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Chemnitzer-Friedenstag: Friedensaufruf

Aufruf zum Chemnitzer – Friedenstag

Der Ukraine-Krieg muss sofort (schnellstmöglich) beendet werden, ohne noch mehr Leid und Waffen.

„Stoppt den Krieg sofort, ohne neue Waffen“

druckt die Zettel dieser Aktion aus und gebt sie weiter, oder gebt einfach den Link weiter.

Hinweis:
Der Link auf dem Zettel führt zum ausführlichen Beitrag:

der sich neben dem reinen Friedens- und Hilfsaufruf auch mit den Hintergründen, Lösungsmöglichkeiten und Verantwortlichkeiten zum Krieg auseinandersetzt.

Impf-Flashmob „NichtFürEuch“

Chemnitzer Impf – Flashmob „Nicht Für Euch“

Vom  3.12.-6.12.2021

gehen möglichst viele bisher ungeimpfte Chemnitzer:innen zur Corona-Schutzimpfung unter dem Motto:  „Nicht Für Euch“ (#NichtFürEuch) um trotzdem den Protest zur aktuellen Politik und Medienberichterstattung auszudrücken. Mit „Nicht Für Euch“ sind Politiker und einseitig berichtende Medien/Journalistinnen gemeint.

Mitmachen als Protest!

Die ausführliche Begründung für diese Aktion ist im Beitrag „Impfen statt Suizid“ beschrieben. Hier der Ausschnitt daraus zur dieser Aktion:

Vorschlag – Kulturhauptstadt – Aktion (C2025):
„Chemnitzer Impf – Flashmob“

Da auch die Kulturhauptstadt-Organisation in Chemnitz bekanntermaßen in die falsche Richtung läuft, z.B. nur eine Elite (die das „richtige“ und derzeit „konforme“ Weltbild hat) entscheidet, was passieren darf (und wer das ganze Geld bekommt),  oder „Kultur“ nur in „Kunst“ umgedeutet wird, möchte ich Euch:

  • eine gemeinsame C2025 Flashmob- Aktion: einen Chemnitzer „Impf-Flashmob“ vom 3.12.-6.12.2021

vorschlagen, UNABHÄNGIG und auch als Protest GEGEN das heutige Kulturhauptstadt-Team in Chemnitz (deshalb das Flashmob-Format als „Kunstform“) und GEGEN die heutige Politik und Medienberichterstattung  und GEGEN die Diskriminierung von „Ostdeutschen“. Es ist eine Aktion FÜR Freiheit und FÜR Solidarität mit dem Pflegepersonal und Menschen mit schwachem Immunsystem.

Alle von Euch, die bis dahin noch nicht geimpft sind, gehen in diesem Zeitraum zum Impfen, entweder zu den impfenden Ärzten (bevorzugte Option) oder auch ins Impfzentrum  auf der Wilhelm-Raabe-Straße (für das Sachsen für die Neueröffnung 4 Millionen Euro an Chemnitz zugesagt hat – also ein finanzielles Gewinngeschäft für die Stadt).

In diesem Zeitraum können alle von Euch, die mitmachen auch wirklich geimpft werden (wenn die Stadt das möchte). Deshalb ist es keine 15min Aktion und auch nicht ganz so kurzfristig und trotzdem noch recht spontan und selbstorganisiert. Wer möchte kann auch sehr gerne eine „Nicht für EUCH!“ Plakette, Plakat o.ä. mitbringen, als Protest gegen die aktuelle Politik (Stadt, Land, Bund) und/oder gegen die bisherige C2025 Organisation in Chemnitz.

Da ich persönlich zu diesem Zeitpunkt sowohl geimpft, als auch geboostert bin, nehme ich nicht teil, verfolge aber die Ergebnisse. Es wäre toll, wenn es danach von Euch ein paar Fotos gibt, von der Aktion und Euren Stickern und Plakaten … und zwei Wochen später eine Impfquote von min. 84% (2×42) in Chemnitz.

Bitte: Wer die Aktion gut findet, sollte diese Information jetzt an Freunde und Bekannte in Chemnitz weiterleiten (da ich nicht so „Social Media“ aktiv bin und deshalb kein entsprechendes Netzwerk habe).

Hinweis: der Text wurde am 1.12.2021 leicht angepasst.

Dieser Beitrag ist meine persönliche Meinung, mit entsprechenden Argumenten und Schlussfolgerungen. Bilden Sie sich Ihre eigenen Meinung. Eigenes (Mit)Denken sollte bei jedem Thema und Informationskanal die wichtigste Grundlage sein.  Der Beitrag „Desinformation (Fake News) aufdecken und einordnen“ (aus dem Wissensmanagement MOOC) vermittelt dazu sehr nützliches Wissen.

Impfen statt Suizid

„Ja“ – zur Corona-Impfung

… warum Ihr Euch gegen Corona impfen lassen solltet, auch als Skeptiker.

Dass ich für die Impfung bin, ist aufgrund der bisherigen „Corona-Beiträge“ auf „lebenswertes Chemnitz“ nicht überraschend. Gerade deshalb lasse ich hier die überall gegenwärtigen Argumente weg.

Ich halte „Nichtimpfen“, auch als Protestaktion, für unklug und schade, da mich dies sehr an die „judäische Volksfront“ und deren „fliegendes Suizidkommando“ erinnert. Für alle, die jetzt keine Zeit haben, sich „Das Leben des Brian“ komplett anzusehen, gibt es den entsprechenden Ausschnitt hier in Youtube (Dauer: 0:55 min):

Ausgangspunkt der Idee für diesen Beitrag ist derAbschnitt eines Artikels von Spiegel-Online („Die vierte Welle ist politisch“ 14.11.2021):
Jetzt sterben für den Widerstand
… Wir haben es mit Leuten zu tun, die jedes Vertrauen in diesen Staat und seine Institutionen verloren haben.
… die Botschaft ist trotzdem erschreckend klar.
Die vierte Welle ist politisch. Jetzt wird gestorben für den Widerstand gegen »das System«.“

Meiner Meinung nach ist diese Einschätzung richtig, wenn man „jedes Vertrauen“ gegen „fast jedes Vertrauen“  ersetzt. Dass dieses oft auch Wähler der AfD sein sollen, hat deshalb auch nur indirekt mit der AfD zu tun, sondern daran, wie man derzeit in Deutschland seinen Protest noch demokratisch ausdrücken kann, wenn es diesen erkannten Vertrauensverlust in die aktuelle Politik und deren Institutionen (inklusive der Presse und sogar die Justiz) gibt. Demzufolge ist die Wahl der AfD noch eine sehr gemäßigte, demokratische und trotzdem sichtbare Form des Protestes.

Diesen Vertrauensverlust kann ich sehr gut verstehen !

… und es ist logisch und überhaupt nicht überraschend, dass es diesen berechtigten Vertrauensverlust gerade in den (nicht mehr) „Neuen Bundesländern“ gibt. Deshalb hier ein kurzer Seitenblick dazu:
Dieser Vertrauensverlust ist die Folge „westdeutsch“ dominierter Politik und Medienberichterstattung in den letzten mehr als 30 Jahren. Nicht nur die Enttäuschung darüber, sondern auch die tatsächliche bis heute vorhandene (demokratische) Machtlosigkeit der „Ostdeutschen“ ist daran schuld … und nicht die AfD.  Nur ca. 20% der Wähler und weniger als 20% des Stimmrechts für „Ostdeutsche“ im Bundestag sind die Basis, mit der Westdeutsche seit mehr als 30 Jahre über die Köpfe der Ostdeutschen hinweg entscheiden. Dies ist das eigentliche „Diskriminierungsproblem“, was der heutigen Situation zugrunde liegt. Menschen auf dem Land und Landwirtinnen, sind übrigens eine weitere größere Gruppe dieser diskriminierten Minderheiten in Deutschland.
Daraus resultieren inzwischen mehr als genug nachvollziehbare Protestgründe und sehr sehr gute Gründe für diesen Vertrauensverlust in die aktuelle deutsche Politik und ihre Institutionen. Die Mehrheitsverhältnisse fundamentierten diese seit mehr als 30 Jahren existierende Diskriminierung  in der heutigen Gesellschaft. Solange es hier kein grundlegendes Umdenken gibt, wird dies  auch so bleiben und sich das Problem verstärken. Das stimmt leider. Um eine Chance zu haben, irgendeine geeignete Lösung dieses tatsächlichen Problems zu finden, brauchen WIR Euch, lebend !

Lasst Euch gegen COVID-19 impfen

…gerade deshalb. Lasst die Anderen, die auch unter diesen grundlegenden Problemen in „Ostdeutschland“ leiden, nicht im Stich! Euer Protest wird benötigt, wenn sich zukünftig wieder etwas verbessern soll. Wenn auch nur wenige von Euch (so sinnlos) sterben, fehlen diese für zukünftige Proteste und diejenigen, wegen denen Ihr das Vertrauen in die deutsche Politik (inkl. Medien) verloren habt, können sich (mehr oder weniger still) freuen. Wenn Ihr Zeit habt, seht Euch „Das Leben des Brian“ komplett an und wenn nicht, dann wenigstens den oben eingebetteten Ausschnitt zum „fliegenden Suizidkommando“. Jede(r) muss seine eigene Art finden, Protest auszudrücken, aber nicht gegen Covid-19 impfen, suggeriert mir diese Bildsequenz der „judäischen Volksfront“.

Es gibt noch einen wichtigen anderen Grund, warum Ihr Euch impfen lassen solltet:
Die Mitarbeiterinnen im Gesundheitsbereich, egal ob im Krankenhaus oder in der Pflege, sind übel dran. Sie leiden seit inzwischen fast zwei Jahren extrem unter der hohen persönlichen Überbelastung durch Corona, auch weil es keine normale (so schon harte) Arbeit ist, sondern wegen der Maßnahmen zum eigenen Schutz (z.B. Schutzkleidung) noch zusätzlich belastet, inkl. der höheren Totenzahl trotz des großen eigenen Einsatzes . Klar gibt es das Problem beim Pflegepersonal schon lange, auch ohne Corona. Das heißt aber auch, diese Pflegekräfte wurden von der Politik und unserer derzeitigen Demokratiesituation genauso im Stich gelassen, wie wir „Ostdeutsche“. Sie sind dem genauso ausgeliefert. Ich finde es unfair und unsolidarisch, wenn diese Menschen unter dem „Impfprotest“ besonders leiden müssen und sich die eigentlichen „Problempersonen“ still und heimlich freuen können, wenn einige ihrer politischen Gegner sterben.  Solidarität mit den Menschen im Krankenhaus und in der Pflege finde ich richtig.

Lasst Euch gegen COVID-19 impfen

NICHT für die heutige Politik, sondern aus Solidarität zu denjenigen, die Ihr sonst „So“ oder „So“ im Stich lasst.

Meine persönliche Impf-Einschätzung

Ja, die Impfreaktionen durch die mRNA-Impfstoffe sind vergleichsweise heftig. Ich selbst habe wohl (auch aufgrund vieler Reisen) deutlich mehr als 100 Impfungen (wahrscheinlich 100te) in meinem Leben erhalten und KEINE hatte bisher so starke Impfreaktionen, wie meine zweite Biontech-Impfung und auch aus meinem Bekanntenkreis erlebe und erfahre ich ähnliches.

