeignete Konsequenzen zu ziehen, damit das in Zukunft nicht mehr passiert. China hat auch nicht unser System kopiert, um erfolgreich zu werden. Sie haben von Anderen gelernt. Das ist für mich „intelligenter Umgang mit Wissen“. In Chemnitz passiert in Politik und Stadtverwaltung zunehmend das Gegenteil (Lernresistenz). Vielleicht lässt sich dieser Trend umkehren. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Dieser Beitrag ist meine Meinung, mit meinen Argumenten. Bilden Sie sich Ihre eigenen Meinung. Eigenes (Mit)Denken sollte bei jedem Thema und Informationskanal die wichtigste Grundlage sein.  Der Beitrag „Desinformation (Fake News) aufdecken und einordnen“ (aus dem Wissensmanagement MOOC) kann bei der zukünftigen eigenen Meinungsbildung positiv unterstützen.

Corona Überforderung im Chemnitzer Gesundheitsamt und Testzentrum

… bereits ab einer Inzidenz von ca. 30 pro 100.000 Einwohner

Bereits am 14. Oktober, zu einer Zeit, als unsere Oberbürgermeisterin Barabara Ludwig noch begeistert lobte, wie großartig unser Gesundheitsamt und unser Testzentrum in der Messe für Corona aufgestellt sind und als die Inzidenz in Chemnitz noch bei ca. 30 lag, waren sowohl das Gesundheitsamt, als auch das Testzentrum bereits heillos überfordert und überlastet.

Wie falsch Barbara Ludwig informierte, zeigten nicht nur Presseberichte in der “Freien Presse” in den darauffolgenden Tagen, sondern das folgende konkrete Beispiel belegt dies sehr anschaulich:

Die „Freie Presse“ hat am 15.10.2020 über den Fall der Klassenschließung wegen Corona einer Lehrerin am evangelischen Schulzentrum berichtet:

https://www.freiepresse.de/chemnitz/corona-fall-am-evangelischen-schulzentrum-in-chemnitz-artikel11149630

Ich kenne persönlich eines der betroffenen Kinder der Klasse. Es ist eine Grundschulklasse. Die Kinder hatten den gesamten Unterricht nur bei dieser positiv getesteten Lehrerin (Klassenlehrerin). Die Quarantäne wurde lediglich von einer Person der Schulverwaltung am 15.10.2020 mitgeteilt, die wahrscheinlich gar nicht die Berechtigung hat, dies in der Form anzuweisen (außer, dass der Unterricht ausfällt und die Kinder nicht in die Schule dürfen). Mindestens 48 Mal hat daraufhin die Mutter der Tochter, die mit in der Coronaklasse im Evangelischen Schulzentrum ist, vergeblich versucht, im Gesundheitsamt anzurufen (entweder besetzt, oder niemand ist rangegangen). Die Mutter selbst arbeitet im Gesundheitswesen, mit entsprechendem kontinuierlichen Patientenkontakt. Für sie selbst galt die Quarantäne nicht.

Am 16.10.2020 (erster von der Schule angegebener Quarantäne-Tag) hat die Mutter 3 1/2 Stunden mit ihrer kleinen Tochter an der Messe am Testzentrum gewartet um ihre Tochter testen zu lassen, um zu erfahren, ob sie auch selbst mit besserem Gewissen zur Arbeit gehen kann, ohne die Patienten dort anzustecken. Dieser Versuch eines Tests war ihre persönliche Initiative. Vom Gesundheitsamt war nichts zu hören und Niemand zu erreichen. Sie musste dann unverrichteter Dinge wieder heim. Sie war nicht allein. In den 3 1/3 Stunden wurden nur ca. 10-15 Personen pro Stunde getestet. Mehr als 2/3 (wahrscheinlich eher 3/4-4/5) der “Anstehenden” mussten nach Schließung zum Feierabend ohne Test wieder fort.

Niemand vom Testzentrum kam auf die Idee, den Wartenden vorher mitzuteilen, dass es zwecklos ist zu warten und sie sowieso nicht mehr drankommen würden.

Die Mutter musste nun ihre Tochter ohne Test zu Hause behalten und, evtl. selbst mit Corona infiziert, weiter in der Praxis mit Patienten arbeiten. Am Sonntag (18.10.2020) hat sich die Mutter mit ihrer Tochter extrem früh (noch fast in der Nacht) am Testzentrum der Messe angestellt, so dass es mit dem Test geklappt hat. Bereits ehe die Tests losgingen, war schon wieder Chaos an der Messe, mit Vielen, die sich bereits wieder vergeblich anstellten. Es sah lange so aus, als ob sie den Test für ihre Tochter selbst bezahlen müsste, was dann letztendlich doch nicht der Fall war.  An einem der Folgetage waren dann im Testzentrum gar keine Tests möglich, weil ein Drucker nicht ging (und es keinerlei Alternativlösung zum Drucker gab). Das nur noch ergänzend zum lt. Ludwig perfekt vorbereiteten Testzentrum in der Messe.

