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Wildbienen-2025

Wildbienen – Mitmach -Aktion und Bildungsprojekt

(Gliederung entsprechend „Checkliste für Mikroprojekte #chemnitz2025“)

Projektzusammenfassung

Die „Mauerbienen-Aktion“ (Mitmach-Aktion) von „lebenswertes Chemnitz“ mit dem integrierten Bildungskonzept zum „objektbasierten Lernen“ des Chemnitzer „aracube e.V.“ sind die vorhandene Grundlage dieses Kulturhauptstadt-Projektvorschlags. Viele Chemnitzer machen bei dieser Aktion mit, indem sie in ihrem Garten und/oder auf ihrem besonnten Balkon (ca. bis zur 2.Etage) einen „Mauerbienen-Nistblock“ anbringen welcher in einer regionalen „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“ gefertigt wurde. Dies unterstützt nicht nur die rote bzw. rostrote Mauerbiene (Insekt des Jahres 2019) oder andere Wildbienen, die in solchen „Insektenhotels“ nisten oder verbessert die Bestäubung in den Gartenanlagen, sondern über das damit verbundene Bildungsprojekt wird das Wissen vermittelt, ganzheitlich die Aspekte des Bienen- und Insektenschutzes zu verstehen und vor allem damit selbst nachhaltig handlungsfähig zu werden. Somit setzen sich viele Chemnitzerinnen durch dieses Projekt zukünftig ganzheitlich und sinnvoller für Bienen, Wildbienen und Insekten ein, durch geeignetes „Tun und Handeln“.

Ausführliche Projektbeschreibung

Mit der erfolgreichen Mauerbienen-Aktion“ in 2020 wurden die Grundlagen dieses „Wildbienen-2025“ Projektes gelegt. Am 8.4.2021 fand eine „Live-Session“ des biMOOC 2021 zu diesem Projekt statt (sieh Einladung hier). Die Videoaufzeichnung ist ca. 14-20 Tage später im „open-academy“ Kanal verfügbar und wird dann auch hier eingebunden.

Bei der Mauerbienen-Aktion handelt es sich nicht nur um ein „Wildbienen – Mitmach-Projekt“, sondern auch um ein Bildungsprojekt, zu Mauerbienen, Wildbienen und Blühflächen, nach dem Ansatz des „objektbasieren Lernens“ nach dem „flipped classroom“ Konzept. Wie die digitale Bildung zum Theorie-Teil möglich ist und dies mit der Praxis über den „Mauerbienen-Nistblock“ (reales Lernobjekt) verbunden werden kann, zeigt der durch den Chemnitzer „aracube e.V.“ erstellte Lernpfad zur „Mauerbienen-Aktion“. Beachtet werden sollte an diesem Beispiel der Pfad der „Wissensvermittlung“ vom konkreten „Mauerbienen-Nistblock“ über weitergefasste Wildbienen-Themen bis hin zu nachhaltigen Blühflächenkonzepten. Der „Mauerbienen-Nistblock“ ist quasi der Startpunkt hin zu einem fundierten praxisorientierten Wissen zum Bienen – und Insektenschutz.

Im „Wildbienen-2025“ Projekt geht es darum, diese „Mauerbienen-Aktion“ ab 2021 kontinuierlich weiterzuentwickeln und zahlreiche Mitmacher in der Chemnitzer Bevölkerung zu finden und damit das Wissen zu Wildbienen, zum Wildbienenschutz und  zu nachhaltigen Blühflächen zu verbreiten und die Chemnitzerinnen auf diesen Gebieten als kompetente Mitmacherinnen zu gewinnen.