Aber ich halte Impfungen für eine der größten Errungenschaften für die Gesundheit der Menschen und obwohl ich die Berichterstattung fast aller deutschen Medien aus Sicht eines „im Osten Aufgewachsenen“ inzwischen oft unerträglich finde, glaube ich, dass das RKI oder die WHO ausreichend unabhängig empfehlen und das die mRNA-Impfstoffe wirksam (und sicherlich auch die Zukunft moderner Impfstoffe) sind. Selbst für Kinder und Jugendliche (die wirklich bei den bisherigen Virus-Varianten nur selten ernsthaft erkranken), glaube ich, dass das Risiko der Impfung (inkl. aller möglichen Nebenwirkungen) sehr deutlich unter dem geringen Risiko ernsthaft zu erkranken liegt. Für alle anderen Menschen sowieso. Auch wenn zukünftig bei den mRNA-Impfstoffen die Impfreaktionen sicherlich noch reduziert werden müssen, vergleiche ich das Risiko (wie bei allen anderen Dingen des Lebens) aufgrund von Wahrscheinlichkeiten mit den Vorteilen/Nutzen.  Hier gibt es für mich keinen Zweifel, dass der Vorteil auch der mRNA-Impfstoffe, selbst für Kinder extrem größer ist, als das Risiko. Eine Malariaprophylaxe oder die Tollwut-Impfung sind meiner Meinung nach deutlich kritischer (hinsichtlich der kritischen Nebenwirkungen) und trotzdem hielt ich den Nutzen (bei entsprechenden Reisezielen und Reisezeiten) für höher und musste mir dann bei dem Kratzer durch eine Affen in Indien eben keine Gedanken mehr machen.

Gerade weil die Russland-, China- und Berichterstattung über andere Länder, die unserer Politik und Medien (aus welchem Grund auch immer) nicht gefallen, immer negativ ausfallen müssen (außer es geht um Oppositionelle), ist der Beitrag über „Bolsonaros Brasilien“ (Beispiel-Beitrag der ARD: „Keine Angst vor Impfungen“) mit seiner inzwischen hohen Impfquote recht interessant und zeigt, warum Impfen auch bei Mutationen der sinnvollste Weg ist, unsere Freiheit wieder zu erlangen. Besonders deutlich wird dies sicherlich beim kommenden „Karneval in Rio“ werden. Mir ist Freiheit auch besonders wichtig und dazu ist in diesem Fall die Impfung der mit Abstand geeignetste Weg, aber nur, wenn genug (>90%) mitmachen.

Es stimmt, ich bin vorgeschädigt. Meine Mutter hat mehr als 40 Jahre (bis zu Ihrem Ruhestand) in der Epidemologie im Chemnitzer Gesundheitsamt gearbeitet (damals war mindestens ein 3jähriges Studium im Fachgebiet dazu Pflicht – keine Verwaltungsfachangestellten-Ausbildung). Ich bin also mit Infektionskrankheiten-Themen groß geworden. Deshal weiß ich auch, dass das gleichzeitige Auftreten vieler Geimpfter und vieler Ungeimpfter eine optimale „Zuchtumgebung“ für Mutationen ist, die den Impfschutz umgehen können.  Auch um unsere Freiheit wiederzuerlangen und nicht wegen immer neuer Varianten noch Jahre mit Einschränkungen (wie in den letzten zwei Jahren) leben zu müssen, finde ich es gut, wen wir eine hohe Impfquote so schnell wie möglich erreichen, am liebsten so, dass auch ein Karneval in Deutschland im Februar 2022 wieder für ALLE unbeschränkt offen sein kann (man kann ja träumen).
Wenn die 90% Impfquote nicht freiwillig erreicht wird (z.B. bis Ende Dezember 2021), bin ich deshalb für eine generelle Impfpflicht. Viel besser finde ich es aber, wenn sich mindestens 90% Freiwillige finden.

Eine Impfpflicht nur für Krankenhaus- und Pflegepersonal (und wenige Andere)  finde ich dagegen extrem ungerecht! Diese Gruppen leiden besonders seit zwei Jahren und dann sollen sie als Einzige mit einer Impfpflicht „bestraft“ werden? Nein! Wenn Impfpflicht, dann ALLE.

Ich persönlich habe mich weniger wegen mir impfen lassen (wenn mir mein Leben und meine Gesundheit zu wichtig wären, würde ich die kritischen Beiträge in „lebenswertes Chemnitz“ nicht so schreiben, wie ich es tue) , sondern wegen der Personen, die sich nicht impfen lassen können oder deren Immunsystem auch mit Impfung nicht ausreichend funktioniert.

Sicherlich werden wir zumindest einige Jahre, auch wegen der Mutationen, mit Auffrischungsimpfungen, auch mit angepassten Impfstoffen leben müssen (was Mist ist) … aber es ist ein sinnvoller und menschlicher Weg zurück in die Freiheit.

Mein Deal-Vorschlag

Da mein persönlicher Nutzen (Freiheit) aus einer höheren Impfquote höher ist, möchte ich Euch auch einen Deal vorschlagen.

Wenn bis Ende Dezember 2021 eine freiwillige Impfquote in Chemnitz von mindestens 84% (2 x42;-) erreicht wird, starte ich im neuen Jahr eine Beitragsreihe darüber: wie, wo und warum der Osten nach der Wiedervereinigung diskriminiert wurde … vor allem an den Beispielen, wo dies bis heute noch existiert und besonders falsch ist.

Das wird mich viel Freizeit kosten. Aber die nehme ich mir, wenn Ihr auch mir meine Freiheit über diese Impfquote zurück gebt und wir so vielleicht sogar ohne Impfpflicht auskommen.

„Protest ja“ – aber sinnvoll

Ich finde es wichtig, dass sich jede(r) gegen die existierenden großen Missstände in der aktuellen Politik und der Medienberichterstattung engagiert. Es ist logisch, dass das vor allem dort passiert, wo die Misstände am größten sind (hier im Osten). Ich bin auch froh, dass sich der gerechtfertigte Frust bisher hauptsächlich auf diese friedliche und demokratische Weise äußert, wie die Wahl der AfD. Es könnte deutlich schlimmer sein und niemand müsste sich darüber wundern. Natürlich liegt der Ball schon seit längerem im Feld der Politik und der Medien, um dies zu ändern, solange es noch nur demokratische „Protestwahlen“ sind. Leider ist bisher kein Erkenntnisgewinn in der gesamtdeutschen Politik und den „öffentlich-rechtlichen“ Medien zu erkennen.

Aber als nächste Eskalationsstufe das „fliegende Suizidkommando“ zu wählen, halte ich für falsch. Lokal gab es hier in Chemnitz sogar  einen allerersten Lichtblick. Ich habe natürlich keine Ahnung, ob mein „Offener Brief  an den Chemnitzer Stadtrat„, den jedes Mitglied des Stadtrates am 23.11.2021 per E-Mail erhalten hat, damit zu tun hatte, aber: Cornelia Utech (die „Altmaier-Option“ für den Chemnitzer Bürgermeisterposten – Dezernat 5) wurde nicht gewählt. In der aktuellen Chemnitzer Politik- und Mediensituation ist das fast ein „Wunder“. Ich danke den Stadträt:innen dafür – übrigens, egal welcher demokratisch gewählten Partei sie angehören.

Jede(r) von Euch sollte einen eigenen Weg des Protestes finden (den ich auch selbst für bitter notwendig halte). Für mich sind ein Weg u.a. diese Kritik-Veröffentlichungen hier im „lebenswerten Chemnitz“ inkl. vieler unveröffentlichter Themen hinsichtlich der Überbürokratisierung und Bürgerunfreundlichkeit der Ämter in Chemnitz. „Nicht Impfen“ trifft aber meiner Meinung nach stärker die Schwächeren (z.B. im Gesundheitswesen oder Menschen mit schwachem Immunsystem) und die Verursacher des eigentlichen gesellschaftlichen Problems freuen sich im Stillen über jede(n), die von Euch stirbt (auch wenn die Wahrscheinlichkeit, wenn Ihr sonst gesund seid, nicht so hoch ist).  „Nicht Impfen“ trifft also zu stark die Falschen (Schwachen) und hilft denen, gegen die Protest angebracht ist (heutige Politik und Medien).

Vorschlag – Kulturhauptstadt – Aktion (C2025):
„Chemnitzer Impf – Flashmob“

Da auch die Kulturhauptstadt-Organisation in Chemnitz bekanntermaßen in die falsche Richtung läuft, z.B. nur eine Elite (die das „richtige“ und derzeit „konforme“ Weltbild hat) entscheidet, was passieren darf (und wer das ganze Geld bekommt),  oder „Kultur“ nur in „Kunst“ umgedeutet wird, möchte ich Euch:

  • eine gemeinsame C2025 Flashmob- Aktion: einen Chemnitzer „Impf-Flashmob“ vom 3.12.-6.12.2021

vorschlagen, UNABHÄNGIG und auch als Protest GEGEN das heutige Kulturhauptstadt-Team in Chemnitz (deshalb das Flashmob-Format als „Kunstform“) und GEGEN die heutige Politik und Medienberichterstattung  und GEGEN die Diskriminierung von „Ostdeutschen“. Es ist eine Aktion FÜR Freiheit und FÜR Solidarität mit dem Pflegepersonal und Menschen mit schwachem Immunsystem.

Alle von Euch, die bis dahin noch nicht geimpft sind, gehen in diesem Zeitraum zum Impfen, entweder zu den impfenden Ärzten (bevorzugte Option) oder auch ins Impfzentrum  auf der Wilhelm-Raabe-Straße (für das Sachsen für die Neueröffnung 4 Millionen Euro an Chemnitz zugesagt hat – also ein finanzielles Gewinngeschäft für die Stadt).

In diesem Zeitraum können alle von Euch, die mitmachen auch wirklich geimpft werden (wenn die Stadt das möchte). Deshalb ist es keine 15min Aktion und auch nicht ganz so kurzfristig und trotzdem noch recht spontan und selbstorganisiert. Wer möchte kann auch sehr gerne eine „Nicht für EUCH!“ Plakette, Plakat o.ä. mitbringen, als Protest gegen die aktuelle Politik (Stadt, Land, Bund) und/oder gegen die bisherige C2025 Organisation in Chemnitz.

Da ich persönlich zu diesem Zeitpunkt sowohl geimpft, als auch geboostert bin, nehme ich nicht teil, verfolge aber die Ergebnisse. Es wäre toll, wenn es danach von Euch ein paar Fotos gibt, von der Aktion und Euren Stickern und Plakaten … und zwei Wochen später eine Impfquote von min. 84% (2×42) in Chemnitz.

Abschließen möchte ich noch einmal mit meiner Bitte:

Lasst Euch gegen COVID-19 impfen

Mit freundlichem Flügelschlag
Dirk Liesch

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 1.12.2021 leicht angepasst (im Text des „Impf-Flashmob“ Vorschlags)


Dieser Beitrag ist meine persönliche Meinung, mit entsprechenden Argumenten und Schlussfolgerungen. Bilden Sie sich Ihre eigenen Meinung. Eigenes (Mit)Denken sollte bei jedem Thema und Informationskanal die wichtigste Grundlage sein.  Der Beitrag „Desinformation (Fake News) aufdecken und einordnen“ (aus dem Wissensmanagement MOOC) vermittelt dazu sehr nützliches Wissen.

Inzidenz über 1.000 – Warum?

Chemnitzer Inzidenz wohl weit über 1.000  und das Chemnitzer Gesundheitsamt gibt auf

Wer ist verantwortlich?


… ein Meinungsbeitrag auf Basis der bekannten Tatsachen.

Wenn positive Coronafälle selbst unter Schülern in Chemnitz durch Überlastung des Gesundheitsamtes nicht mehr gezählt werden können, die offizielle Inzidenz heute aber bereits bei 954 liegt, bedeutet das, die tatsächliche Inzidenz (selbst die Zählbare aufgrund positiver Tests)  liegt in Chemnitz weit über 1.000!

Corona-Inzidenz Chemnitz: 954, 22.11.2021, Quelle: zeit.de

Im konkreten Fall war es den Eltern des zweifach positiv getesteten Chemnitzer Schülers weder möglich (trotz zahlreicher Versuche und ewigen Zeiten in Warteschleifen) das Chemnitzer Gesundheitsamt zu erreichen, noch über die Informationen des Gesundheitsamtes im Internet herauszufinden, was nun zu tun ist. Weder gab es Hinweise, wo der PCR-Test dafür durchzuführen ist, noch was danach für die Familie gilt. Nach Feststellung der Corona -Infektion des Bruders antwortete beispielsweise die Person im Sekretariat des Geschwisterkindes: „Wenn Sie es unbedingt wollen, kann XYZ (das Geschwisterkind) zu Hause bleiben.“ Das Geschwisterkind hätte aber auch in die Schule kommen können. Der Schule wäre das recht gewesen. Der Arbeitgeber eines Elternteiles sagte „Wenn Sie selbst beim Schnelltest negativ sind, können Sie auf Arbeit kommen.“
Das ist das Ergebnis der Führung des Pandemie-Managements des Chemnitzer Gesundheitsamtes und der Kommunikation und des Handelns unseres Oberbürgermeisters. Deshalb liegt auch die Dunkelziffer bei den Corona-Infektionen in Chemnitz besonders hoch, wenn bereits vor dem 22.11.2021 positive (bekannte) Fälle nicht einmal gezählt werden.