Der Stand der Chemnitzer Tests zum 19.10.2020 lässt sich also wie folgt beschreiben:

Im Corona-Testzentrum in der Messehalle wurde ein Testdurchsatz von geschätzt 10-20 Personen pro Stunde erreicht (da jede der ca. 10er Gruppen geschätzt über 30 min brauchte). Auch wenn klar ist, dass Hunderte von Wartenden niemals mehr drankommen werden, sagte diesen NIEMAND Bescheid, dass sich das stundenlange Warten nicht lohnt, sondern man lässt sie bis Feierabend wissentlich umsonst warten und dann unverrichteter Dinge nach Hause fahren. Wie viele werden wiederkommen? Wie viele werden aber auch sagen „scheiß drauf, dann doch lieber Herdenimmunität“? Wenn selbst direkt Betroffene, wie die Schüler/innen der Grundschulklasse NICHT getestet werden und deren Eltern weiter arbeiten gehen, dann liegt Chemnitz schon jetzt (19.10.2020) sicherlich weit über den 50 Infektionen/100.000 Einwohner (ein zu der Zeit noch hoch erscheinender Grenzwert, der vermieden werden sollte). Es hat sich im Nachhinein wohl nicht ausgezahlt, dass man durch Weglassen von Tests versucht hat, die „festgestellten Infektionszahlen“ in Chemnitz niedrig und unter dem Grenzwert zu halten.

Eine Nachricht einer Mutter aus der Grundschulklasse, vom 21.10.2020 möchte ich hier wortwörtlich zitieren (Namen unkenntlich gemacht):

Liebe Eltern der Klasse 4a,
heute Nachmittag hat mir die Mama von XXXX mitgeteilt, dass sie beim Gesundheitsamt eine Verantwortliche für „unseren Fall“ erreicht hat.

Sie sagte, dass die Quarantäne noch bis zum 27.10.2020 gehen würde. Demzufolge sind wir ab Mittwoch 28.10.2020 alle wieder auf freiem Fuß ;-). Die postalische Information würde noch kommen- das Amt wäre wohl laut der Aussage der Dame am Telefon sehr überlastet und hänge hinterher.
Da das jetzt von XXXX und mir natürlich keine amtliche Information ist, muss das jetzt bitte jeder selber entscheiden wie er mit der Aussage nun umgeht. Wie gesagt, irgendwann wird noch ein Brief kommen, wo dann hoffentlich das Gleiche drin steht. Ich persönlich bin aber erstmal froh, dass jetzt wenigstens ein Datum im Raum steht und ein Ende in Sicht ist.

Das Gesundheitsamt selbst war weiterhin ein “Schwarzes Loch”. Erst am 27.10.2020 kam ein mit Poststempel vom 26.10.2020 versehener Brief des Gesundheitsamtes, der angeblich am 22.10.2020 geschrieben wurde (ich füge den Scan des Bescheids hier an).

Poststempel
Poststempel
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Es war die erste offizielle Äußerung des Gesundheitsamtes gegenüber der Mutter des Kindes dieser Grundschulklasse.

Nach dem Bescheid wurde „am 12.10.2020 der Kontakt der Schülerin zur infizierten Lehrerin festgestellt.“ (Wir erinnern uns: die Schule reagierte mit Quarantäne ab dem 16.10., also 4 Tage später). Die erste Kontaktaufnahme mit den Eltern seitens des Gesundheitsamtes erfolgte am 27.10. mit diesem Bescheid, also 15 Tage später. Zur Quarantänezeit (die ggf. für eine Freistellung beim Arbeitgeber relevant gewesen wäre) steht im Bescheid wortwörtlich: “Diese Schutzmaßnahmen wurden bereits am 21.10.2020 durch das Gesundheitsamt Chemnitz mündlich verfügt” (eine glatte Lüge), und weiter “Die Schutzmaßnahmen gelten bis zum 25.10.2020”

Wir erinnern uns. Der Bescheid kam am 27.10.2020 an und der zugehörige Brief wurde erst am 26.10.2020 von der Post abgestempelt! Die Grundschulkinder der Klasse waren also vom 15.10.-27.10. zu Hause in Quarantäne. Das Gesundheitsamt bestätigt am 27.10., in seiner einzigen Kontaktaufnahme, eine Quarantäne vom 21.10.-25.10. nachdem das Kind am 12.10. nachgewiesenen Kontakt zur infizierten Lehrerin hatte. Die Mutter musste die gesamte Zeit weiter in der Praxis an Patienten arbeiten, ohne das Recht auf einen Test. Zum Glück war der mit „Blut und Tränen“ erkämpfte Test der Tochter vom 18.10. negativ, so dass sie zumindest ab dem 20.10. wieder beruhigter auf Arbeit gehen konnte.