Der „Mauerbienen-Nistblock“ ist ein ideales Lernobjekt, nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Erwachsene. In dieser Hinsicht ist er allen sonstigen „Insektenhotels“ weit überlegen (siehe Aufzeichnungsvideo der Live-Session ab ca. Ende April). Wenn in 20-30% der Kleingärten, Eigenheimgrundstücken und Schulgeländen in Chemnitz ein solcher Nistblock aufgestellt ist, bedeutet das nachfolgend auch eine große Breite von weiteren Wildbienenprojekten (z.B. für „Erdbrüter“, „Hummeln“, „nachhaltige Blühflächen“ usw.) . Die Chemnitzerinnen gestalten diesen Veränderungsprozess als Mitmacher selber. Die „Mauerbienen-Nistblöcke“ sind der Samen, der aufgehen und Früchte bilden soll.

Wen spricht das Projekt primär an?

Alle Kleingartenvereine (KGVs), Kleingärtnerinnen, Grundstücksbesitzer, Mieter mit „besonnten“ Balkonen bis zur 2.Etage, sowie Schulen, Kindergärten und Organisationen mit geeignetem Gelände (sonnige Aufstellorte) .

Welcher (gesellschaftliche) Mehrwert ergibt sich aus dem Projekt?

Verbreitung von Wissens zum nachhaltigen Bienen- und Insektenschutz. Viele kleine selbstorganisierte, wertvolle und nachhaltige Maßnahmen zum Insektenschutz werden flächendeckend in Chemnitz umgesetzt, nicht „von oben“ vorgeschrieben, sondern aus eigenem Wissen und Motivation getrieben, „gesät“ über die „Mauerbiene-Aktion“. Wenn viele Chemnitzerinnen mitmachen, schafft das auch eine Gemeinschaft, ein „Wissensaustauschsthema“ zum Fachsimpeln wenn man sich an einem Mauerbienen-Nistblock trifft. Außerdem wird über die lokale Herstellung der Nistblöcke in einer „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“ für sinnstiftende Arbeit/Beschäftigung dieser Mitmenschen gesorgt.

Die europäische Dimension

Das Projekt kann ein Vorbild zur Nachahmung in ganz Europa werden. Es ist ein nachahmenswertes Beispielprojekt für Insektenschutz. Die freien Bildungsinhalte (OER) des zugehörigen Bildungsprojektes können in anderen Gemeinden und Städten direkt genutzt werden (derzeit, wegen der deutschen Sprache, noch auf D-A-CH beschränkt).

Ist dem Projekt ein Finanzplan (Einnahmen /Ausgaben) beigelegt?

Nein

Ist die beantragte Unterstützung max. 2.500 €?

ja

Welche Kosten sollen mit der Unterstützung beglichen werden?

Notwendige zusätzliche Abstimmungs- und Koordinierungsaufwände.  Aufwände zum Ausbau der freien Bildungsinhalte. Aufwände zur Bekanntmachung des Projektes um größere Mitmacher-Gruppen zu erreichen. Aufwände zur Abstimmung und Organisation der Produktion und zur Verteilung/Ausgabe der Nistblöcke in Zusammenarbeit mit der „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“.  Aufwände zur Beantwortung zahlreicher Rückfragen der Mitmacher.

Wenn Honorare gezahlt werden: Für wen fallen diese in welcher Höhe an?

N.N.

Bienen, Imkerei, Blühflächen und Umweltschutz

Wissen zu Bienen, Imkerei, Blühflächen und Umweltschutz – Live-Sessions des Chemnitzer Bienen und Imkerei MOOC (biMOOC)

Der Chemnitzer „Bienen und Imkerei MOOC“ (biMOOC), eine kostenfreie Online Weiterbildung zu Bienen (Honigbienen und Wildbienen), Imkerei, Blühflächen und Umwelt- und Naturschutzthemen hat (Stand 18.3.2021) mehr als 1.100 angemeldete Teilnehmer aus 18 Ländern (obwohl er in Deutsch stattfindet). Dieses von Dirk Liesch ehrenamtlich aufgebaute Bildungsprojekt mit freien Lerninhalten (OER) bietet auch zahlreiche kostenfreie sogenannte „Live Session“ an, in denen unterschiedliche Experten der jeweiligen Themenbereiche Vorträge halten und dann für Fragen und Ratschläge zur Verfügung stehen. Daran kann auch jede interessierte Chemnitzerin teilnehmen, wenn sie sich im kostenfreien biMOOC anmeldet (oder Imkerin im Imkerverein Chemnitz 1874 e.V. ist). Dort gibt es jeweils die Einwahldaten für diese Live-Sessions.

