LC2025 – Projektideen / Projektvorschläge

C2025 – Ideen & Vorschläge von „lebenswertes Chemnitz“

Die Initiative „lebenswertes Chemnitz“ (Link zur LC-Projektbeschreibung) hat relativ große Überschneidungsbereiche zu den Schwerpunkten der Kulturhauptstadt Bewerbung (Bid Book). Deshalb eignen sich auch einige der Projekte und Projektideen dieser Initiative sehr gut für „Kulturhauptstadt – Projekte“.  Insbesondere viele der „Mitmach-Projekte“ und „Mitmach-Ideen“ lassen sich kontinuierlich für C2025 ausbauen und integrieren. Die meisten Mitmachprojekte von „lebenswertes Chemnitz“ sind grundsätzlich als „Pilotprojekte“ angelegt, die in anderen Städten, Gemeinden und Regionen nachgemacht werden können, am einfachsten in D-A-CH (wegen der deutschen Sprache), aber auch sonst in Europa („Europäische Dimension“ der Projekte) oder ggf. weltweit. Im Sinn der Mitmach-Projekte, werden nicht nur die „Mitmacher für die Umsetzung“ gesucht, sondern auch „Mitmacherinnen“ (ehrenamtlich), die einzelne der Projekte (ihre Wunschprojekte) mit gestalten, organisieren, bekannt machen und leiten. Wer würde sich gern in welches Projekt einbringen?
Nach und nach werden in den nächsten Monaten unsere Vorschläge hier veröffentlicht, ausformuliert und parallel (mit der Ausformulierung) als „C2025-Projekte“ beim Kulturhauptstadt-Team eingereicht:

  1. Winterling-Blühflächen: „Mitmach -Aktion“ für nachhaltige insektenfreundliche Blühflächen auf Basis der seit 2019 stattfindenen „Winterling-Aktion„.
  2. Frühblüher-Mitmach-Aktion: (Early bloomer Meadows -EBMs), Frühblüher Aktion der Chemnitzerinnen im öffenlichen Bereich, um Chemnitz schöner und insektenfreundlicher mitzugestalten, auf der Grundlage der seit 2018 stattfindenden „Frühblüher-Mitmach-Aktion„.
  3. „lebenswertes Chemnitz“ Fotosammlung: „Fotografie-Mitmach-Aktion“ für freie (wiederverwendbare) Fotos  (mit freien Lizenzen: CC-BY und CCO) zu Chemnitz, basierend auf dem „Foto-Projekt“ von „lebenswertes Chemnitz“ und veröffentlichung der Fotos auf der „Wikimedia Commons“ oder „pixabay“.
  4.  Freie Bilder veröffentlichen: Bildungsprojekt zur Veröffentlichung eigener Bilder/Fotos unter einer freien Lizenz (CC-BY , CCO) auf der „Wikimedia Commons“ oder auf „pixabay“, als Gemeinschaftsprojekt mit dem Chemnitzer „aracube e.V.“.
  5. Hausbibliotheken: Eine Mitmachaktion von Vermietern und Hausgemeinschaften als nachhaltige „Teilen-Aktion“ (Sharing) nach dem Vorbild des „Hausbibliothek“-Projektes von „lebenswertes Chemnitz“.
  6. Wildbienen-2025: Eine Wildbienen-Mitmach-Aktion und ein Bildungsprojekt zum Wildbienen- und Umweltschutz, basierend auf der in 2020 erfolgreichen „Mauerbienen-Aktion„.
  7. Speakers Corner – Chemnitz: Ein Mitmach-Projekt für Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt, mit realem „Speakers Corner“ (nach Londoner Vorbild) zentral in der Stadt mit digitaler Ergänzung durch zugehörigen Youtube-Kanal der Aufzeichnungen.
  8. Wildkrokus-Aktion:  „Mitmach -Aktion“ für nachhaltige insektenfreundliche Blühflächen nach dem Vorbild der „Winterling-Aktion“ aber mit Wildkrokussen.
  9. Kornelkirschen-Aktion: Mitmach Aktion zum Austausch von mindestens 1/3 der Forsythia-Flächen in Chemnitz durch Kornelkirschen, bei gleichzeitiger Überarbeitung der Chemnitzer Baumschutzsatzung in eine sinnvollere, bürgernähere und umweltfreundlichere Version.
  10. Freie Umweltbildung als OER: Bildungsprojekt zur Erstellung und Bereitstellung von freien Bildungsinhalten (OER – Open Educational Resources) zu Umweltprojekten in Chemnitz, als Gemeinschaftsprojekt mit dem Chemnitzer „aracube e.V.“.
  11. Sportplätze für Alle: Freie Nutzung von allen Sportflächen in Chemnitz, die durch „öffentliche Mittel“ ganz oder teilweise finanziert wurden. Projekt für barrierefreien Breitensport.
  12. Public Sports days – öffentliche Sporttage: „Mitmach-Aktion“, regelmäßige gemeinsame Sport-Treffen auf den nun frei zugänglichen Sportplätzen.
  13. Bienen und Imkerei MOOC (biMOOC): Ein freies Bildungsprojekt (OER) rund um Bienen und Imkerei, welches auch zahlreiche Wildbienen-, Natur-/Umweltschutz- und Blühflächenthemen behandelt. (siehe „biMOOC – Projekt durch Chemnitzer Initiatoren„)
  14. Maja-Aktion: Mitmach-Aktion zum Honigbienen-Schutz zwischen Chemnitzer-Imkerinnen und Chemnitzer Unternehmen/Organisationen nach dem Vorbild der  Bienen-Patenschaften nach dem „Chemnitzer -Modell“.
  15. Secure Hitchhiking Places (SHP), Sichere Tramper/innen Plätze: Es werden für das Trampen (als ökologische, soziale und verbindende Reisevariante) sichere Einstiegs- und Ausstiegsplätze an den Chemnitzer Autobahnauffahrten und an den Haupt-Fernstraßen geschaffen.
  16. BiBi – Lehrbienenstand im botanischen Garten: Ein umfassendes nachhaltiges Bienen-Bildungs (BiBi) Projekt mit Schau- und Lehrbienenstand im „Botanischen Garten Chemnitz“ nach dem „Bildung 4.0“ Ansatz, in Zusammenarbeit mit dem Imkerverein Chemnitz 1874 e.V. und dem Chemnitzer aracube e.V.
  17. LEA-Diskussionen: Diskussionen unter Linden, Eichen und Ahorn-Bäumen in Chemnitz – von Diskussionspartnern mit komplett gegensätzlichen Positionen.
  18. Blühflächen-Verbundprojekt:  Mitmach-Aktion, Früblühflächen, Spätsommerblühflächen, Nist- und Vermehrungsmöglichkeiten, Blühflächenverbund
  19. Open Academy – Barcamp: Ein 4-Tages Barcam mit freien Bildungs-Sessions mit freien Themen überall in Chemnitz (auch LEA-Session-Plätze). JEDE(R) kann Sessions vorschlagen und halten.
  20. Zinkblech Garten (ZBG): Mitmach-, Bildungs- und Willkommens-Projekt für einen Garten aus alten Zinkblech-Wannen (Eimern und Gießkannen) auf dem Bahnhofsvorplatz, aufgebaut, gestaltet und gepflegt von Chemnitzer/innen.
  21. Montags Musiker Nächte, Mondays Musicians Nights (MMN): Nach dem Vorbild der „Musicians Nights“ in Hull (GB) spielen am Montag Musiker oder Bands max. 3 Songs oder tragen Poeten max. 3 Gedichte u.a. vor.
  22. Tag der Masken: Am Tag des Schauspiels (11. Oktober) tragen (alle) Menschen in Chemniz eine Maske, sind verkleidet und spielen eine selbstgewählte Rolle, inkl. LEA-Events mit Vorlesen eigener Texte und Gedichte, bzw. Vortragen eigener Musik/Songs.
  23. … comming soon

MDR-Sendung „Expertenrat: Imkern und Wildbienenpflege“

Chemnitzer „Wildbienen-Projekte“ und „Honigbienen-Themen“

waren die Ausgangsbasis für die „Expertenrat“ Radiosendung des MDR am 6.4.2021.  Als stellvertretender Vereinsvorsitzender des Imkerverein Chemnitz 1874 e.V. , stand Dirk Liesch, zum Thema Expertenrat: Imkern und Wildbienenpflege Rede und Antwort. Es ging um allgemeine Fragen rund um den Start als Hobby-Imker, zu Wildbienen und zu Honigthemen. Erfahrene Imker und Wildbienen-Experten werden darin sicher nicht viel Neues finden. Aber für Chemnitzerinnen, die sich mit dem Gedanken tragen, vielleicht Honigbienen zu halten, sollte es informativ sein.Das mehrmals angesprochene Mauerbienen-Thema basiert auf der Mauerbienen-Aktion von „lebenswertes Chemnitz“.

Die Zusammenfassung der Sendung (nur das Gespräch, ohne die Musik dazwischen) ist in den nächsten Wochen unter dem folgenden Link  erreichbar: https://www.mdr.de/sachsenradio/audio-1707876.html

CS³ – „Das Leben der Anderen“ Teil2

Sven Schulze und „Das Leben der Anderen“ Teil2


Der Artikel ist noch eine Baustelle (nicht die Einzige in Chemnitz), also noch nicht fertig, aber inzwischen schon recht weit 🙂

Es wäre falsch, in diesem Meinungsbeitrag zu schreiben „Das Leben der Anderen“ (Teil 2) mit Sven Schulze in der Hauptrolle, denn diese hatte im Teil 1 nicht die politische Führung, sondern der Abhöroffizier „Gerd Wiesler“. Allerdings passt der Titel „Das Leben der Anderen“ gleich in mehrfacher Hinsicht für die aktuelle Wirklichkeit der CS³ unter Sven Schulze.  (CS³ = Chemnitzer Sven Schulze Stadtverwaltung)

Aber der Reihe nach:

„CS³ rising – wie alles begann“

In den letzten Monaten  habe ich die Corona Politik in Chemnitz festgehalten und damit auch den Beginn der Amtszeit von Sven Schulze, nachzulesen unter „Corona Chaos in Chemnitz: Die Übersicht„. Darin wird inzwischen in einigen Beispielen dargestellt, wie Sven Schulze seine Beliebtheit und das „Pluspunkte sammeln“ (Marketing und Public Relations) der Rettung von Menschenleben  vorzieht und wie ihm, wie jedem Opportunisten, jeder Mut und Entschlossenheit fehlt, auch unbequeme Entscheidungen zu treffen und noch weniger, solche Entscheidungen durchzusetzen, wenn sie denn von Bund oder Land angeordnet werden. Der „Notizen bis zum Corona-Ende in Chemnitz“ – Beitrag unter „Ergänzung 16.3.2021“ hält fest:   Sven Schulze hatte offensichtlich vor, weiterhin unnötig Menschenleben zu opfern, nur um mit weiterer Öffnungsrethorik (in Richtung „alles auf“) weitere „PR Pluspunkte“ für sich zu sammeln, in folgender konkreter Situation:

  • Inzidenz bei 131
  • AstraZeneca Impfungen sind gestoppt
  • keine Schnelltests für Schüler an den Schulen
  • keine kostenfreien Schnelltests für „normale“ Chemnitzer Bürger (quasi NICHT verfügbar)
  • die dritte Corona-Welle rollt, RKI und alle Experten fordern sofortige Rücknahme der Öffnungen
  • besonders Gefährdete, z.B. 79jährige mit Vorerkrankungen haben in Chemnitz immer noch keine Chance auf eine Impfung, trotz mehr als 1000 Versuchen über die online Impfvergabe!

Deshalb habe ich beschlossen, in einer Plakataktion am Rathaus oder mit bemaltem Oberkörper, also mit öffentlichen (angemessenen) Taten und Aktionen auf dieses meiner Meinung nach menschenverachtende Verhalten unseres Oberbürgermeisters S² (ich möchte nicht die wirkliche Initialen nehmen, weil das in die falsche Richtung führt und NICHT gemeint ist) hinzuweisen.