Natürlich wusste unsere Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig genau über die tatsächliche, bereits katastrophale Situation bescheid, tat aber trotzdem bewusst nichts, bekannte Missstände, die die Ausbreitung der Infektion förderten, zu verringern. Hier ein Ausschnitt aus einer eMail von mir an ihr Büro vom 18.10.2020 (im Zuammenhang mit dem geschilderten Fall):

…Gleichzeitig, obwohl unser Gesundheitsamt und unser Chemnitzer Corona-Testzentrum offensichtlich schon jetzt heillos überlastet und überfordert sind, gibt es nur sehr weiche Einschränkungen und weiterhin fast keine Kontrollen, geschweige denn Bestrafungen in der Stadt. Beispiel: Gestern (Freitag 17.10.) war abends (ca. 17:00 Uhr) wahrscheinlich eine Tanzstunde für Jugendliche bei Emmerling aus. Da standen ca. 50-60 Jugendliche ohne Maske eng an eng (ohne jeden Abstand) rauchend und schwatzend vor dem Ausgang herum. Auch von befreundeten Gastronomen weiß ich, dass es bisher in Chemnitz keinerlei Konsequenzen hat, wenn sich Gäste und Personal nicht an Hygienekonzepte, Maskenpflicht und Abstandsregeln halten. XXXX arbeitet als Minijob nebenher in einem typischen Chemnitzer Supermarkt. Wenn sie die Besucher auffordert, die keine Maske aufsetzen oder keinen Abstand einhalten, sich an die Regeln zu halten, wird sie nur ausgelacht, beschimpft und beleidigt. Auch den Marktleitern fehlt jegliche „Macht“, die Regeln und das „Hausrecht“ in dieser Hinsicht durchzusetzen, während unsere städtischen Angestellten wohl weiterhin lieber Parkverstöße abstrafen…

In den anschließenden Wochen wurden dann auf dem Wochenmarkt weitere Buden mit Weihnachtsartikeln eröffnet und der Wochenmarkt zum “Weihnachtsmarkt light aufgebohrt”. Das blieb auch beim Teillockdown so und selbst beim kompletten Lockdown zum 1.12.2020 verkündete der neue OB Sven Schulze noch mit seinen “Augenmaß-Bemerkungen” die Botschaft, dass in Chemnitz auch weiterhin bei Vergehen gegen die Corona-Bestimmungen keine Strafen drohen.

Mein Fazit:

Dass bei solch einem Chaos (Gesundheitsamt, Testzentrum, OB-Aussagen, konsequenzlose Verstöße gegen Corona-Regeln usw.) auch soziale Menschen den Sinn der Einhaltung der Corona-Regeln nach und nach in Frage stellen, weil sie nicht noch weiterhin “die Dummen” sein wollen, ist mehr als nachvollziehbar.

Selbstmarketing, Profilierungs-Geilheit oder auch nur gemäßigte Intelligenz, gepaart mit der Unfähigkeit auch unliebsame Entscheidungen zu treffen, sind bei unseren handelnden Politikern  wahrscheinlich die Hauptursache für die aktuelle Corona-Infektionslage in Chemnitz. Leider ist bis heute (19.12.2020) noch keine Besserung an dieser Front zu erkennen.

Ausbaden müssen diese katastrophalen Fehler der Politik die medizinischen Fachkräfte, die Unternehmen und Dienstleister, die (vorher noch verhinderbar) schließen mussten und alle Bürger der Stadt, von den Toten, deren Angehörigen und den Intensivpatienten gar nicht zu sprechen.
Diese Fehler der Chemnitzer Politiker/innen sollten auch in den kommenden Jahren NICHT vergessen werden. Diese Erinnerung sind wir den unnötigen Opfern schuldig.

Hintergründe zum Gesundheitsamt- und Testzentrum-Chaos:
Im Gesundheitsamt zeigt sich ein bereits seit vielen Jahren bestehendes Problem in unserer Stadt, auf das ich Frau Barbara Ludwig ebenfalls über Jahre mehrfach schriftlich hingewiesen habe. In unseren Ämtern gingen und gehen viele fachlich kompetente Fachkräfte in den Ruhestand. Diese werden durch fachlich bei weitem nicht so kompetente “Verwaltungsfachangestellte” ersetzt. Das Wissen und die Erfahrungen der ausscheidenden Experten wird nicht sinnvoll weitergegeben. So kennt sich das neue Personal des Gesundheitsamtes zwar gut mit “Verwaltungsprozessen” und “Verwaltungsrecht” aus, hat aber von Infektionskrankheiten und Epidemie Bekämpfung nur sehr begrenztes Wissen und fast keine Erfahrung mehr. Dieses Versäumnis der Wissensweitergabe und des Fehlers, hauptsächlich auf “Verwaltungskompetenz” statt auf “Fachkompetenz” zu setzen, rächt sich gerade.

