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Wildbienen-2025

Wildbienen – Mitmach -Aktion und Bildungsprojekt

(Gliederung entsprechend „Checkliste für Mikroprojekte #chemnitz2025“)

Projektzusammenfassung

Die „Mauerbienen-Aktion“ (Mitmach-Aktion) von „lebenswertes Chemnitz“ mit dem integrierten Bildungskonzept zum „objektbasierten Lernen“ des Chemnitzer „aracube e.V.“ sind die vorhandene Grundlage dieses Kulturhauptstadt-Projektvorschlags. Viele Chemnitzer machen bei dieser Aktion mit, indem sie in ihrem Garten und/oder auf ihrem besonnten Balkon (ca. bis zur 2.Etage) einen „Mauerbienen-Nistblock“ anbringen welcher in einer regionalen „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“ gefertigt wurde. Dies unterstützt nicht nur die rote bzw. rostrote Mauerbiene (Insekt des Jahres 2019) oder andere Wildbienen, die in solchen „Insektenhotels“ nisten oder verbessert die Bestäubung in den Gartenanlagen, sondern über das damit verbundene Bildungsprojekt wird das Wissen vermittelt, ganzheitlich die Aspekte des Bienen- und Insektenschutzes zu verstehen und vor allem damit selbst nachhaltig handlungsfähig zu werden. Somit setzen sich viele Chemnitzerinnen durch dieses Projekt zukünftig ganzheitlich und sinnvoller für Bienen, Wildbienen und Insekten ein, durch geeignetes „Tun und Handeln“.

Ausführliche Projektbeschreibung

Mit der erfolgreichen Mauerbienen-Aktion“ in 2020 wurden die Grundlagen dieses „Wildbienen-2025“ Projektes gelegt. Am 8.4.2021 fand eine „Live-Session“ des biMOOC 2021 zu diesem Projekt statt (sieh Einladung hier). Die Videoaufzeichnung ist ca. 14-20 Tage später im „open-academy“ Kanal verfügbar und wird dann auch hier eingebunden.

Bei der Mauerbienen-Aktion handelt es sich nicht nur um ein „Wildbienen – Mitmach-Projekt“, sondern auch um ein Bildungsprojekt, zu Mauerbienen, Wildbienen und Blühflächen, nach dem Ansatz des „objektbasieren Lernens“ nach dem „flipped classroom“ Konzept. Wie die digitale Bildung zum Theorie-Teil möglich ist und dies mit der Praxis über den „Mauerbienen-Nistblock“ (reales Lernobjekt) verbunden werden kann, zeigt der durch den Chemnitzer „aracube e.V.“ erstellte Lernpfad zur „Mauerbienen-Aktion“. Beachtet werden sollte an diesem Beispiel der Pfad der „Wissensvermittlung“ vom konkreten „Mauerbienen-Nistblock“ über weitergefasste Wildbienen-Themen bis hin zu nachhaltigen Blühflächenkonzepten. Der „Mauerbienen-Nistblock“ ist quasi der Startpunkt hin zu einem fundierten praxisorientierten Wissen zum Bienen – und Insektenschutz.

Im „Wildbienen-2025“ Projekt geht es darum, diese „Mauerbienen-Aktion“ ab 2021 kontinuierlich weiterzuentwickeln und zahlreiche Mitmacher in der Chemnitzer Bevölkerung zu finden und damit das Wissen zu Wildbienen, zum Wildbienenschutz und  zu nachhaltigen Blühflächen zu verbreiten und die Chemnitzerinnen auf diesen Gebieten als kompetente Mitmacherinnen zu gewinnen.

Der „Mauerbienen-Nistblock“ ist ein ideales Lernobjekt, nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Erwachsene. In dieser Hinsicht ist er allen sonstigen „Insektenhotels“ weit überlegen (siehe Aufzeichnungsvideo der Live-Session ab ca. Ende April). Wenn in 20-30% der Kleingärten, Eigenheimgrundstücken und Schulgeländen in Chemnitz ein solcher Nistblock aufgestellt ist, bedeutet das nachfolgend auch eine große Breite von weiteren Wildbienenprojekten (z.B. für „Erdbrüter“, „Hummeln“, „nachhaltige Blühflächen“ usw.) . Die Chemnitzerinnen gestalten diesen Veränderungsprozess als Mitmacher selber. Die „Mauerbienen-Nistblöcke“ sind der Samen, der aufgehen und Früchte bilden soll.

Wen spricht das Projekt primär an?

Alle Kleingartenvereine (KGVs), Kleingärtnerinnen, Grundstücksbesitzer, Mieter mit „besonnten“ Balkonen bis zur 2.Etage, sowie Schulen, Kindergärten und Organisationen mit geeignetem Gelände (sonnige Aufstellorte) .

Welcher (gesellschaftliche) Mehrwert ergibt sich aus dem Projekt?

