22. Dezember 2023 -Adventskalender

Adventskalender: 22.Dezember

Projekt: Timur – Days (2025)

Zusammenfassung:

Kinder & Jugendliche, aber auch Erwachsene nehmen sich an den „Timur-Days“ Zeit für jeweils mindestens eine „Gute Tat“. Der Name bezieht sich auf die „Timur-Hilfe“, eine populäre Pionier-Aktion zu DDR-Zeiten, die nach dem Kultbuch „Timur und sein Trupp“ („Der kleine Prinz“ des Ostens ) entstanden ist, und welches Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt und Freundschaft thematisiert. Wie damals, geht es an den Timur-Days darum, älteren und bedürftigen Menschen zu helfen, bei positiven Aktionen zu unterstützen und Zusammenhalt, Freundschaft und Frieden durch konkretes Handeln (Gute Taten) zu fördern. Wir schlagen jeden 2. Samstag im Monat als offizielle „Timur-Days“ für das Kulturhauptstadt Jahr vor, auch wenn das eigentliche Ziel ist, dass ein Teil der „Guten Taten“ nach und nach in das tägliche Verhalten übergehen sollte.

Timur-Hilfe (pixabay 8204675)
Timur-Hilfe (pixabay 8204675)

Link zur detaillierten Projektbeschreibung:

Heutige „Gute Tat“

Unser heutiger Vorschlag für Eure gute Tat heute:
(Video-Dauer: 0:41 min)

Jede(r) kann mithelfen, dass die Stadt noch sauberer wird. Bücke Dich heute ein paarmal bewusst und räume selbst etwas Müll weg, der Dir auffällt.

heutiges Weihnachtskarten-Motiv

, Dirk Liesch [CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0)]
Weihnachtskarten-Motiv: Haus in Chemnitz (Klick auf Motiv für größeres Bild)

heutiges Postkarten -Motiv

, Dirk Liesch [CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0)]
Postkarten-Motiv mit Spruch (Klick auf Motiv für größeres Bild)

Wer kennt sich aus, welches Chemnitzer Weihnachtskarten-Motiv dargestellt ist? (das heutige Postkarten Motiv: unzählige Lavendelblüten)

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Timur – Days (2025)

Timur-Days (good action days)

Die „Timur Days“ sind ein Projektvorschlag von „lebenswertes Chemnitz“ für das Kulturhauptstadtjahr C2025.

Zusammenfassung

Kinder & Jugendliche, aber auch Erwachsene nehmen sich an den „Timur-Days“ Zeit für jeweils mindestens eine „Gute Tat“. Der Name bezieht sich auf die „Timur-Hilfe“, eine populäre Pionier-Aktion zu DDR-Zeiten, die nach dem Kultbuch „Timur und sein Trupp“ („Der kleine Prinz“ des Ostens ) entstanden ist, und welches Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt und Freundschaft thematisiert. Wie damals, geht es an den Timur-Days darum, älteren und bedürftigen Menschen zu helfen, bei positiven Aktionen zu unterstützen und Zusammenhalt, Freundschaft und Frieden durch konkretes Handeln (Gute Taten) zu fördern. Wir schlagen jeden 2. Samstag im Monat als offizielle „Timur-Days“ für das Kulturhauptstadt Jahr vor, auch wenn das eigentliche Ziel ist, dass ein Teil der „Guten Taten“ nach und nach in das tägliche Verhalten übergehen sollte.

Senioren helfen (pixabay 1822564)
Senioren helfen (pixabay 1822564)

Dazu sollen auch Kindergärten und Schulen gewonnen werden, die mit ihren Kindern & Jugendlichen diese „Timur Days“ aktiv unterstützen, z.B. indem sie regelmäßig über die Timur-Aktionen und durchgeführten „Guten Taten“ reflektieren. Themen wie z.B. „Rücksichtnahme“ in öffentlichen Verkehrsmitteln, Einkaufshilfe für Ältere, das „Gassi gehen“ mit Haustieren, Hilfe im Garten, Unterstützung bei Computer- und Smartphone-Nutzung oder das „über die Straße helfen“ uva. können dabei besprochen werden. Aber die Aktion richtet sich auch an Erwachsene, die an diesen Tagen bewusst mindestens eine der „Guten Taten“ begehen. Einige der „Guten Taten“ lassen sich auch als gemeinsame Events für die „Timur Days“ organisieren, z.B. Müll aufsammeln, Frühjahrsputz usw.

Mehr Details zu den Timur-Days

Es geht um kleine Dinge, die, wenn es viele mitmachen, das Leben in Chemnitz noch lebenswerter machen.
Es ist eine Sammlung von Vorschlägen:

  • die wenig Zeit in Anspruch nehmen
  • die möglichst kein oder nur sehr wenig Geld kosten
  • die jede(r) einzeln und unabhängig von Anderen tun kann
  • die positiv für das Zusammenleben und die Gemeinschaft sind
  • für „Timur-Hilfe“, nicht nur durch Schüler
Matauk i kjøkkenhagen
Hilfe im Garten (Wikimedia Commons, Klick auf Bild => zum Original)

Die erste Sammlung von Vorschlägen für solche guten Taten ist mit dem Adventskalender der „24 guten Taten bis Weihnachten“ entstanden. Viele dieser Taten lassen sich an jedem Tag des Jahres begehen. Hier geht es zur „Video-Playlist“ dieser 24 guten Taten, da jeder der Vorschläge in einem kurzen Video (meist weniger als 1 Minute) erklärt und begründet wird.

Hilfe beim ersten Sägeversuch (pixabay 5022866)
Hilfe beim ersten Sägeversuch (pixabay 5022866)

Wem der Ursprung der „Timur-Hilfe“ nichts mehr sagt, kann sich entweder das Buch „Timur und sein Trupp“ (Linkbeispiel zu Amazon) besorgen oder den Film ansehen. Die Verfilmung in russischer Sprachversion (mit deutschen Untertiteln) ist als ganzer Film auf Youtube zu sehen (Filmdauer 1h 16min):

Bei den speziellen „Timur Days“ (good action days) oder auch „Tagen der guten Taten“ an jedem 2. Samstag im Monat werden jeweils ein oder mehrere gemeinsame Aktionen (gemeinsame gute Taten, wie z.B. „Frühjahrsputz“, oder Musikvorträge oder Vorlesungen in Altersheimen oder in Krankenhäusern) vorgeschlagen, bei denen dann viele Chemnitzerinnen oder auch Schulen mit ihren Klassen teilnehmen. Diese gemeinsamen Aktionen werden jeweils durch das C2025-Team kommuniziert, und wenn nötig (mit und ohne Partner) organisiert (z.B. Geräte und Abfallcontainer zum Frühjahrsputz).

Beispiel für Müllsammelaktion (pixabay 462166)
Beispiel für Müllsammelaktion (pixabay 462166)

Eventuell sind auch „Wettbewerbe“ z.B. zwischen Schulen oder andere Anreize sinnvoll. Dabei darf es natürlich nicht zum „running gag“ aus DDR-Zeiten kommen, dass eine Seniorin mehrfach hin und her über die Straße geführt wird, nur weil noch einige Schülerinnen noch ihre gute Tat „abhaken“ müssen (keine Ahnung, ob das tatsächlich mal passiert ist)  ;-).