Also habe ich S², den Beteiligten der CS³ und lokalen Medienvertretern  per eMail am 16.3.2021 angekündigt, dass es diese angemessenen Taten und Aktionen geben wird, wenn nicht entweder die 65-79jährigen Chemnitzer/innen mit Vorerkrankungen (Risikogruppe), die sich für die Impfung registriert haben, einen Impftermin erhalten oder zumindest die weiteren Öffnungen gestoppt werden und die seit Montag erfolgten Öffnungen nicht rückgängig gemacht werden, da die Inzidenz am 16.3.2021 in Chemnitz bereits wieder bei 131 lag (was S² offensichtlich bei seiner Öffnungs-PR nicht interessierte).
Mit dieser eMail endet „CS³ rising“ und es beginnt:

„Das Leben der Anderen“ Teil2

Ein Opportunist, wie S² kann zwar seelenruhig das Leben anderer  Menschen aufs Spiel setzen, aber schon der kleinste Windhauch in seine Richtung lässt ihn reagieren, wie die Blätter einer Zitter-Pappel, im konkreten Fall wohl eher wie bei einer „Grobzähnigen Zitterpappel“.  Vielleicht hat er bei meiner eMail das Bild von „rot-grünen Aktivisten“ bei deren Protestaktionen vor Augen gehabt, als er „Das Leben der Anderen“ in Stellung gebracht hat. Vielleicht war es auch sein bisher gut verstecktes schlechtes Gewissen, dass er mit seiner Politik solche Proteste verdient hätte, wobei ich das mit dem schlechten Gewissen nicht glaube. Sicher ist nur, S²  „der Große Feigling“  (der Chaplin Filmvergleich nicht ganz gepasst) muss unheimliche Angst bekommen haben, denn:

  • heute am 19.3.2021 war die Polizei in meiner Wohnung, um das Leben von „S² dem Großen“ zu schützen.

Ich hab mir dabei vorgestellt, was „Rot-Grün“ inklusive der Medien schreiben und sagen würden, wenn das einem ihrer „Ahornschützer“ passiert wäre und musste lächeln. S² sorgt dafür, dass völlig unnötig Menschen sterben und die Polizei kommt zu mir ;-).

Was ich ergänzen möchte: Die beiden Polizisten waren nett und freundlich. Sie sind auch nicht einfach so in die Wohnung gekommen, sondern ich habe sie reingebeten, damit sie „S² den Großen“ nicht draußen im Schneeregen retten müssen. Sie konnten ja nicht dafür, dass sich „S² der Große“ vor Angst (fast) in die Hose macht.

Halten wir erst einmal den „Nebenstrang“ fest: „Das Leben der Anderen“ ist „S² dem Großen“ während Corona nicht so wichtig, bei seinem Eigenen hat er schon Angst, wenn seiner Hochglanz PR-Hülle auch nur im entferntesten ein Kratzer drohen könnte.

Jetzt aber zum Hauptstrang von „Das Leben der Anderen“ Teil2:

Ich arbeite sehr viel mit dem Internet. Seit gestern (18.3.2021) Nachmittag ist mir dreimal unvermittelt der Rechner abgestürzt (was in den letzten Monaten nur ein einziges Mal passiert ist). Im WLAN gab es heute mehrmals ebenso ungewöhnliche Störungen über einen Zeitraum von ca. 2h und der Rechner lief auch für Stunden danach nicht richtig rund.  Ich weiß zwar nicht, wer mein „Hauptmann Gerd Wiesler“ ist, aber ich bin mir sehr sicher, dass im Interesse und zum „Schutz“ von „S² dem Großen“ meine IT seit spätestens heute (19.3.2021) komplett überwacht wird.  Sicherlich, es ist inzwischen „Überwachung 4.0“. Mein „Gerd Wiesler“ wird wahrscheinlich nicht mehr permanent mit Kopfhörern und 3-D Brille selbst zuhören und zusehen müssen. Die Arbeitsbedingungen haben sich verbessert  :-).

Klar wird „S² der Große“ abstreiten, dass diese Überwachung erfolgt. Aber genauso wird er auch niemals eine eidesstaatliche Erklärung abgeben, dass es diese Überwachung nicht gibt. Warum wohl 😉 ? Ja, so waren die Großen immer, in der DDR-Zeit in Teil1 und heute eben S² im Teil2 der Gegenwart.

Überlegungen, die nachdenklich machen:

Überlegung 1:

Ich war mein ganzes Leben kritisch und konnte trotzdem den Schulklub in Klasse 9-10 leiten, auch wenn wir ein zu kritisches Wandgemälde auf Anweisung einiger SED-Funktionäre wieder überstreichen mussten. Ich habe mich immer geweigert in die SED einzutreten, mehr als den Grundwehrdienst zur NVA zu gehen und bis zu Wende alle Versuche erfolgreich abgewehrt mich als Reserve-Offizier verpflichten zu lassen. Ich habe mich immer sehr offen zu Missständen in der DDR geäußert und konnte trotzdem „Beruf mit Abi“ machen, was noch schwerer erreichbar war als nur Abi in der EOS (heutiges Gymnasium). Ich bin bei der NVA nur knapp an „Bautzen“ vorbeigeschrammt, weil mir die „Befehlsverweigerung“ nicht beweisbar war und trotzdem: Als ich nach der Wende meine Stasi-Akte einsehen wollte, existierte keine.
Das mit der nicht beweisbaren Befehlsverweigerung war ein eindeutiges Beispiel, dass es auch in der DDR einen „Rechtsstaat“ gab, denn jeder in er Runde wusste, dass es Befehlsverweigerung war. Es ließ sich nur nicht beweisen.

Wenn ich jetzt dank „S² dem Großen“ meinen „Gerd Wiesler“ und meine Überwachungsakte erhalten habe, weil ich mich gegen die Corona-Politik  und andere Missstände in Chemnitz einsetze (wohlgemerkt nur mittels Meinungsäußerung und zukünftig vielleicht Plakataktionen), zeigt das viel über das aktuelle Demokratieverständnis in Chemnitz. In der DDR, in der es keine freie Meinungsäußerung gab, ist mir das nicht gelungen. Ich danke „S² dem Großen“ für diese noch fehlende Erfahrung in meinem Leben.

Überlegung 2:

Als ich ganz „frisch“ von der Uni zu Bertelsmann kam, hatte ich nicht nur die Freude, zu erleben, dass das Buch „Erfolg durch Partnerschaft“ von Reinhard Mohn wirklich im Unternehmen gelebt wurde, sondern ich hatte auch das Vergnügen, mich zweimal länger persönlich mit ihm zu unterhalten. Einmal vielleicht 30 min und einmal über eine Stunde. Der Chef des zweitgrößten Medienkonzerns der Welt, Gründer der Bertelsmann-Stiftung, vielfacher Milliardär und einer der intelligentesten Manager Deutschlands nahm sich nicht nur für mich, sondern für viele „normale“ Menschen Zeit, unterhielt sich „auf Augehöhe“ mit ihnen und hörte aktiv zu. Dafür war er bekannt und ich konnte es selbst erleben.

Nicht nur bei „S² dem Großen“, sondern bei vielen CS³-Amtsleitern, CS³-Bürgermeistern und den Geschäftsführern der städtischen Unternehmen (hier allen voran der CVAG und der CWE) ist so etwas unmöglich. Ob alle davon unter Barbara Ludwig ins Amt kamen, weiß ich nicht genau. Seit Anfang an, habe ich (x-Mal) versucht, die „Gewährung einer Audienz“ bei S² zu erreichen. Es war bei Ihm genauso unmöglich, wie bei den meisten der restlichen gehobenen CS³-Prominenz. Evtl. wäre es möglich, in einer S²-Bürgersprechstunde, wie bei Barbara Ludwig in den Bürgerversammlungen etwas erzählen zu dürfen, aber wie bei Barbara Ludwig, ohne das zugehört wird .  Dass dies in Chemnitz so ist, ist vielleicht mehr der BL-Ära (Barbara Ludwig – Ära) anzulasten, in deren 14 Jahren neben Sven Schulze auch unsere Stadtverwaltung dieses erhabene über dem Bürger schwebende Teflon-Verhalten gelernt hat. Zu Anfang (noch in tiefer BL-Zeit) dachte ich noch, die Empfehlung des „Erfolg durch Partnerschaft“ Buches ist eine gute Idee um Positives zu bewirken. Es war so eine Art Apell an das Gewissen unserer Stadt-Elite in Politik und Verwaltung (CVAG und CWE eingeschlossen). Es hat nichts gebracht. Vielleicht konnte der Apell kein Gewissen finden. Aber das ist reine Spekulation. Vielleicht war dieser Misserfolg aber auch der Auslöser mit dem Kritikbereich auf „lebenswertes Chemnitz“ zu beginnen.  Es gibt wohl keinen Begriff, der unpassender in Zusammenhang mit (vielen) der CS³-Führungskräfte ist, wie „Augenhöhe“. S² ist dafür ein guter „Lehrkaiser“ in sehr guter BL-Tradition.

Überlegung 3:

Warum berichtet eine „Freie“ Presse nicht nur sehr unkritisch und gemäßigt über S², CS³ und früher über Barbara Ludwig, sondern begleitet(e) auch deren PR-Vorstellungen und Eigen-Marketing ohne objektive Reflektion mit offensichtlicher Begeisterung? Es wirkt, als arbeiten Chemnitzer Politik und ?Freie? Presse „Hand in Hand“, wie ein eingespieltes Team. Klar, Zeitungen werden nicht über den „Rundfunkbeitrag“ bezahlt und müssen  weder objektiv noch kritisch sein. Schade ist es trotzdem und vielleicht auch ein Grund für die CS³, wie sie heute ist.

Wie lässt sich diese Lücke füllen? Ehrenamtlich über Bürger, die keine Journalisten sind und deshalb keine Auskünfte von der CS³ erhalten? Das werden dann nur Meinungen. Aber wie sagte schon Platon: „Wissen ist wahre begründete Meinung.“

Insofern können kritische Meinungen, wie im Kritikbereich von „Lebenswertes Chemnitz“ Saatkörner sein, die Lage zu verbessern. In den meisten Gerüchten steckt mehr oder weniger Wahrheit und ohne Tranzparenz und ehrliche Information und Kommunikation bleiben Gerüchte ein sinnvoller Weg, zumindest eine teilweise Wahrheit zu verbreiten, aus der Menschen selbst „ihre Wahrheit“ extrahieren können.

Tranzparenz, ehrliche Kommunikation und Kommunikation bleiben natürlich der Traum. Aber von dem ist gerade Chemnitz unter S² noch Lichtjahre entfernt. Eine !Freie! Presse könnte die Geschwindigkeit erhöhen, hier eine Annäherung schneller zu erreichen.

Überlegung 4:

Warum grüße ich lieber meinen „Gerd“ und möchte, dass er schöne Grüße an „S² den Großen“ ausrichtet, obwohl eigentlich Siddhartha mein Lieblingsbuch ist? Klar, es gibt keine Fähre über die Chemnitz. Aber wahrscheinlich möchte ich, dass sich jede(r) von Euch selbst dazu eine Meinung bildet und dazu auch etwas spekulieren kann.

Freuen würde ich mich, wenn noch viele weitere kritische Stimmen in Chemnitz hörbarer werden, bis sich die CS³ und der oder die Nachfolger/in von S²  aus der erhabenen Höhe in Richtung „Augenhöhe“ begeben. Für S² sehe ich schwarz, dass er den Abstieg aus der großen Höhe noch schafft. Also müssen wir vielleicht noch 6 Jahre leiden.
Zur Unterstützung wird es übrigens den „Speakers Corner“ Vorschlag als Kulturhautstadt Projekt seitens „lebenswertes Chemnitz“ geben, der sicherlich abgelehnt wird.
Aber: „Wir schaffen das.“ ;-). 

In der Zwischenzeit empfehle ich die Videos zum „intelligenten Umgang mit Wissen“ (die Grünen) aus dem „open-academy“ Kanal und für alle die, die ihr OM lieber summen, die zu Bienen und Umwelt (die Gelben).

Überlegung 5:

„Hast Du keine Angst“,  bin ich in den letzten Jahren bereits recht oft gefragt wurden. „Nein, gar nicht“ habe ich immer geantwortet und hatte dabei unser Freundesland Saudi Arabien im Kopf. Riad oder Medina währen doch tolle Partnerstädte, stimmst Sven? Geld stinkt bekanntlich nicht.  Auch bei Julian Assange, Edward Snowden und Nawalny hat mich total beruhigt, dass es immerhin 2:1 für unsere westliche Demokratie steht. Vor ein paar Wochen wurde ich durch objektive „Rundfunkbeitrag“-Medien aufgeklärt, dass sich dieses 2:1 gar nicht miteinander vergleichen lässt, denn Julian und Edward haben das große Glück eines rechtsstaatlichen Verfahren, was Nawalny nicht hat. Wenn ich mir den Umgang mit Julian und Edward ansehe, bin ich jetzt beruhigt. Führe ich mir die S² Corona-Politik in Chemnitz vor Augen, frage ich mich allerdings schon, ob wir wirklich so viele Nawalnys in der älteren Bevölkerung hatten? Und Russland hat diese leider nicht geheilt. Allerdings hatten die auch schon Edward. Es stand also schon 1:1 Unentschieden in diesem politischen Spiel.