Verbreitung von Wissens zum nachhaltigen Bienen- und Insektenschutz. Viele kleine selbstorganisierte, wertvolle und nachhaltige Maßnahmen zum Insektenschutz werden flächendeckend in Chemnitz umgesetzt, nicht „von oben“ vorgeschrieben, sondern aus eigenem Wissen und Motivation getrieben, „gesät“ über die „Mauerbiene-Aktion“. Wenn viele Chemnitzerinnen mitmachen, schafft das auch eine Gemeinschaft, ein „Wissensaustauschsthema“ zum Fachsimpeln wenn man sich an einem Mauerbienen-Nistblock trifft. Außerdem wird über die lokale Herstellung der Nistblöcke in einer „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“ für sinnstiftende Arbeit/Beschäftigung dieser Mitmenschen gesorgt.

Die europäische Dimension

Das Projekt kann ein Vorbild zur Nachahmung in ganz Europa werden. Es ist ein nachahmenswertes Beispielprojekt für Insektenschutz. Die freien Bildungsinhalte (OER) des zugehörigen Bildungsprojektes können in anderen Gemeinden und Städten direkt genutzt werden (derzeit, wegen der deutschen Sprache, noch auf D-A-CH beschränkt).

Ist dem Projekt ein Finanzplan (Einnahmen /Ausgaben) beigelegt?

Nein

Ist die beantragte Unterstützung max. 2.500 €?

ja

Welche Kosten sollen mit der Unterstützung beglichen werden?

Notwendige zusätzliche Abstimmungs- und Koordinierungsaufwände.  Aufwände zum Ausbau der freien Bildungsinhalte. Aufwände zur Bekanntmachung des Projektes um größere Mitmacher-Gruppen zu erreichen. Aufwände zur Abstimmung und Organisation der Produktion und zur Verteilung/Ausgabe der Nistblöcke in Zusammenarbeit mit der „Werkstatt für Menschen mit Behinderung“.  Aufwände zur Beantwortung zahlreicher Rückfragen der Mitmacher.

Wenn Honorare gezahlt werden: Für wen fallen diese in welcher Höhe an?

N.N.

Bienen, Imkerei, Blühflächen und Umweltschutz

Wissen zu Bienen, Imkerei, Blühflächen und Umweltschutz – Live-Sessions des Chemnitzer Bienen und Imkerei MOOC (biMOOC)

Der Chemnitzer „Bienen und Imkerei MOOC“ (biMOOC), eine kostenfreie Online Weiterbildung zu Bienen (Honigbienen und Wildbienen), Imkerei, Blühflächen und Umwelt- und Naturschutzthemen hat (Stand 18.3.2021) mehr als 1.100 angemeldete Teilnehmer aus 18 Ländern (obwohl er in Deutsch stattfindet). Dieses von Dirk Liesch ehrenamtlich aufgebaute Bildungsprojekt mit freien Lerninhalten (OER) bietet auch zahlreiche kostenfreie sogenannte „Live Session“ an, in denen unterschiedliche Experten der jeweiligen Themenbereiche Vorträge halten und dann für Fragen und Ratschläge zur Verfügung stehen. Daran kann auch jede interessierte Chemnitzerin teilnehmen, wenn sie sich im kostenfreien biMOOC anmeldet (oder Imkerin im Imkerverein Chemnitz 1874 e.V. ist). Dort gibt es jeweils die Einwahldaten für diese Live-Sessions.

Hier folgt die Liste der Themen und Zeiten der biMOOC Live-Sessions bis zum 23.April 2021:

Dienstag, 23. März, 19:00 Uhr
„Wie ich imkere und warum ich es so tue“
 mit Dr. Michael Hardt, Vorsitzender des Landesverbandes Sächsischer Imker e.V., Mitglied im Präsidiums des Deutschen Imkerbundes (Themenschwerpunkte: Bienengesundheit, Jugendarbeit).
In dieser Live Session stellt Michael Hardt als langjähriger Imker vor, wie er selbst imkert und erklärt, warum er es so tut und beantwortet Eure Fragen. Gerade als Jungimker und Anfänger ist eine der entscheidenden Fragen, wie möchte man imkern (Betriebsweise). Erfahrenen Imkern „über die Schulter“ zu sehen und an deren Erfahrungsweg und Überlegungen teilzuhaben, ist eine Entscheidungshilfe, den eigenen Weg zu finden, oder zu verbessern auch wenn man nicht alles 1:1 nachmacht oder seinen eigenen Weg geht.