Wichtig ist, dass es bei den „Guten Taten“ nicht nur im „Hilfe“ im engeren Sinne (wie „einkaufen gehen“) geht, sondern auch um Themen wie Zusammenhalt, Freundschaft, Unterstützung Schwächerer, Frieden, Respekt, Aufmerksamkeit und Anerkennung. Ein Blick in die Vielfalt der Adventskalender gesammelten Vorschläge von „24 Guten Taten“ gibt dazu einen guten ersten Eindruck und Anregung/Inspiration für eigene neue Aktionen.

Hilfe auf der Straße (pixabay 4077943)
Hilfe auf der Straße (pixabay 4077943)


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Selbstversorger-Markt (C2025)

Verwertungskonzept: Taschengeld-Markt

Der „Selbsversorger-Markt“ oder „Taschengeld-Markt“ ist ein Projektvorschlag von „lebenswertes Chemnitz“ für das Kulturhauptstadtjahr C2025.

Zusammenfassung

Über den „Selbstversorger-Markt“ werden frische Lebensmittel, wie Obst, Gemüse, Kräuter und ggf. auch andere Pflanzen, wie Blumen, die heute in Kleingärten (und anderen nichtkommerziellen Erzeugungsformen) in größerem Umfang ungenutzt verderben, genutzt und verkauft. Die Lösung muss dabei nicht unbedingt ein wöchentlicher „Markt“ ähnlich einem „Gemüsemarkt“ sein, sondern dieser „Markt“ könnte auch nach dem Vorbild der „Aufkaufstellen in Kaufhallen“, die es zu DDR-Zeiten gab realisiert werden, indem die Produkte aus den Gärten in den Supermärkten der Stadt aufgekauft und dann in der jeweiligen Obst- und Gemüseabteilung verkauft werden.

verschiedene Früchte (pixabay 50423)
verschiedene Früchte (pixabay 50423)

Die Basis dafür sind in Chemnitz ca. 25.000 Gärten (>17.000 Kleingärten+andere Gärten und Einfamilienhaus-Grundstücke). Bei durchschnittlich 50kg bisher ungenutzten Potentials an Obst+Beeren+Gemüse pro Grundstück, sind das mindestens 1,25 Millionen Kilogramm an frischen, lokal produzierten Lebensmitteln, die darüber erschlossen werden könnten (Kräuter, Blumen u.a. mal vernachlässigt).

Pflaumen (pixabay 3641830)
Pflaumen (pixabay 3641830)

Die gesunden Lebensmittel sind aber nur die  unwichtigere „Seite der Medallie“. Wichtiger ist der Aspekt des „Taschengeld Marktes“. Durch das Pflegen der Pflanzen und später das Pflücken und Verkaufen der „Garten-Früchte“ bessern Kinder und Jugendliche nicht nur aktiv ihr Taschengeld auf, sondern lernen auf aktive Weise sehr viel über Natur, Umwelt, Ernährung, sowie Landwirtschaft (Ackerbau + Obstanbau).  Es ist also im entscheidenden Teil ein großes Bildungsprojekt für Kinder und Jugendliche, bei dem sie sich auch noch das Taschengeld aufbessern können.

symbolisches Bild für "Taschengeld-Markt" (pixabay 2140892)
nur symbolisches Bild für „Taschengeld-Markt“ (pixabay 2140892)

Begründung des „Taschengeld – Marktes“

Hintergrund: In der DDR gab es sowohl Aufkaufstellen für gesammelte Heilpflanzen als auch in jeder Konsum-Kaufhalle Aufkaufstellen für Obst und Gemüse. Jede Bürgerin konnte hier selbstgepflückte Heilpflanzen, Obst und Gemüse (für festgelegte Aufkaufpreise) abgeben/verkaufen. Ich selbst habe als Kind und Jugendlicher sowohl regelmäßig z.B. an den Löwenzahn, Weißdorn-Blüten und Kamille-Sammlungen teilgenommen, als auch über viele Jahre Obst, Gemüse und Blumen aus dem Garten meines Großvaters verkauft, um mein Taschengeld aufzubessern. Dabei habe ich sehr viel über Natur, Umwelt, Ernährung, Obst- und Gemüseanbau, sowie über Blumen und Trockenblumen-Gestecke gelernt. Außerdem hatte ich das gute Gefühl, mir mein Taschengeld selbst verdient zu haben.

Enkel und Großvater beim Unkraut entfernen zwischen Erdbeerpflanzen
Enkel und Großvater beim Unkraut entfernen zwischen Erdbeerpflanzen

Es ist etwas Anderes, sein Taschengeld für zwei Wassereimer gepflückte Stachelbeeren, 10kg Brombeeren oder 20kg Löwenzahnpflanzen zu erhalten, als einfach so, jede Woche geschenkt. Es ist etwas anderes, die Brombeeren oder Tomaten zu pflegen, mit dem Hintergrund, dass eine gute Pflanzengesundheit und gute Bestäubung bei der Ernte mehr Taschengeld ergeben, als wenn man sich nicht richtig darum kümmert. Man versteht Zusammenhänge im Garten und in der Natur (z.B. am Weißdorn) ganz anders, als wenn man es nur im Schulunterricht (oder auch Schulgarten) erklärt bekommt. Man denkt auch anders über strukturierte Pflege und Ernteprozesse nach, wenn man 30 Tomatenpflanzen pflegt oder zwei Wassereimer Stachelbeeren pflückt, als wenn es 2 Tomaten und 500g Stachelbeeren sind.

Stachelbeeren (Wikimedia Commons, zum Original mit Klick aufs Bild)
Stachelbeeren (Wikimedia Commons, zum Original mit Klick aufs Bild)

Gleiches gilt für das Wissen zu Gartenkräutern, Heilkräutern, Blumen, Blumensträußen und Gestecken. Man lernt die Zusammenänge in Verbindung mit dem praktischen tun … und eine große Motivation war die „Taschengeld-Aufbesserung“, bzw. stammten ca. 2/3 meines Taschengeldes aus solchen Aktionen.

Kamille (pixabay 6464362)
Kamille (pixabay 6464362)

Leider gibt es diese Aufkaufstellen seit „der Wende“ nicht mehr. Der „Taschengeld-Markt“ oder „Selbstversorger-Markt“ erschließt dieses Bildungspotential neu. Außerdem erschließt es gesunde, lokale Lebensmittel die sonst entweder verdorben wären, oder gar nicht erst angebaut würden.

Gartenbeeren (pixabay 838323)
Gartenbeeren (pixabay 838323)

Ob der „Taschengeld-Markt“ oder „Selbstversorger – Markt“ ein wöchentlicher „Obst- und Gemüsemarkt“ (zwischen Mai-Oktober) mit Produkten aus den Chemnitzer Gärten, ähnlich eines „Kinder-Flohmarktes“ ist, oder ob dies über Aufkaufstellen in den Supermärkten der Stadt realisiert wird (ähnlich dem ehemaligen DDR-Modell), ist zweitrangig. Wichtig ist, dass das Obst und Gemüse der Chemnitzer Gärten wieder zur „Taschengeld-Aufbesserung“ verkauft werden kann und dabei das resultierende Bildungspotential maximal erschlossen werden kann. Das soll dieses Projekt realisieren.