Wer ist dafür verantwortlich?

Einen wesentlichen Anteil daran trägt meiner Meinung nach unsere zukünftige Bürgermeisterin Cornelia Utech (Dezernat 5:  Bildung, Soziales, Jugend, Kultur und Sport). Sie ist seit Anfang 2021 für das Corona-Management des Gesundheitsamtes zuständig. Als Leiterin des Sozialamtes ist Cornelia Utech auch für die unglaublichen Steuerverschwendungen in diesem Amt durch weit überbürokratisierte Prozesse (inkl. der vorletzte Woche dargestellten „Aufforderung zu einer Straftat„) verantwortlich. Aber zuerst einmal zur aktuellen Chemnitzer Corona-Situation in der 4.Welle.

Chemnitzer Gesundheitsamt gibt auf …

und lässt positiv geteste Schüler ohne Hilfe (und Zählung). Die Zählung des infizierten Schülers (dessen Beispiel ich persönlich kenne) erfolgte bereits vor dem 22.11.2021 NICHT mehr. Heute (22.11.2021) hat nun das Chemnitzer Gesundheitsamt selbst das Handtuch geworfen und eine Verordnung erlassen, dass Infizierte nun selbst verantwortlich sind, Kontaktpersonen zu benachrichtigen, da das Gesundheitsamt seine Aufgaben trotz Hilfe durch die Bundeswehr NICHT mehr leisten kann.

Sven Schulze kommentiert heute daraufhin (z.B. in Radio Chemnitz), dass man bei diesen Fallzahlen nicht mehr alles im Überblick haben kann. Wohlgemerkt hat Sven Schulze persönlich die sächsische Landesregierung aufgefordert  die Weihnachtsmärkte offen zu lassen, als die Triage in den Krankenhäusern schon absehbar wurde und nachdem sich der Chef vom Klinikum Chemnitz in den Tod gestürzt hat. Noch gestern (21.11.2021) durften in Chemnitz Großveranstaltungen mit mehreren Tausend Besuchern stattfinden, weil der aktuelle sächsische Lockdown erst heute offiziell in Kraft trat. Hätte es keine sächsiche „Landesnotbremse“ gegeben, würden in Chemnitz selbst bei „Triage“ in den Kliniken ohne jede Rücksicht auf vermeidbare Tote (Corona und andere schwere Krankheiten, die nicht mehr behandelt werden können) und Verzweiflung beim Personal in den Kliniken der Weihnachtsmarkt und Großveranstaltungen stattfinden. Sven Schulzes „rechte Hand“ für diese Entscheidungen, die ihm seitens des Gesundheitsamtes den Rücken für diesen Wahnsinn freigehalten hat, ist seit spätestens Anfang 2021, Cornelia Utech.

Zum Dank dafür (und ihre Überbürokratisierungsleistungen im Sozialamt) soll Cornelia Utech auf ausdrücklichen Wunsch von Sven Schulze am 24.11.2021 zur Bürgermeisterin (Dezernat 5:  Bildung, Soziales, Jugend, Kultur und Sport) gewählt werden. Für diese Loyalität gegenüber Sven Schulze (und früher auch schon gegenüber Barbara Ludwig) und nicht etwa gegenüber den Chemnitzer Bürger:innen, soll diese Wahl erfolgen.  Völlig unnötige Überbürokratisierung und Prozesse die das Vielfache des eigentlich erforderlichen Aufwandes beanspruchen (wie im Sozialamt), sind auch ihr Markenzeichen nach ca. einem Jahr „Gesundheitsamt“-Einsatz in der Corona-Pandemie. Während andere „Untergebene“ des Oberbürgermeisters (z.B. Chef des Chemnitzer Klinikums) offensichtlich Schwierigkeiten mit ihrer Situation hatten, kann sich Sven Schulze darauf verlassen, das Cornelia Utech liefert, was er sich wünscht und nicht, was die Situation erfordert.

Die Epidemiologie (die Experten für Infektionskrankheiten)  des Gesundheitsamtes hätte schon lange ganz klar öffentlich Position beziehen müssen, dass strengere Maßnahmen (bis hin zu einer Impfpflicht, zumindest 2G in allen öffentlichen Bereichen) in Chemnitz erforderlich sind. Das Gesundheitsamt hat aufgrund medizinischen und gesundheitlichem Fachwissens die Gesundheit der Menschen zu schützen und nicht politische Interessen zu decken.
Ob sich die Chemnitzer-Politik dann danach richtet, ist eine andere Sache, aber es ist die Pflicht des Gesundheitsamtes sich für die Gesundheit und das Leben  der Menschen in Chemnitz fachlich kompetent einzusetzen und nicht dem Oberbürgermeister und der Politik nach dem Mund zu reden (Diener der Politik und nicht gegenüber den Chemnitzer Bürgern zu sein).

Mit dem früheren fähigen Amtsarzt, Dr. Monzer (leider im Ruhestand), wäre das selbstverständlich gewesen und Chemnitz stände heute ganz anders da.
Doch bereits seit der Barbara Ludwig  Ära werden in Chemnitz leitende Posten der Stadtverwaltung mit „loyalen“ Personen besetzt, die keine eigene fachlich kompetente Position auch einmal gegen die Bürgermeister einnehmen, sondern nur „liefern“ was gewünscht wird. Die katastrophalen Folgen sehen wir bei Cornelia Utech jetzt z.B. in der Aufgabe des Gesundheitsamtes in einer bereits länger vorhersehbaren Situation (siehe „Corona Chaos in Chemnitz: Die Übersicht„).

Wie unkritisch die „?Freie Presse?“ dieser Unfähigkeit in der Führung des Gesundheitsamtes und im Sozialamt gegenüber steht, zeigt auch die Tatsache, dass sie den wirklich fähigen ehemaligen Gesundheitsamtsleiter Dr. Monzer nicht zu dem Thema kontaktiert hat. Er kennt auch Cornelia Utech aus der beruflichen Tätigkeit und wahrscheinlich ist meine Meinung zu ihr im Vergleich noch gemäßigt. Aber auf so eine auf der Hand liegende Option, die evtl. zu kritischen Ergebnissen gegenüber Sven Schulze und Cornelia Utech führt, kommt die „?Freie Presse?“ natürlich nicht. Warum wohl?

Was bedeutet die Bankrotterklärung des Chemnitzer Gesundheitsamtes

Da, wie das oben gezeigte Beispiel zeigt, selbst infizierte und positiv getestete Schulkinder in Chemnitz nicht mehr gezählt wurden (schon vor dem 22.11.2021 nicht mehr) und nun seit dem 22.11.2021 Infizierte selbst ihre Kontaktpersonen benachrichtigen sollen und es auch keine sinnvolle Hilfe für Betroffene auf der Website seitens des Gesundheitsamtes gibt, ist dies meiner Meinung nach ein vollständiger Kontrollverlust unter der Verantwortung von Cornelia Utech. Bereits mit Anforderung der Bundeswehr war das absehbar. Trotzdem hat sich Frau Utech NICHT für angemessene härtere Maßnahmen eingesetzt um die Pandemie untzer Kontrolle zu bekommen!
Was bedeutet das jetzt:

  • Die Erfassung von Kontaktdaten in Geschäften und Restaurants in Chemnitz ist absoluter Blödsinn und sinnlos geworden!
  • Jede Besucherin muss in Zukunft selbst die Kontaktdaten der Menschen an ihren „Nachbartischen“ erfragen und notieren.
  • Das Gesundheitsamt zieht sich nach Komplettversagen seiner Führung aus der Pandemie-Verantwortung zurück und überlässt die Chemnitzer:innen ihrem eigenen Schicksal.

Mit der Verordnung, dass alle Infizierten nun selbst verantwortlich sind, ihre Kontaktpersonen zu benachrichtigen, ist es notwendig, dass diese die Kontaktdaten zu allen Personen (z.B. in Restaurants) erhalten, die in ihrer Nähe waren. Ein himmelschreiender Unsinn, wie sicherlich sofort ersichtlich ist.

Wenn das Gesundheitsamt aufgibt, dann gehört in die Verordnung selbstverständlich auch, dass in der Zeit, in der das Gesundheitsamt die erfassten Daten eh nicht verwendet, diese Daten auch nicht erfasst werden müssen. Sie dürfen lt. Datenschutzgesetzt in so einem Fall gar nicht erfasst werden.  Denn zur Erfassung der Daten und des Umfangs muss es einen konkreten Grund geben. Wenn das Gesundheitsamt offiziell verkündet, dass es nun die Aufgabe von jeder Bürgerin selbst ist, die Kontakte zu benachrichtigen und die Daten in den Restaurants und Geschäften durch das Gesundheitsamt nicht mehr genutzt werden (können), dann dürfen diese Daten dort eigentlich auch nicht mehr erfasst werden (lt. Datenschutzgesetz: Erfassung sinnloser Daten nicht erlaubt)!

In solch einer Situation ließ Chemnitz weiter (bis Sonntag 21.11.2021) Großveranstaltungen mit Tausenden Zuschauern zu (und diese wurden auch tatsächlich durchgeführt!) und Chemnitz wollte unbedingt den Weihnachtsmarkt durchführen, quasi feiernd in die Triage-Katastrophe schlittern. Die damit erreichte Situation (offizielle Kapitulation des Gesundheitsamtes trotz Hilfe der Bundeswehr) ist meiner Meinung nach eindeutig die Verantwortung von Sven Schulze und Cornelia Utech.

Dieser Beitrag ist meine persönliche Meinung, mit entsprechenden Argumenten und Schlussfolgerungen. Bilden Sie sich Ihre eigenen Meinung. Eigenes (Mit)Denken sollte bei jedem Thema und Informationskanal die wichtigste Grundlage sein.  Der Beitrag „Desinformation (Fake News) aufdecken und einordnen“ (aus dem Wissensmanagement MOOC) vermittelt dazu sehr nützliches Wissen.

Sozialamt fordert zu Straftat auf

Das Sozialamt in Chemnitz fordert zu Straftat auf – Ausnahme oder System?

Entscheiden Sie nach dem Beitrag selbst, ob das eine Ausnahme, systematische Diskriminierung oder nur eine gewisse Abgehobenheit  im Chemnitzer Sozialamt ist.

Ich habe mich für den Beitrag entschieden, weil es einer von zwei krassen Fällen in Chemnitz mit BAföG-Bezug ist, die mir fast gleichzeitig bekannt wurden.

Der hier geschilderte Fall endete meiner Meinung nach mit der Aufforderung eine Straftat zu begehen, was deutlich macht, was sich im Chemnitzer Sozialamt in den letzten Jahren eingeschlichen hat. Der zweite Fall ist im BAföG Amt des SWCZ bekannt und kann vielleicht noch „intern“ gelöst werden. Das sich so ein Verhalten ausbreiten konnte, hat auch mit der Führung der Ämter in den letzten Jahren zu tun. Leiterin des Sozialamtes ist Cornelia Utech.

In beiden Fällen sind jeweils (sehr gut integrierte) junge Frauen mit Migrationshinergrund betroffen, die jeweils auch sehr gut Deutsch sprechen.  Ob es einfach nur Schludrigkeit ist und nur zufällig zwei schwarze junge Frauen mit Migrationshintergrund betrifft, sollte jede(r) selbst entscheiden. Da die Fälle sehr zeitnah gleich bei zwei meiner Bekannten auftraten, ist es zumindest kein Einzelfall und weil beide schwarz sind, stellt sich natürlich die Frage, ob Diskriminierung für die jeweilige Schikane eine Ursache ist.