Ja, ich habe Angst und werde natürlich im Gegensatz zu S² nicht beschützt. Aber solange sich Sven Schulze einsetzt, dass meine 79jährige Mutter mit Vorerkrankungen (Risikogruppe) statt eine Impfung zu erhalten, durch möglichst maximale Öffnungen in Lebensgefahr gebracht wird, muss ich diesen gewissenlosen Opportunisten kritisieren und werde es auch danach nicht vergessen, bis die unschuldigen sinnlosen Opfer eine angemessene Entschädigung erhalten haben, am sinnvollsten wäre, auch aus Sven Schulzes Privatvermögen. Aber das ist eine unerfüllbare Hoffnung. In der Zwischenzeit muss ich eben, wenn ich mich unwohl fühle, an Nawalny denken, obwohl ich mir sicher bin, dass ich dann nicht rechtzeitig in Russland behandelt werden darf ;-).

Überlegung 6:

Ich habe in meiner „Youtube-Urzeit“ mal das Video „Leben 5.0“ aufgenommen, zudem mich Bekannte gefragt haben, was ich davon ernst meine.  Auch damals war meine Antwort: Das ist der Unterschied zwischen Denkanstoß und blind einem Führers (oder seinen Medien) folgen. Denke selbst.
Wie alle Social Media Benutzer mit gutem Gewissen, habe auch ich „nichts zu verbergen“. Allerdings ist einer der Filme, der es in meine ewige „Top 100“ geschafft hat, „Das Netz“ mit Sandra Bullock, was seit 1995 erstaunlich aktuell geblieben ist. Mir ist also schon klar, das „Gerd“ mir zum Schutz des S²-Lebens alles Mögliche auf meinen Rechner spielen kann und in meinem Namen im Internet alles Möglich tun kann. So ist das Leben in einer Demokratie in Chemnitz im Jahr 2021 halt. Das ist wie alles „alternativlos“ und unser „Freie Presse“ wird objektiv darüber berichten ;-).
Herald und Maude“ und „Hair“ konnte ich hier in den Chemnitzer Theatern mit dem „Jahrestheaterticket“, einem Abrissblock für freigebliebene Plätze für 3,50 DDR-Mark (ca. 90  Cent heute), sehen. Das ging auch für Schüler, Jugendliche, Azubis oder Studenten problemlos ohne wohlhabende Eltern.
Zum Glück ist beides als Film auch ganz gut, als Ersatz für heutige Jugendliche, deren alleinerziehende Mutter als Medizinische Fachangestellte/Krankenschwester oder  Pflegekraft in einer der Chemnitzer Kliniken arbeitet. Für Harz IV – Empfänger (und andere Nichtarbeitende) gibt es notfalls das „Teilhabepaket“ um irgendwann nach Corona den „Ring des Nibelungen“ im Chemnitzer Opernhaus zu sehen. Für die alleinerziehende medizinische Fachkraft auf Chemnitzer Corona Stationen bleibt das ein unerfüllbarer Traum. Dort tummeln sich dann in den Pausen S² und unserer Führer der CS³ und der Unternehmen in städtischem Besitz, sowie deren Sprösslinge und vielleicht auch Du „Gerd“.
Die Medizinischen Fachangestellten der Corona-Stadtionen in Chemnitz müssen zukünftig stattdessen lhre Ausbildungsschulden abbezahlen, verursacht auch durch die neuen Parkgebühren in der Innenstadt, wo sich ihre Ausbildungsstätte befindet, nachdem sie vorher ihre Kinder in Schule und Kindergartenbringen mussten (S², die CS³, unser Stadträte und auch die ?Freie? Presse kennen diesen „Insider“ als konkretes Beispiel). Es ist ihnen egal! Diese MFAs und Pflegekräfte sind ihnen egal, außer es lassen sich PR-Pluspunkte für das eigene Image durch eine öffentlichkeitswirksame, von der ?Freien?Presse auf der Startseite unterstützte , „Danksagung“ für das eigene Imgae sammeln. Dann darf eine zufällig ausgewählte MFA (oder eine, die sich in drei Jahren bei #MeeTo dazu äußert) die Hand von „S² dem Großen“ schütteln.

Nein, 80 ist kein festes Alter. Aber der Baum (oder für was auch immer dieser noch stehen könnet) braucht Unterstützung. Wer das nicht versteht und sich das in einem Chemnitzer Theater nicht leisten kann, sollte sich den „Herald und Maude“ Film ansehen.
Also nochmals: „Ja, ich habe Angst, weil ich S², der CS³ und unseren Politikern alles zutraue. Aber ich habe schon viel Schönes erlebt, was es heute, auch dank S² & Co. nicht mehr gibt. Also nehme ich mir doch lieber Maude als Vorbild.“

Also „Gerd“, berichte es ruhig an S², denn persönlich werde ich es nicht in die Höhe schaffen, in der S² schwebt und seine Gesprächspartner empfängt und ob sich Gespräche mit Menschen ohne Gewissen lohnen, ist auch schwierig einzuschätzen. Also „Gerd“, Du kennst ihn besser.

@ meine Besucher von gestern: Ihr habt Euren Job gut gemacht und ihr müsst tun, was Euch die Führer befehlen. Aber ohne Euch funktioniert ein Staat nicht, egal mit welchen Führern. Ihr seid also wirklich wichtig und danke, dass ihr die manchmal blöden Jobs auch machen müsst und das tut. Also Danke dafür. (Nur für den Fall, das „Gerd“ Euch das nicht selbst sagen kann 😉

@S² + CS³-Amstleiter/Bürgermeister + GFs der städtischen Unternehmen (speziell bei CVAG und CWE): Wenn man nicht miteinander redet, redet man übereinander. Noch mehr Angebote, als in der Vergangenheit produziert ohne Erfolg zuviel Umweltbelastung und passt auch nicht mehr ins Regal. Deshalb habe ich begonnen über Euch zu schreiben und zu reden, auch wenn ich weiß, dass Ihr alles versucht, mich zum Schweigen zu bringen. Alles? Ja, wirklich ALLES. Auch wenn „Gerd“ mithört oder mir in Eurem Auftrag etwas „unterschieben“ muss, geht es weiter. Zumindest bis ihr das erfolgreich geschafft habt. Seid glücklich damit ;-).  Trotzdem: Das Angebot zum persönlichen Gespräch im Wissengarten besteht für Euch immer (was Ihr ja seit Jahren wisst und ignoriert ;-). Vielleicht wird doch noch jemand von Euch vom Gewissen getroffen. Deshalb diese Erinnerung. Viel Erfolg bei Euren weiteren PR-Auftritten und PR-Nachrichten. (PR = Public Relation = Selbstmarketing = darstellen, was man nicht ist)
Ist der Chemnitzer GAL (Gesundheitsamtsleiter) übrigens inzwischen aus Kuba zurück und sorgt mit dafür, dass meine Mutter ihre Impfung immer noch nicht hat?

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Dieser Beitrag ist meine persönliche Meinung (ein wenig mit Satire und Sarkasmus aufgehübscht), mit entsprechenden Argumenten und Schlussfolgerungen. Bilden Sie sich Ihre eigenen Meinung. Eigenes (Mit)Denken sollte bei jedem Thema und Informationskanal die wichtigste Grundlage sein.  Der Beitrag „Desinformation (Fake News) aufdecken und einordnen“ (aus dem Wissensmanagement MOOC) vermittelt dazu sehr nützliches Wissen.

Bienen, Imkerei, Blühflächen und Umweltschutz

Wissen zu Bienen, Imkerei, Blühflächen und Umweltschutz – Live-Sessions des Chemnitzer Bienen und Imkerei MOOC (biMOOC)

Der Chemnitzer „Bienen und Imkerei MOOC“ (biMOOC), eine kostenfreie Online Weiterbildung zu Bienen (Honigbienen und Wildbienen), Imkerei, Blühflächen und Umwelt- und Naturschutzthemen hat (Stand 18.3.2021) mehr als 1.100 angemeldete Teilnehmer aus 18 Ländern (obwohl er in Deutsch stattfindet). Dieses von Dirk Liesch ehrenamtlich aufgebaute Bildungsprojekt mit freien Lerninhalten (OER) bietet auch zahlreiche kostenfreie sogenannte „Live Session“ an, in denen unterschiedliche Experten der jeweiligen Themenbereiche Vorträge halten und dann für Fragen und Ratschläge zur Verfügung stehen. Daran kann auch jede interessierte Chemnitzerin teilnehmen, wenn sie sich im kostenfreien biMOOC anmeldet (oder Imkerin im Imkerverein Chemnitz 1874 e.V. ist). Dort gibt es jeweils die Einwahldaten für diese Live-Sessions.

Hier folgt die Liste der Themen und Zeiten der biMOOC Live-Sessions bis zum 23.April 2021:

Dienstag, 23. März, 19:00 Uhr
„Wie ich imkere und warum ich es so tue“
 mit Dr. Michael Hardt, Vorsitzender des Landesverbandes Sächsischer Imker e.V., Mitglied im Präsidiums des Deutschen Imkerbundes (Themenschwerpunkte: Bienengesundheit, Jugendarbeit).
In dieser Live Session stellt Michael Hardt als langjähriger Imker vor, wie er selbst imkert und erklärt, warum er es so tut und beantwortet Eure Fragen. Gerade als Jungimker und Anfänger ist eine der entscheidenden Fragen, wie möchte man imkern (Betriebsweise). Erfahrenen Imkern „über die Schulter“ zu sehen und an deren Erfahrungsweg und Überlegungen teilzuhaben, ist eine Entscheidungshilfe, den eigenen Weg zu finden, oder zu verbessern auch wenn man nicht alles 1:1 nachmacht oder seinen eigenen Weg geht.

Dienstag, 30. März, 17:00 Uhr
„Die Bienenentwicklung unter der Lupe: Videos und Verhaltensanalysen aus dem Bienenvolk “ 
mit Dr. Paul Siefert, Institut für Bienenkunde, Polytechnische Gesellschaft Goethe-Universität Frankfurt am Main, Fachbereich Biowissenschaften
Dr. Paul Siefert hat in den letzten Jahren eine Videobeobachtungsmethode entwickelt, um damit das Verhalten von Arbeiterinnen und Brut zu erforschen. Seine hochauflösenden Videos der Bienenentwicklung in der Zelle sollte jeder gesehen haben, der sich mich Bienen befasst – Varroa und Wachsmotten tragen ihren Teil zu einem wahren „Bienenthriller“ bei. Ein toller Vortrag erwartet Euch zur Verhaltensanalyse im Bienenvolk, mit beeindruckenden Videos aus dem Volk und interessanten und nützlichen aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Ein Thema sowohl für Anfängerinnen als auch für langjährige Imker.

Donnerstag, 8. April 2021, 18:00 Uhr
„Mauerbienen-Aktion: Ein Wildbienen-Projekt zum Lernen und Nachmachen“ 
mit Dirk Liesch, Initiator des Bienen und Imkerei MOOC (biMOOC), stellv. Vorsitzender Imkerverein Chemnitz 1874 e.V., Initiator der „Mauerbienen-Mitmach-Aktion
Dies ist ein konkretes Praxisbeispiel eines Mauerbienen-Mitmach-Projektes in Chemnitz, was sich nicht nur für Euch als Wildbienen-Interessierte selbst eignet, sondern Menschen aus Eurer Region mitnimmt. Es eignet sich sehr gut als praktisches Bildungsprojekt für Kinder und Jugendliche zum Thema Wildbienen- und Insektenschutz, auch als Angebot durch Imkervereine.

Donnerstag, 15. April 2021, 18:00 Uhr
„Frühjahrsentwicklung der geschiedeten Völker, Arbeiten am Bienenvolk und Antworten auf Fragen“ 
mit Rolf Schülbe, Landesverband Sächsischer Buckfastimker, 50 Jahre persönliche Imkererfahrung
Auf vielfachen Wunsch ist dies ein Folgevortrag auf „Benutzung des Wärmeschiedes im angepassten Brutraum“ (Link zur Youtube Aufzeichnung). Ihr habt auch hier noch einmal die Möglichkeit ihn persönlich auszufragen, wie er imkert und warum er es so macht. Der Vorgängervortrag war bisher der von erfahrenen Imkern meistgesehene und auch meistkommentierte Vortrag. Deshalb haben wir Rolf noch einmal dazu gewonnen.


Montag, 19. April, 19:00 Uhr
„Droplegverfahren – ein Beitrag zur Risikominderung“
mit Anke Hoppe, Sächsisches Landesamt für Umwelt Landwirtschaft und Geologie (LfULG)

„Spritzen“ in der Landwirtschaft und im Obstanbau führt regelmäßig zu Spannungen zwischen Naturschützern, Imkerinnen und Landwirten. Die „Dropleg“-Technik wird als eine Lösung gesehen, die beiden Seiten besser gerecht wird.