Radieschen (pixabay 3440869)
Radieschen (pixabay 3440869)

Umsetzungsvorschlag

Obst, Gemüse & Kräuter-Aufkauf aus Kleingärten von Kindern und Jugendlichen (K&J) zwischen 8-21 Jahre durch (Super)Märkte der Stadt (oder einen Obst & Gemüsemarkt jeden Samstag für diese K&J – ohne Standgebühren- mit festen Preisspannen pro Produkt über Preisliste, limitierte Mengen pro K&J mit Herkunftsnachweis – Garten / Gartenbesitzer-Bestätigung), ähnlich einem „Kinderflohmarkt“.

Herausforderungen und C2025-Unterstützung:

Welche der Varianten gewählt werden kann und unter welchen rechtlichen sowieorganisatorischen Rahmenbedingungen muss durch Unterstützung aus dem C2025-Team ausgewählt werden. Gerade aus rechtlicher und steuerlicher Seite müssen hier sicher einige Rahmenbedingungen geklärt werden, damit es ein „Taschengeld-Thema“ bleibt, wie bei einem „Kinder-Flohmarkt“, und kein Gewerbe wird.

Weißdorn Busch (Wikipedia Commons, Klick auf Bild zu Quelle)
Weißdorn Busch (Wikipedia Commons, Klick auf Bild zu Quelle)

Neben den Abstimmungen mit den Ämtern zu den rechtliche Themen, muss natürlich entweder ein Platz für den wöchentlichen Markt gefunden werden, oder eine Abstimmung und Einigung mit mindestens einer größeren Supermarkt-Kette erzielt werden.

Danach muss das Projekt in der Chemnitzer Öffentlichkeit bekannt gemacht werden, damit sich möglichst viele Chemnitzerinnen daran beteiligen.

Birnen (pixabay 1350462)
Birnen (pixabay 1350462)

Je nach Entscheidung, welche der beiden Varianten verfolgt wird, ergeben sich daraus die weiteren Schritte.
Alle Bildungsthemen werden entsprechend des „SOL – digitale Lernpfade in Chemnitz“ realisiert.

Weitere Detailfragen können sehr gerne beantwortet oder gemeinsam geklärt werden, führen aber hier und jetzt zu weit.

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21. Dezember 2023 -Adventskalender

Adventskalender: 21.Dezember

Projekt: Selbstversorger-Markt (C2025)

Zusammenfassung:

Über den „Selbstversorger-Markt“ werden frische Lebensmittel, wie Obst, Gemüse, Kräuter und ggf. auch andere Pflanzen, wie Blumen, die heute in Kleingärten (und anderen nichtkommerziellen Erzeugungsformen) in größerem Umfang ungenutzt verderben, genutzt und verkauft. Die Lösung muss dabei nicht unbedingt ein wöchentlicher „Markt“ ähnlich einem „Gemüsemarkt“ sein, sondern dieser „Markt“ könnte auch nach dem Vorbild der „Aufkaufstellen in Kaufhallen“, die es zu DDR-Zeiten gab, realisiert werden, indem die Produkte aus den Gärten in den Supermärkten der Stadt aufgekauft und dann in der jeweiligen Obst- und Gemüseabteilung verkauft werden.

symbolisches Bild für "Taschengeld-Markt" (pixabay 2140892)
symbolisches Bild für „Taschengeld-Markt“ (pixabay 2140892)

Link zur detaillierten Projektbeschreibung:

Heutige „Gute Tat“

Unser heutiger Vorschlag für Eure gute Tat heute:
(Video-Dauer: 0:54 min)

Sortiere Deinen Kleiderschrank aus und gebe die Kleidung in eine seriöse Kleidersammlung. Es kommt Weihnachten. Da schadet etwas Platz im Schrank nicht.

heutiges Weihnachtskarten-Motiv

, Dirk Liesch [CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0)]
Weihnachtskarten-Motiv: Chemnitzer zur Adventszeit (Klick auf Motiv für größeres Bild)

heutiges Postkarten -Motiv

, Dirk Liesch [CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0)]
Postkarten-Motiv mit Spruch (Klick auf Motiv für größeres Bild)

Wer kennt sich aus, welches Chemnitzer Weihnachtskarten-Motiv dargestellt ist? (das heutige Postkarten Motiv: im Garten von Èze)

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20. Dezember 2023 -Adventskalender

Adventskalender: 20.Dezember

Projekt: Freie Bilder veröffentlichen (C2025)

Zusammenfassung:

In diesem Mikroprojekt geht es darum, Chemnitzerinnen und Gäste zu befähigen, eigene gute Fotos und Grafiken als freie Bilder in „Pixabay“ oder in der „Wikimedia Commons“ zu veröffentlichen. Dafür entstehen in diesem Projekt die digitalen freien Lerninhalte (OER), die dieses Wissen online vermitteln. Außerdem wird mit einer Testgruppe interessierter Chemnitzer erprobt, ob die Einarbeitung darüber funktioniert. Damit wird die Grundlage geschaffen, dass sich viele Chemnitzerinnen und C2025-Gäste an freien Fotos über Chemnitz oder an der Unterstützung freier Bildung beteiligen können.

Link zur detaillierten Projektbeschreibung:

Heutige „Gute Tat“

Unser heutiger Vorschlag für Eure gute Tat:
(Video-Dauer: 0:35 min)

heutiges Weihnachtskarten-Motiv

, Dirk Liesch [CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0)]
Weihnachtskarten-Motiv: Chemnitzer Wissensgarten (Klick auf Motiv für größeres Bild)

heutiges Postkarten -Motiv

, Dirk Liesch [CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0)]
Postkarten-Motiv mit Spruch (Klick auf Motiv für größeres Bild)

Wer kennt sich aus, welches Chemnitzer Weihnachtskarten-Motiv dargestellt ist? (das heutige Postkarten Motiv: Früchte auf einem Markt in Nizza)

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Freie Bilder veröffentlichen (C2025)

Bilder als OER veröffentlichen

Dies ist ein Projektvorschlag von „lebenswertes Chemnitz“ für das Kulturhauptstadtjahr C2025.

Karl-Marx-Kopf, Monument (pixabay 3937348)
Karl-Marx-Kopf, Monument (pixabay 3937348)

Zusammenfassung

In diesem Mikroprojekt geht es darum, Chemnitzerinnen und Gäste zu befähigen, eigene gute Fotos und Grafiken als freie Bilder in „Pixabay“ oder in der „Wikimedia Commons“ zu veröffentlichen, mit den Lizenzen: Pixabay Lizenz, PD, CC0 und CC-BY.
Sowohl die „Freie Fotogalerie – 2025“ als auch alle freien Bildungsinhalte (OER) basieren auf Grafiken und Fotos, die wiederverwendbar sind. Viele Menschen, die gern bereit wären, ihre guten Bilder dafür zur Verfügung zu stellen, wissen nicht genau, wie dies richtig geht und was zu beachten ist.
Dafür entstehen in diesem Projekt die digitalen freien Lerninhalte (OER), die dieses Wissen online vermitteln. Außerdem wird mit einer Testgruppe interessierter Chemnitzer erprobt, ob die Einarbeitung darüber funktioniert. Damit wird die Grundlage geschaffen, dass sich viele Chemnitzerinnen und C2025-Gäste an freien Fotos über Chemnitz oder an der Unterstützung freier Bildung beteiligen können.