Hier folgt die Liste der Themen und Zeiten der biMOOC Live-Sessions bis zum 23.April 2021:

Dienstag, 23. März, 19:00 Uhr
„Wie ich imkere und warum ich es so tue“
 mit Dr. Michael Hardt, Vorsitzender des Landesverbandes Sächsischer Imker e.V., Mitglied im Präsidiums des Deutschen Imkerbundes (Themenschwerpunkte: Bienengesundheit, Jugendarbeit).
In dieser Live Session stellt Michael Hardt als langjähriger Imker vor, wie er selbst imkert und erklärt, warum er es so tut und beantwortet Eure Fragen. Gerade als Jungimker und Anfänger ist eine der entscheidenden Fragen, wie möchte man imkern (Betriebsweise). Erfahrenen Imkern „über die Schulter“ zu sehen und an deren Erfahrungsweg und Überlegungen teilzuhaben, ist eine Entscheidungshilfe, den eigenen Weg zu finden, oder zu verbessern auch wenn man nicht alles 1:1 nachmacht oder seinen eigenen Weg geht.

Dienstag, 30. März, 17:00 Uhr
„Die Bienenentwicklung unter der Lupe: Videos und Verhaltensanalysen aus dem Bienenvolk “ 
mit Dr. Paul Siefert, Institut für Bienenkunde, Polytechnische Gesellschaft Goethe-Universität Frankfurt am Main, Fachbereich Biowissenschaften
Dr. Paul Siefert hat in den letzten Jahren eine Videobeobachtungsmethode entwickelt, um damit das Verhalten von Arbeiterinnen und Brut zu erforschen. Seine hochauflösenden Videos der Bienenentwicklung in der Zelle sollte jeder gesehen haben, der sich mich Bienen befasst – Varroa und Wachsmotten tragen ihren Teil zu einem wahren „Bienenthriller“ bei. Ein toller Vortrag erwartet Euch zur Verhaltensanalyse im Bienenvolk, mit beeindruckenden Videos aus dem Volk und interessanten und nützlichen aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Ein Thema sowohl für Anfängerinnen als auch für langjährige Imker.

Donnerstag, 8. April 2021, 18:00 Uhr
„Mauerbienen-Aktion: Ein Wildbienen-Projekt zum Lernen und Nachmachen“ 
mit Dirk Liesch, Initiator des Bienen und Imkerei MOOC (biMOOC), stellv. Vorsitzender Imkerverein Chemnitz 1874 e.V., Initiator der „Mauerbienen-Mitmach-Aktion
Dies ist ein konkretes Praxisbeispiel eines Mauerbienen-Mitmach-Projektes in Chemnitz, was sich nicht nur für Euch als Wildbienen-Interessierte selbst eignet, sondern Menschen aus Eurer Region mitnimmt. Es eignet sich sehr gut als praktisches Bildungsprojekt für Kinder und Jugendliche zum Thema Wildbienen- und Insektenschutz, auch als Angebot durch Imkervereine.

Donnerstag, 15. April 2021, 18:00 Uhr
„Frühjahrsentwicklung der geschiedeten Völker, Arbeiten am Bienenvolk und Antworten auf Fragen“ 
mit Rolf Schülbe, Landesverband Sächsischer Buckfastimker, 50 Jahre persönliche Imkererfahrung
Auf vielfachen Wunsch ist dies ein Folgevortrag auf „Benutzung des Wärmeschiedes im angepassten Brutraum“ (Link zur Youtube Aufzeichnung). Ihr habt auch hier noch einmal die Möglichkeit ihn persönlich auszufragen, wie er imkert und warum er es so macht. Der Vorgängervortrag war bisher der von erfahrenen Imkern meistgesehene und auch meistkommentierte Vortrag. Deshalb haben wir Rolf noch einmal dazu gewonnen.