Hintergrund:

Aufgrund des Fachkräftemangels werden auch durch Chemnitzer Gesundheitseinrichtungen potentielle Pflegekräfte u.a. in Afrika angeworben, zuerst im Rahmen des „Freiwilligen Sozialen Jahres“ (FSJ, ca. 1 -1,5 J), dann als Azubi (ca. 3J.) und danach vielleicht als ausgebildete Fachkräfte. Das ermöglicht, über die ersten 4 1/2 Jahre eine kostengünstige Abschwächung des Fachkräftemangels im Pflegebereich. Die konkret Betroffene aus dem Senegal hat  auch aufgrund ihres Germanistikstudiums in Dakar sehr gute Deutschkenntnisse (Stufe B2), ist im Januar 2020 zum FSJ nach Chemnitz gekommen und hat die Anfangszeit (Frühjahr 2020) auf einer Coronastation in Chemnitz gearbeitet. Anfang September 2021 hat sie in Chemnitz ihre Ausbildung zur Pflegefachfrau aufgenommen (die Abläufe bis zur Arbeitsgenehmigung in Chemnitz dazu wären evtl. auch ein Thema hier).

Im Gegensatz zu „Flüchtlingen“ sind diese „angeworbenen“ Azubi, die von außerhalb Europas kommen, nicht berechtigt, Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) oder BAföG zu erhalten. Ein solcher Bescheid über wenigsten 1 Euro ist jedoch erforderlich, um z.B.  von der Rundfunkgebühr (inzwischen rund 19 €/Monat) befreit zu werden.  Da diese Azubi auch kein Kindergelt erhalten, ist es sehr eng, mit der Azubi-Vergütung über die Runden zu kommen und die Rundfunkgebühr eine sehr große Belastung. Die Belastung durch die Rundfunkgebühr war der konkrete Grund, dann doch wenigstens einen Wohngeldantrag zu stellen. Daraus ergab sich folgender

Ablauf mit dem Chemnitzer Sozialamt

… der in einer Anstiftung zu einer Straftat seitens des Chemnitzer Sozialamtes mündete:

  1. Azubi: Wohngeldantrag, auch mit Hinweis, dass dies wegen der Rundfunkgebühr erfolgt
  2. Rückmeldung Wohngeldstelle (Sozialamt): dass Antrag eingegangen ist, sie aber zusätzlich zu Mietvertrag und Azubi-Vertrag auch noch ihren BAföG Bescheid – als Mitwirkungspflicht- einreichen müsste (Antwort Wohngeldstelle 27.9.2021, PDF)
  3. Azubi: Antwort, dass sie nicht antragsberechtigt für BAföG ist und deshalb keinen solchen Bescheid hat:

    Schreiben an die Wohngeldstelle vom 30.9.2021 (Klick für größeres Bild)
  4. Antwort Wohngeldstelle: Hier beginnt die erste Schikane: Sie soll trotzdem einen BAföG – Antrag stellen (obwohl die BAföG-Bearbeitung des Sozialamtes quasi „nebenan“ mit im Gebäude sitzt und eine kurze Nachfrage im Haus, ggf. Anruf das geklärt hätte!):

    Aufforderung trotzdem BAföG-Antrag zu stellen, (Klick für größeres Bild)
  5. Azubi: Anschreiben ans BAföG-Amt um eine Bestätigung vom BAföG -Amt zu erhalten, dass sie nicht antragsberechtigt ist, oder falls sie doch einen Antrag stellen soll, Anfrage eines Termins, um Hilfe bei der Ausfüllung der Antragsformulare zu erhalten. Ebenso bereits Erklärung zur Situation der Eltern. (Schreiben vom 4.10.2021, PDF)
  6. BAföG-Amt (Sozialamt Chemnitz): Antwort, dass ein vollständiger BAföG-Antrag gestellt werden soll, weil das Wohngeldamt (zur Erinnerung: Kolleg:innen aus den „Nachbarzimmern“) das fordert. Außerdem wurde die Terminanfrage abgeleht, mit dem Hinweis, dass die Antragstellung so einfach wäre, dass dazu kein Termin erforderlich wäre. (Herkunft und Aufenthaltsstatus – also das Ausschlusskriterium für den BAföG-Antrag – waren sowohl der Wohngeldstelle als auch dem BAföG-Amt -beides Chemnitzer Sozialamt- zu dem Zeitpunkt bekannt). Kompletter Antrag inkl. Einkommen der Eltern wird gefordert (Schreiben von BAföG-Amt, 7.10.20217, PDF )
  7. Azubi: Schreiben an BAföG Amt, dass sie nun den Antrag stellt, und hofft, dass es nicht nur Schikane ist. Außerdem begründet Sie, warum sie das Einkommen der Eltern nicht über die mitgesendeten Formulare nachweisen kann (Schreiben vom 9.10.2021 ans BAföG Amt, PDF)
  8. BAföG -Amt (Sozialamt Chemnitz):  Explizite Aufforderung seitens des Sozialamtes Chemnitz, Falschangaben bei der Antragstellung zu machen und zu unterschreiben. Im Formular selbst steht, dass das strafrechtlich verfolgt wird! Meiner Meinung nach ist das eine Aufforderung/Anstiftung zu einer Straftat. Angefügt: E-Mail des Chemnitzer BAFöG-Amts, an welche das hier angefügte Formular des Chemnitzer Sozialamtes angefügt war, vom  14.10.2021:

    E-Mail mit Aufforderung zu Betrug in der Antragstellung, 14.10.2021

    Anhang der EMail.(Formular des Chemnitzer Sozialamtes, welches falsch ausgefüllt werden sollte)

    Die vorherige Kommunikation macht mehrfach klar, dass die Azubi zu ihren Eltern Kontakt hat und deren Aufenthaltsort und Adresse kennt. So dass es meiner Meinung nach seitens des Sozialamtes eine bewusste Aufforderung/Anstiftung zu einer Straftat ist (und kein zufällige Versehen) .

  9. Azubi:  Antragsabgabe: Nachdem es auch große Verwunderung an der Berufsschule gab, die auch der Meinung waren, dass sie nicht antragsberechtigt ist und der Antrag sinnlos ist, hat sie dann trotzdem das ausgefüllte Formular der Berufsschule erhalten und den Antrag mit folgendem Anschreiben abgegeben, in dem sie ablehnt, ihre Eltern zu verleugnen und nochmals bittet, dass sich die benachbarten Kolleg:innen der beiden Ämter bitte untereinander abstimmen. Schreiben zur Antragsabgabe (19.10.2021), mit expliziter Ablehnung der Falschangaben (Schreiben zur Antragsabgabe vom 19.10.2021, mit expliziter Ablehnung der Falschangabe).  Zusätzliche Information der Wohngeldstelle und wiederholte Bitte des Austausches zwischen den Kolleg:innen:

    E-Mail an Wohngelsstelle des Chemnitzer Sozialamtes 22.10.2021 (Klick für großes Bild)
  10. Wohngeldstelle: Jetzt, nachdem die Aufforderung zur Straftat seitens des Sozialamts nicht funktioniert hat und von der Azubi im Anschreiben zum Antrag thematisiert wurde, gibt es die allererste „bürgerfreundliche“ Rückmeldung seitens des Sozialamtes: Die Kolleg:innen können sich doch untereinander austauschen:

    E-Mail 25.10.2021, Austausch innerhalb des Sozialamtes doch möglich
  11.  BAföG Amt (Sozialamt): eingegangen am 5.11.2021, deshalb nachträgliche Ergänzug zu diesesm Beitrag: Ablehnung des BAföG-Antrags mit der Begründung, das die Azubi aus dem Senegal kommt (welche Überraschung). Das ist genau die Begründung die bereits seit Antragstellung im Wohngeldamt von der Azubi selbst vorgebracht hatte, warum sie die BAföG-Antragstellung für sinnlos hielt (sie Dokumente von 1.-10. !!!) Hier der Bescheid, der beweist, was für eine unglaubliche „moralische Sauerei“ hier durch das Chemnitzer Sozialamt praktiziert wurde: Ablehnungsbescheid, am 5.11.2021 bei der Azubi eingegangen, PDF
    Kommentar: als „Angeworbene“
  12. … wie geht es jetzt mit dem ursprünglichen Ausgangspunkt weiter, dem Wohngeldantrag … der nur wegen der Rundfunkgebühr gestellt wurde, wie wir uns erinnern, weiter ?

Es hätte so einfach sein können, ein kurzer Anruf oder Besuch von Frau Tröbs bei Frau Einenkel im „Nachbarzimmer“ und das gesamte hier beschriebene Thema wäre in 2 min. schon vor dem 27.9.2021 erledigt gewesen!!!

Was für eine Verschwendung an Lebenszeit, wieviel komplett unnötiger Ärger, Frust und Stress, mal von der Verschwendung von Steuergeldern für den gesamten sinnlosen Aufwand ganz abgesehen.

Meine Meinung zum Thema:

Diese gut integrierten jungen Frauen haben aufgrund ihres Migrationshintergrundes natürlich Angst etwas falsch zu machen und mit den Behörden in Konflikt zu kommen. Deshalb lassen sie sich vieles gefallen. Dies scheint sich in den Chemnitzer Ämtern herumgesprochen zu haben. Vermutlich wird nur diese „Schwäche“ ausgenutzt und es ist kein direkter vorsätzlicher Rassismus.

Ob diese Situation nun ausgenutzt wird, um die eigene Arbeit zu vereinfachen oder um die Personen zu schikanieren (also mehr oder weniger bewusst zu diskriminieren) ist letztendlich zweitrangig.

Betroffen sind in dem Fall (und in dem anderen BAföG-Fall im SWCZ) aber genau die Menschen mit Migrationshintergrund, die sich zum einen integrieren und zum anderen wichtige Berufe (mit Fachkräftemangel) erlernen, wie im hier beschriebenen Fall der Pflegefachfrau. Im konkreten Fall wurde die Betroffene sogar wegen des  Mangels an Pflegekräften angeworben.

In diesen Fällen ist unseren Chemnitzer Ämtern offensichtlich bewusst, dass hier keine Anwälte und Klagen drohen. Das wird scheinbar vermehrt ausgenutzt. Wenn potentiell ein rechtlicher Konflikt droht, reagieren Chemnitzer Ämter (nicht nur das Sozialamt) deutlich freundlicher und entgegenkommender. Es ist aber keine Lösung, wenn Chemnitzer:innen nur über Anwälte mit der Stadtverwaltung kommunizieren können, wenn sie „gleichberechtigt“ wahrgenommen und behandelt werden möchten.

Insofern ist selbst dieser krasse Fall nur die Spitze des Eisbergs.

Ein in den letzten 14-15 Jahren kontinuierlich gewachsenes Problem, nicht nur im Chemnitzer Sozialamt oder Gesundheitsamt, kann nicht von Personen gelöst werden, die selbst in diesem System „groß geworden sind“ und dies als „normal“ wahrnehmen und diese Entwicklung sogar gefördert haben.

Kommen wir noch kurz auf dieses konkrete Beispiel zurück:
Aus der Ferne könnte der ganze Ablauf auch so interpretiert werden, dass hier bewusst mit der Aufforderung zu einer Straftat, eine Falle gestellt werden sollte um einen Abschiebungsgrund zu erzeugen, da ja nun offensichtlich ist, dass die gesamte Aufforderung den BAföG-Antrag zu stellen, völlig unsinnig war und die Azubi den Ablehnungsgrund von Anfang an genannt hat, das Chemnitzer Sozialamt dies aber komplett ignoriert hat und stattdessen versucht hat, die Azubi in die Falle zu treiben.

Selbst wenn „Rassismus & Diskriminierung“ nicht die Ursache dieses Verhaltens des Chemnitzer Sozialamtes sind, macht es die Sache nicht besser. Das würde nämlich bedeuten, das „flächedeckend“ in wahrscheinlich vielen Prozessen über viele Einwohnergruppen in Chemnitz, solch ein unglaublicher, unsinniger, bürokratischer Wahnsinn seitens der Chemnitzer Stadtverwaltung „ausgeschüttet“ wird.
Statt 2 min Telefonat mit dem „Nachbarzimmer“ (wenn man das beim „Wohngeld“ schon nicht selber weiß, was die Azubi oder ihre Berufsschule sofort wussten) hätten diese schier unglaubliche Bürokratie inkl. der Aufforderung zur Straftat völlig überflüssig gemacht.