Für die “Epi” (Bereich: “Epidemie” und Infektionsschutz Themen, die Corona „auf dem Tisch haben“) im Chemnitzer Gesundheitsamt kann ich das recht konkret über einen langen Zeitraum einschätzen. Das Thema Wissensmanagement (intelligenter Umgang mit Wissen) ist mein berufliches Spezialgebiet seit mehr als 20 Jahren. Die “Bildungsresistenz” in der Stadtverwaltung in Chemnitz auf diesem Gebiet zeigen z.B. folgende konkrete Zahlen: Der kostenfreie “Wissensmanagement MOOC” (jährlich, seit 2016, https://www.oncampus.de/wmooc ) hat inzwischen um die 1750 Teilnehmer. Während aus Kiel (etwa gleiche Größe wie Chemnitz) derzeit 15 Teilnehmer dabei sind, sind es aus Chemnitz gerade mal 5 Teilnehmer, wovon ich 4 persönlich kenne (und die sind nicht aus der Chemnitzer Stadtverwaltung). Allein in den aufgezeichneten WMOOC Live-Sessions mit konkreten Lösungen anderer Kommunen gibt es tolle Beispiele, die ich mir für die Chemnitzer-Stadtverwaltung erträumen würde (siehe “open-academy” Kanal, youtube). Die “Lernresistenz” der Chemnitzer Stadtverwaltung ist aber selbst bei diesen kostenfreien Angeboten bisher unüberwindlich. Dass ich aufgrund meiner Kritiken nie einen bezahlten Auftrag von der Stadtverwaltung in meiner Heimatstadt bekomme, kann ich nachvollziehen. Dass aber lieber so ein Chaos, wie derzeit im Gesundheitsamt oder im Testzentrum in Kauf genommen wird, statt “kostenfrei” von Besseren zu lernen, ist nur verständlich, wenn man sich die Entscheidungsfreudigkeit, Kompetenz und Innovationskraft von Barbara Ludwig vor Augen führt, sobald es um „etwas dickere Bretter“ ging. Auch auf diese kostenfreien Möglichkeiten wurde sie und fast alle Ämter in Chemnitz mehrfach seit 2016 hingewiesen. Natürlich erfolglos.

Mein Vorschlag an den Chemnitzer OB, die sächsische Politik und die beteiligten Chemnitzer Ämter ist: In den Spiegel sehen um dabei zumindest eine(n) Verantwortliche(n) für das aktuelle Corona-Chaos zu entdecken und dabei ernsthaft darüber nachzudenken, wie zumindest diese Person aus ihren eigenen Fehlern lernen kann.

Dieser Beitrag ist meine persönliche Meinung, auch wenn die konkreten Beispiele auf nachlesbaren Dokumenten beruhen. Bilden Sie sich Ihre eigenen Meinung. Der Beitrag „Desinformation (Fake News) aufdecken und einordnen“ (aus dem WMOOC ;-)) kann bei der eigenen Meinungsbildung positiv unterstützen.

Corona in Chemnitz – Chaos geht mit Sven Schulze weiter

Sven Schulze – Der Corona Brandbeschleuniger

Weil Chemnitz Corona-Hotspots ist, mit einer Inzidenz deutlich höher als 200, gelten für die Stadt die verschärften sächsischen Regeln des „Teillockdowns“ ab 1. Dezember 2020.

Dazu kommuniziert Sven Schulze, über alle verfügbaren Kanäle, als quasi eine der ersten wichtigsten Amtshandlungen, dass die Kontrolle der besonders strengen Corona-Auflagen in Chemnitz „mit Augenmaß“ geschehen werde. Im Klartext übersetzt „Es geht so weiter wie bisher in Chemnitz, Vergehen gegen die Corona-Beschränkungen werden, so sie denn überhaupt kontrolliert werden, auch weiterhin nicht bestraft“ oder noch deutlicher zusammengefasst: „Macht was ihr wollt!„.  Meiner Meinung nach war das schon ein Aufruf zur „Vorsätzlichen Körperverletzung“ mit wahrscheinlicher Todesfolge für viele Chemnitzer/innen.
Parallel wird der weiter offene Wochenmarkt mit zusätzlichen Buden mit Weihnachtsartikeln zum „Weihnachtsmarkt light“ aufgebohrt, um auch so öffentlichkeitswirksam zu demonstrieren: „Vergesst den Teil-Lockdown! Diese Panikmache macht Chemnitz mit mir – Eurem Oberbürgermeister- nicht mit“.

Am 7.12.2020, 6 Tage nach seinem „Macht doch was Ihr wollt“ – Aufruf, also genau einen darauf folgenden Infektionszyklus später, wendet sich Sven Schulze „mit einem dramatischen Apell an die Chemnitzer“ (weil die Infektionszahlen und Toten nun trotz Teil-Lockdown deutlich steigen) mit der Feststellung, dass sich viele nicht an die Regeln halten und dass das nich so gut wäre. Dieser „dramatische Apell“  lässt sich doch an Scheinheiligkeit schwer überbieten.

„Hey,  DU warst der Auslöser für diesen aktuellen Anstieg. DU hast Dich an der steigenden Totenzahl mit schuldig gemacht und machst es immer noch“ ist die einzig sinnvolle Antwort auf diese Scheinheiligkeit.

Wie schon Barbara Ludwig lässt auch Sven Schulze weiterhin lieber Parkvergehen und Geschwindigkeitsüberschreitungen abstrafen und nicht die aktuellen „vorsätzlichen Gefährdungen mit zahlreichen Todesfolgen“.  So wie Barbara Ludwig bereits beide Augen zudrückte, damit in Chemnitzer Clubs wieder ungestraft und unkontrolliert geraucht werden konnte (bis zur Corona-Schließung zumindest), sorgt Sven Schulze „mit Augenmaß“ weiterhin dafür, dass Corona-Regeln nicht eingehalten werden müssen und keine Strafen zu erwarten sind.  Dass wir bei einer Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister „mit Arsch in der Hose“ nicht mal einen „Teil-Lockdown“ benötigt hätten, scheint „mit Augenmaß“ ebenso unlogisch, wie, dass selbst die Anordnung eines „Total-Lockdowns“ überhaupt nichts bringt, wenn die die Dummen sind, welche die Regeln einhalten. Bisher wurden in Chemnitz dank „Augenmaß“ nur diejenigen belohnt, die alle Regeln mißachten.
„Augenmaß“ zu Lasten Hunderter vermeidbarer Toter, „Augenmaß“ für ein ganzes Jahr ohne öffentliche Freiheit, statt 4-6 Wochen ohne „Augenmaß“ wie in Asien (Offensichtlich auch in einer Demokratie wie Neuseeland möglich). „Augenmaß“ dafür, dass soziale Menschen (die andere Menschenleben schützen möchten) die Dummen sind, dafür „eiert“ Sven Schulze rum. Er sagte zwar als Wahlversprechen, er „steht“ für irgendetwas, von „Stehen“ ist bisher aber nichts zu erkennen, eher von „Wendehals“, „Fahne im Wind“ oder „rumeiern“.