Montag, 19. April, 19:00 Uhr
„Droplegverfahren – ein Beitrag zur Risikominderung“
mit Anke Hoppe, Sächsisches Landesamt für Umwelt Landwirtschaft und Geologie (LfULG)

„Spritzen“ in der Landwirtschaft und im Obstanbau führt regelmäßig zu Spannungen zwischen Naturschützern, Imkerinnen und Landwirten. Die „Dropleg“-Technik wird als eine Lösung gesehen, die beiden Seiten besser gerecht wird.

Kann das Verfahren einen Beitrag zur Risikominderung bei der Durchführung von Pflanzenschutzmaßnahmen leisten? Ist es praxistauglich und bekämpft es ertragsrelevante Krankheiten genauso effektiv wie konventionelle Verfahren?
Im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsvorhabens sowie einem Strategieversuch wurde das Dropleg-Verfahren hauptsächlich im Winterraps geprüft. Auch zur Abdrift im Winterweizen wurde die Technik getestet.


Freitag, 23. April, 19:00 Uhr
„Projekte und Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche“ 
mit Sven Hoffmann, Imkerverein Cottbus e.V., Jugendobmann
Aus den Erfahrungen in der der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen des Imkerverein Cottbus berichten wir über Projekte, die bisher an unserem zentralen Lehrbienenstand im städtischen Schulgarten stattfinden und über den Aufbau und Betrieb einer Schulimkerei. Neben Anregungen zur Planung und zur Durchführung dieser Bildungsangebote sollen auch Hinweise zu gut nutzbaren Informationsmaterialien und für die Verknüpfung mit relevanten, schulischen Themen gegeben werden. Wir wollen Mut machen, Honigbienen und ihre wilden Schwestern als Sympathieträger in der Umweltbildung zu nutzen und damit auch auf andere Umweltthemen aufmerksam zu machen. Wenn Bildungsthemen für Kinder und Jugendliche für Euch ein Thema sind, solltet Ihr diese Live-Session nicht verpassen.

Es sind noch weitere Themen und Referenten angefragt, teilweise schon mit Zusagen, aber noch ohne festgelegten Termin (evtl. auch noch im Zeitraum) bis 23.4.2021. Außerdem gibt es noch bis zum Ende des biMOOC 2021, am 8.8.2021, noch aller 14 Tage jeweils mindestens eine Live-Session.

Wenn Euch Themen aus dieser Liste interessieren, holt Euch die Zugangsdaten aus dem biMOOC, oder vom Imkerverein Chemnitz 1874 e.V.  und seid kostenfrei und live dabei.

Mauerbienen-Aktion

Die Mauerbienen Mitmach-Aktion

ist eine Initiative von „lebenswertes Chemnitz“ (seit dem Frühjahr 2020), um Nisthilfen für Mauerbienen in möglichst vielen Gärten und Grundstücken, sowie in allen Kleingartenvereinen (KGV) in Chemnitz zu etablieren, welche in einer regionalen Werkstatt für Menschen mit Behinderung hergestellt werden.

gemeinsam mit:

  • den Garten- und Grundstücksbesitzern
  • den Kleingarten-Vereinen (KGV)
  • den regionalen Umwelt- und Naturschutz-Aktiven
  • den Chemnitzer Imker -Vereinen
  • den Stadtteilzentren
  • dem Bienen und Imkerei-MOOC (biMOOC)
  • den Chemnitzer-Schulen
  • regionalen „Benachteiligten/Therapie“-Werkstätten
  • den regionalen Medien und Influencern
  • tangierten Ämter, Verwaltungen und Initiativen der Stadt Chemnitz
  • tangierten Ministerien (Umwelt, Bildung, Landwirtschaft) in Sachsen

ganz konkret geht es bei dieser Aktion hauptsächlich um die:

und die:

  • Herstellung/Beschaffung
  • Aufstellung und
  • Erstbesiedlung

von entsprechenden, nachhaltigen „Nistblöcken“ (siehe Beitragsbild). Über eine initiale Aktion in 2020 (evtl. auch 2021) soll eine erste „kritische Masse“ an Mitmachern (verteilt über Chemnitz) erreicht werden, die dann als Vorbild für möglichst viele Nachmacher dienen.