Kann das Verfahren einen Beitrag zur Risikominderung bei der Durchführung von Pflanzenschutzmaßnahmen leisten? Ist es praxistauglich und bekämpft es ertragsrelevante Krankheiten genauso effektiv wie konventionelle Verfahren?
Im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsvorhabens sowie einem Strategieversuch wurde das Dropleg-Verfahren hauptsächlich im Winterraps geprüft. Auch zur Abdrift im Winterweizen wurde die Technik getestet.


Freitag, 23. April, 19:00 Uhr
„Projekte und Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche“ 
mit Sven Hoffmann, Imkerverein Cottbus e.V., Jugendobmann
Aus den Erfahrungen in der der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen des Imkerverein Cottbus berichten wir über Projekte, die bisher an unserem zentralen Lehrbienenstand im städtischen Schulgarten stattfinden und über den Aufbau und Betrieb einer Schulimkerei. Neben Anregungen zur Planung und zur Durchführung dieser Bildungsangebote sollen auch Hinweise zu gut nutzbaren Informationsmaterialien und für die Verknüpfung mit relevanten, schulischen Themen gegeben werden. Wir wollen Mut machen, Honigbienen und ihre wilden Schwestern als Sympathieträger in der Umweltbildung zu nutzen und damit auch auf andere Umweltthemen aufmerksam zu machen. Wenn Bildungsthemen für Kinder und Jugendliche für Euch ein Thema sind, solltet Ihr diese Live-Session nicht verpassen.

Es sind noch weitere Themen und Referenten angefragt, teilweise schon mit Zusagen, aber noch ohne festgelegten Termin (evtl. auch noch im Zeitraum) bis 23.4.2021. Außerdem gibt es noch bis zum Ende des biMOOC 2021, am 8.8.2021, noch aller 14 Tage jeweils mindestens eine Live-Session.

Wenn Euch Themen aus dieser Liste interessieren, holt Euch die Zugangsdaten aus dem biMOOC, oder vom Imkerverein Chemnitz 1874 e.V.  und seid kostenfrei und live dabei.

Corona: Wahrheiten und Diffamierung

Politische Diffamierung in Wahrheiten verpackt

Der Artikel „Brasilien ist eine Gefahr für die Weltgesundheit“ (Spiegel Online, 15.3.2021) ist ein sehr anschauliches Beispiel für „Desinformationen“ die teilweise weitaus gefährlicher und schlimmer als „Fake News“ sind: Hier werden Wahrheiten, die weltweit gelten, zur politischen Diffamierung anderer Länder genutzt und dabei zusätzlich noch vom eigenen Versagen abgelenkt.

Der Artikel kurz zusammengefasst: „Brasilien unter Bolsonaro ist daran schuld, wenn es Corona-Mutanten gibt, die gegen Impfungen resistent sind.“ Das wird an einem möglichst emotionalen Beispiel erläutert.

Wir kennen diese Fremdzuweisung von Schuld auch aus dem Beginn der Corona-Krise: „China ist Schuld, weil es zu spät und falsch auf das Corona-Virus reagiert hat.

Die Wahrheiten, die auch in der Brasilien-Diffamierung angesprochen werden, gehen allerdings dabei unter.

Was sind die einfachen Wahrheiten, deren Anwendung unter anderem dazu geführt haben, dass Asien die Corona-Pandemie ganz gut gemeistert hat:

  • Wo es sehr viele Individuen gleicher Art gibt, steigt das Risiko, dass Viren und andere Krankheiten sich diese Art als neuen „Wirt“ suchen. (Wenn zu viele Fische in einem Aquarium sind, werden sie über kurz oder lang an einer Seuche/Krankheit sterben.) „Überbevölkerung“ ist also ein wichtiger Auslöser für eine neue Seuche.
  • Dort wo der Kontakt mit der Natur am nächsten ist, es also viele potentielle Kontakte zu Tieren gibt, von denen Krankheiten auf den Menschen übergehen können, wird dies eher erfolgen, als dort, wo sich der Mensch von der Natur gelöst hat und in „sterilen Städten“ lebt. „Naturnähere Lebensweise“ verbunden mit großen Menschenmengen (Überbevölkerung) erhöht deshalb die Chance, dass an dieser Schnittstelle eine neue Krankheit/Seuche, wie Corona beginnt. Insofern ist es nicht verwunderlich, wenn neue „Pandemie-Kandidaten“ derzeit in Asien, Afrika oder Südamerika entstehen.
  • Viren mutieren, immer und überall. Diese Mutationen sind Zufall. Ist allerdings eine Mutation zufällig überlebensfähiger, als andere, verbreitet sich diese. Der „Übergang nur von Tier zum Mensch“ ist für ein Virus eine Sackgasse (bezogen auf den Menschen als Wirt). Eine Mutation, die es von Mensch zu Mensch schafft, ist einen natürlichen Evolutionsschritt weiter. Je besser sich neue Mutationen auf den Menschen anpassen, desto weiter ist ihre natürliche Evolution fortgeschritten, in Bezug auf den Mensch als neuen Wirt, den es weltweit im Überfluss = „Überbevölkerung“ gibt. Es handelt sich also um eine ganz natürliche evolutionäre Entwicklung.
  • Je mehr Infizierte es gibt, desto mehr Mutationen können ganz natürlich entstehen. Werden in einem Land z.B. nur 2.500 Menschen infiziert (wie in Vietnam, Stand: 17.3.2021), ist die Chance auf eine gefährliche Mutation ca. 1000fach (Tausendfach) geringer, als in einem Land, in dem 2.6 Millionen Menschen infiziert wurden (wie in Deutschland, Stand: 17.3.2021, Quelle jeweis COVID-19 Dashboard Johns Hopkins University).  Die Chance, dass in Deutschland die erste impfresistente Corona-Mutation (oder auch eine mit viel höherer Todes- oder Ansteckungsrate) entsteht, ist also in Deutschland ca. 1000 Mal höher, als in Vietnam. (Vietnam könnte also zu Recht sehr sauer auf Deutschland und seine verantwortungslosen Politiker sein!)

USA, Brasilien, Indien, Russland, Großbritanien, Frankreich, Italien  haben selbstverständlich aufgrund ihrer Infektionszahlen eine noch größere Chance, eine neue gefährliche Mutation zu schaffen, als Deutschland, wobei aufgrund der absoluten Infektionszahlen daraus noch nicht abzulesen ist, wie hoch „die Schuld“ der jeweiligen Regierung ist. Sondern dazu ist relevant, wieviele Personen, z.B. auf 1 Mio. Einwohner, infiziert wurden und welche wirtschaftlichen Möglichkeiten das jeweilige Land hat, dies zu verhindern. Es ist also überhaupt nicht verwunderlich, dass gefährliche Mutationen in Großbritanien und Brasilien entstanden sind. Die USA und Indien sind für die Zukunft genauso wahrscheinlich. Es ist also „Diffamierung“ und „Desinformation“ mit dem Beitrag „Brasilien ist eine Gefahr für die Weltgesundheit“ Hetze gegen Brasilien zu betreiben, während die USA, Großbritanien, Frankreich und auch Deutschland „verschont“ bleiben.

Auch in Deutschland gab es genug Experten, die Monate vor der ersten, vor der zweiten und jetzt vor der dritten Welle gewarnt haben und die ignoriert wurden, obwohl es gute bekannte Lösungen gab (siehe: „Corona – Vietnam als Maßstab für Deutschland„). Im Spiegel-Artikel wird nun angeprangert, dass Bolsonaro nicht auf einen Biologen im Amazonas gehört hat und dass dieser in der Bevölkerung nun angefeindet wird. Diese Beispiele finden sich auch in Deutschland.  Deshalb meine Fragen:

  • Warum gegen andere Länder hetzen und mit dem Finger auf sie zeigen, wenn es bei uns in Deutschland nicht besser ist?
  • Was haben deutsche Politiker dafür getan, dass sich möglichst wenige Menschen infizieren, um damit die Chance auf gefährliche Mutationen aus Deutschland zu reduzieren? Spielt Deutschland nicht auch mit dem Leben der Weltgemeinschaft, weil es diese Mutationen über die großen Infektionszahlen in Deutschland herausfordert?
  • Hat Deutschland nicht eine ganz andere ökonomische Stärke, um zumindest so gut zu sein wie Vietnam? Ist das bei Brasilien nicht etwas anders? Haben wir es nicht eigentlich noch viel mehr „verkackt“ als Brasilien? Sind also unsere Politiker bei Corona nicht mindestens genauso schlimm, wie Bolsonaro?
  • Hätte China nicht das gute Recht (und sogar recht damit), die ganze westliche Welt anzuprangern, dass über die unterlassenen bekannten und wirksamen Lösungsmaßnahmen diese gefährlichen Mutationen überhaupt entstehen konnten? Macht China das in dem Maß, wie „der Westen“ gegen China zu Anfang der Pandemie gehetzt hat?

Übrigens ist es auch eine Wahrheit, dass „teilimmunisierte“ Gesellschaften mit geringer Impfquote bei gleichzeitig hohen Infektionszahlen die optimalen Voraussetzungen schaffen, dass das Virus so mutieren kann, dass die aktuellen Impfungen ihm nichts mehr anhaben können. Die Deutsche Politik (Öffnungen mit hoher Infektionszahl bei gleichzeitig überschaubarem Anteil geimpfter Personen) ist also ein sehr guter Nährboden die Mutation in Deutschlan zu schaffen, die gegen die Impfungen immun ist. „Wir schaffen das.“

Deshalb finde ich den Spiegel-Artikel so gut: Er zeigt wie „Diffamierung und Desinformation“ genutzt werden, um mit dem Finger auf Andere zu zeigen und von den eigenen Fehlern in Deutschland abzulenken.

Hier geht es zur Übersicht zum „Corona Chaos in Chemnitz“.

Aber jeder sollte sich eine eigenen Meinung bilden, deshalb:

Die meisten kritischen Beiträge hier im Blog sind persönliche Meinungen, mit entsprechenden Argumenten und Schlussfolgerungen. Bilden Sie sich Ihre eigenen Meinung. Eigenes (Mit)Denken sollte bei jedem Thema und Informationskanal die wichtigste Grundlage sein.  Der Beitrag „Desinformation (Fake News) aufdecken und einordnen“ (aus dem Wissensmanagement MOOC) vermittelt dazu sehr nützliches Wissen.

 

Winterlinge „abgemäht“

Winterlinge 2021 im Park der Opfer des Faschismus „abgemäht“

Im Projektvorschlag „Winterling-Aktion für Kulturhauptstadt 2025“ wurde schon erwähnt, dass der „Park der Opfer des Faschismus“ (Park der OdF) die einzige Fläche der „Winterling Mitmach-Aktion“ war, die „offiziell“ vom Chef des Grünflächenamts, Peter Börner, vorgeschlagen wurde. Deshalb wurden dort zwischen 1000-2000 Winterling Knollen aus den Spenden der Chemnitzerinnen in 2020 gesteckt und Winterling Samen ausgesät.

Wie im C2025 Projektvorschlag angekündigt, war ich am 2.März 2021 dort, um das Ergebnis anzusehen. Zu erwarten war, dass auf den Pflanzflächen einzelne Winterlinge (jetzt im ersten Jahr noch schwach) blühen, oder auch nur die typischen Blätter zeigen, weil sie noch zu schwach zum blühen sind. Das Ergebnis war jedoch, dass ca. 90-95% der Winterlinge „abgemäht“ oder „abgeharkt“ wurden. Abgeschnittene/abgerissenen Blüten und Blätter, wie auf den folgenden Bildern, waren an vielen Stellen des „sauberen“ Rasens noch zu sehen:

Abgeschnittene oder abgerissene Winterlingblüten und Blätter im Park der OdF

Mit Klick auf die Bilder ist eine größere Ansicht möglich.

Nur an ganz wenigen Stellen und ganz niedrig (direkt über dem Boden) gab es an vereinzelten Stellen noch blühende Winterlinge. Entweder dies waren besondere „Schwächlinge“, die es nicht bis auf „Mähhöhe“ gebracht haben, oder die beim „Abharken“  verschont blieben, weil sie so klein waren. Das folgende Bild zeigt eine der „überlebenden Ausnahmen“, die klein waren und an geschützterer Stelle standen:

„überlebende“ Winterlinge im Chemnitzer „Park der OdF“

Die Vernichtung der Winterling-Anpflanzung ist wahrscheinlich ganz gut gelungen, da diese im ersten Jahr sowiso noch schwach sind und deshalb dieses „Abmähen“ wahrscheinlich nicht überleben. Der überwiegende Teil dieser hier verpflanzten Spenden ist also verloren, ausgerechnet auf der einzigen Fläche, die vom Grünflächenamt dafür konkret benannt wurde! Die Aussat ist sicherlich noch nicht geschädigt, aber davon blühen die ersten Winterlinge frühestens in zwei Jahren und auch nur, wenn das Abmähen oder Abharken zwischen Ende Dezember und Ende Mai- Mitte Juni (je nach Wetter) auf diesen Flächen zukünftig unterbleibt.