Welch riesige personelle Kapazität würde in der Chemnitzer Stadtverwaltung frei werden (in vielen Ämtern, denn dort ist es durchaus ähnlich wie im Sozialamt), für sinnvolle Tätigkeiten für ein „lebenswertes Chemnitz“, wenn solch Irrsinn unterbunden würde. Wer hat nicht schon das Jammern aus der Chemnitzer Stadtverwaltung von „Überlastung“ oder „Zeitmangel“ gehört. Dieses Beispiel zeigt sehr konkret, wo die riesigen Potentiale liegen und dass zur Verbesserung zusätzliches Personal oder mehr Geld, das komplett falsche Vorgehen ist. Das würde nur zu noch mehr solcher Bürokratie, wie in diesem Beispiel, führen! Im konkreten Fall ergäbe sich ein Einsparungspotential von sicherlich mehr als 98% an Arbeitszeit (vom Frust, Ärger und Stress mal abgesehen). Dieses Sozialamt (mit diesem Wahnsinn) wurde seit mehr als 7 Jahren von Cornelia Utech gestaltet!

Ich möchte das nicht für die Zukunft von Bildung, Sport, Kultur, Soziales und Gesundheit in Chemnitz.

Deshalb ist für „lebenswertes Chemnitz“ der Prozess zu einer bürgerorientierten Stadtverwaltung ein zentrales Thema (inkl. Servicegedanke  + Mitdenken + Eigeninitiative).

Stellungnahme von Frau Cornelia Utech erwünscht

Gerne veröffentliche ich hier auch eine Stellungnahme, Richtigstellung oder Gegendarstellung der Leiterin des Chemnitzer Sozialamtes, Frau Cornelia Utech zu diesem konkreten Beispiel, wie es dazu kommen konnte und  ob es gemeinsam mit dem zweiten Fall (bisher nur  intern im BAföG Amt des SWCZ bekannt) nur zufällig zwei zeitnahe Einzelfälle sind, die ich zufällig persönlich kenne.

Bisher (25.11.2021) habe ich keine Stellungnahme oder Antwort von Frau Utech erhalten.

 


Dieser Beitrag enthält persönliche Meinungen. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung. Eigenes (Mit)Denken sollte bei jedem Thema und Informationskanal die wichtigste Grundlage sein.  Der Beitrag „Desinformation (Fake News) aufdecken und einordnen“ (übrigens aus dem Wissensmanagement MOOC) kann bei der zukünftigen eigenen Meinungsbildung positiv unterstützen.

C2025: Apfelbaumparade wird Streufruchtparade

Vorschlag:

Weiterentwicklung der „Apfelbaumparade“ in eine „Streufruchtparade“

Leider ist die Kritik von Anfang Februar 2021 am Konzept der Apfelbaumparade (Leuchtturmprojekt der Chemnitzer Kulturhauptstadtbewerbung) bis heute (25.9.2021) seitens des C2025-Projektteams ignoriert worden, wie der heutige Stand der „WE PARAPOM!“ Website deutlich zeigt. Offiziell heißt das Projekt (Stand heute) inzwischen „WE PARAPOM! – Kollektive europäische Parade der Apfelbäume“, nachdem ich noch am 13.9. mitgeteilt bekommen habe, dass das Projekt unbedingt immer „WE PARAPOM!europäische Parade der Apfelbäume“ zu nennen ist.

Laut offizieller Projektplanung des C2025-Teams sollen ab November die ersten Apfelbäume (trotz der bekannten Kritikpunkte) über folgende Start-Aktion gepflanzt werden:

„Im November wird die Anpflanzung der Apfelbäume mit urbanen Interventionen der Künstlerin Folke Köbberling als öffentlicher Auftakt für WE PARAPOM! und die Kulturhauptstadt starten. In einer kollektiven Aktion wird an verschiedenen Orten entlang der Route der Parade in minutiöser und mühsamer Handarbeit versiegelter Boden aufgebrochen, und damit der Boden für die ersten Pflanzungen der Apfelbäume – und für das gesamte Projekt – bereitet.“ (Quelle: https://weparapom.eu/Prozess, 25.9.2021)

Da diese Absicht (in Bezug auf zukünftige „Apfelbaumpflanzung“) komplett in die falsche Richtung geht und das C2025-Team damit „von oben herab“ negative Tatsachen schafft, veröffentlichen wir hier den  konstruktiven Vorschlag  zur „Streufruchtparade“ zur Weiterentwicklung der guten Grundidee der „Apfelbaumparade“ in ein nachhaltiges Leuchtturmprojekt. Die durch die „urbane Intervention“ entsiegelten Flächen, können auch anderweitig nachhaltiger genutzt werden.

Die nachhaltige Streufruchtparade

Der grundlegende Gedanke ist nicht neu, sondern wurde bereits 2014 (noch vor dem Modewort „essbare Stadt“) als Konzept für die Gestaltung des Außengeländes des Chemnitzer Schulmodells (CSM) erstellt. Hier ist das damalige Konzept: Vorschlag: „Nutzbäume+Nutzpflanzen“ im CSM Außengelände (als PDF zum Download) vom 6.3.2014.
Zuerst die grundlegenden Eckpfeiler der Streufruchtparade, die sich vom derzeitigen Projekt der Apfelbaumparade grundlegend unterscheiden:

  1. Es werden 4.000 (oder mehr) „Streufruchtgehölze“ gepflanzt. Dazu gehören nicht nur die typischen Obstbäume, sondern auch andere „Streufruchtbäume“, wie Walnüsse oder Esskastanien (Maronen). Dazu gehören aber auch entsprechenden Sträucher- und Kletterpflanzen die essbare Samen und Beeren ausbilden, also über Aronia, Felsenbirne, Holunder, Bayern-Kiwi, Sanddorn, Haselnuss  etc. bis hin zum typischen Beerenobst.
  2. Alle Pflanzen werden auf für sie geeignete Stadorte gepflanzt, so dass sie sich langfristig und langlebig an dem Standort entwickeln können und damit einen Vorbildcharakter zu einer sinnvollen Nachahmung (Nachmachen z.B. auf eigfenen Grundstücken) ergeben.
  3. Alle Pflanzen werden auf geeignete Standorte auch für die menschlichen Bewohner gepflanzt, d.h. die Streufrüchte fallen auch im ausgewachsenen Zustand der Pflanzen nicht auf feste/versiegelte/gepflasterte Wege und Straßen (Reduzierung der Ausrutsch- und Sturzgefahr, Verkehrssicherungspflicht). Bei Abstürzen (Unfällen beim Pflücken) von Kindern und Jugendlichen fallen diese zumindest auf Grünflächen, also weicheren Untergrund (Verletzungsrisiko reduzieren).
  4. Die Pflanzen (Sorten und ggf. die „Unterlage“) selbst, müssen zum Einsatzziel („Streufrucht“ und nicht „Plantagen-Anbau“) passen. Es müssen also Sorten sein, die allein mit den Umweltbedingungen ohne chemische und aufwändige Bodenbearbeitungen  langlebig zurecht kommen.
  5. Es gibt ein FUNKTIONIERENDES Betreuungs- und Pflegekonzept für die jeweilige Entwicklungszeit, die wichtig ist, dass die konkrete Planze danach gesund und langjährig selbständig weiter gedeiht. (Für die Kronenentwicklung bei Streuobstbäumen sind dies beispielsweise mindestens die ersten 6-10 Jahre! je nach Art und Sorte).
  6. Es gibt für alle Pflanzen der Aktion ein nachhaltiges Verwertungskonzept der entstehenden Lebensmittel (die Samen und Früchte dieser Pflanzen). Lebensmittel an Schafe oder Ziegen verfüttern kann dabei nicht die Option der Wahl sein.
  7. Es gibt für alle bildungsrelevanten Themen der Streufruchtparade (fachübergreifend) ein nachhaltiges, skalierbares Bildungskonzept. Wichtiger Teil dieses Bildungskonzeptes ist eine vollständige, digitale, online Bildungsmöglichkeit mit freien Bildungsmaterialien (OER), die nicht nur durch die Besucherinnen der Pflanzungen dieses Projektes selbständig und intuitiv genutzt werden kann, sondern auch für ähnliche Bildungsaktionen in ganz Europa frei nachnutzbar ist (mindestens in den Sprachen Deutsch und Englisch).
  8. Es ist ein echtes Mitmachprojekt für Chemnitzer Bürger:innen, mit dem sich die Menschen der Stadt wirklich identifizieren und bei dem viele Chemnitzer:innen und Gäste des Kulturhauptstadt-Jahres aller Altersgruppen viel lernen und sich vor allem auch gegenseitig austauschen und kennenlernen. Im Projekt können sich die Mitmachenden zu einem gewissen Anteil selbst verwirklichen und eigene Ideen umsetzen. Die Menschen haben bei der „Streufrucht-Parade“ das Gefühl, „Es ist mein/unser Projekt“ und kein „von oben verordnetes Projekt“. Das Wissen, die eigenen Ideen richtig zu „pflanzen“ ist dabei Teil des ganzheitlichen Bildungskonzepts.
  9. Es gibt keine Limitierung auf 4.000 Planzen und auch nicht auf 2 Planzen pro Sorte. Es gibt keine Limitierung auf eine „von oben verordnete“ feste Route. Es gibt „flächendeckend“ Mitmacher und flächendeckend „Streufrucht“-Pflanzungen. Zwischen den entstehenden zahlreichen (dokumentierten) „Insellösungen“ können in 2025 Besuchern unterschiedliche Routen vorgeschlagen werden. Es gibt nicht nur eine „von oben verordnete Route“ durch die Streufruchtparade.
  10. Die „Streufruchtparade“ berücksichtigt die Herausforderungen des Klimawandels in der Stadt (steigende Temperaturen, häufigere Trockenzeiten, mehr Wetter-Extremereignisse) durch Pflanzung der jeweils geeigneten Arten und Sorten an jeweils geeigneten Stellen.

Warum die „Streufruchtparade“ nachhaltig ist und die „Apfelbaumparade“ nicht:

Teilweise wurde auf dieses Thema bereits ausführlicher in der Kritik von Anfang Februar 2021 am Konzept der Apfelbaumparade eingegangen. Die dort ausgeführten Punkte werden hier jetzt nicht mehr so ausführlich dargestellt, sondern vor allem die dort nur angedeuteten Punkte.

Apfelbäume sind Flachwurzler

Apfelbäume sind wie Kirschen und Pflaumen Flachwurzler. Die Wurzeln breiten sich also flach unter der Oberfläche aus. Bei Trockenheit sind Apfelbäume deshalb deutlich stärker gefährdet als andere „Streufruchtpflanzen“.  In der generell höheren Temperatur im Stadtgebiet und mit vielen Drainagen im Boden sind die Standorte im bebauten Stadtgebiet schon generell trockener, auch ohne den Klimawandel.  Der Apfelbaum ist also nicht optimal für enger bebaute Bereiche der Stadt geeignet, schon gar nicht mit Blick auf den Klimawandel. Es muss also auf möglichst dauerhaft feuchtere Standorte geachtet werden.

Außerdem wird für Flachwurzler ein relativ großer freier Bodenbereich um den Stamm benötigt, etwa so groß wie die Krone des Baumes, wenn er ungeschnitten wäre, was bei Hochstamm-Apfelbäumen pro Baum eine Kreisfläche mit einem Durchmesser von ca. 12m sein sollte.

Beide Anforderungen schränken die geeigneten nachhaltigen Pflanzorte für Apfelbäume in enger bebauten Bereichen in Chemnitz deutlich ein.

Eine dauerhafte zusätzliche Bewässerung der Bäume, über 50-100 Jahre ist nicht nur unrealistisch, sondern auch nicht umwelt- und klimafreundlich, schon gar nicht, wenn auch noch Trinkwasser dafür genutzt wird. Ungeeignete Standorte sind außerdem ein „schlechtes Vorbild“ für Nachmacher, sind also auch für das Bildungskonzept falsch.