Ziele der Aktion sind:

  • Wissen und Sensbilisierung zu „Wildbienen-Themen“ in der Bevölkerung (und bei Schülern) zu erhöhen.
  • Mauerbienen (und andere Wildbienen, die in „Röhren“ nisten) in Chemnitz zu unterstützen
  • die Bestäubung in den Kleingartenvereinen zu sichern und sogar zu verbessern, unabhängiger von Honig-Bienen, Wetter, Temperatur und Nebentrachten (z.B. Raps).
  • zu sensibilisieren, dass es nicht immer ein Honigbienen-Volk oder eine Blühfläche sein muss, um Bienen zu unterstützen
  • viele Menschen dazu aktivieren, selbst etwas für ein „lebenswerteres Chemnitz“ zu tun
  • Als Vorbild (Pilotprojekt) zu dienen, für andere Gemeinden und Städte, die diese Initiative  nachmachen.

Nutzen für Gartenbesitzer (und Landwirte im Stadtrandgebiet):

Mauerbienen fliegen (ähnlich wie Hummeln) bereits bei niedrigeren Temperaturen und bestäuben unterschiedliche Blüten in der Nähe ihres Nistplatzes. Damit haben sie sogar Vorteile in der Bestäubung gegenüber Honigbienen, die ggf. nur in den weiter entfernten Raps fliegen, während sie die Apfelbäume in der unmittelbaren Nähe unbeachtet lassen, oder die bei zu kaltem Wetter nicht in die Aprikose oder Kirsche fliegen. Mauerbienen sind wirklich „Wildbienen“ und benötigen keine umfassende Pflege und Wissen, wie sie für ein Honigbienenvolk erforderlich sind, sondern lassen sich einfach durch den Nistblock ansiedeln.

Nutzen für den Natur- und Insektenschutz

Die Nistblöcke sind aufgrund der „Nistbrettchen“ ein optimales Beobachtungsmedium für Kinder, Jugendliche und Interessierte, um den Einstieg zu Wildbienen- und Insektenschutz hautnah und anschaulich mitzuerleben. Sowohl das Kennenlernen von Solitär-Bienen (Wildbienen), ihres Nistverhaltens, als auch des natürlichen Gleichgewichts dur Parasitenbefall sind ein guter praktischer Einstieg in nachhaltigen Insektenschutz und indirekt auch in nachhaltige Blühflächenthemen, wie der 2020 erstmalig entstandene „Lernpfad zur Mauerbienen-Aktion“ verdeutlicht.

Wissen zum Thema:

Der theoretische Hintergrung (Wissen) zur Thematik steht in den freien Bildungs- und Informationsmaterialien des „Bienen und Imkerei MOOC“ (biMOOC) zur Verfügung:

Auch wenn es über die drei Quellen verlinkt ist, sind hier noch einmal explizit wichtige Links zum fachlichen Hintergrund dieses konkreten Projektes herausgehoben:

„https://www.bienenhotel.de“ ist eine gute Informationsquelle zur „Mauerbienen-Zucht„.  Insbesondere das dort zum Download erhältliche „Handbuch der Mauerbienenzucht“ (Direktlink zum PDF-Download) gibt viele wichtige Informationen für Jede, die sich mit dem Thema intensiver beschäftigen möchte. Der Autor (Johann-Christoph Kornmilch)  ist ein „Wildbienen-Guru“ (siehe Kurzlebenslauf) und betreibt auch die Website „aculeata.de“ deren Bildergalerie eine der besten Quellen ist, um selbst Wildbienen (zum Beispiel im eigenen  Garten) bestimmen zu können. Auch Nistblöcke, Zubehör und Erweiterungen,  sowie die Kokons für die Mauerbienen können über seinen Shop https://bienenhotel.de online erworben werden.