Lebenswertes chemnitz winter nacht esche villa restaurant schnee
freies Bild zur Esche Villa aus der „Wikimedia Commons“ (Dirk Liesch, CC-BY 4.0)

Mehr Details zum Projekt

Bei vielen Bildern hier auf der Site von „lebenswertes Chemnitz“, insbesondere auch bei der Beschreibung im „24-Projektvorschläge für C2025“ Adventskalender ist die Nutzung von freien Bildern und Grafiken aus „pixabay“ und der „Wikimedia Commons“ (der „Mediendatenbank der Wikipedia“, kurz „Commons“) live zu sehen. Dazu ist es aber erforderlich, dass beide Quellen möglichst qualitativ gute und passende Bilder enthalten und das diese bei Bedarf gefunden werden. Viele Bilder der „lebenswertes Chemnitz“-Initiative sind beispielsweise hier in der Commons zu finden (Category:Lebenswertes Chemnitz)

Brühl Springbrunnen und Wandbild
Beispielbild zum Wasserspiel auf dem Brühl aus der Commons

Beide Bilder/Medien-Dienste arbeiten hier etwas unterschiedlich und haben beide ihre jeweiligen Vor- und Nachteile. Auch für das erfolgreiche „richtige“ Hochladen gibt es Einiges zu beachten, was nicht schwer ist, wenn man es einmal verstanden und ein paarmal gemacht hat. Diese Anfangshürde zu nehmen, ist der schwierigste Schritt.
Danach erweitern diese Bilder und Grafiken den Gesamtpool zu freien Bildern von Chemnitz oder des Grafik-und Bilderpools für qualitativ hochwertige „Freie Bildung“. Das Eine ist ein direkter positiver Beitrag für Chemnitz und das Zweite ein positiver Beitrag für gute Bildung mit dem Nebeneffekt eines positiven Chemnitzer-Image.

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Honigbiene an einer Linde in Chemnitz (Wikimedia Commons)

Ein weiterer, persönlicher positiver Nebeneffekt ist, das man seine besten Bilder sicher gespeichert hat (Backup) und diese auch direkt über einen Link an Bekannte, Freundinnen und Geschäftspartner „weitergeben“ kann und sie onlien auch schnell findet.

Mit diesem Projekt werden die Bildungsinhalte geschaffen und getestet, das möglicht sehr viele Chemnitzerinnen (und auch C2025-Gäste) zukünftig an diesen freien Bilder- und Medienpools (weil Tonaufnahmen und Videos funktionieren ähnlich) mitzuwirken. Damit werden auch tolle freie Fotos aus der Vorbereitung und vom Anfang des Kulturhauptstadt-Jahres weitere Besucher und Gäste gewinnen und langfristig ein positives Image der Stadt unterstützen.

Blühstreifen bei Chemnitz (pixabay 3969393)
Blühstreifen bei Chemnitz (pixabay 3969393)

Die freien Bildungsmaterialien, die in diesem Mikroprojekt entstehen, werden nach dem SOL – digitale Lernpfade in Chemnitz“ Konzept zur Verfügung gestellt, so dass sich auch entsprechende „Infoschilder“ an unterschiedlichen Stellen im Stadtgebiet einsetzen lassen.

Dieses Mikroprojekt schafft auch eine größere Basis an Teilnehmerinnen am Projekt „Freie Fotogalerie – 2025„.

Da Dirk Liesch seit etlichen Jahren auch als Prüfer bei der „OER-Fachexperten“ Ausbildung tätig ist, ist auch die fachliche Kompetenz vorhanden, bei den Lernmaterialien auch die typischen Fehlerquellen  mit zu behandeln, um Frusterfahrungen bei den ersten Versuchen zu reduzieren.

Weitere Detailfragen können sehr gerne beantwortet werden, führen aber hier zu weit.

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19. Dezember 2023 -Adventskalender

Adventskalender: 19.Dezember

Projekt: Secure Hitchhiking Places (C2025)

Hitchhiking in Kraków
Trampen in Krakau (Wikimedia Commons, Klick zum Original)

Zusammenfassung:

Es werden an den Chemnitzer Autobahnauffahrten und an den wichtigsten Fernstraßen sichere Einstiegs- und Ausstiegsplätze für Tramper:innen geschaffen und kommuniziert.
Trampen (Hitchhiking) ist eine der ökologischsten, sozialsten und verbindendsten Reisevarianten. Aufgrund der nachhaltigen Zukunftsperspektive unterstützt Chemnitz Trampen/Hitchhiking als  An- und Abreise-Variante zum Kulturhauptstadtjahr explizit.

Link zur detaillierten Projektbeschreibung:

Heutige „Gute Tat“

Unser heutiger Vorschlag für Eure gute Tat heute: Denk an Euren Post- und Paketboten mit einem kleinen Geschenk.
(Video-Dauer: 0:47 min)

heutiges Weihnachtskarten-Motiv

, Dirk Liesch [CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0)]
Weihnachtskarten-Motiv: Chemnitzer Straße im Winter (Klick auf Motiv für größeres Bild)

heutiges Postkarten -Motiv

, Dirk Liesch [CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0)]
Postkarten-Motiv mit Spruch (Klick auf Motiv für größeres Bild)

Wer kennt sich aus, welches Chemnitzer Weihnachtskarten-Motiv dargestellt ist? (das heutige Postkarten Motiv: ein Kiefernzapfen)

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Secure Hitchhiking Places (C2025)

Sichere Tramper-Plätze in Chemnitz

Die „Secure Hitchhiking Places“ (SHP) sind ein Projektvorschlag von „lebenswertes Chemnitz“ für das Kulturhauptstadtjahr C2025.

Hitchhiker's gesture
Klick auf Bild zum Original (Wikimedia Commons)

Zusammenfassung

Es werden an den Chemnitzer Autobahnauffahrten und an den wichtigsten Fernstraßen sichere Einstiegs- und Ausstiegsplätze für Tramper:innen geschaffen und kommuniziert.
Trampen (Hitchhiking) ist eine der ökologischsten, sozialsten und verbindendsten Reisevarianten, die in den vergangene Jahren zu unrecht aus der Mode gekommen ist. Aufgrund der nachhaltigen  Zukunftsperspektive unterstützt Chemnitz diese An- und Abreise-Variante zum Kulturhauptstadtjahr explizit. Dass dies mit sehr geringem finanziellen Aufwand möglich ist, verdeutlich das „historische“ Foto aus den Niederlanden:

Aan de Gooiseweg in Amsterdam 1e officiele liftplaats van Nederland in gebruik genomen, bord dat de liftplaats aangeeft, Bestanddeelnr 931-4254
Klick auf Bild zum Original (Wikimedia Commons)

Wichtig beim Trampen (und heutzutage schwierig) sind verkehrssichere Ein- und Ausstiegsplätze, an denen Autofahrer Tramperinnen/Hitchhiker rechtzeitig sehen und sicher anhalten können. Schwierig ist auch häufig, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln möglichst dicht an optimale Anhalteplätze zu kommen. Außerdem ist es schwer als Ortsfremder die geeigneten Anhalteplätze zu finden. Optimal wäre es also, geeignte Haltestellen des Chemnitzer ÖPNV (Busse) an den Ausfahrtstraßen und in der Nähe der Autobahnauffahrten auch fürs Trampen freizugeben (das Autos hier zum Ein- und Aussteigen von Tramperinnen halten dürfen) und entsprechend zu kennzeichnen.