Dienstag, 30. März, 17:00 Uhr
„Die Bienenentwicklung unter der Lupe: Videos und Verhaltensanalysen aus dem Bienenvolk “ 
mit Dr. Paul Siefert, Institut für Bienenkunde, Polytechnische Gesellschaft Goethe-Universität Frankfurt am Main, Fachbereich Biowissenschaften
Dr. Paul Siefert hat in den letzten Jahren eine Videobeobachtungsmethode entwickelt, um damit das Verhalten von Arbeiterinnen und Brut zu erforschen. Seine hochauflösenden Videos der Bienenentwicklung in der Zelle sollte jeder gesehen haben, der sich mich Bienen befasst – Varroa und Wachsmotten tragen ihren Teil zu einem wahren „Bienenthriller“ bei. Ein toller Vortrag erwartet Euch zur Verhaltensanalyse im Bienenvolk, mit beeindruckenden Videos aus dem Volk und interessanten und nützlichen aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Ein Thema sowohl für Anfängerinnen als auch für langjährige Imker.

Donnerstag, 8. April 2021, 18:00 Uhr
„Mauerbienen-Aktion: Ein Wildbienen-Projekt zum Lernen und Nachmachen“ 
mit Dirk Liesch, Initiator des Bienen und Imkerei MOOC (biMOOC), stellv. Vorsitzender Imkerverein Chemnitz 1874 e.V., Initiator der „Mauerbienen-Mitmach-Aktion
Dies ist ein konkretes Praxisbeispiel eines Mauerbienen-Mitmach-Projektes in Chemnitz, was sich nicht nur für Euch als Wildbienen-Interessierte selbst eignet, sondern Menschen aus Eurer Region mitnimmt. Es eignet sich sehr gut als praktisches Bildungsprojekt für Kinder und Jugendliche zum Thema Wildbienen- und Insektenschutz, auch als Angebot durch Imkervereine.

Donnerstag, 15. April 2021, 18:00 Uhr
„Frühjahrsentwicklung der geschiedeten Völker, Arbeiten am Bienenvolk und Antworten auf Fragen“ 
mit Rolf Schülbe, Landesverband Sächsischer Buckfastimker, 50 Jahre persönliche Imkererfahrung
Auf vielfachen Wunsch ist dies ein Folgevortrag auf „Benutzung des Wärmeschiedes im angepassten Brutraum“ (Link zur Youtube Aufzeichnung). Ihr habt auch hier noch einmal die Möglichkeit ihn persönlich auszufragen, wie er imkert und warum er es so macht. Der Vorgängervortrag war bisher der von erfahrenen Imkern meistgesehene und auch meistkommentierte Vortrag. Deshalb haben wir Rolf noch einmal dazu gewonnen.


Montag, 19. April, 19:00 Uhr
„Droplegverfahren – ein Beitrag zur Risikominderung“
mit Anke Hoppe, Sächsisches Landesamt für Umwelt Landwirtschaft und Geologie (LfULG)

„Spritzen“ in der Landwirtschaft und im Obstanbau führt regelmäßig zu Spannungen zwischen Naturschützern, Imkerinnen und Landwirten. Die „Dropleg“-Technik wird als eine Lösung gesehen, die beiden Seiten besser gerecht wird.

Kann das Verfahren einen Beitrag zur Risikominderung bei der Durchführung von Pflanzenschutzmaßnahmen leisten? Ist es praxistauglich und bekämpft es ertragsrelevante Krankheiten genauso effektiv wie konventionelle Verfahren?
Im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsvorhabens sowie einem Strategieversuch wurde das Dropleg-Verfahren hauptsächlich im Winterraps geprüft. Auch zur Abdrift im Winterweizen wurde die Technik getestet.


Freitag, 23. April, 19:00 Uhr
„Projekte und Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche“ 
mit Sven Hoffmann, Imkerverein Cottbus e.V., Jugendobmann
Aus den Erfahrungen in der der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen des Imkerverein Cottbus berichten wir über Projekte, die bisher an unserem zentralen Lehrbienenstand im städtischen Schulgarten stattfinden und über den Aufbau und Betrieb einer Schulimkerei. Neben Anregungen zur Planung und zur Durchführung dieser Bildungsangebote sollen auch Hinweise zu gut nutzbaren Informationsmaterialien und für die Verknüpfung mit relevanten, schulischen Themen gegeben werden. Wir wollen Mut machen, Honigbienen und ihre wilden Schwestern als Sympathieträger in der Umweltbildung zu nutzen und damit auch auf andere Umweltthemen aufmerksam zu machen. Wenn Bildungsthemen für Kinder und Jugendliche für Euch ein Thema sind, solltet Ihr diese Live-Session nicht verpassen.

Es sind noch weitere Themen und Referenten angefragt, teilweise schon mit Zusagen, aber noch ohne festgelegten Termin (evtl. auch noch im Zeitraum) bis 23.4.2021. Außerdem gibt es noch bis zum Ende des biMOOC 2021, am 8.8.2021, noch aller 14 Tage jeweils mindestens eine Live-Session.

Wenn Euch Themen aus dieser Liste interessieren, holt Euch die Zugangsdaten aus dem biMOOC, oder vom Imkerverein Chemnitz 1874 e.V.  und seid kostenfrei und live dabei.