Ein Praxisbeispiel (vom Mauerbienen-Nistblock im Einsatz) kann auch im Wissensgarten besichtigt werden, z.B. im Rahmen der Wissengarten-Gesprächsrunde.

Zeitplan und aktueller Stand:

Dies ist derzeit eine Projektidee (Start: April 2020), für die in 2020 die Partner, Mitmacher und Mittel gewonnen werden sollen, damit die Aufstellung der Nisthilfen und Erstbesiedelung von Februar bis  März 2021 erfolgen kann (bis dahin muss also alles „fertig“ sein).

Am 13. August ist folgender Artikel zum Projekt in der Freien Presse erschienen: „Wie Nistkästen Wildbienen helfen sollen„.
Aktuell (August/September 2020) werden Interessenten für die Nisthilfen / Niskästen gesucht, damit 100 Stück zusammen kommen uu sie in einer Behindernen-/Reha-Einrichtung (Holzwerkstatt) der Stadt/Region Chemnitz herstellen zu können. Die geplanten Kosten im Rahmen dieser „Initial-Aktion“ für einen Nistkasten mit 10 Nistbrettchen inkl. 10 Mauerbienen-Kokons liegen bei 25-30 Euro/Nisthilfe (wenn die 100 Interessenten zusammen kommen).

23.9.2020: Es haben die ersten konkreten Projektabsprachen mit der Werkstatt für Menschen mit Behinderung über die Herstellung von 100 Nistkästen stattgefunden, nachdem für 80 Nistbblöcke konkretes Interesse angemeldet wurde. Die genaue Kalkulation wird in den nächsten Tagen erwartet.
Wir gehen derzeit davon aus, dass das Projekt zustande kommt. Ob allerdings die Produktion bis Weihnachten realisiert werden kann, ist noch offen.

3.10.2020: Herstellung der 100 Nistblöcke durch eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung aus der Region Chemnitz wurde beauftragt, nachdem Prototyp und Kalkulation vorlagen. Anfang Dezember (1.12.2020) sollen sie fertig sein. Die Kosten werden zwischen 22-29 Euro liegen, je nachdem, ob noch ein Sponsor oder Spender für die Mauerbienen-Kokons (ca. 700 €) gefunden wird. Wenn Sie als Sponsor oder Spender dafür Interesse haben, bitte Kontakt zu uns aufnehmen. Es werden noch Interessenten für ca. 15 Nistkästen gesucht.  Derzeit gibt es 85 Vorbestellungen (von Interessenten).

Hinweis: Die „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“ möchte nicht öffentlich namentlich genannt werden, damit sie nicht im Nachhinein wegen 1-2 Nistblöcken angerufen wird, und sie mit viel Zeit allen Anruferinnen absagen müssen, weil eine „Einzelproduktion“ (unter 100 Stück) nicht möglich ist. Jede(r), die/der einen Nistblock erhält, sieht wer diesen produziert hat, wird aber gebeten, dort nicht wegen Nachbestellungen anzurufen. (Es gab in der Vergangenheit dazu negative Erfahrungen.)

20.10.2020: Nach einem weiteren Bericht heute in der „Freien Presse“ wurde die Grenze von Interessenten für 100 Nistkästen überschritten. Wir versuchen mit der Werkstatt zu klären, dass mehr als 100 Nistblöcke bis zum 1.12.2020 hergestellt werden können. Dazu sammeln wir noch die eingehenden Interessenten bis zum Mo. 26.10.2020. Danach werden in dieser Aktion wahrscheinlich keine weiteren Nistblöcke mehr verfügbar sein. Wenn Sie Sponsor oder Spender der Mauerbienen-Kokons werden möchten, bitte Kontakt zu uns aufnehmen.