Die Karte enthält die Vorschläge für die sicheren Tramperplätze in Chemnitz.

Begründung des „Secure Hitchiking Places“-Projektes

Ich bin selbst zwischen meinem 14. Lebensjahr und dem Ende meines Studiums sehr viele meiner längeren überregionalen Fahrten und Reisen getrampt und habe danach zahlreiche Tramper (solange es diese noch gab) und später Mitfahrerinnen (Mitfahrgelegenheit, BlaBlaCar) mitgenommen. Trampen auf Auslandsreisen halte ich bis heute für die sozialste und intensivste Art, andere Länder, Menschen und Kulturen kennenzulernen und auch innerhalb Deutschlands für eine schöne und kommunikative Weise zu reisen. Im Ausland und auch in Deutschland war ich zahlreiche Nächte, aber auch teilweise bis zu einer Woche bei „zuerst Fremden“ zu Gast, oder hatte später selber Gäste, die wegen einbrechender Dunkelheit an dem Tag nicht weiter konnten. Der Rucksack des folgenden Bildes erinnert mich an meinen damals.

Fl-90-0020-Hitchhiking
Tramper mit altem Alugestell-Rucksack (Wikimedia Commons)

Außerdem ist Trampen eine der nachhaltigsten Reiseformen, da dafür kein Fahrzeug mehr CO₂ außstoßen oder mehr Kilometer fahren muss, als es sowieso fahren würde. Deshalb ist es CO₂ neutral. Prinzipiell gilt das auch ähnlich für „Mitfahrgelegenheiten“, wobei dabei die soziale Komponente nicht so ausgeprägt ist.

Diese soziale Komponente, des Kennenlerns, der Gespräche und des sozialen Austauschs, ist „des Pudels Kern“ (das Besondere) beim Trampen. Oft wird man von „lokalen Insidern“ mitgenommen, die einem, beim Reisen in fremden Regionen und Ländern,  gute Tipps für den nächsten Stop (Unterkunft, Events, Lohnenswertes, Essen usw.) geben können.  Deshalb währe die aktive Förderung des Trampens zur Kulturhauptstadt 2025 ein großartiges Zeichen der „Willkommenskultur“.

Hitchhiking in Kraków
Klick auf Bild zum Original (Wikimedia Commons)

Die Zukunft wird wahrscheinlich mehr Elektroautos bringen, was den Individualverkehr mit deutlich niedrigerer CO₂-Belastung ermöglicht. Zusätzlich wird dies wahrscheinlich durch das „autonome Fahren“ verstärkt. Nicht nur wegen der Monopole (z.B. Bahn) und möglicher Streiks, sondern vor allem wegen Flexibilität und Unabhängigkeit, also auch persönlicher Freiheit, wird der Individualverkehr bleiben, wenn auch zum größten Teil elektrisch oder über E-Fuels.  Außerdem ist bereits heute absehbar, dass zum Einen das „49,-€ Ticket“ deutlich teurer wird, als auch die Bahn ihre Probleme mittelfristig nicht in den Griff bekommen wird (selbst unabhängig von Finanzierung, weil „Monopolproblem“). Deshalb wird „Mitfahren“ und „Trampen“ wieder deutlich interessanter und wichtiger, wobei „Trampen“ davon die sozialere Variante darstellt.

Bundesarchiv Bild 183-1990-1210-001, Erfurt, Zimmermänner auf der Walz
Zimmermänner auf der Walz (Wikimedia Commons)

Deshalb ist es innovativ und zukunftsorientiert, wenn Chemnitz für C2025 diese Reisevariante offensiv durch „Secure Hitchhiking Places“ unterstützt.

Im einfachsten Fall handelt es sich um die Aufstellung ähnlicher Schilder, wie das Foto aus den Niederlanden zeigt, an den Bushaltestellen, die als sichere Tramperplätze dienen (siehe Karte) und der Öffentlichkeitsarbeit zu C2025 hinsichtlich der An- und Abreise nach Chemnitz zum Kulturhauptstadt-Jahr. => Das kostet fast nichts, außer gutem Willen !

Sicheres Ankommen

Ein weiteres wichtiges Thema, welches allerdings das C2025-Team nicht allein lösen kann, sondern höchstens ein „Start-Up“ aus Chemnitz (oder doch von woanders), ist das „Sichere Ankommen“ („sichere Mitfahren“ bzw. „sichere Mitnehmen“).

Eines der Hauptbedenken, sind Vorfälle, wie diese: „Mord an Sophia Lösche beim Trampen von Leipzig nach Amberg am 14.6.2018“ (Link zu Wikipedia).
Es bestehen sowohl seitens des Mitfahrens, als auch des Mitnehmens Bedenken, Opfer eines Verbrechens zu werden. Dies ist prinzipiell nicht unberechtigt, wie das obige Beispiel zeigt.

Deshalb ist entprechende Aufmerksamkeit und Vorsicht selbstverständlich geboten. Man sollte IMMER auf sein Gefühl hören, bei wem man einsteigt, oder wen man mitnimmt. Diese Regel gilt, seitdem es Trampen gibt.

Aber: Solche Verbrechen sind auch in Zügen oder bei anderen Reisevarianten nicht ausgeschlossen UND das Mitfahren/Mitnehmen ist aufgrund der „Digitalisierung“ heute viel sicherer geworden, als noch zu „analogen Zeiten“, wie z.B. bereits „Mitfahrgelegenheit.de“ (heute leider BlaBlaCar) zeigt.

Das nachvollziehbar ist, wer in welchem Fahrzeug welche Person über welche Streckle mitgenommen hat, ist in „Smartphone-Zeiten“ kein Hexenwerk für eine App mehr. Mit diesen Infos sind Verbrechen extrem unwahrscheinlich, insbesondere wenn man das mit der obigen Tramper-Regel kombiniert!

Hitchhiking in Iran
Hitchhiking im Iran (Wikimedia Commons, Klick auf Bild zu Original)

Chemnitzer IT-Unternehmen mit „Tramper -App“?

Überlegungen außerhalb dieses konkreten Projektvorschlags, da nicht im Einflussbereich des C2025-Teams:
Es gibt natürlich die Mitfahrportale, z.B. „blablacar.de“ oder „Fahrgemeinschaft“ und auch einige bisher ungeeignete Versuche zu „Tramper-Apps“, aber diese sind fürs trampen bisher ungeeignet. Deshalb kommen hier ein paar Überlegungen, was eine sinnvolle Tramper-App für Tramper und Mitnehmende unbedingt können müsste und was optional außerdem noch schön wäre.