Mit diesem „Augenmaß“ bist DU, Sven Schulze, schon nach wenigen Tagen Amtszeit mitschuldig an etlichen unnötigen Toten! Bei deren Angehörigen solltest Du Dich entschuldigen!

Dieser Beitrag  ist meine (Dirk Liesch)  persönliche Meinung und keine Tatsachenbehauptung :-). Bildet Euch Eure eigene Meinung und denkt mit.

Hier gibt es tolle Hinweise um „Desinformationen“ und „Fake News“ zu erkennen und richtig einzuodnen.

Mauerbienen-Nistblock: Erste Schritte

Die Nisthilfen der Mauerbienen Aktion mit dem Starterset aus Kokons der gehörnten Mauerbiene und der roten Mauerbiene sind verteilt. Was nun?

Hier die wichtigsten ersten Schritte:

  1. zu den Mauerbienen-Kokons: Stellen Sie die Schachtel mit den Kokons als erstes KALT an eine trockene, geschützte Stelle (z.B. in einen kalten Schuppen oder auch in den Kühlschrank in ein Fach mit weniger al 4°C). Etwa zwei Wochen vor der Obstblüte, bzw. wenn es die ersten Blüten mit Nektar und Pollen gibt (z.B. die Winterlinge, die ersten Krokusse oder die Weiden blühen) schneidet Ihr 1-2 kleine Löcher in die „Streichholzschachtel“ (ca. 8-10 mm) und stellt diese auf den Nistblock oder in die unmittelbare Nähe (jeweils trocken) auf, damit die Mauerbienen ungestört schlüpfen können.
  2. zum Nistblock: Diesen stellen oder hängen Sie mit dem Beginn der ersten Blüten (Ende Februar/Anfang März) auf. Mauerbienen mögen es sehr warm. Optimal ist es, wenn die Sonne täglich lange auf den Nistblock scheint. Deshalb sind besonnte Südseiten, Südost- und Südwest-Seiten gut geeignet. Ob dann auch die Fluglöcher genau zur Sonne zeigen sollten, gibt es unterschiedliche Meinungen und „Experimentierergebnisse“ (Sie können ja einige der Nistbretter in unterschiedliche Richtungen zeigen lassen). Bei mir persönlich war die Ausrichtung der Fluglöcher direkt nach Süden am erfolgreichsten. Der Nistblock muss vor Regen und Nässe  geschützt stehen oder hängen. Zum einen würde Nässe in den Nistgängen den Mauerbienen schaden, zum anderen schadet es den Nistbrettchen. Eine gute Höhe ist ca. 1-4m über der Erde. Gut ist, wenn Ameisen nicht (oder schwer rankommen) und wenn die Fluglöcher etwas vor Vögeln (Spechten , Meisen) geschützt sind (zumindest sobald es ein Problem mit Vögeln gibt).
  3. Wenn Kinder (und neugierige Erwachsene) vor September auch mal in den Nistblock (in die Gänge) blicken möchten, um das Treiben zu beobachten, sollten Sie zwischen die Nistbrettchen Folien (z.B. aus „Klarsichthüllen“ geschnitten) legen. Dann lässt sich die Platte darüber leicht abnehmen, die Gänge bleiben durch die Folie geschlossen, sind aber gut von oben einsehbar.
  4. Die Nistbrettchen müssen immer ohne Zwischenraum/Spalt  glatt aufeinanderliegen, damit sich Parasiten (z.B. Milben) nicht von einer Brutzelle zur Anderen oder von Gang zu Gang ausbreiten können.

Tipp: Wenn Sie den Nistblock mit dem Spanngurt nutzen, dann können Sie den Spanngurt zuerst auf die passende Länge kürzen. Dazu reichen eine kräftige Schere und ein Feuerzeug oder Streichholz. Die Schnittstellen halten Sie kurz über die Flamme, dabei verschmelzen die Fasern an den Enden und fasern in der Benutzung nicht aus. Das abgeschnittene Ende läst sich als Gurt auch für andere Zwecke einsetzen.

Viel Spaß bei der Beobachtung Ihrer Mauerbienen. Übrigens leben diese nur bis ca. Ende Juni, maximal Anfang Juli. Dann ist deren Saison vorbei. Die „Mutter“ sieht also ihre Nachkommen nie. Diese schlüpfen erst im nächsten Jahr ;-).