30.10.2020: Aufgrund des zweiten Artikels in der Freien Presse sind bis heute für insgesamt 181 Nistkästen Vorbestellungen eingegangen. Mit der „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“ wurde abgestimmt, dass diese nun insgesamt 200 Nistkästen herstellt (doppelt soviel, wie ursprünglich erhofft). Allerdings ist noch unsicher, ob auch die zweiten 100 Nistblöcke bereits zum 1.12.2020 fertig sind, oder ob das erst bis spätestens zum 10.12.2020 möglich ist.

Wir haben einen Sponsor für die Mauerbienen-Kokons gefunden. 
Dieser übernimmt sogar die Kosten für die Kokons aller 200 Kästen (nicht nur der 100 wie ursprünglich geplant)!
Ganz vielen Dank dafür! Der Sponsor ist:

Stuck- & Sanierungs- GmbH
Auestrasse 1/3-Haus 6
08371 Glauchau
https://www.stuck-sanierung.de/

Für Sie/Euch bedeutet dieses Sponsoring: Es gibt die jeweils 10 Mauerbienen Kokons kostenfrei zu jedem Nistblock dazu. Die Kosten pro Nistblock werden also inkl. der Kokons 22,-Euro pro Nistblock betragen (statt 29 Euro ohne Sponsoring).

6.11.2020: Heute ist noch einmal ein Artikel in der „Freien Presse“ erschienen „Wildbienen: 100 weitere Nistkästen werden gebaut „. Allerdings sind inzwischen alle 200 Nistblöcke vorbestellt. Es ist also in diesem Jahr keine weitere Bestellung mehr möglich.
Wir freuen uns über den tollen Erfolg und hoffen, das das Projekt im nächsten Jahr seine Fortsetzung finden kann. Derzeit wird noch nach einem Partner für das/die kommende(n) Jahr(e) aus dem Bereich Naturschutz/Umweltschutz gesucht, nachdem der NABU nicht interessiert ist und der BUND zwar interessiert ist, aber bisher noch nicht die konkrete Person dafür hat. Ich bin aber optimistisch.
Der aracube e.V. (in dem ich auch selbst im Vorstand) bin, wird dieses Projekt mit einer innovativen Bildungsform, dem „flipped classroom“ in Form des „objektbasierten Lernens“ begleiten. Jeder Nistkasten wird deshalb einen QR-Code erhalten, mit dem direkt (z.B. über das Smartphone) freie Bildungsmaterialien (OER) zu diesem Projekt (Mauerbienen, Wildbienen, dieser Nisthilfe) genutzt werden können.

20.11.2020: Ich habe heute die Nachricht erhalten, dass 195 Nistblöcke fertig produziert sind. Da diese nicht für die Bestellungen reichen, habe ich entschieden, dass nun „produktionsbedingt“ ca. 215 Nistblöcke entstehen. Es wird also wahrscheinlich ca. 15 Nistblöcke zusätzlich geben (diese aber ohne Mauerbienen-Kokons). Es sieht also für die Abholung ab 1.12.2020 gut aus :-).

1.12.2020: Die Mauerbienen-Kokons sind gestern eingetroffen. Die Nistblöcke aus der „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“ habe ich heute abgeholt. Es sind insgesamt 212 Mauerbienen Nistkästen geworden. Alle angemeldeten Interessenten haben eine EMail zu den Übergabemöglichkeiten ab morgen den 2.12.2020 erhalten. Die freien Bildungsinhalte (OER) zum Thema und Projekt sind in einer ersten Version verfügbar (Link zur „Startseite“ der „freien Bildung“ rund um die „Mauerbienen-Aktion), auch für Interessierte ohne Nistblock aus der diesjährigen Aktion. Schade, dass die aktuelle Corona-Situation keine „geselligere Übergabe“ und ein besseres Kennenlernen zulässt. So muss die Übergabe nun einzeln erfolgen. Aber es kommen auch wieder bessere Zeiten, in denen das, vielleicht im nächsten Jahr, nachgeholt werden kann. Wir nähern uns dem erfolgreichen Projektende in diesem Jahr :-).