Unbedingt / muss:

  • Tramperinnen müssen signalisieren können, dass sie trampen und wo sie warten (Position), möglicht mit einem Klick
  • Mitnehmer müssen, sobald sie in die Nähe der Warteposition von Trampern kommen (ca. 1km), angezeigt bekommen, wo Tramper warten.
  • Tramper und Mitnehmer müssen sich registrieren können, optional mit Bild und otional mit Fahrzeug(Typ,Farbe, Kennzeichen) damit möglich ist, zu erkennen mit wem man mitfährt bzw. wen man mitnimmt.
  • Es sollte eindeutig ekennbar/registriert/nachvollziehbar sein (zumindest für ca. 72h-14 Tage), wer mit wem gefahren ist. Mitfahrende und/oder Mitnehmende sollten das optional mit möglichst nur einem Klick „registieren/festhalten“ können. Ein „löschen“ nach sicherem Abschluss der Fahrt sollte möglich sein.
  • Die Option, dass jemand ohne registriert zu sein, als Tramper mitfahren kann oder Tramper mitnehmen kann, sollte erhalten bleiben (eigenes Risiko der Beteiligten = old school hitchhiking). App geht also auch prinzipiell ohne Registrierung.
  • optional: Bewertungsmöglichkeit von Mitnehmenden und Mitfahrenden (Möglichkeit, über Bewertungen, Vertrauen zwischen Trampern und Mitnehmerin zu schaffen)

Optional (nice to have):

  • Tramperinnen können das Ziel (bzw. Route) schon vorab eingeben und Fahrer kann sich dies schon vorab anzeigen lassen.
  • Die Route vom Fahrer (falls mit Navi unterwegs) und die der Tramper kann bereits automatisch abgeglichen werden, mit Vorschlag des Teilstücks, was eine Mitnehmerin die Tramper mitnehmen kann (möglicher Ausstiegspunkt)
  • Vorschläge für gute Ausstiegspunkte (Zwischenstopps), von wo aus die Tramperinnen möglichst gut weiterkommen.
  • Optional: Recording der gemeinsam gefahrenen Strecke, des Einstiegs- und des Ausstiegspunkten, inkl. Zeiten, sowie Speicherung der Informationen für 72h-14 Tage.

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18. Dezember 2023 -Adventskalender

Adventskalender: 18.Dezember

Projekt: Yorckgebiets-Rundweg als Zukunftsvision (C2025)

Zusammenfassung:

Das Pilotbeispiel „Yorckgebietsrundweg“ als Zukunftsvision für „Lebenswerte Plattenbausiedlunen“ ist der heutige Projektvorschlag für das Kulturhauptstadtjahr C2025.

Auf einem Rundweg im Chemnitzer Yorckgebiet wird eine Zukunftsvision gezeigt, wie nachhaltiges, klimafeundliches und „lebenswertes“ Wohnen in der „Stadt der Zukunft“ aussehen kann.   Dazu wird der Rundweg mit entsprechenden Wissen zur Vergangenheit, zum IST-Zustand und vor allem zu den Zukunftsvisionen ausgestaltet. Diese „digitale Begleitung/Führung“ auf dem Yorckgebiet-Rundweg erfolgt über „SOL-Infoschilder“ („freie digitale Lernpfade“ des SOL-Projekts). Der Rundweg ist eine Vision für die Zukunft von Plattenbausiedlungen nicht nur in Ostdeutschland, sondern in ganz Europa und wahrscheinlich darüber hinaus. Die heutige „Gute Tat“ (siehe weiter unten) schlägt bereits einen Spaziergang auf dem geplanten Rundweg vor.

Link zur detaillierten Projektbeschreibung:

Heutige „Gute Tat“

Unser heutiger Vorschlag für Eure gute Tat heute:
(Video-Dauer: 0:53 min)

Link zur Karte (Map) des Rundwegs im Yorck-Gebiet in Chemnitz. Der Weg wurde mit Blickwinkel „umweltbewusstes Leben“ vorgeschlagen. Warum? Denke darüber auf dem Weg nach und erfühle es.

heutiges Weihnachtskarten-Motiv

, Dirk Liesch [CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0)]
Weihnachtskarten-Motiv: Chemnitzer Stadtpark (Klick auf Motiv für größeres Bild)

heutiges Postkarten -Motiv

, Dirk Liesch [CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0)]
Postkarten-Motiv mit Spruch (Klick auf Motiv für größeres Bild)

Wer kennt sich aus, welches Chemnitzer Weihnachtskarten-Motiv dargestellt ist? (das heutige Postkarten Motiv: eine Rose aus Chemnitz)

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Alle Inhalte hier (Außer den extern eingebetteten mit eigener Lizenz – z.B. Youtube) stehen unter der freien Lizenz „CC-BY 4.0“ (Dirk Liesch), d.h. Ihr könnt z.B. die Postkarten entsprechend wiederverwenden, drucken und daraus auch einen Papier-Adventskalender für Eure Freunde, Kollegen oder Kunden „basteln“.

Lebenswerte Plattenbausiedlungen (LPS 2030)

Yorckgebiets-Rundweg als Zukunftsvision (C2025)

Das Pilotbeispiel „Yorckgebietsrundweg“ als Zukunftsvision für „Lebenswerte Plattenbausiedlunen“ ist ein Projektvorschlag von „lebenswertes Chemnitz“ für das Kulturhauptstadtjahr C2025.

Zusammenfassung

Auf einem Rundweg im Chemnitzer Yorckgebiet wird eine Zukunftsvision gezeigt, wie nachhaltiges, klimafeundliches und „lebenswertes“ Wohnen in der „Stadt der Zukunft“ aussehen kann. Mehrfamilienhaus-Viertel sind für nachhaltiges urbanes Wohnen mit Abstand die beste Lösung. Das Chemnitzer Yorckgebiet ist ein sehr gutes Beispiel für das positive Lebenspotential von Plattenbausiedlungen. Der für C2025 entstehende Rundweg im Yorckgebiet lässt erfühlen, warum das Wohnen in Plattenbausiedlungen lebenswerter ist, als zum Beispiel im Einfamilienhaus. Dazu wird der Rundweg mit entsprechenden Wissen zur Vergangenheit, zum IST-Zustand und vor allem zu den Zukunftsvisionen ausgestaltet. Diese „digitale Begleitung/Führung“ auf dem Yorckgebiet-Rundweg erfolgt über „SOL-Infoschilder“ („freie digitale Lernpfade“ des SOL-Projekts). Der Rundweg ist eine Vision für die Zukunft von Plattenbausiedlungen nicht nur in Ostdeutschland, sondern in ganz Europa und wahrscheinlich darüber hinaus. Dies Vision können Gäste ind C2025 auf diesem Weg erleben und mit in ihre Heimat nehmen.

Der Vorschlag der „Guten Tat“ : „Mache einen Spaziergang im Chemnitzer Yorck-Gebiet mit dem Blickwinkel: umweltbewusstes Leben“ zeigt bereits den Rundweg, mit seinen wesentlichen Informationspunkten und Wegabschnitten:
(Video-Dauer: 0:53 min)

Link zur Karte (Map) des Rundwegs im Yorck-Gebiet in Chemnitz. Der Weg wurde mit Blickwinkel „umweltbewusstes Leben“ erstellt und enthält dabei schon die meisten wesentlichen Stationen, um die Zukunftsvision zu verdeutlichen.

Einige Ideen und Konzepte der Vision hinter dem „Yorckgebiets-Rundweg“ werden bereits in Halle-Neustadt im Projekt „Zusammenleben 4.0“ umgesetzt. Diese konkreten Maßnahmen würden hier zu weit führen (hier geht es um die Vermittlung der Zukunfts-Vision).

Attraktives, nachhaltiges Wohnen in Plattenbausiedlungen

Plattenbausiedlungen, auch in Ostdeutschland, driften nach der Wende, nach dem Vorbild westeuropäischer Städte, immer mehr weiter in Richtung Problemviertel ab. Dabei sind gerade die Plattenbausiedlungen in Ostdeutschland oft so geplant und gebaut, dass sie ein „lebenswerteres Wohnen“ gestatten, als in anderen urbanen Bereichen , insbesondere lebenswerter, als in Einfamilienhaussiedlungen.