Diese Zerstörung der Pflanzung kostet natürlich extrem Vertrauen, da sich nach allen negativen Vorerfahrungen mit der Chemnitzer Stadtverwaltung in den letzten Jahren und insbesondere auch mit dem Grünflächenamt die Frage stellt: War das Absicht?

Andere Pflanzflächen, die im Rahmen der „Guerilla Aktion“ an anderen Stellen der Stadt gepflanzt wurden und die mir bekannt waren, wurden nicht betroffen, sondern ausgerechnet das einzige Gebiet, welches mit dem Grünflächenamt abgestimmt war.

Bis zu einer Klärung und eindeutigen Stellungnahme des Grünflächenamts zur Entwicklung der Winterling-Flächen im Park der OdF, entsprechend des Kulturhauptstadt-Vorschlags (und des darin enthaltenen Lageplans), sollten dort keine gespendeten Knollen und Samen aus den kommenden Winterling-Aktionen mehr ausgebracht werden.  Aus schmerzlicher Erfahrung scheint es in Chemnitz doch besser zu sein, selbst Flächen zu wählen und die Winterling-Aktion als „Guerilla -Aktion“ oder in Abstimmung mit Wohnungsgenossenschaften (die vielleicht verlässlicher sind) fortzusetzen.

Wie bereits im Projektvorschlag „Winterling-Aktion für Kulturhauptstadt 2025“ beschrieben, war es auch bis heute (14.3.2021) unmöglich, ein persönliches Gespräch oder einen persönllichen Kontakt mit Peter Börner zu erhalten. Ich bin inzwischen der Überzeugung, dass ers sich „für etwas Besseres“ hält und deshalb auch weiterhin nur indirekt über Dritte kommuniziert. So wirkt er wie ein typisches Ergebnis der BLS (Barbara Ludwig Stadtverwaltung), also der Chemnitzer Stadtverwaltung die seit 14 Jahren kontinuierlich ein Eigenleben in einer geschützten „Filterblase“ entwickelt und sich immer weiter von „störenden Bürgern“ entfernt und die Zeit dafür nutzt, sich immer weiter darin zu perfektionieren, ehrenamtlichen Initiativen „Stöcke zwischen die Beine zu werfen“, statt diese mit ihrer Kompetenz zu unterstützen. Leider ist bisher meiner Meinung nach eine nahtlose Fortführung dieser Fehlentwicklung unter Sven Schulze zu erkennen, so dass wir bald von der CS³ (Chemnitzer „Sven Schulze Stadtverwaltung“) sprechen können.

Nur wenn wir (Chemnitzerinnen) dagegen gemeinsam aktiv werden, können wir die CS³ evtl. etwas verbessern.

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Corona – Vietnam als Maßstab für Deutschland

„Denk ich an Deutschland in der Nacht …

… Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
Ich kann nicht mehr die Augen schließen,
Und meine heißen Tränen fließen.

Heinrich Heine hat seine „Nachtgedanken“ in einer vorrevolutionären Situation in Europa geschrieben. Ich hoffe, es ist nicht bald wieder so weit, sondern es sind nur Zeilen , die auf das Versagen in der Corona-Krise  auf allen Ebenen von der EU über Deutschland und Sachsen bis hin zur Kommunalpolitik in Chemnitz passen.

Um das Ausmaß des Versagens zu begreifen, eignet sich wohl kein Land besser zum Vergleich als Vietnam, zudem wir hier in Chemnitz schon seit lange vor der Wende mit vielen Vietnamesen zusammen leben.

Vietnam grenzt an China, dem Corona – Ausbruchsland. Vietnam hat ca. 95 Millionen Einwohner, ca. 10 Mio. mehr als Deutschland. Es ist also ca. genauso groß. Vietnam hatte ungefähr die gleiche Ausgangssituation wie Deutschland zu Beginn des Pandemie-Ausbruchs (eigentlich eine schlechtere Position, aber das soll mal vernachlässigt werden). Wie stellt sich der Unterschied nach 13 Monaten „Corona-Pandemie“ da:

  • jedem einzelnen Corona-Toten in Vietnam stehen mehr als 2.000 Corona-Tote in Deutschland gegenüber. Das Verhälnis ist also 1:2000 (Stand 12.3.2021, lt. COVID-19 Dashboard der Johns Hopkins University: 35 Todesfälle in Vietnam, 73.150 Todesfälle in Deutschland)
  • Das öffentliche Leben in Vietnam läuft weitgehend normal während Deutschland nach 13 Monaten immer noch im Lockdown und ohne Veranstaltungen verharrt, mit katastrophalen wirtschaftlichen und sozialen Folgen, sowie einer Neuverschuldung, deren Folgen noch nicht absehbar sind.

Diese beiden Punkte fassen das Ergebnis des Versagen der Politik in Chemnitz, Sachsen, Deutschland und Europa sehr zutreffend zusammen.  Daran gibt es nichts schönzureden.

Auch war der erfolgreiche Weg sehr zeitig bekannt, wie der Artikel „Auslöschen statt abflachen“ (7. August 2020, zeit online) zeigt.

Selbst bei den Impfungen, bei denen man sich fragt, warum Vietnam diese bei der Infektionslage überhaupt braucht, spielten Wirksamkeit und Rettung (oder hier eher „Schutz“) von Menschenleben in Vietnam die entscheidende Rolle, siehe hier:

„Vietnam hatte sich bereits im vergangenen Jahr für bis zu 150 Millionen Dosen von Sputnik V registriert. „ („Großes internationales Interesse an Russlands Sputnik V„, Berliner Zeitung, 9.2.2021) Bei 95 Millionen Menschen und zwei nötigen Impfungen reicht dies für eine Durchimpfung von 80% der Bevölkerung und damit sicher für die berühmte „Herdenimmunität“.

Während wir selbst heute noch lieber auf einen minderwertigeren „Johnson & Johnson“ Impfstoff warten (hat deutlich schlechtere Wirksamkeit als „Sputnik V“ und sogar schlechtere als der Astra-Zeneca Impfstoff) und lieber weitere Menschen sterben lassen, statt „Sputnik V“ zu bestellen, hat Vietnam sich ausreichend Impfstoff für die eigenen Bevölkerung schon 2020 gesichert!

Hier in Chemnitz ist bis heute (12.3.2021) unser Oberbürgermeister Sven Schulze zu feige, die Beschaffung von „Sputnik V“ durch Deutschland zu fordern. Stattdessen stellt er sich schon wieder an die „fordernde“ Front zur schnellstmöglichen, maximalen Öffnung gleich zu Beginn der dritten Corona-Welle. Es interessiert ihn nicht im geringsten, dass z.B. 79jährige mit Vorerkrankungen noch keine Chance auf einen Impftermin in Chemnitz bekommen, wie auch seine Nichtreaktion auf die bisherigen Beiträge unter „Corona Chaos in Chemnitz: Die Übersicht“ zeigt (über die er nachweislich informiert war).

Zur Erinnerung für alle „Wessis“: Vietnam ist das Land, was durch die Kriegsverbrechen der Amerikaner so zerstört wurde, dass noch heute Tausende unter den körperlichen Spätfolgen leiden. Meiner Meinung nach waren es eindeutige, teilweise unvergleichliche  Kriegsverbrechen, die in Vietnam durch die USA begangen wurden und für die es keine Entschädigung gab, bis heute nicht. Die ökonomische Ausgangslage für Vietnam war also deutlich schlechter als in Deutschland.

Vietnam hat es ohne einen solch harten Lockdown wie in Wuhan (China) geschafft. Es war also ein weit weniger einschneidendes Vorgehen, was ebenfalls funktioniert.  Das vietnamesische Vorgehen wäre so auch in Deutschland und Europa möglich gewesen (für die Chinesische Version wären wir weder technisch noch logistisch in der Lage gewesen, vom Bildungsstand der Menschen mal ganz abgesehen).

Die vietnamesische Lösung ist meiner Meinung nach der Beweis, dass in Deutschland völlig unnötigerweise mehr als 73.000 Menschenleben vermeidbar und damit sinnlos geopfert wurden.

Das Versagen zog sich durch, von der Bundesregierung über den sächsischen Landtag bist zu unserer Stadtpolitik, allen voran unserem Oberbürgermeister Sven Schulze, der nicht müde wurde zu betonen, wie wichtig „Augenmaß“ (also keine Bestrafung der Menschen, die sich nicht an Corona-Auflagen hielten) ist und dass so schnell wie möglich wieder maximal geöffnet werden müsste, während weder Kontaktnachverfolgung, noch Impfungen noch Schnelltests funktionierten, während im Gesundheitsamt ungeordnetes kopfloses Chaos herrschte (wie in einigen Themen hier dokumentiert), während bis heute (14.3.2021) 79jährige mit Vorerkrankungen vergeblich um eine Impfung kämpen müssen.

Sven Schulze hat das natürlich im politischen „Marketing-Stil“ formuliert und nicht so direkt wie hier. Wobei wir bei einem Teil des „Barbara Ludwig“ -Problems sind, dem „Eigen-Marketing“ und dem „Eigen -PR“ also der Chemnitzer Version des „Personenkults“. Immer dort, wo es etwas „positives Image“ zu erhaschen gilt, steht Sven Schulze für Statements und Aussagen bereit (wie die Öffnungen und das Augenmaß in seiner Corona-Politik), nach dem Motto „ICH gebe Euch Eure Freiheit“ zurück.  Überall wo es zum nachhaltigen Nutzen für Chemnitz schwieriger wird und wo unbeliebte Entscheidungen, unschöne Wahrheiten und Maßnahmen notwendig sind, ist von Sven Schulze genauso wenig zu bemerken, wie 14 Jahre von Barbara Ludwig zuvor. Dieses zutiefst opportunistische Verhalten, was nur das „Selbstmarketing“ und das eigene „positive Image“ im Fokus hat, wird positive Veränderungen für Chemnitz seitens der Stadtpolitik weiterhin verhindern, wenn es nicht „von unten“ initiiert und eingefordert wird. Für Opportunisten, wie Sven Schulze muss es zu „unbequem“ werden, nur Selbstmarketing und Personenkult zu betreiben. Dafür kann nach 14 Jahren Barabara Ludwig und ihren negativen Folgen in der Chemnitzer Stadtverwaltung und Stadtpolitik nur jede einzelne Chemnitzerin selbst sorgen. Machen wir diesen Opportunismus unbequem. Zumindest ist dies meine Einstellung nachdem nun (nach der OB-Wahl) weiter 7 Jahre Fehlentwicklung in Chemnitz drohen, wie bereits die ersten Monate von Sven Schulze zeigen.

Entschädigung der sinnlosen Corona-Opfer aufgrund des Politikversagens

„George Floyds Familie“ erhält in den USA wegen des Fehlverhaltens eines Polizisten mit Todesfolge ein Schmerzensgeld von 27 Mio. US$ (ca. 22,6 Mio. €). (Quelle: Zeit online, 12.3.2021). Die 73.000 Corona-Toten sind ebenfalls durch unglaubliches Fehlverhalten der deutschen, sächsischen und Chemnitzer Politik entstanden. Sie waren einfach (und mit viel weniger Belastungen für die Wirtschaft und das öffentliche Leben) vermeidbar und sind sinnlos durch Fehlverhalten der Politik geopfert worden, wie der Vietnam-Vergleich sehr deutlich zeigt und meiner Meinung nach beweist.

Deshalb sollten auch Deutschland, die Bundesländer und die Kommunen zu jeweils gleichen Teilen für die durch sie verschuldeten Todes-Opfer der Corona-Pandemie eine Entschädigung zahlen.

Selbstverständlich können wir uns die ca. 1,65 Billionen € nicht aufbringen, die für eine „George Floyd“-Entschädigung erforderlich wären. Aber mindestens 150.000,-€ Entschädigung pro Opfer sollten es wohl schon sein. Jedes Bundesland und jede Kommune hatte die Chance, die Opferzahlen „in der eigenen Stadt“ durch konsequente Umsetzung der Maßnahmen zu reduzieren. Wenn das nicht der Fall war, wie hier in Chemnitz, ist es nur gerecht, wenn die Entschädigungszahlungen an die Angehörigen der Opfer insgesamt als Summe höher ausfallen und somit das eigenen Versagen entsprechend widerspiegeln.

PS:
Die Lösung sollte nun nicht sein, dass sich Chemnitzer Politiker und Stadtverwaltungsbeamte  „Urlaubsreisen“ aus Steuergeldern nach Vietnam bezahlen lassen und damit  von ihrem Versagen noch profitieren, sondern es lässt sich auch online, oder durch Einladung von Experten aus Vietnam oder auch nur aus dem bereits bekannten Wissen ausreichend lernen, so der Wille vorhanden ist.