Birnen , Walnüsse und Esskastanien sind beispielsweise Tiefwurzler, die viel besser mit Trockenperioden und kleinen Baumscheiben zurecht kommen. Sie sind also für das Projekt biologisch deutliche besser geeignet, als Apfelbäume.

Deshalb sollte „WE PARAPOM!“  von einer reinen „Apfelbaumparade“ zu einer „Streufruchtparade“  weiterentwickelt werden.

2.000 Apfelsorten in Chemnitz sind „Gigantismus“ und das Gegenteil von umweltfreundlich und natürlich

Sicherlich ist es möglich 2.000 Apfelsorten zu finden, aber das ist dann zu 90% ein „Exotenpark“ von Sorten, die nicht für das Chemnitzer Klima und als „Streuapfel-Sorten“ geeignet sind. Einen gesamten „Apfelsorten-Genpool“ (ich erinnere nur an „Flachwurzler“) im Stadtgebiet von Chemnitz zu pflanzen und zu hoffen, dass das nachhaltig funktioniert, ist eine Schnapsidee und von Anfang an zum scheitern verurteilt. Das ist einfach nur Geld- und Zeitverschwendung (inkl. Enttäuschung der Mitmacherinnen und Demotivation für andere Mitmachprojekte).

Auch für die Umweltbildung bringen 2.000 Apfelsorten eher weniger als 200 geeignete Sorten.

Selbst wenn auch exotische (ungeeignete Sorten) in die Pflanzung mit einbezogen werden, sollten maximal 400 Apfelsorten mehr als als ausreichend (eher zuviel) sein! Dann blieben immer noch 1600 andere Streufruchtsorten für die biologische Vielfalt des Projektes übrig, wenn man unbedingt bei den 2.000 Sorten bleiben möchte.

Nachhaltiger und sinnvoller ist es, etwas weniger Streufruchtsorten auszuwählen, dafür aber die, die einigermaßen natürlich im Chemnitzer Stadtgebiet gedeihen können. 300-500 Sorten insgesamt über alle Streufruchtpflanzen und diese dafür mehrfach an unterschiedlichen Pflanzstellen im Stadtgebiet, ist wahrscheinlich eine deutlich sinnvollere Ausrichtung.

Verwertungskonzept versus Lebensmittelverschwendung

4.000 vor allem hochstämmige „Fallapfelbäume“ produzieren pro Jahr mindestens 400 Tonnen ( 400.000 kg) Äpfel, eher mehr (meine Halbstämme hatten in diesem Jahr teilweise mehr als 250kg/Baum). Da aus ökologischen Gründen richtigerweise zahlreiche Aktionen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln gestartet werden, ist es ein völlig falsches Signal, wenn hier Unmengen an Lebensmitteln (Bio-Äpfel) entweder verfaulen oder an Schafe und Ziegen verfüttert werden.  Man stelle sich vor, die Chemnitzer Supermärkte würden ihre Salat-, Gemüse- und Obstreste an Ziegen und Schafe verfüttern oder in solchen Massen verfaulen lassen oder wegwerfen (statt diese z.B. an die „Tafeln“ zu spenden).
Wenn ein Verwertungskonzept niederschwellig, einfach und bedarfsorientiert ist, wird es auch nachhaltig tragfähig und kann sogar sozial gerecht sein.
Wenn z.B. eine „Chemnitzer Apfelwein“-Marke aufgebaut wird, die wie die Apfelwein in Frankfurt (am Main) langfristig über 2025 hinaus tragfähig ist und in allen Gastrogewerben und Märkten in Chemnitz angeboten und von den Chemnitzerinnen und Besuchern angenommen wird, wäre das eine nachhaltige Option sogar für mehr als 400 Tonnen, also auch für Falläpfel aus den Kleingartenanlagen in Chemnitz. Dieses Konzept ist aber durch zu viele „wenns“ riskant.
Die Option, z.B. besonders wertvollen mit Handpressen hergestellten „Manufakturapfelsaft“ zu mehreren Euro pro Flasche anzubieten, ist extrem unsozial und ein weiterer Schritt hin auf dem „Öko -Weg“, Kindern aus Geringverdiener-Familien zu zeigen wo sie überall ausgeschlossen werden.

Ein positives Beispiel für ein mögliches (von uns favorisiertes) sinnvolles Verwertungskonzept ist seit Jahren auf der Hundewiese im Stadtpark (neben Rosengarten) zu erleben. Die Esskastanien der beiden Bäume werden kontinuierlich, spätestens ein paar Stunden nach dem Abfall, aufgelesen, durch Chemnitzer:innen unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten (also sozial gerecht). Wer es versuchen möchte: Es ist schwer, eine Mahlzeit damit zusammen zu bekommen, weil zu viele Chemnitzer mit sammeln – ganz ohne öffentliches Marketing im Amtsblatt ;-).

Mit einer Vielfalt an Streufruchtpflanzen mit unterschiedlichen Reifezeiten, kann über das Konzept, dass jede Vorbeikommende essen kann, was sie möchte, eine sozial gerechte niederschwellige Verwertung dieser Lebensmittel erreicht werden. Kombiniert mit Bildungsangeboten in Schulen und Kindergärten, sowie über kleine Gemeinschaftsaktionen in den Wohngebieten (z.B. „Pflaumenkuchen backen“ oder „gebackenen Maronen“ zum Herbstfest), können so die Streufruchterträge niederschwellig verwertet werden, wenn die jeweiligen Einzelmengen zur gleichen Reifezeit überschaubar bleiben. Die Fruchtmenge bei 4.000 Apfelbäumen ist für so ein Konzept zu hoch. Bei 4.000+ Streufruchtpflanzen ist dieses Verwertungskonzept über die Vielfalt und die gestaffelte Reifezeit der unterschiedlichen Streufrüchte möglich.

Für Insekten, Vögel und Kleinsäuger (z.B. Igel) bleibt dabei trotzdem noch ausreichend übrig.

Gestaltungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum

Da in der „Streufrucht-Parade“ auch Hecken-, Strauch- und Kletterpflanzen enthalten sind, lassen sich damit ganz andere und vielfältigere Gestaltungskonzepte, z.B. für Stadtteilparks, Schulgelände, Kindergärten, genossenschaftliche Wohngebiete und öffentliche Grünflächen umsetzen, als nur mit Apfelbäumen. Die Hecken-, Kletterpflanzen- und Strauch-Optionen bieten Vögeln, Insekten und Kleinsäugern auch zusätzliche Ernährungs-, Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten.

Streufrucht-Bildung versus Apfel-Bildung

Selbst mit dem tollsten Bildungskonzept analog (also reales Leben) und digital, ist sofort verständlich, dass allein die Artenvielfalt und biologische Vielfalt des Streufrucht-Ansatzes viel umfangreichere und wertvollere Bildungsmöglichkeiten bietet, als die Monokultur-Einengung nur auf Apfelbäume.

Bildungskonzept der Streufrucht-Parade

Ein sinnvolles Bildungskonzept hat mehrere Dimensionen, z.B. Mitmacherinnen zur Pflanzung/Pflege oder Zielgruppen mit Themen am entstehenden Ergebnis (z.B. Umweltbildung für Schulkinder, Jugendliche und Erwachsene). Zwei andere Dimensionen sind: analoge Veranstaltungen „vor Ort“ mit „Lehrer/Ausbilder/Guru etc.“ (egal ob „Sortenbestimmung“ oder „Kochen“) und digitale freie Bildungsinhalte (OER), die sich zukünftig über QR-Code oder RFID/NFC – Chip direkt mit dem Smartphone von jedem „Walnuss-Baum“ in Europa abrufen lassen (inkl. der „Rezepte mit Walnüssen“).  Der Fachbegriff hierfür ist digitales „objektbasiertes Lernen“. Ein praktischen Beispiel aus Chemnitz für diese Art des digitalen Lernens mit freien Bildungsinhalten ist der „Lernpfad“ zur „Mauerbienen-Aktion“ (ein Wildbbienen-Projekt), der vom Chemnitzer „aracube e.V.“ erstellt wurde. Über den QR-Code (oder Link) lässt sich diese „digitale Bildung“ mit jedem ähnlichen Nistblock verbinden, auch europa- und weltweit.
Die Sinnhaftigkeit dieses „Lernpfad“-Ansatzes wird auch bei der Projekt-Zielgruppe „Mitmacherinnen zur Pflanzung/Pflege“(„Paten“ in der „WE PARAPOM!“ Sprachwelt) deutlich:

Man kann einen Kurs vor Ort an einem Apfelbaum mit einer Expertin anbieten, in dem sie praktisch zeigt, wie ein Streuapfelbaum nach ihrer Ansicht richtig zu schneiden ist.  Die ca. 20 aufmerksamen Teilnehmerinnen, für die Tag/Zeit und Ort des Kurses gepasst haben, machen das Gelernte an ihrem Patenbaum nach (idealerweise ein paar Stunden später). Falls das Gelernte für die eigene Sorte auch passt, ist dieser Baum in dem Jahr richtig geschnitten. Dann merkt sich die Teilnehmerin das Wissen für ein Jahr (evtl. ist auch ab dem 3. oder 4.Jahr anderes beim Schnitt zu beachten) und wendet es dann, aus ihrer Erinnerung, wieder fehlerarm an ihrem (einzigen) Patenbaum an.
Was ist, wenn diese „Angelernte“ nun nach zwei Jahren umzieht? Ist es dann nicht sinnvoll, wenn über einen QR-Code (oder RFID/NFC-Tag) am Baum oder Busch der Streufrucht-Parade direkt die Pflege- und Schnitthinweise (z.B. Lernvideo zum Schnitt) abgerufen werden können, inkl. z.B. was an diesem Baum, dieser Sorte in diesem Standjahr als Pflegmaßnahme anstehen könnte? Theoretisch könnte darüber jede Chemnitzerin ersatzweise die Pflege durchführen, wenn die ursprüngliche Patin verhindert ist.
Dieses Wissen könnte dann später auch jeder Besucher der Streufruchtpflanze übernehmen (z.B. den Link oder QR-Code auf seinem Smartphone speichern) und als Wissen mitnehmen, um es dann für die gleiche Art und Sorte in seinem eigenen Garten oder Grundstück (irgendwo in Europa 😉 zu nutzen.
So lässt sich dieses Wissen z.B. in alle Grundstücke und Kleingärten Europas bringen, an Tausende von Personen, zu der Zeit (und wiederholt), zu der sie das Wissen wirklich benötigen.
Außerdem gibt es auch in der Kunst des Baum- und Heckenschnitts mehrere unterschiedliche „Schulen“, die an der gleichen Pflanze unterschiedlich schneiden. In der Präsenzschulung lernt man nur EINE  Methode und die eine Meinung der jeweiligen Schulungsleiterin. Digital lassen sich verschiedene (geprüfte und anerkannte) Varianten anbieten. Statt „Einengung auf eine Sicht“ wird hier die „Vielfalt für Mitdenkende“ unterstützt.
Ein solcher digitaler Bildungsansatz zu freier Bildung fehlt bis heute bei „WE PARAPOM!“ komplett. Er ist jedoch integraler Bestandteil der „Streufrucht-Parade“.

Lebensrisiko & Haftungsrisiko berücksichtigen

Apfelbäume und auch die Streufruchtpflanzen laden natürlich dazu ein, die Früchte zu pflücken und dazu auf die Bäume zu klettern. Früchte auf Wegen, nicht nur Bananenschalen, sind ein großes Risiko für Stürze und Ausrutschen. Wie bereits in der Kritik von Anfang Februar 2021 am Konzept der Apfelbaumparade ausführlicher dargestellt, sind Stürze (beim pflücken der Früchte) von Kindern und Jugendlichen, sowie ungeschickten oder unvorsichtigen Erwachsenen aus 5-7m Höhe zu erwarten, wenn die Bäume nachhaltig (mehr als 30 Jahre) gewachsen sind. Falls die Streufrüchte auf gepflasterte Wege und Straßen fallen, sind ernste Verletzungen insbesondere bei Älteren, z.B. durch ausrutschen zu erwarten.