Adventskalender 2020 – lebenswertes Chemnitz

Adventskalender 2020

Postkartenbilder mit Lebensweisheiten, findet Ihr hinter jeder „Tür“ sowohl des Kalenders mit Fotomotiven (Weihnachten & Winter) aus Chemnitz, als auch im Kalender mit Motiven aus aller Welt. (auf die Zahl klicken und Ihr landet beim Postkartenmotiv des Tages)  Das Beitragsbild zeigt einen „anfassbaren“ Postkarten-Weihnachts-Kalender aus einem Motivmix dieser beiden Kalender hier.

Weihnacht-Chemnitz Lebensweisheiten – Welt

Frohe Weihnachten wünscht Dirk für „lebenswertes Chemnitz“.

Wir denken, eine der Lebensweisheiten täglich, die auch nur eine winzige Spur im Gedächtnis und Verhalten hinterlässt,  kann das Leben in Chemnitz (und nicht nur hier) noch ein  wenig besser machen. Viel Freude damit.

(Auch diese Bilder stehen frei unter „CC-BY“ (Dirk Liesch)  und können von Euch für Eure Lieben als Foto- oder Postkartenkalender auch in die anfassbare Welt übertragen werden)

Postkarten-Adventskalender

Ladet Euch die 24 Postkarten-Motive herunter, die Euch am besten gefallen. Lasst sie als 10×15 Fotos drucken, steckt sie in farbige Briefumschläge, nummeriert diese von 1-24, bastelt einen kleinen „Briefständer“ (oder kauft einen) und stellt die Briefumschläge in den Ständer.  Fertig ist der Postkarten-Adventskalender.

Die Chemnitzer Bilder für die Adventskalender-Postkarten sind vor allem im Chemnitzer – Stadtpark und seiner näheren Umgebung entstanden. Es sind Bilder zur Winter- und Weihnachtszeit in Chemnitz. Natürlich gäbe es auch andere tolle Motive, z.B. den Chemnitzer Weihnachtsmarkt … aber es kommen ja noch weitere Jahre.

Sollte sich jemand für die Orginalbilder der Postkartenmotive diese Kalenders interessieren, dann bitte an uns wenden, falls es sie (noch) nicht auf Pixabay geben sollte. Die Motive aller Bilder stammen dieses Jahr noch von Dirk. Vielleicht machen für nächstes Jahr noch andere Chemnitzer mit ihren Motiven mit. Nehmt einfach Kontakt mit uns auf. Vielleicht gelingt es mal einen Jahreskalender mit 365 unterschiedlichen Motiv-Karten gemeinsam zusammenzustellen.

Mauerbienen Aktion – aktueller Stand

Erfolgreicher Zwischenstand der  „Mauerbienen-Aktion“

Stand heute (30.10.2020) gibt es einen sehr positiven Zwischenstand bei der Mauerbienen-Aktion.

Statt der erhofften 100 Nistblöcke für die erfolgreiche Durchführung des Projektes konnten nun 200 Nistblöcke bestellt werden, nachdem bis zum heutigen Tag Bestellungen für 181 Nistblöcke vorliegen!

Außerdem wurde ein Sponsor für die Mauerbienen-Kokons gefunden.

Dieser übernimmt sogar die Kosten für die Kokons aller 200 Kästen (nicht nur der 100 wie ursprünglich geplant)!
Ganz vielen Dank dafür! Der Sponsor ist:

Stuck- & Sanierungs- GmbH
Auestrasse 1/3-Haus 6
08371 Glauchau
https://www.stuck-sanierung.de/

Somit können wir jedem Kasten 10 Mauerbienen Kokons ( 5 Kokons der Roten Mauerbiene und 5 Kokons der Gehörnten Mauerbiene) als „Starterset“ für das erste Jahr kostenlos beilegen.

Mindestens die ersten 100 Nistblöcke werden durch die „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“ bis zum 1.12.2020 hergestellt. Ob die zweiten 100 Nistblöcke ebenfalls bis zum 1.12. fertig werden, ist noch nicht sicher. Falls nicht, folgen diese bis spätestens zum 15.12.2020.

Der jeweils aktuelle Stand des Projektes wird im unteren Teil des Projektbeitrags zur Mauerbienen-Aktion dokumentiert.

Zum Projektbild: Das Bild zeigt einen meiner (Dirk Liesch)  beiden Nistblöcke unter dem Vordach einer „Gartenlaube“ Anfang Juli 2020.

Warum Lars Fassmann Oberbürgermeister in Chemnitz werden sollte

Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung von Dirk Liesch

Liebe Chemnitzer/innen,

ich möchte Euch/Sie hiermit überzeugen, Lars Fassmann bei der Oberbürgermeisterwahl in Chemnitz zu wählen. Warum, möchte ich im Folgenden begründen:

Wie er es selbst sieht (Vorstellung und Wahlprogramm), ist hier zu finden: https://larsfassmann.de/

Was meine persönlichen Gründe darüber hinaus sind, erkläre ich im folgenden Video (4:39 min):

Helft / helfen Sie mit zu zeigen, dass der geeignetste OB-Kandidat auch ohne Zugehörigkeit zu einer Partei und ohne Plakatkampagne, vorwiegend über „Mundpropaganda“ Oberbürgermeister in Chemnitz werden kann. Gebt / Geben Sie die eigenen Gründe, die für Lars Fassmann sprechen an Freundinnen, Bekannte, Eltern, Großeltern, Kinder, Kolleginnen u.a. weiter, im persönlichen Gespräch oder schriftlich (z.B. wie diese Nachricht). Gleich heute und jetzt ist die beste Möglichkeit, ehe es in Vergessenheit gerät.