Die meisten kritischen Beiträge hier im Blog sind persönliche Meinungen, mit entsprechenden Argumenten und Schlussfolgerungen. Bilden Sie sich Ihre eigenen Meinung. Eigenes (Mit)Denken sollte bei jedem Thema und Informationskanal die wichtigste Grundlage sein.  Der Beitrag „Desinformation (Fake News) aufdecken und einordnen“ (aus dem Wissensmanagement MOOC) vermittelt dazu sehr nützliches Wissen.

C2025 Apfelbaumprojekt – Kritik

„Apfelbaumparade – das europäische Apfelbaumprojekt“


… ist eine tolle erste Idee, aber so wie sie am 13.11.2020 im Chemnitzer Amtsblatt als „Flagship“-Projekt (Leuchtturmprojekt) präsentiert wurde, ist es noch nicht einmal „halbgewalkt“:

Chemnitzer Amtsblatt, 13.11. 2020, Seite 1

„Ziel dieses Projekts ist es, 4.000 Apfelbäume in Chemnitz und der Region zu pflanzen, die zu neuen Treffpunkten in der Nachbarschaft werden. Gesucht werden dafür Paten vor Ort oder aus ganz Europa, die sich dort einbringen, indem sie kleine Events unterm Apfelbaum organisieren oder zum Austausch einladen.“ (Zitat, Chemnitzer Amtsblatt, 13.11.2020, Seite 1)

Das klingt auf den ersten Eindruck toll, ist es so aber bei weitem noch nicht und bisher war auch kein persönliches Gespräch mit dem C2025 Team dazu möglich (trotz zahlreicher Versuche). Deshalb das „kritische Feedback“ hier:

Gezielte Desinformation

Wie überall in der Chemnitzer Politik wird auch hier mit „Desinformationen“ (siehe „Desinformation (Fake News) aufdecken und einordnen“) gearbeitet. Dazu nur kurz:

  • Die Äpfel des Fotos sind sicherlich mehr als 10x chemisch behandelt(konventioneller Obstbau).  Das Projekt wird jedoch wahrscheinlich „Streuobstbäume“, zumindest „chemisch unbehandeltes“ Wachstum im Sinn haben.  Deshalb ist das Foto bewusst irreführend. Ehrlich wären Äpfel, wie auf dem folgenden Bild, die auch im November so aussehen und für ein ehrliches Bild zur Verfügung gestanden hätten:
natürlicher Apfel im Herbst
  • Der Text (siehe „Zitat“) erzeugt den Eindruck, das Events des Kulturhauptstadtjahres im Schatten dieser gepflanzten Apfelbäume stattfinden sollen, also z.B. im Schatten eines Apfelbaumes wie im folgenden Bild:
im Schatten unter dem Apfelbaum
  • Das wäre wahrscheinlich nicht einmal die Realität in 2075. Das folgende Bild kommt der Realität in 2025 (wenn die Bäume in 2021 gepflanzt werden) wohl deutlich näher und zeigt, dass es unwahrscheinlich ist, dass darunter selbst „kleine Events unter dem Apfelbaum“ stattfinden können.
Apfelbaum unter dem in 2025 „kleine Events“ real stattfinden könnten
  • Fazit: Text und Bild zum „Flagship“-Projekt sind irreführend (Desinformation für „positives Image“)

Positives und Negatives zur Grundidee

Ein Baum-Projekt im Sinne der Apfelbaumparade für C2025 durchzuführen ist toll, auch die Idee zu „Events unter den Baumkronen“ ist Klasse. Das „Mitmachen“ über „Baumpaten“ zu organisieren, ist derzeit etwas in Mode, vielleicht „ok“ aber wahrscheinlich noch optimierbar.

Warum aber ein „Mono-Projekt“ ausschließlich mit 4.000 Apfelbäumen? Das wirkt doch sofort wie „Monokultur“ und wird so ein „Streuapfel“-Projekt und kein „Streuobst“-Projekt. Deshalb sollte es zumindest auf „Steuobst“ erweitert werden, also auch mit Birnen, Quitten, Kirschen, Plaumen, Mirabellen evtl. erweitert um Walnuss und Esskastanien (Maronen) oder auch typischen „Heckenpflanzen“, wie Kornelkirsche und Felsenbirne. Das wäre Vielfalt und kann trotzdem dem gleichen Gesamtkonzept folgen, nur variantenreicher und wirksamer nutzbar für die Bildung.

Im gleichen Zeitraum (beginnend ab 2021) gibt es in Chemnitz, das tolle Projekt INTERLACE, in dem es um die „Renaturierung von Brachflächen“ bzw. darum geht „urbane Ökosysteme effektiv (wieder)herzustellen, um lebenswertere, widerstandsfähigere und integrativere Städte zu schaffen„, was Chemnitz direkt mit der „Umweltbildung“ verbinden möchte. Das ist eigentlich eine optimale „Steilvorlage“, beide Themen „intelligent“ miteinander zu verbinden, aber nicht mit „Apfel – Monokulturen“.

Ob es dann „Events unter Baumkronen“ werden, was auch Linden zur Zeit der Lindenblüte, Eichen oder „unter Hängeweiden“ einschließen würde, oder nur „Events unter Obstbäumen“ ist dann weniger entscheident.

Baumkrone einer Linde (mit unvergleichlichem Duft während der Blüte)

Details zur Gesamt-Idee des „Obstbaum-Projektes“ seitens „lebenswertes Chemnitz“ auch in Verbindung mit INTERLACE führen hier zu weit. Die folgenden Bilder von Kirsche, Pflaume, Birne und Walnuss sollen nur andeuten, warum eine „Apfel-Monokultur“ nicht alles sein sollte:

blühender Kirschbaum
Pflaumenbaum in der Blüte
blühende Birne
Eichhörnchen im Walnuss-Baum

„Zweierlei – Maß“ Kritik

Dieser Kritik-Bereich richtet sich an die Chemnitzer Stadtverwaltung (Ämter), aber auch z.B. den NABU in Chemnitz und betrifft die Ungleichbehandlung von solchen „Flagschiff“-Projekten, die unter „Kulturhauptstadt“-Label segeln und von der Politik „gepusht“ werden, gegenüber sonstigen ehrenamtlichen Initiativen in Chemnitz, an konkreten Beispielen. Die folgenden Bilder von „Fallobst“-Bäumen sollen in das Thema einstimmen. Zuerst ein „Marketing Bild“ zur Fallobst-Idylle:

Apfelbaum mit Fallobst – unbekanntes Gemälde (Quelle pixabay: 1898305)

… und jetzt Bilder zur Realität:

Fallobst unter Apfelbaum
Fallobst näher betrachtet – mit Wespen (Klick auf Bild für Details)
Fallobst auf Wegen (Beispiel: Birne)

Zweierlei-Maß 1: Auf das Projektkonzept für den  Schau- und Lehrbienenstand im Botanischen Garten (Bienen Bildungs – Projekt, BiBi) kamen sowohl von der Stadtverwaltung als auch vom NABU (Chemnitz) Rückmeldungen der Art: Weil Honigbienen auch stechen können und es Allergiker gibt, für die dies lebensgefährlich sein könnte, wäre deshalb mit einem Schau- und Lehrbienenstand der Botanische Garten Chemnitz nicht mehr sinnvoll nutzbar, weil zu große Teile wegen der Stechgefahr abgesperrt werden müssten. Wohlgemerkt, es geht hier um von Imkern auf „Friedferigkeit“ selektierte Honigbienen-Völker. Das „Stechrisiko“ ist minimal und schon 2m vom Flugloch entfernt fast nicht mehr vorhanden. Wespen dagegen sind um ein Vielfaches aggressiver (stechen um ein Vielfaches schneller und häufiger) und Wespenstiche sind für Allergiker genauso gefährlich. Es scheint aber kein Problem zu sein 4.000 „Wespen Hotspots“ (siehe Detailfotos vom Fallobst)  in Chemnitz und Umgebung anzulegen. Dagegen wird aber ein einziger Schau- und Lehrbienenstand mit friedfertigen Honig-Bienen wegen der Stechgefahr als Problem gesehen und versucht, ihn zu verhindern, insbesondere auch vom NABU (Chemnitz).

Zweierlei Maß 2: Bei der „Winterling-Aktion“ kam die Rückmeldung (Grünflächenamt), dass Winterlinge nicht in der Nähe von Spielplätzen gepflanzt/gesäht werden dürfen, weil sie „giftig“ sind. Im konkreten Fall ging es um einen Abstand von mehr als 100 m vom Spielplatz, der nicht ausreichte. Dazu müssten die Kinder die Winterling Blüten, Blätter oder Samen nicht nur pflücken, sondern in größerer Menge verspeisen. Wie hoch ist dagegen das Risiko, dass Kinder sich das Fallobst holen, in dem zahlreiche Wespen sind, und in diese Äpfel beißen und dabei von den Wespen im Hals gestochen werden. Das ist dann nicht nur für Allergiker lebensgefährlich und auch nicht nur für Kinder. Das Risiko liegt also um ein Vielfaches höher, als bei Winterlingen mehr als 100m entfernt von Spielplätzen. Aber es wird zweierlei Maß angesetzt, weil es ein C2025 Projekt ist.

Zweierlei Maß 3: In Chemnitz werden Sportplätze wegen des Haftungsrisikos bei Verletzungen überall durch verschlossene Zäune vor dem freien Zugang durch Chemnitzer geschützt. (entsprechendes Schreiben vom Bürgermeister Ralph Burghart liegt zu einer entsprechenden Anfrage vor). Auf Spielplätzen wird in Chemnitz darauf geachtet, dass sich kein Kind dort irgendwo einen Kratzer oder eine Beule holen kann, weshalb die meisten „Klettergeräte“ von denen ein Fall höher als 1,50m theoretisch möglich wäre, abgeschafft sind und dort auch für den Fall des Falls ein optimaler Schutz durch den Untergrund gegeben sein muss. Das Ergebnis: Es gibt keine „Klettergerüste“ mehr, die diesen Namen noch wirklich verdienen und es gibt fast keine frei zugänglichen  öffentlichen Sportanlagen in Chemnitz mehr.
Damit das Apfelbaum-Projekt Sinn macht, sind mit Sicherheit „Hochstamm“, vielleicht noch „Halbstämme“ geplant. Siehe z.B. Bild mit  dem Fallobst auf dem Weg. Die Fallhöhen von den Bäumen betragen also leicht 3-7m. Das reife Obst lockt Kinder und Jugendliche auf die Bäume. Die schönsten Früchte sind außen, wo die Bruchgefahr der Äste am höchsten ist. Mir selbst sind in meiner Jugend bei solchen Aktionen zahlreiche Äste, auf denen ich stand unter den Füßen weggebrochen und zweimal bin ich auch „richtig“ mehrere Meter „abgestürzt“ (wenn auch nur mit Prellungen und Zerrungen).  Das Risiko, sich bei solchen Aktionen zu verletzen ist deutlich höher, als bei einem 5m Klettergerüst (gab es früher wirklich) auf einem Spielplatz. Wenn die Baumkronen der Apfelbäume dann noch über einen Weg oder andere gefähliche unebene und/oder harte Untergründe ragen, steigt das Risiko für ernsthafte Verletzungen deutlich an  … und inzwischen sind viele Kinder nicht mehr so geübt in solchen Situationen. Mit den „Fallapfel“-Bäumen entsteht also ein viel höheres Risiko für ernsthafte Verletzungen, als durch frei zugängliche Sportplätze und Spielplätze mit Klettermöglichkeiten, die den Namen verdienen. Was nach dem Kulturhauptstadtjahr mit den Fallapfel-Bäumen in Chemnitz passiert, wenn sich das erste Anwalts-Kind den Arm gebrochen hat, weil es vom Baum gefallen ist, kann ich mir gut vorstellen. Jetzt als C2025 Flagship-Projekt, gilt noch zweierlei Maß.

Zweierlei Maß 4: Das Bild „Fallobst auf Wegen“ kann man so ähnlich schon jetzt bei den wenigen existierenden Fallapfel-Bäumen in Chemnitz beobachten. Solch ein matschiger Fallapfel (ist neben der Stechgefahr durch die ansitzenden Wespen) auch sehr gut mit einer „Bananenschale“ vergleichbar. Wie auf dieser sind entsprechende Stürze auf diesen Wegen möglich und werden auftreten. Wennn eine private Grundstücksbesitzerin solche Risiken nicht beseitigt (dazu gehört auch räumen und streuen im Winter), ist sie für die Folgen haftbar. Wie ist das bei den „Falläpfeln“? Wohl genauso. Wie wird die Stadtverwaltung reagieren, wenn sich solche „Apfelschalen“-Unfälle häufen, sobald C2025 vorbei ist? Wie erginge es einem anderen Projektantrag einer ehrenamtlichen Initiative in Chemnitz, die nicht zum politisch gewollten C2025 gehört? Ich weiß es. Die hat keine Chance, von der Chemnitzer-Stadtverwaltung genhmigt zu werden.