Zum einen sollte vor dem Projekt geklärt sein, dass Chemnitz zu diesem „Lebensrisiko“ steht und es bewusst eingeht (also die Bäume nach solchen Vorfällen nach 2025 nicht gefällt werden). Zum anderen sollte das Risiko für ernthafte Verletzungen und Todesfälle reduziert werden. Wenn eine „Fallfrucht“ auf „gepflasterter Fläche“ landet, könnte an der Stelle auch das herunterfallende Schulkind landen oder die Rentnerin darauf ausgerutschen.
 Deshalb werden bei der Streufrucht-Parade alle Pflanzen so gepflanzt, dass auch im ausgewachsenen Zustand keine Früchte auf gepflasterte/versiegelte Wege und Straßen fallen.

Abstürzende Personen fallen so weich(er) und es gibt kein Ausrutschen auf den Früchten auf Wegen und Straßen. Somit wird das Verletzungsrisiko auf ein vernünftiges „Lebensrisiko“ reduziert, was nachhaltig den Bestand  der Streufruchtpflanzen des Projektes sichert.

Ob Streufruchtpflanzen mit einem hohen „Wespenrisiko“ (wie die Apfelbäume nach „WE-PARAPOM!“) in der Nähen von Spielplätzen stehen sollten, sollte ebenfalls vor Start der Pflanzungen entschieden werden. Wir meinen ja. Kinder sollten frühzeitig das Wespenrisiko beim Essen von Obst, insbesondere Fallobst, berücksichtigen lernen. Falls dies seitens der Stadt aber nicht gewünscht ist, sollten die Pflanzungen (egal ob Apfelbäume oder andere für Wespen attraktive Früchte) entsprechend weit entfernt von Spiel- und Sportplätzen stattfinden. Das Gegenteil von nachhaltig ist, wenn Bäume des Projektes nach 2025 aus diesem Grund wieder gefällt werden (nachdem vielleicht ein Kind an einem Stich im Hals gestorben ist)! Dieses Risiko ist bereits jetzt vollständig bekannt und kann entschieden/berücksichtigt werden BEVOR die Pflanzung erfolgt.

Eigendarstellung von „WE-PARAPOM!“

Zitatquelle: https://weparapom.eu/Kunstprojekte-Urbane-Interventionen, 28.9.2021
Zitatquelle: https://weparapom.eu/Kunstprojekte-Urbane-Interventionen, 28.9.2021

Wie unsinnig die Entsiegelung von Pflanzlöchern zum Start der „WE PARAPOM!“ Aktion durch die Künstlerin  Folke Köbberling (oben im Artikel verlinkt) ist, sollte nach lesen dieses „Streufrucht-Parade“ Vorschlags mit den bisherigen Informationen offensichtlich sein. „Entsiegelung“ ist ein wichtiges Umwelt-Thema, aber nicht für Pflanzstellen von Apfelbäumen im Stadtgebiet und noch dazu mit versiegelten Flächen um den Baum herum, wie das konkrete Projektbild zur „urbanen Intervention“ (Stand heute: 28.9.2021) deutlich symbolisiert. Auch im „C2025 Apfelbaumprojekt – Kritik“ Beitrag, wurde schon kritisiert, dass manipulative nicht authentische Bilder für das Projekt verwendet werden. Auch hier wird ein manipulatives Bild verwendet, das „suggeriert“, die ausgebrochenen Stücke der Entsiegelung wurden mit den Werkzeugen (Meisel und Hammer) auf dem Bild erreicht, statt mit einem „Presslufthammer“ (oder noch schwererem industriellem Gerät). Wenn man sich über Fake-News aufregt, sollte man zumindest bei so einem Kulturhauptstadt Projekt „ehrlich“ bleiben und nicht manipulieren!

Bisher stimmt die Eigendarstellung von „WE PARAPOM!“ nicht mit der Realität überein. Eigentlich möchte „WE PARAPOM!“ folgendem Entgegentreten:

Paraden haben eine lange Tradition als Ausdruck von Macht und dem zur Schau stellen von Regierungsinteressen und Ideologien. Hier erfährt das Feiern oft den Beigeschmack von erzwungenem Zujubeln, das einen auch erschauern lassen kann.Paraden haben eine lange Tradition als Ausdruck von Macht und dem zur Schau stellen von Regierungsinteressen und Ideologien. Hier erfährt das Feiern oft den Beigeschmack von erzwungenem Zujubeln, das einen auch erschauern lassen kann.“ (Quelle: https://weparapom.eu/Projekt, Stand 28.9.2021)

durch:

„WE PARAPOM!“ gibt es nur durch eine Gemeinschaft der Vielen!“ (Quelle: https://weparapom.eu/Projekt, Stand 28.9.2021)

und:

„Deutsche und internationale Künstler:innen werden ab Herbst 2021 künstlerische Interventionen realisieren, die aktuelle gesellschaftliche Themen wie Migration, Arbeitsbedingungen, Ökologie, Bodenversiegelung, Hinterfragung der Repräsentation von Macht ebenso aufgreifen wie Fragen zur aktuellen Situation von Demokratie und neues Engagement der Zivilgesellschaft für aktive demokratische Teilhabe anregen.“ (Quelle: https://weparapom.eu/Projekt, Stand 28.9.2021)

Die Realität bis heute prägt allerdings das „alte Bild“ der Demonstration der Macht :

Der Start von „WE PARAPOM!“ bis heute war „elitär“ und „autoritär“. Es ist bisher kein Mitmachprojekt der Chemnitzerinnen auf Augenhöhe und es ist bisher auch nicht als wirkliches Mitmachprojekt (was diesen Namen verdient) geplant und organisiert. Zwar wurde am Samstag (25.9.2021) von einem „WE PARAPOM!“ Teammitglied behauptet, die meisten Chemnitzer:innen wollen das Projekt nur mit Apfelbäumen. Die Wahrheit ist jedoch: Der „innere Kreis“ des Kulturhauptstadt-Teams hat verhindert, das Interessierte und Experten außerhalb des eigenen Beziehungs-Dunstkreises an den Kulturhauptstadt-Projekten mitwirken durften (ich habe es seit 2019 selbst intensiv vergeblich versucht). So haben auch nur eine Handvoll elitärer Personen festgelegt, wie aus der Apfelbaumparade „WE PARAPOM!“ wurde und auch, dass es NUR Apfelbäume sein dürfen. Genauso autoritär hat diese Elite festgelegt, was das „Kollektiv“ in „WE PARAPOM!“ tun soll und darf. Das „Kollektiv“ wird nach bisheriger Planung nur gebraucht, um die Festlegungen dieser „Elite“ umzusetzen. Deutlich wird dies beispielsweise aus dem „Patensuche-Flyer“ auf der „WE PARAPOM!“ Website, aber auch an der Präsentation des „WE PARAPOM!“ Projektes am 25.9.2021. Im Rahmen der Planungen für den Bürgerpark-Gablenz, wurde die „WE PARAPOM!“-Sicht auf die Mitwirkung des „Kollektivs“ deutlich. Die Bürgerinnen dürfen noch selbst entscheiden, ob im Bürgerpark nun ca. 20, 30 o. 50 Apfelbäume gepflanz werden sollen (die drei vorgegebenen Varianten zum Bürgerinnenfeedback). Mehr Einflussnahme durch die Bürger ist nicht gewünscht.
Laut aktuellem „WE PARAPOM!“ -Fyer bietet die kollektive Gestaltung durch die Mitmacherinnen (Paten) folgende Möglichkeiten: Wie viele Apfelbäume wollen sie pflanzen, wer stellt sein Grundstück für  Apfelbäume zur Verfügung, wie viele Apfelbäume möchte jeder Mitmacher bezahlen oder wie viele Apfelbäume möchte jede Mitmacherin pflegen.

Fazit: Es werden lediglich billige Arbeitskräfte und Gelder gesucht, das Projekt der Elite umzusetzen.  Das ist zwar in „schönen modernen Floskeln“ auf der „WE PARAPOM!“ Website umschrieben, aber bisher des Pudels-Kern (der konkrete Inhalt). Mitdenken, Mitreden, Mitgestalten, Mitwirken usw. , alles was unter „Augenhöhe“ in wirklichen „Mitmachprojekten“ selbstverständlich ist, wird bis heute in „WE PARAPOM“ abgeblockt und verhindert.

„WE PARAPOM!“ als „Streufrucht-PARADE“

Kein Einziges der künstlerischen Ziele in „WE PARAPOM!“ muss geändert werden, wenn das Projekt im Sinne der „Streufrucht-Parade“ nachhaltig wird. Es ist Zeit für die Zusammenarbeit von allen, die „WE PARAPOM!“ als ein nachhaltiges Kunstprojekt erleben möchten, bei dem die Chemnitzerinnen wirklich mitmachen können und in dem sie nicht nur billige Arbeitskräfte für ein Prestige-Projekt einer autoritären „Elite“ sind.

Wir suchen Unterstützer und Mitmacher:innen für das Konzept der „Streufrucht-Parade“ am liebsten als Teil von „WE PARAPOM!“.
Wenn es sich weiterhin als unmöglich herausstellt, einen nachhaltigen positiven Einfluss auf das „WE PARAPOM!“-Projekt zu nehmen, könnte die „Streufrucht-Parade“ auch ein eigenständiges C2025-„Mitmach-Kunstprojekt“ werden. Dann soll es über seine Nachhaltigkeit auch „künstlerisch“ widerspiegeln, welche Chancen (und Gelder) durch „Verordnung von oben“  durch eine „autoritäre Elite“ vertan werden und welches positive Potential „Vielfalt, Eigeninitiative und Gestaltungsfreiheit“ durch viele Mitmachende auf Augenhöhe hat. „WE PARAPOM!“ wird so oder so enorme finanzielle Mittel verschlingen. Die „Streufrucht -Parade“ müsste dann sicherlich komplett ehrenamtlich bleiben.  Es würde ein Wettbewerb (kein Kampf!) David gegen Goliath. Aber noch hoffen wir auf ein nachhaltiges „WE PARAPOM!“ ohne Apelbaum-Monokultur, sondern mit nachhaltiger Vielfalt.

 


Dieser Vorschlag enthält auch persönliche Meinungen. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung. Eigenes (Mit)Denken sollte bei jedem Thema und Informationskanal die wichtigste Grundlage sein.  Der Beitrag „Desinformation (Fake News) aufdecken und einordnen“ (übrigens aus dem Wissensmanagement MOOC) kann bei der zukünftigen eigenen Meinungsbildung positiv unterstützen.

Corona Chaos in Chemnitz: Die Übersicht

Inzwischen sind (leider) einige kritische Beiträge zum Thema „Corona in Chemnitz“ entstanden. Dieser Beitrag fasst diese Themen strukturiert zusammen.