Was sind meine persönlichen Beweggründe, Lars Fassmann zu wählen?
Ich vermeide, doppelt zu nennen, was in der Vorstellung und vor allem im Wahlprogramm oben bereits genannt ist.

Ich kenne Lars Fassmann seit vielen Jahren (seit 1999), schon aus der Zeit als er als Start-Up sein Unternehmen, die Chemmedia AG (eLearning) gegründet hat und ich die Community4you GmbH. Seitdem hat Lars Fassmann viel für Chemnitz getan, insbesondere auch für den Erhalt alter Gebäude in Chemnitz, welche abgerissen werden sollten und nur durch ihn erhalten blieben. Auch als Stadtrat hat er einige Dinge bewegt (im damals möglichen Rahmen). Dies alles erfolgte neben der Leitung und der Entwicklung der Firma. Ich kenne einige seiner Mitarbeiter und weiß, dass die:

  • offene Firmenkultur und die Entwicklung und Ermutigung guter Mitarbeiter zu Eigeninitiative, eigenem selbständigen Handeln und vor allem Entscheiden, sowie das Lernen aus Fehlern tatsächlich gelebt werden.

Nur über die dadurch erreichte Eigenständigkeit der Mitarbeiter, ist es möglich, dass Lars Fassmann all diese Themen parallel entwickeln konnte. Das ist etwas, was sicherlich in der Stadtverwaltung, bei den städtischen Unternehmen und für Bürgerbeteiligungen im breiteren Rahmen ein sehr schwerer Weg ist. Aber wenn dazu erste erfolgreiche Schritte gegangen werden sollen, dann ist Lars Fassmann der mit weitem Abstand beste Kandidat dafür.

Lars Fassmann ist:

  • Parteiloser, weil seine Themen und Grundeinstellungen übergreifend sind

Ich denke, das Schlimmste, was Chemnitz passieren kann, ist wieder ein(e) Oberbürgermeister(in) der/die hauptsächlich die Interessen und das Image der eigenen Partei vertritt. Wir benötigen die guten und möglichst richtigen Lösungen aus allen Parteien und Initiativen, ohne das ständige „Schielen auf die eigenen Parteiinteressen“. Deshalb sollte der/die nächste Chemnitzer Oberbürgermeister/in überzeugt parteilos sein, wie Lars Fassmann.

Auf Plakate kann man vieles schreiben. Papier ist geduldig. „Die Partei“ hat zur letzten Bundestagswahl gezeigt, dass ihr Wahlprogramm mit solchen plakativen Sprüchen so gestaltbar war, dass die Mehrzahl der Bundesbürger „Die Partei“ als Wahlvorschlag über den „Wahlomat“ erhalten hat. Ein „0371 statt 0815“ oder was auch immer sonst so derzeit auf den Plakaten unserer damit vollgepflasterten Stadt zu lesen ist, ist komplett „aussagelos“ und „fake“, solange es keine glaubwürdigen Lösungswege gibt, wie diese Marketing-Versprechungen erfüllt werden sollten (und warum gerade jetzt und nicht schon in den vergangenen 30 Jahren durch die jeweiligen Parteien). Lars Fassmann

  • führt keine sinnfreie Plakataktion durch.

Während die Parteien mit den Plakataktionen für ihre Kandidaten die Werbegelder (die zu großen Teilen auch aus Steuergeldern von uns Allen stammen) und weitere Ressourcen verschwenden, die viel nützlicher eigesetzt werden könnten und die Umwelt weniger verschmutzen und belasten, zeigte Lars Fassmann in seiner beruflichen Praxis der letzten mehr als 20 Jahre, dass er seine Themen löst und tatsächlich ein Macher ist und kein „Blaues vom Himmel“ Versprecher, wie es die Plakataktionen gerade wieder schön verdeutlichen. Im Zentrum des beruflichen Handelns von Lars Fassmann, standen immer:

Er war auch vor etlichen Jahren Gründungsmitglied des aracube e.V. bei dem es um freie offenen Bildung und Wissen (Inhalte und Softwarelösungen) für Alle geht. Er steht für innovative Bildungslösungen, die Internet (eLearning) und Lernen gemeinsam vor Ort optimal verbinden, nicht nur theoretisch, sondern als Realität in der Praxis. Wie groß hier die Defizite sind, konnten wir alle in Corona-Zeiten schmerzlich erleben. Bildung und Wissen, sowie ein kontinuierliches „lebenslanges Lernen“ liegt Lars Fassmann im Blut. Er lebt es selbst und bringt dies nicht nur für die Chemnitzer Stadtverwaltung, sondern für ein zukünftig insgesamt „lebenswertes Chemnitz“ ein. „Wissen“, „Bildung“ und „Lernen aus Fehlern“ halte ich persönlich für die wichtigsten Bausteine einer nachhaltigen positiven Entwicklung für Chemnitz.