Gleiches Maß auf „Lebensrisiko“-Niveau

Mein (im „Barbara Ludwig- Chemnitz“ wohl unerfüllbarer) Wunsch wäre, dass gleiches Maß an Projekte ehrenamtlicher Initiativen gelegt wird, wie an C2025 Projekte. Damit meine ich aber, dass Chemnitz (Politik und Stadtverwaltung) wieder einheitlich mehr zu einem „Lebensrisiko“-Niveau steht: Es soll also wieder freie öffentliche Sportstätten geben, Spielplätze mit Klettermöglichkeiten, die diesen Namen verdienen, Lehrbienenstände und Fall-Obst wo man auch mal gestochen werden kann, Fallobst-Bäume von denen man auch stürzen kann (z.B. wenn ein Ast bricht), das Risiko auf einer Eisfläche einzubrechen oder in einem unbewachten frei zugänglichen Gewässer zu ertrinken usw. Für mich gehört das zur „Freiheit“ dazu, nicht nur ausnahmsweise für C2025 Projekte!

Kritik am „C2025 – Geklüngel“

Nervig ist (schon in der C2025 -Bewerberphase) und bis heute, dass keine „fremden Meinungen“ außerhalb des „C2025 – Geklüngel“ erwünscht scheinen. Das führt letztendlich zu solch unausgegorenen Projekten, wie in diesem „Apfelbaum“ Beispiel. Nicht nur ich bin in den letzten Jahren daran gescheitert, an C2025 Themen mitzuwirken. Dadurch sonnt sich das C2025-Team immer im Eigenlob ihrer eigenen Ideen und verpasst die Chance, gute erste Ideen zu einem wirklich tollen Projekt zu entwickeln.
Das Mikroprojekt – Antragsverfahren ist eine gute Idee, solange es nicht das Mittel wird, jeden „fremden Einfluss“ aus dem „C2025 – Geklüngel“ herauszuhalten. Derzeit wird jede Anfrage und Vorschlag auf das „Mikroprojekt-Förderprogramm“ von C2025 verwiesen. Es dient also in Chemnitz derzeit als Schutzschild, „fremde Initiative“ vom Kulturhauptstadt-Team fernzuhalten. Auf die Veröffentlichung entsprechender Mails der letzten Tage verzichte ich diesmal (noch). Trotzdem fehlt mir der Glaube, dass das mit der neuen GmbH besser wird.
Wenn das Kulturhauptstadt Jahr für Chemnitz nachhaltig werden soll, muss es die Möglichkeit geben, Flagship-Projekte von der „mittelmäßigen Idee“ zu einem nachhaltigen tollen Projekt zu entwickeln und sinnvolle neue Flagship-Projekte aus der Breite der Chemnitzerinnen zu entwickeln. So etwas ist beim derzeitigen Selbstverständnis des aktuellen C2025 – Projektteams offensichtlich nicht möglich. Nur „versenkte Autos“ und auf dem Theaterplatz zertrümmerte Boote werden nicht nachhaltig für Chemnitz sein. Zum Thema wenig nachhaltig und wenig zielführend  gehören übrigens auch „Schmetterlingswiesen“, die im Herbst komplett abgemäht werden und so angelegt sind, dass sie spätestens aller 3 Jahre komplett neu angelegt werden müssen (hohe laufende Kosten und „unnatürlich“).

zur Apfelbild-Kritik

Ich kritisiere nicht „Obst aus konventionellem Obstanbau“. Ich halte im Gegenteil den konventionellen Anbau für eine soziale und gerechte Gesellschaft derzeit in Deutschland und der Welt für unverzichtbar. Wobei für mich auch „integrative“ Landwirtschaft- und Obstbau dazu gehören, solange damit die sozial gerechte Ernährung der Weltbevölkerung erreicht werden kann. Je weniger Land gebraucht wird, um die Menschheit sinnvoll zu ernähren, desto mehr Land bleibt für „unberührte Natur“ und ist deshalb ein Beitrag zum Natur- und Umweltschutz.  Die Kritik am Anfang bezog sich also ausschließlich auf das „unehrliche Bild“ im Amtsblatt zum Apfelbaum-Projekt.

Allgemeine Gedanken-Sammlung zum Apfelbaum-Projekt

Eines der größten Nachhaltigkeitspotentiale zu allen Umweltthemen in Chemnitz haben die Kleingartensparten (Kleingartenvereine). Diese sind quasi das mächtige Rückgrat für „grüne Nachhaltigkeit“ in Chemnitz. Wie werden diese in alle C2025 Projekte konstruktiv eingebunden, die das Thema Umwelt tangieren? (wirklich konstruktiv und nicht nur auf dem Papier)
10 Hektar große Blühflächen am Stück, sind etwa genauso, wie ein Speicher mit allem Getreide, das für Chemnitz in einem Jahr benötigt wird, in den man eine einzelne Maus steckt.  Wie werden die ca. 400 Tonnen Fallobst (geschätzt 100kg/Baum/Jahr) oder die 4.000 „Veranstaltungsorte unter dem Apfelbaum“ (in ca. 50 Jahren) am sinnvollsten benötigt? Wenn wir auf der einen Seite umfassende Aktionen starten, um das Wegwerfen von 200 Tonnen Lebensmitteln in Chemnitz zu verhindern, wie passen dann 300 Tonnen (überflüssiges) Fallobst dazu? Nutzen solche Igel-Futterplätze an Stellen, wo es auf der Insel zwischen den umgebenden Straßen keine „Übertagungs- und Überwinterungsplätze“ für Igel gibt? Fazit: Wo sollten warum diese OBSTbäume gepflanzt werden und machen auch zusätzlich Ideen zur Verwendung des überschüssigen Obstes Sinn. Das sind ja sonst „vergammelnde Lebensmittel“ in recht großem Umfang. Sind Events im faulenden Fallobst tatsächlich so sexy, oder wäre zu der Zeit ein Event unter der Farbenpracht eines „Zuckerahorns“ nicht passender?

Die vorhandenen Überlegungen zur Verbindung zur „Umweltbildung“ und zum Projekt INTERLACE führen hier zu weit.

Fallapfelbaum im Winter

Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung. Eigenes (Mit)Denken sollte bei jedem Thema und Informationskanal die wichtigste Grundlage sein.  Der Beitrag „Desinformation (Fake News) aufdecken und einordnen“ (übrigens aus dem Wissensmanagement MOOC) kann bei der zukünftigen eigenen Meinungsbildung positiv unterstützen.

Bienen und Imkerei MOOC 2021

Am 22.2.2021 startet der biMOOC 2021

Der biMOOC ist eine kostenlose Online-Weiterbildung aus Chemnitz zur Bienenhaltung und Imkerei, für alle Interessierte rund um  Honigbienen, Wildbienen, Imkerei, Blühflächen und Insektenschutz. Der Schwerpunkt liegt auf der Honigbiene und der Imkerei. Viele Inhalte des biMOOC lassen sich auch für Schulen, Kinder und Imker-AGs nutzen.

Ein Beginn ist jederzeit auch später möglich und sinnvoll. Für die Interaktion ist es aber am besten, bereits möglichst „im Zeitplan“ mit dabei zu sein.

Hier findet ihr die inhaltliche Planung und die genaue Zeitplanung des Bienen und Imkerei MOOC 2021.

Mehr Informationen zum Kurs selbst findet ihr hier auf der „Kursseite“ des biMOOC, über die auch die Anmeldung möglich ist. Der Kurs und alle Lernmaterialien sind kostenlos.

Zeitraum des biMOOCs:  22.2.2021 –  8.8.2021

Zitat aus dem Rundschreiben Nr. 01-2021 des Landesverband Sächsischer Imker e.V. (LVSI) vom 27.1.2021:

„In Zusammenarbeit mit dem LVSI wurden die Schulungsinhalte für Anfängerlehrgänge in einer Onlineschulung zusammengestellt. Informationen zur Onlineplattform erhalten Sie unter: https://www.oncampus.de/bimooc. Eine Teilnahme ist mit der Anmeldung unter https://bienen.open-academy.com nicht nur für neue Imker möglich. In mehreren Online-Modulen zu verschiedenen Terminen wird das theoretische Wissen der Bienenhaltung vermittelt.“

Die detaillierten Informationen zum biMOOC-Projekt findet Ihr hier. Im Beitrag  „im biMOOC lernen“ ist überblicksmäßig in zwei Videos erklärt, „wer, was, wann“ im biMOOC mitmachen sollte und wie ein konkreter Lernablauf aussehen könnte.

Wie jeder MOOC, lebt auch der biMOOC von seinen Mitmachern. Ideen und Vorschläge, wie Ihr mitmachen könnt, findet Ihr im Beitrag „Mitmachen – aber wie?“ Aber schon, wenn Ihr Euch in den Foren und Themen beim Erfahrungsaustausch während des biMOOCs einbringt, helft Ihr mit, den Nutzen für alle zu erhöhen.

Habt Ihr Freunde oder Bekannte, die sich dafür interessieren, wie man Insekten über nachhaltige Blühflächen, Trachtfolgen und Bienenweidepflanzen unterstützen kann, oder wie sich Wildbienen optimal unterstützen lassen? Dann könnt Ihr sie auch nur für das zweite Modul (Ende März – Mitte April) einladen, mitzumachen. Diese Themen werden konzentriert im Modul 2 behandelt. Das gilt für alle Themen: Jede(r) braucht nur bei den Themen dabei zu sein, die für ihn/sie interessant sind.  Das kann auch nur ein Modul oder nur eines der Themen sein. Probiert es aus.

Zu Anfang von innovativen Veränderungen gibt es immer viele Bedenken, wenig Zeit, ganz viel Arbeit und wenig Unterstützung. Mit dem Beitrag „Unterstützer(in) werden“ zeigen wir Unterstützungsmöglichkeiten auch für Dich oder evtl. eine Organisation die Du kennst.

Deshalb möchte ich mich bedanken, bei den Teilnehmern, die „einen Kaffee spendiert“ haben und besonders bei den „Becker Umweltdiensten“, die den biMOOC bereits im ersten Jahr (als es „noch gar nichts gab“, außer der Idee und dem Konzept)  unterstützt haben.

Ich würde mich freuen, wenn viele von euch und euren Bekannten beim biMOOC 2021 mit dabei sind. Meldet Euch gleich an, bevor es wieder in Vergessenheit gerät: Link zur Kursinformation und zur Anmeldung.

Herzliche Grüße
Dirk Liesch

PS:  Ein MOOC (hier in Wikipedia detaillierter erklärt) ist ein Online Kurs, der gleichzeitig von vielen Teilnehmern auch aus entfernten Orten besucht wird und in dem interaktiver Austausch (Teilnehmer lernen auch sehr stark voneinander), Experten-Vorträge und digitale Lerninhalte (Inhalte im Internet) nach einem sinnvollen Plan (Curriculum) ausgewählt sind, um Wissen möglichst gut zu vermitteln, zu lernen und auszutauschen.

Kooperationsschule Chemnitz, ein Lichtblick

Die 10-klassige Gemeinschaftsschule „Kooperationschule Chemnitz“

… nimmt im Sommer 2021 ihren Betrieb auf. Das ist eine sehr gute Nachricht:

Kooperationsschule Chemnitz, Start im Sommer 2021, Freie Presse, 30.1.2021, S.11

.. die dennoch mit einem lachenden und weinenden Auge, betrachtet werden kann. Wirklich gut ist (lachendes Auge):

  • Das Schulkonzept der „Kooperationsschule Chemnitz“ verbindet Positives des langjährig bewährten Konzeptes des „Chemnitzer Schulmodells“ (CSM, seit 1990) mit einer stärkeren Einbindung der Praxis (inkl-. Schulgarten), ähnlich dem Konzept einer 10-klassigen polytechnischen Oberschule (POS, DDR „Standardschule“)
  • Damit deckt das neue Schulkonzept die Punkte: 2. „10-klassige Regelschule“ und 3. „Verzahnung von Theorie und Praxis“ des Zukunftsmodells für „Bildung 4.0“ des Chemnitzer „aracube e.V.“  ab. (siehe auch Beitrag: „Bildung 4.0 für Chemnitz„)
  • Die bereits im „aracube Vorschlag“ (White Paper) genannten positiven Bildungsansätze des CSM („Lernentwicklungsberichte“ statt Noten bis Klasse 7, Teamarbeit/Gruppenarbeit, Projekte usw.) wurden übernommen.  Der Gedanke einer nach heutigem Wissensstand zur Bildung weiter entwickelten POS ist im Konzept der „Kooperationsschule Chemnitz“ deutlich zu erkennen. Das ist toll und richtig.
  • Die Kooperationsschule wurde durch den mehrjährigen Einsatz engagierter Chemnitzer/innen des Vereins „Gute Schule“ möglich.