3.12.2020: Wer bis zum 1.12. keine EMail zur Abholung der bestellten Nistblöcke erhalten hat, sollte zuerst im Spam-Ordner nachsehen und dann überlegen, unter welcher EMail-Adresse bestellt wurde. Es gab beim Versand der Mails keine Fehlermeldungen und Rückläufer. Notfalls einfach am 5.12. (bis 17:00 Uhr) vorbeikommen und den Nistblock abholen (wenn Sie auf der Bestellliste stehen).

12.12.2020: Ein Glas „Honig-Gin“ ist gerade geleert. Von den 212 Nistblöcken sind seit heute bis auf 5 Stück alle übergeben und auch davon sind für 3 Übergabetermine abgestimmt. Das Projekt ist somit ein toller Erfolg geworden. Vielen Dank bei Allen, die mitgemacht haben. Es folgt in den nächsten Tagen noch ein Video zum Projekt. Nächstes Jahr wird das Projekt noch einmal stattfinden (ca. gleiche Zeit), hoffentlich mit Partner/in aus den Naturschutz-Organisationen/Aktiven der Stadt.

16.12.2020: Heute wurde der letzte bestellte Nistblock abgeholt. ALLE sind damit an die Personen übergeben, die seit August die Blöcke mit einer rechtlich unverbindlichen E-Mail „bestellt“ haben. Es gab keinen einzigen Nichtabnehmer.  Das ist ein Ergebnis, was ich (Dirk) nie erwartet hätte. Meine Hoffnung war immer, möglichst nicht mehr als 10 Nistblöcke übrig zu haben, für die ich dann noch Interessenten finden müsste. Vielen Dank bei Euch/Ihnen allen für dieses tolle unerwartet positive Ergebnis.

2.2.2021: Es ist weitgehend sicher geplant, dass das Projekt auch 2021 wieder stattfindet. Ob es wieder der gleiche Preis pro Nistblock sein kann und ob weider Mauerbienen-Kokons als „Starterset“ dazu gegeben werden können, ist noch nicht sicher. Es besteht aber seit heute die Möglichkeit, sich per eMail vorab als Interessent für eine Stückzahl von max. 3 Nistblöcke registrieren zu lassen. Dann erfolgt eine automatische Benachrichtigung sobald das Projekt startet (sicher ist).

24.3.2021: Nistblöcke aufstellen – Fotos- online Live-Session. Wer seine Nistblöcke nochnicht aufgestellt hat, sollte es jetzt tun. Die Zeit ist ran und die nächtse „Wärmeperiode“ ist angesagt. Ein paar Hinweise findet Ihr über den Lernpfad. Am 8.4. 2021 18:00 Uhr findet eine Online „Live-Session“ zu unserem Projekt statt. Ihr könnt gerne Live dabei sein. Wie, findet Ihr hier über die Info des Chemnitzer Imkerverein 1874 e.V.. Ich würde mich freuen, wenn Ihr ein paar Fotos teilt, die andere auch weiterverwenden dürfen, z.B. wie ich es über dieMediendatenbank der Wikipedia“ (Wikimedia Commons) opder „pixabay“ tue. Wenn Euch das zu aufwändig ist, könnt ihr mir die Bilder auch direkt mit dem Lizenz-Verweis senden, dass sie CC-BY 4.0 , oder CC0 sind (für Wiederverwendbarkeit).

Wenn Sie (2021) mitmachen, unterstützen, das Projekt in Ihrer Region nachmachen oder darüber berichten möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf (Ansprechpartner: Dirk Liesch). Wir freuen uns über jede Verlinkung und Weiterverbreitung dieses Projektes.

PS:  Wie alle Inhalte auf „lebenswertes Chemnitz“ sind auch dies freie Bildungsinhalte (OER) bzw. freie Ideen/Konzepte und dafür gedacht, nachgemacht zu werden, in jeder Region oder Gemeinde, die das gut findet. Natürlich würden wir uns über Informationen freuen, wenn es jemand nachmacht, weil uns das auch motiviert, mit unseren Initiativen weiterzumachen.