Chemnitzer Yorckgebiet im Frühjahr
Chemnitzer Yorckgebiet im Frühjahr (Foto: Dirk Liesch, CC-BY 4.0)

Ich nutze beim Yorckgebiets-Rundweg bewusst die ursprünglichen Bezeichnungen zu Zeiten der Planung, des Baus und während der 27-28 jährigen Nutzungszeit bis zur Wende (1989), um das ursprüngliche Konzept zu verdeutlichen, von dem Einiges seitdem zerstört wurde.

Was zeigt uns der Yorckgebietsrundweg ?

  • auf direktem Weg ist jeder Punkt dieses Rundwegs weniger als 1km entfernt. Befindet man sich im inneren Bereich, sind es meist weniger als 500m.
  • Es sind also alle Einrichtungen, Erholungs- und Sportmöglichkeiten fußläufig erreichbar.
  • Es sind in diesem Bereich weder Auto, noch öffentlicher Personennahverkehr, noch Fahrrad oder Roller und Fahrräder mit Hilfsmotor (z.B. eBikes) erforderlich.
  • Auf dem Rundweg passieren wir:
    1. zwei Kaufhallen (heute Diska und Edeka)
    2. mehrere Kinderkombinationen aus Kindergarten und Kindergrippe mit jeweils großem Außengelände (heute teilweise Eigentumswohnungen)

      Kinderkombination Yorckgebiet mit großem Außengelände
      Kinderkombination Yorckgebiet mit großem Außengelände
    3. mehrere 10-klassige Polytechnische Oberschulen, jeweils mit eigenen Turnhallen, Außensportanlagen, Schulhof, Schulgarten und Schulklub, in die Schülerinnen alle von Klasse 1-10 gegangen sind (heute z.B. Montessori-Schule)

      ehemalike Matrossow- und Komarow-Schule mit beiden Turnhallen (POS, 10 klassig)
      ehemalike Matrossow- und Komarow-Schule mit beiden Turnhallen (POS, 10 klassig)
    4. das Versorgungszentrum Yorckgebiet, mit ehemals Kaufhalle, Einkaufsmöglichkeiten, Bibliothek, Post, Friseur, Schulspeisung usw. (heute Yorck-Center)
    5. die Polyklinik (mit den verschiedensten Ärzten in einem Haus) und das Zeisigwaldkrankenhaus (heute Zeisigwaldkliniken)

      Yorckgebiet Polyklinik
      Yorckgebiet Polyklinik
    6. die Schwimmhalle Gablenz, für Freizeit- und Schulschwimmen

      Schwimmhalle Gablenz, Yorckgebiet
      Schwimmhalle Gablenz, Yorckgebiet
    7. zahlreiche Spielplätze die überall im Wohngebiet verteilt waren (heute teilweise Parkplätze, Grünflächen oder ziemlich verfallen)

      Spielplatz, Yorckgebiet, ziemlich verfallen
      Spielplatz, Yorckgebiet, ziemlich verfallen
    8. ehemals öffentlich zugänglich Sportanlagen (heute z.B. eingezäumter Sportplatz Vogelweide, oder Grünflächen, oder verfallen)

      heute eingezäumter Sportplatz Vogelweide
      heute eingezäumter Sportplatz Vogelweide
    9. drei Kleingartensparten: Vogelweid, Zeisigwaldlehne Höhenluft, mit jeweils ihren Gaststätten mit grüner Außenanlage
    10. der Ententeich, als Beispiel für Erholungsbereiche (heute Knappteich)

      Yorckgebiets-Rundweg Chemnitz, Knappteich
      Yorckgebiets-Rundweg Chemnitz, Knappteich
    11. der Zeisigwald als Naherholungsgebiet

      Naherholungsgebiet Zeisigwald
      Naherholungsgebiet Zeisigwald
    12. Altenheim, Pflegeheim (heute Altenpflegeheim „Am Zeisigwald“)
    13. Hinweis: Das ehemalige Kino „Welt Echo“ (ca. 3 min. vom Rundweg entfernt) und das ehemalige „Zeisigwaldbad“ (Freibad, ca. 7-10 min vom Rundweg entfernt) wurden weggelassen, da diese der „Wende“ zum Opfer gefallen sind (bzw. nur der Name „Welt Echo“ in einem anderen Stadtgebiet erhalten wurde).

Ein Beispiel für die negativen Entwicklungen im Bildungssystem seit der Wende ist zum Beipiel der Verfall des Schulhofes (heute teilweise Lehrerparkplatz), des Schulgartens und der ehemaligen Außensportanlagen des Schulkomplexes der Matrossow- und Komarow POS:

verfallener ehemaliger Schulhof der Matrossow und Komarow POS
verfallener ehemaliger Schulhof der Matrossow und Komarow POS

Nachhaltigkeitsbetrachtungen „Plattenbausiedlung“, am Beispiel Yorckgebiet

  • keine Überlastung des ÖPNV in Spitzenzeiten und weniger überflüssigen Fahrten mit ÖPNV, PKWs, Fahrrädern mit Hilfsmotor usw. (Schulbeginn, KITA, Einkaufen für täglichen Bedarf, Sport, Schwimmen, Arztbesuche, Spaziergänge, Gartenarbeit …), z.B. keine „Elterntaxis“ in KITAs und Schule, keine ÖPNV-Schulwege bis Klasse 10
  • 5-10min Fußwege zur Schule, auch zu den Arbeitsgemeinschaften (AGs, heute „Ganztagesangebote – GTAs)  am Nachmittag oder Abend (=> 1-2 Stunden Zeitersparnis für die Schüler/Tag). Allein das bedeutet 21-42 Stunden mehr Zeit für Aktivitäten und Freizeit
  • Zeiteinsparungen auch für erwachsene Bewohner jeden Alters von ca. 4-20 Stunden/Monat (je nach Tätigkeit und Lebenssituation)
  • Minimale Bodenversiegelungen und maximale „Grünzonen“(bezogen auf die Bewohnerzahl) für die Wohngebäude und zur Erreichung der regelmäßig erforderlichen Infrastruktur (Schulen, Kitas, Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten)
  • Minimale Imissionen und CO₂-Ausstoß, u.a. auch für Heizen und Warmwasser, durch sehr gute Dämmbarkeit der Wohngebäude und effektive Versorgungsmöglichkeit durch Fernwärme.
  • Optimale Kombination von „großen Bäumen“ im Wohngebiet und Solaranlagen auf den Flachdächern (bei Gebäuden ab 4-5 Etagen) möglich (Bei Einfamilienhäusern heißt es, „entweder Solar oder große Bäume“!)
  • Einfachere Infrastruktur zu Entsorgung und Recycling der „Reststoffe“ (Abwasser, Müll etc.)
  • viel höhere Biodiversität und Vielfalt durch zahlreiche Kleingärten und Naherholungsgrundstücke (kostenfrei für die öffentliche Hand gepflegt), teilweise Selbstversorgung und besseres Wissen zu biologischen Zusammenhängen.
  • Weniger Fahrten, Umweltbelastungen und Ressourcenverbrauch durch weniger Reisen zu externen, intensiven, ressourcenverbrauchenden „Events“ und externen „Unterhaltungsangeboten“

„Parklet“ – Mahnmal für Fehlentwicklungen

Das „Parklet Yorckgebiet“ sollte als „Denkmal/Mahnmal für Fehlentwicklungen“ wieder aufgestellt werden“!