Lars Fassmann bewirbt sich:

  • aus dem Willen heraus, Positives in Chemnitz zu bewirken

und nicht, weil das Oberbürgermeister-Amt ein gutbezahlter Job ist. Aufgrund seiner sonstigen Tätigkeiten, kann finanzielle Absicherung und das OB Gehalt kein Motivationsgrund sein.

Noch ein Wort zum Abschluss:

Es gibt konkrete Themen, bei denen ich völlig gegensätzlicher Ansicht bin (z.B. Müllverbrennungsanlage) oder bei denen unsere Meinungen relativ bedeutend voneinander abweichen (würde hier zu weit führen). Jedoch nichts ist „in Stein gemeißelt“, wenn beide Seiten die Bereitschaft haben zu „lernen“ und ihr Wissen immer wieder zu reflektieren, zu erweitern und Meinungen ggf. auch entsprechend zu ändern. Ich denke, diese Grundhaltung ist bei Lars Fassmann vorhanden.

Danke für Eure/Ihre Geduld

Dirk Liesch

PS: Zur Erinnerung: Gebt / Geben Sie die eigenen Gründe, die für Lars Fassmann sprechen an Freundinnen, Bekannte, Eltern, Großeltern, Kinder, Kolleginnen u.a. weiter, im persönlichen Gespräch oder schriftlich (z.B. wie diese Nachricht). Gleich heute und jetzt ist die beste Möglichkeit, ehe es in Vergessenheit gerät.

PS2: Dieser Text darf kopiert, geändert und weiterverwendet werden.

Foto-Projekt

Die „lebenswertes Chemnitz“ – Fotosammlung

ist ein Projekt für tolle freie Bilder über Chemnitz und seine Menschen. Dazu brauchen wir DICH als Mitmacher/in.

  1. Lasse Dich für Bilder dieses Projektes mit fotografieren. Melde Dich (Kontakt) und stimme mit uns  1-2 Themen ab, bei denen Du mitmachst (Hier geht es zu den Gründen, warum wir Dich dazu brauchen und wie es geht und warum Du dabei sein solltest). Mach mit. Außerdem hast Du darüber wirklich schöne Bilder von Dir, die Du selbst beliebig nutzen kannst.
  2. Mache als Fotografin mit, die interessante und gute Fotos von Dingen, Plätzen, Menschen, Eindrücken und Veranstaltungen aufnimmt, die schön, besonders oder sogar einmalig in Chemnitz sind, oder
Bernsdorfer Bad – wohl einmaliges 100m Schwimmbecken

Alle Bilder dieses Projektes werden freigegeben (nachdem Du die Bilder mit Dir gesehen und zugestimmt hast). Lizenztechnisch heißt das „CC-BY“ (z.B. Wikimedia Commons) oder fast identisch zur „CCO“ (Pixabay – Lizenz) , so dass diese Bilder von Interessierten, Initiativen,  Schülern, Journalistinnen, Bloggern, Unternehmen, Verwaltungen, Organisationen, Vereinen und Chemnitzerinnen frei genutzt werden können, wenn ein schönes Bild von Chemnitz benötigt wird und man sonst vor der Frage steht „Darf ich das verwenden?“.

Ziel ist es, schöne professionelle Bilder zum lebenswerten Chemnitz auf  Pixabay oder in der Wikimedia Commons (Medienarchiv der Wikipedia) für die Wiederverwendung zur Verfügung zu stellen.

Ausführliche Überlegungen zu Zielen und Ideen zur Fotogalerie findet Ihr im hier verlinkten Blogbeitrag.

Die Bilder dieses Fotoprojektes sollen zukünftig nach Themenkomplexen geordnet werden, wie:

Das sind kleine Galerien, zu finden im Bereich „Schönes +Besonderes„.

Hier findet Ihr, wie Ihr beim Foto-Projekt selbst mitmachen könnt.

Noch Fragen? Dann nehmt einfach Kontakt mit uns auf.

Winterling – Samen ist reif

Samen für Winterling -Aktion ist reif

Der Samen für die Winterling-Aktion ist jetzt reif. Das Beitragsbild zeigt meine in den letzten Tagen gesammelten Winterling-Samen.

Wer bei dieser Blühflächen und Bienenweide-Aktion mitmachen möchte, jetzt ist der richtige Zeitpunkt.

Sammelt die Samen Eurer Winterlinge und stellt sie der Aktion zur Verfügung oder säht sie selbst im öffentlichen Bereich an geeigneter Stelle aus.Es ist ein wertvoller Beitrag für Bienen und Wildinsekten und für ein schöneres, blühendes und buntes Chemnitz.

Hier noch einmal der Link zu den Details der Aktion.

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Winterling mit Samen (Quelle, siehe Link)

Wenn das Laub der Winterlinge in den nächsten Wochen gelb wird, ist das der beste Zeitpunkt auch überzählige Knollen zu entnehmen (und am gelben Laub noch zu finden) … und diese Knollen gleich wieder (innerhalb von max. 3-5 Tagen) zu stecken, bevor sie zu stark austrocknen.