Das weinende Auge ist, dass so ein fortschrittliches Schulkonzept weiterhin die Ausnahme und nicht die Regel ist. Trotz 30 jähriger ausgezeichneter Erfahrung mit dem Chemnitzer Schulmodell, mit wissenschaftlicher Begleitung (und belastbaren Zahlen-Daten-Fakten) und der mehr als 10-fachen Bewerberzahl an Schülern (also auch von den Eltern gewollt), ist dieses 10-klassige Schulkonzept bisher immer noch die Ausnahme und nicht die Regel. Im Gegenteil, solche Schulmodelle werden, so weit es irgend möglich ist, durch die Verwaltung und aktuelle Politik maximal verhindert.

  • 6 Jahre ehrenamtliche (unbezahlte) Arbeit von bis zu 20 Personen waren notwendig, um den Widerstand in Ämtern, Stadtverwaltung und Politik zu brechen,
  • … um eine einzige weitere Schule in Sachsen nach einem seit 30 Jahren in der CSM „Versuchschule“ nachgewiesen viel erfolgreicherem Schulkonzept zu gründen (verglichen mit dem deutlich schlechter funktionierenden „Standardvorgehen“ aus Grundschule,Realschule und Gymnasium (vor Klasse 11).
  • 30 Jahre wissenschaftliche Begleitung (durch die TU Dresden) mit seit 30 Jahren vorliegenden „Zahlen-Daten-Fakten“ bringen Stadtverwaltung, Politik und Ministerien NICHT dazu, umzudenken. Wozu macht man „Schulmodelle“, wenn man „lernresistent“ ist und positive Ergebnisse ignoriert, statt in die „Breite“ zu tragen.
  • Warum wird nicht JEDER Schulneubau (zumindest in Chemnitz) aufgrund dieser 30-jährigen Ergebnisse nicht bereits wieder als 10-klassige Schule geplant und gebaut? Warum plant und baut Chemnitz immer noch „Grundschulen“ und „Oberschulen“, die den derzeitigen falschen Weg im wahrsten Sinne des Wortes „zementieren“?

Da der Gedanke „weiterer CSMs“ als Standardschulen in Chemnitz nicht neu ist, schon um der 10-15fachen Bewerberzahl des CSM eine Chance zu geben, und Chemnitz unter Ralpf Burghart (Bürgermeister Dezernat 5, zu dem auch die Schulthemen gehören) plante, weitere neue Grund- und Oberschulen zu bauen,  erhielt ich auf Nachfrage letztendliche folgende schriftliche Antwort von Ralph Burghart (Frage am 25.1.2019, Antwort: 11.2.2019):

Die Frage selbst war etwas detaillierter, als im Schreiben angegeben. Es ging um die konkreten Pläne weitere „Grund- und Oberschulen“ zu bauen und die Frage war, warum man nach damals 29 Jahren und den entsprechen positiven Ergebnissen des 10-klassigen Ansatzes des Chemnitzer Schulmodells, jetzt plant, den offensichtlich schlechteren Bildungsansatz in Chemnitz in weitere NEUE Schulen zu „zementieren“? Warum man überhaupt eine Versuchsschule macht und wissenschaftlich begleiten lässt (das kostet ja auch eine Menge Geld in 30 Jahren) um belegbare Fakten zu haben , und dann die positiven Ergebnisse ignoriert? Warum ist es nicht möglich, schlechtere Bildungsansätze in Chemnitz zu überdenken, und die Neubauen nicht doch noch in 10-klassige Schulen umzukonzipieren, bevor Falsches für viel Geld „zementiert“ wird? Auf diesen Fragenkomplex erhielt ich die obige offizielle Antwort von Ralph Burghart.

Während dieser Einwohnerversammlung (25.1.2019)wurde auch in weiteren Fragen sehr deutlich, dass Ralph Burghart z.B. keine Ahnung hat, was eine „Berufsausbildung mit Abitur“ (BmA) war/ist. Für Ihn war das Abitur mit einem beruflichen Schwerpunkt, wie es das „BSZ für Technik II“ (Handwerkerschule) anbietet, genau das Gleiche und davon ließ er sich auch durch das Kopfschüttelns eines seiner Podiumsmitglieder nicht abbringen. Dass er kein BmA kennt, ist für einen „Wessi“ natürlich nicht verwunderlich. Dass er aber, wenn er keine Ahnung hat, was es war, behauptet BmA gibt es im BSZ und NICHT bereit ist, als Bürgermeister für „Bildung, Jugend, Soziales, Kultur und Sport“ solche Wissenslücken, die sein berufliches „Kernthema“ betreffen, zu schließen, ist schlecht für Chemnitz. Dass er es bis heute (Anfang 2021) noch nicht getan hat, zeigen Äußerungen zur „Berufsausbildung mit Abitur“ im BSZ, die in der Freien Presse abgedruckt waren. Diese offensichtliche „Lernresistenz“ zeigt für mich eine gewisse Ignoranz und Arroganz, wie sie für „siegreiche Wessis“ nach der Wende bis heute üblich ist. Dies Ignoranz verhindert meiner Meinung nach, dass positive Dinge aus der Ex-DDR, nur über unglaublichen „ehrenamtlichen“ Kampf der Bürger gegen „die Wessis in Führungspositionen“ eine Chance haben. „Berufsausbildung mit Abitur“ und „10-klassige polytechnische Oberschulen“ gehören bildungspolitisch eng zusammen, was im „Bildung 4.0“ White-Paper des aracube e.V. ausführlicher dargestellt wird. Solange sich allerdings „Wessis in Manager-Positionen/Machtpositionen“ in Chemnitz und Sachsen weigern, positive Dinge aus „DDR-Zeit“ überhaupt für möglich zu halten und diese weder verstehen noch überdenken wollen (oder können), werden wir unsere Bildung und einige weitere Themen in Chemnitz nur über riesigen ehrenamtlichen Aufwand engagierter Chemnitzer/innen in „Kaffebohnen-Tempo“ bewegt bekommen. Was für eine Ressourcen-Verschwendung, nur wegen „lernresistenter Führungskräfte“ in der Chemnitzer Stadtverwaltung (nicht nur da, aber das ist meine Heimatstadt).

Hintergrund (Transparenz) zur Ralph Burghart – Kritik:

Die Genehmigung des 5-wöchigen Kuba-Urlaubs des Chemnitzer Gesundheitsamtsleiters in der schlimmsten Überforderung des Gesundheitsamtes wähend der Corona-Krise (siehe hier „Tod durch Verzweiflung“) und während im harten Lockdown „alle normalen Chemnitzer Bürger/innen“ auf alle Reisen möglichst verzichten sollten und ihre Wohnung nicht mehr als 15 km weit verlassen sollten, erfolgte durch Ralph Burghart. Noch schlimmer war allerdings, wie er danach versuchte, sich nach typischer „Politiker-Manier“ aus der Schusslinie zu bringen (z.B. „Keine Ahnung von Kuba“) und nur zuzugeben, was sowieso bekannt war und sonst in meinen Augen typische Ausreden zu platzieren, welche ihn selbst in ein positives Licht rücken. Bei der Behinderung der Verbesserung der Bildung in Chemnitz verschanzt er sich hinter der bestehenden „Gesetzeslage“ (wie im Schreiben: „das Schulgesetz“). Dass es anders geht, zeigt das ehrenamtliche Engagement, was jetzt zur „Kooperationsschule Chemnitz“ geführt hat, trotz „versteinerter Positionen“ in der Chemnitzer  Stadtverwaltung, wie das obige Schreiben von Ralph Burghart zeigt.

Gerade eine „Führungskraft“ wie er, die  für „Jugend und Bildung“ und die Schulneubauten in Chemnitz zuständig ist, müsste sich intensiv dafür einsetzen, dass die Schulneubauten für fortschrittliche Bildungskonzepte wie dem des CSM und jetzt noch der Kooperationsschule, als neuem „Standard“ passen. Das tut er aber nicht (wie das obige Schreiben sehr deutlich zeigt), sondern er verschanzt sich hinter der aktuellen Gesetzeslage. Niemand in Chemnitz hat wohl sonst eine so geeignete Position, um das 30 jährige positive Beispiel des CSM in die „Breite der Chemnitzer Schulen“ zu tragen.

Schon vor der Einwohnerversammlung am 25.1.2019 und bis heute (Februar 2021), war es mir unmöglich, ein persönliches Gespräch mit dem „gottgleichen“ Ralph Burghart zu diesem und einigen anderen Themen (z.B. Sport) zu vereinbaren. Auch andere Schreiben von ihm, die ähnlich dem obigen ausgefallen sind, sind Grund, nun endlich nach zahlreichen negativen Erfahrungen zu hinterfragen, ob Ralph Burghart die richtige Person für Chemnitz als Bürgermeister für „Bildung, Jugend, Soziales, Kultur und Sport“ ist. Vieles davon sind Themen, bei denen es auch Positives aus der DDR-Vergangenheit zu lernen gibt. Als ehemaliger Soldat, der den „Osten“ als Feind hatte, scheint sich Ralph Burghart bis heute zu wehren, irgendetwas aus DDR-Zeiten (seinem Feind aus Armee-Zeiten) gut zu finden. Gerade in seinen Themengebieten ist dies reaktionär und schädlich.

Ich habe in meinem Leben mehrere persönliche Gespräche mit Reinhard Mohn und anderen „vielbeschäftigten“ Personen (mal von Carl Hahn abgesehen, was einen anderen Ursprung hatte) geführt. Deshalb finde ich auch die Arroganz „Chemnitzer Führungskräfte“ in Politik, Stadtverwaltung und städtischen Unternehmen bedenklich, die sich führ „zu wichtig“ halten, um wirkliche Gespräche mit „ordinären Chemnitzer/innen“ zu führen und wirklich zuzuhören und verstehen zu wollen. Diese „Abgehobenheit“, die sich in 14 Jahren Barbara Ludwig kontinuierlich verstärkt hat, findet sich meiner Meinung nach auch bei Ralph Burghart wieder. Dieses „sich selbst für etwas besseres zu halten“ verhindert bei vielen Chemnitzer Führungskräften einen Umgang auf „Augehöhe“ mit den Bürgern.

Ziel des Ralph Burghart Themas ist es also auch,  geeignete Führungskräfte in der Chemnitzer Verwaltung und Politik wieder in einen konstruktiven Austausch mit „ordinären Bürgern“ zu bringen.  Bürgergespräche, bei denen Bürger zwar ihren Frust loswerden können, aber niemand versucht zuzuhören, zu verstehen und evtl. Missstände zu verbessern, sind in der bisherigen Form nur „Feigenblätter“ zur Image-Entwicklung und Image-Pflege und nicht zur „Veränderung“. Vielleicht bin ich auch nur beleidigt, weil Ralph Burghart nicht mit mir reden möchte und die dargestellten Probleme sind nicht existent, sondern nur vorgeschoben. Die Einschätzung überlasse ich Euch/Ihnen.

Eine positive Eigenschaft von Ralph Burghart sei nicht unerwähnt: Er trifft Entscheidungen – mehr und auch mutiger als Andere! Wenn sich das mit einer Überwindung seiner Vorurteile, etwas mehr Ehrlichkeit und Lernbereitschaft, auch für Neues entwickeln ließe, muss er nicht unbedingt falsch auf seinem Posten sein. Derzeit ist seine Position aber aus meiner Sicht (noch) deutlich zu hinterfragen.

Eine Umkonzeption der aktuell geplanten Schulneubauten in ein 10klassiges – Schulkonzept (auch wenn das evtl. 1-2 Jahre Bauaufschub bedeutet), könnte zum Beispiel ein tolles „Kulturhauptstadt 2025“ Projekt sein, denn was gibt es wichtigeres als „Bildungskultur“ ;-).  Argumentativer Hintergrund dieses Projektes könnte eine Weiterentwicklung des Konzeptes zu „Bildung 4.0“ des Chemnitzer „aracube e.V.“ z. B. gemeinsam mit dem „Chemnitzer Schulmodell“ und dem Chemnitzer Verein „Gute Schule“ sein.  Aber wahrscheinlich ist dieses „Brett“ der Chemnitzer Stadtverwaltung und auch dem Kulturhauptstadt-Team zu dick.

Dieser Beitrag ist meine persönliche Meinung. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung. Eigenes (Mit)Denken sollte bei jedem Thema und Informationskanal die wichtigste Grundlage sein.  Der Beitrag „Desinformation (Fake News) aufdecken und einordnen“ (übrigens aus dem Wissensmanagement MOOC) kann bei der zukünftigen eigenen Meinungsbildung positiv unterstützen.