Parklet Yorckgebiet, sollte als Mahnmal wieder aufgestellt werden
Parklet Yorckgebiet, sollte als Mahnmal wieder aufgestellt werden

Während Spielplätze (siehe Bänke auf Spielplatz, Bild oben), Schulgärten und Schulhöfe verfallen, wurden jeweils 5-stellige Summen für „Parklets“, wie obiges im Yorckgebiet, ausgegeben, vor allem um PKW-Nutzer zu ärgern. Dieses wurde weder durch die Anwohner genutzt, noch „nachhaltig“ errichtet. Es war ein Verkehrshindernis und musste, wie auf dem Bild erkennbar, deswegen extra gesichert werden. Die Vorbeifahrt der PKWs wurde eingeschränkt.

Parklet Yorckgebiet, Verfallserscheinungen nach weniger als einem Jahr
Parklet Yorckgebiet, Verfallserscheinungen nach weniger als einem Jahr

Bereits nach wenigen Monaten zeigte sich die Verrottung des Holzes der Bank (sie schwarze Stellen auf der Liegefläche) durch stümperhaften völlig ungeeigneten Holzschutz. Nach weniger als einem Jahr war der Tisch durch Vandalismus kaputt, nur extrem gefährliche Schraubenspitzen waren über Monate noch als „Tretfallen“ an der Stelle vorhanden, wo vorher der Tisch befestigt war. Dort wo „die grüne Lunge der Stadt“ wuchern sollte, befanden sich weniger als ein Jahr nach der Bepflanzung nur noch „Lebensmittelabfälle“, zum Beispiel inzwischen hochgiftiges verrottetes Hackfleisch:

Lebensmittel Abfälle im Parklet Yorckgebiet
Lebensmittel Abfälle im Parklet Yorckgebiet

Statt also z.B. die Bänke auf den Spielplätzen in Ordnung zu bringen, die früheren Schulgärten wiederzubeleben, Sportplätze wieder für die Allgemeinheit zugänglich zu machen oder das erfolgreiche 10klassige Bildungskonzept des „Chemnitzer Schulmodells“ (CSM) auf mehr „fußläufige“ Schulen im Stadtgebiet „auszurollen“ (siehe „Bildung 4.0“-Konzept des Chemnitzer aracube e.V.), wurden in Chemnitz Unsummen für symbolischen, unwirksammen  „Nachhaltigkeitsblödsinn“ wie dieses „Parklet Yorckgebiet“ ausgegeben, statt wirklich für Nachhaltigkeit aktiv zu werden. Für diese Fehlentwicklung sollte das „Parklet Yorckgebiet“ als Mahnmal wieder aufgestelt werden. (Ich ärgere mich etwas, weil es aufgrund meiner Kritiken entfernt wurde. „Nobody is perfekt“)

Fläche der Frühblüher-Mitmach-Aktion vor der Zeisigwaldstraße 17, Chemnitz

Sozialer Zusammenhalt und Mitmachkultur

Die Wohngemeinschaften (Familien in einem Hauseingang eines Plattenbaus) waren in vielen Fällen eine soziale Gemeinschaft, unterschiedlich starker Ausprägung.
Bis heute werden teilweise Geburtstage, Silvester und andere Events in der Hausgemeinschaft zusammen gefeiert. Die gegenseitige Entgegennahme von Paketen, die Urlaubsbetreuung der Wohnung (Post, Pflanzen gießen etc.) ist im Haus untereinander genauso selbstverständlich, wie das Abholen vom Arzt, das Mitbringen von Einkäufen oder ähnliche nachbarschaftliche Hilfe.
Auch wenn sich das seit der „Wende“ immer weiter auflöst, da wohlhabendere Bevölkerungsgruppen (nach „Wessi -Menthalität“) Plattenbauten eher als Ghettos ansehen, statt als lebenswerte Wohnumgebung, werden nachhaltige Mitmachbrojekte und Mitmachkultur sehr gerne unterstützt, wenn man das denn fördert (statt „Parklets“), wie das Beispiel der Frühblüherfläche vor der Zeisigwaldstraße 17 im Yorckgebiet (im Rahmen der „Frühblüher-Mitmach-Aktion“ entstanden) zeigt.

Aufgrund der größeren „Dichte“ an Kindern und Jugendlichen waren gemeinsame Aktivitäten, wie z.B. Sport (Fußball, Basketball, Federball, Tischtennis usw.), gemeinsame Kino-, Schwimmhallen-, Freibad- und Disko-Besuche (alles fußläufig) selbsverständlich (gelebte Realität, „common sense“) … und natürlich auch einiger „Blödsinn“.

Weitere Vorteile von Plattenbau-Siedlungen

Viele Plattenbausiedlungen in Ostdeutschland werden durch Wohnungsgenossenschaften betrieben, also kostendeckend und nicht profitorientiert. Damit steigen die Mietkosten nur im Rahmen der gesellschaftlichen Inflation (also derzeit trotzdem recht stark), aber systembedingt nur zur Deckung der tatsächlichen Kosten. Bei Schäden und notwendigen Reparaturen reicht bei guten Wohnungsgenossenschaften ein Anruf und das Problem wird kurzfristig behoben.  Bis zur Wende galt der Spruch „Trocken, Sicher und Warm“. Selbst das „Sicher“ ist auch heute oft noch (im relativierenden Vergleich zur Innenstadt) gegeben. Aufgrund des negativen „Vorbilds“ der Plattenbausiedlungen in Westeuropa ist es aber eine gesellschaftliche Aufgabe der Stadt Chemnitz, den negativen Trend beim Thema „Sicherheit“ durch geeignete Maßnahmen zu stoppen. Auch das ist wichtiger als Symbol-Aktionismus wie die „Parklets“.

Wenn man aus dem Gesichtspunkt „helle Wohnräume“ und Nutzung der geografischen Möglichkeiten auf die Wohnblöcke im Yorckgebiet schaut, erkennt man, dass der Ausrichtung der Wohnblöcke (und der Abstände) zuvorige Berechnungen zur Mindestdauer von Sonnen- und Lichteinfall in die Wohnräume (auch im Winter) zugrunde lagen. Die Haup-Wohnräume liegen also auf der Sonnenseite, die Schlafzimmer und „Versorgungsräume“ entweder auf der Schattenseite oder im Innern. Die Grünflächen schließen auf der Sonnenseite an die Häuser an, während sich die Zufahrtsstraße und die Parkplätze auf der Schattenseite befinden.

Es lohnt sich, beim Yorckgebietsrundweg auch auf diese kleineren Dinge zu achten. Wieviel Grün, wieviel mögliche Spiel- und Erholungsflächen, wieviel Potential für soziale Gemeinschaft und Vorteile für Nachhaltigkeit entdeckt Ihr?

Diese Zukunftsvision zu „lebenswerten Plattenbausiedlungen“ sollen die C2025-Besucherinnen aus Chemnitz mit nach Hause nehmen.

Zeisigwald im Herbst
Zeisigwald im Herbst
Dirk Liesch [CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0)]
Zeisigwaldschänke in Chemnitz im Schnee bei Nacht (Dirk Liesch, CC BY 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by/4.0)

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