  1. Aufruf zum Impf-Flashmob „NichtFürEuch“ (29.11.2021), als Protestaktion vom 3.12.-6.12.2021.
  2. Impfen statt Suizid“ (28.11.2021), der etwas andere Impfaufruf
  3. Inzidenz über 1.000 – Warum?“ (22.11.2021), das Chemnitzer Gesundheitsamt gibt auf … Wer ist verantwortlich?
  4. Notizen bis zum Corona-Ende in Chemnitz“ (letzte Ergänzung 22.11.2021), Notizen und Beispiele, was bis zum Erreichen des „Lichts“ (Corona-Ende) noch erwähnens- und erinnerungswert bleibt.
  5. CS³ – „Das Leben der Anderen“ Teil2“ (19.3.2021): Wie die Polizei und „Gerd Wiesler 4.0“ den Chemnitzer Oberbürgermeister Sven Schulze vor einer Plakataktion beschützen.  (nur ein wenig satirisch)
  6. Corona: Wahrheiten und Diffamierung“ (17.3.2021): Wie Corona-Wahrheiten zur Diffamierung Anderer (hier konkret Brasilien) genutzt werden. Enthält eine Zusammenfassung von Grundschulwissen zu Infektionskrankheiten.
  7. Vietnam als Maßstab für Deutschland“ (13.3.2021), 1:2000, der Vergleich zu Vietnam zeigt, wie groß das Versagen in Chemnitz, Sachsen , Deutschland und Europa in der Corona-Pandemie war und ist.
  8. Corona: Licht am Ende des Tunnels“ (23.1.2021), ein positiver Ausblick hinsichtlich der aktuellen Lockdown-Entwicklung, der Verfügbarkeit von Corona-Impfungen, ein „Sputnik V“ Überblick und „Was wir alle gelernt haben“.
  9. Tod durch Verzweiflung„, zeigt die Unmöglichkeit für über 80-Jährige (die selbständig und nicht im Pflegeheim leben) bis zum heutigen Tag (18.1.2021) einen Corona-Impftermin zu bekommen, und welche Falschaussagen und welcher Irrsinn (das Wort ist wirklich angebracht) diesen vergeblichen „Weg der Verzweiflung“ bisher in Chemnitz gesäumt haben.
  10. Corona: AfD Bashing, statt Lösungen„, ist ein Beitrag (19.12.2020) zum Thema, der auch basierend auf den vorherigen Beiträgen  herausarbeitet, was die wirklichen Ursachen und Verantwortlichen für das Corona Chaos in Chemnitz sind, wie ein sinnvoller Weg aus dem Chaos aussehen könnte und warum wir endlich anfangen sollten, von Asien zu lernen.
  11. Corona Überforderung im Chemnitzer Gesundheitsamt und Testzentrum“ zeigt am konkreten Beispiel, wie Barbara Ludwig bewusst falsche Positivinformationen verbreitete und die Corona – Infektionsausbreitung in Chemnitz förderte, während das Chemnitzer Gesundheitsamt und das Chemnitzer Corona-Testzentrum bereits mit 30 Infektionen/ 100.000 Einwohner (innehrhalb von 7 Tagen) vollständig überfordert und überlastet waren (14.10.2020). Desweiteren fasst der Meinungsbeitrag die seit Jahren bekannten Gründe und Ursachen der Überforderung und Überlastung des Chemnitzer Gesundheitsamtes zusammen.
  12. Corona in Chemnitz – Chaos geht mit Sven Schulze weiter“ („mit Augenmaß„-Beitrag), beschäftigt sich mit dem scheinheiligen „dramatischen Apell“ vom neuen Oberbürgermeister Sven Schulze, am 7.12.2020, nachdem er am 1.12.2020 zum Start des Lockdowns mit seinen „Augenmerk“ Ausführungen, die Chemnitzerinnen explizit ermutigt hat, den Lockdown nicht so ernst zu nehmen.
  13. Corona + Generation Y“ erschien als erster kritischer Beitrag zu COVID-10 am 19.3.2020 zu Beginn der ersten Welle in Chemnitz. Auch wenn damals die „Generation Y“ im zentralen Fokus stand,  wurde bereits über die fehlende Konsequenz in Chemnitz unter Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig eingegangen.

Ziel dieser Zusammenfassung ist auch, dass im Andenken an die unnötigen Corona-Toten in Chemnitz, nicht in Vergessenheit gerät, wer dafür verantwortlich war/ist und welche Fehler begangen wurden, um die Chance zu erhalten, daraus für die Zukunft zu lernen … falls die Chemnitzer Politik und Stadtverwaltung daran Interesse hat.

Die meisten kritischen Beiträge sind persönliche Meinungen, mit entsprechenden Argumenten. Bilden Sie sich Ihre eigenen Meinung. Eigenes (Mit)Denken sollte bei jedem Thema und Informationskanal die wichtigste Grundlage sein.  Der Beitrag „Desinformation (Fake News) aufdecken und einordnen“ (aus dem Wissensmanagement MOOC) kann bei der zukünftigen eigenen Meinungsbildung positiv unterstützen.

LC2025 – Projektideen / Projektvorschläge

C2025 – Ideen & Vorschläge von „lebenswertes Chemnitz“

Die Initiative „lebenswertes Chemnitz“ (Link zur LC-Projektbeschreibung) hat relativ große Überschneidungsbereiche zu den Schwerpunkten der Kulturhauptstadt Bewerbung (Bid Book). Deshalb eignen sich auch einige der Projekte und Projektideen dieser Initiative sehr gut für „Kulturhauptstadt – Projekte“.  Insbesondere viele der „Mitmach-Projekte“ und „Mitmach-Ideen“ lassen sich kontinuierlich für C2025 ausbauen und integrieren. Die meisten Mitmachprojekte von „lebenswertes Chemnitz“ sind grundsätzlich als „Pilotprojekte“ angelegt, die in anderen Städten, Gemeinden und Regionen nachgemacht werden können, am einfachsten in D-A-CH (wegen der deutschen Sprache), aber auch sonst in Europa („Europäische Dimension“ der Projekte) oder ggf. weltweit. Im Sinn der Mitmach-Projekte, werden nicht nur die „Mitmacher für die Umsetzung“ gesucht, sondern auch „Mitmacherinnen“ (ehrenamtlich), die einzelne der Projekte (ihre Wunschprojekte) mit gestalten, organisieren, bekannt machen und leiten. Wer würde sich gern in welches Projekt einbringen?
Nach und nach werden in den nächsten Monaten unsere Vorschläge hier veröffentlicht, ausformuliert und parallel (mit der Ausformulierung) als „C2025-Projekte“ beim Kulturhauptstadt-Team eingereicht:

  1. Winterling-Blühflächen: „Mitmach -Aktion“ für nachhaltige insektenfreundliche Blühflächen auf Basis der seit 2019 stattfindenen „Winterling-Aktion„.
  2. Frühblüher-Mitmach-Aktion: (Early bloomer Meadows -EBMs), Frühblüher Aktion der Chemnitzerinnen im öffenlichen Bereich, um Chemnitz schöner und insektenfreundlicher mitzugestalten, auf der Grundlage der seit 2018 stattfindenden „Frühblüher-Mitmach-Aktion„.
  3. „lebenswertes Chemnitz“ Fotosammlung: „Fotografie-Mitmach-Aktion“ für freie (wiederverwendbare) Fotos  (mit freien Lizenzen: CC-BY und CCO) zu Chemnitz, basierend auf dem „Foto-Projekt“ von „lebenswertes Chemnitz“ und veröffentlichung der Fotos auf der „Wikimedia Commons“ oder „pixabay“.
  4.  Freie Bilder veröffentlichen: Bildungsprojekt zur Veröffentlichung eigener Bilder/Fotos unter einer freien Lizenz (CC-BY , CCO) auf der „Wikimedia Commons“ oder auf „pixabay“, als Gemeinschaftsprojekt mit dem Chemnitzer „aracube e.V.“.
  5. Hausbibliotheken: Eine Mitmachaktion von Vermietern und Hausgemeinschaften als nachhaltige „Teilen-Aktion“ (Sharing) nach dem Vorbild des „Hausbibliothek“-Projektes von „lebenswertes Chemnitz“.
  6. Wildbienen-2025: Eine Wildbienen-Mitmach-Aktion und ein Bildungsprojekt zum Wildbienen- und Umweltschutz, basierend auf der in 2020 erfolgreichen „Mauerbienen-Aktion„.
  7. Speakers Corner – Chemnitz: Ein Mitmach-Projekt für Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt, mit realem „Speakers Corner“ (nach Londoner Vorbild) zentral in der Stadt mit digitaler Ergänzung durch zugehörigen Youtube-Kanal der Aufzeichnungen.
  8. Wildkrokus-Aktion:  „Mitmach -Aktion“ für nachhaltige insektenfreundliche Blühflächen nach dem Vorbild der „Winterling-Aktion“ aber mit Wildkrokussen.
  9. Kornelkirschen-Aktion: Mitmach Aktion zum Austausch von mindestens 1/3 der Forsythia-Flächen in Chemnitz durch Kornelkirschen, bei gleichzeitiger Überarbeitung der Chemnitzer Baumschutzsatzung in eine sinnvollere, bürgernähere und umweltfreundlichere Version.
  10. Freie Umweltbildung als OER: Bildungsprojekt zur Erstellung und Bereitstellung von freien Bildungsinhalten (OER – Open Educational Resources) zu Umweltprojekten in Chemnitz, als Gemeinschaftsprojekt mit dem Chemnitzer „aracube e.V.“.
  11. Sportplätze für Alle: Freie Nutzung von allen Sportflächen in Chemnitz, die durch „öffentliche Mittel“ ganz oder teilweise finanziert wurden. Projekt für barrierefreien Breitensport.
  12. Public Sports days – öffentliche Sporttage: „Mitmach-Aktion“, regelmäßige gemeinsame Sport-Treffen auf den nun frei zugänglichen Sportplätzen.
  13. Bienen und Imkerei MOOC (biMOOC): Ein freies Bildungsprojekt (OER) rund um Bienen und Imkerei, welches auch zahlreiche Wildbienen-, Natur-/Umweltschutz- und Blühflächenthemen behandelt. (siehe „biMOOC – Projekt durch Chemnitzer Initiatoren„)
  14. Maja-Aktion: Mitmach-Aktion zum Honigbienen-Schutz zwischen Chemnitzer-Imkerinnen und Chemnitzer Unternehmen/Organisationen nach dem Vorbild der  Bienen-Patenschaften nach dem „Chemnitzer -Modell“.
  15. Secure Hitchhiking Places (SHP), Sichere Tramper/innen Plätze: Es werden für das Trampen (als ökologische, soziale und verbindende Reisevariante) sichere Einstiegs- und Ausstiegsplätze an den Chemnitzer Autobahnauffahrten und an den Haupt-Fernstraßen geschaffen.
  16. BiBi – Lehrbienenstand im botanischen Garten: Ein umfassendes nachhaltiges Bienen-Bildungs (BiBi) Projekt mit Schau- und Lehrbienenstand im „Botanischen Garten Chemnitz“ nach dem „Bildung 4.0“ Ansatz, in Zusammenarbeit mit dem Imkerverein Chemnitz 1874 e.V. und dem Chemnitzer aracube e.V.
  17. LEA-Diskussionen: Diskussionen unter Linden, Eichen und Ahorn-Bäumen in Chemnitz – von Diskussionspartnern mit komplett gegensätzlichen Positionen.
  18. Blühflächen-Verbundprojekt:  Mitmach-Aktion, Früblühflächen, Spätsommerblühflächen, Nist- und Vermehrungsmöglichkeiten, Blühflächenverbund
  19. Open Academy – Barcamp: Ein 4-Tages Barcam mit freien Bildungs-Sessions mit freien Themen überall in Chemnitz (auch LEA-Session-Plätze). JEDE(R) kann Sessions vorschlagen und halten.
  20. Zinkblech Garten (ZBG): Mitmach-, Bildungs- und Willkommens-Projekt für einen Garten aus alten Zinkblech-Wannen (Eimern und Gießkannen) auf dem Bahnhofsvorplatz, aufgebaut, gestaltet und gepflegt von Chemnitzer/innen.
  21. Montags Musiker Nächte, Mondays Musicians Nights (MMN): Nach dem Vorbild der „Musicians Nights“ in Hull (GB) spielen am Montag Musiker oder Bands max. 3 Songs oder tragen Poeten max. 3 Gedichte u.a. vor.
  22. Tag der Masken: Am Tag des Schauspiels (11. Oktober) tragen (alle) Menschen in Chemniz eine Maske, sind verkleidet und spielen eine selbstgewählte Rolle, inkl. LEA-Events mit Vorlesen eigener Texte und Gedichte, bzw. Vortragen eigener Musik/Songs.
  23. … comming soon

Corona – Ende, Notizen

Notizen bis zum Corona-Ende in Chemnitz


Ein Ende der Corona-Pandemie ist abzusehen (26.1.2021). Für ein Chemnitzer „lessons learned“ nach der Pandemie, ist es sinnvoll, auch die „letzten Schritte“ festzuhalten (die anderen Themen sind hier) . Diese sollen hier kontinuierlich ergänzt werden, bis Impfungen für alle Chemnitzer/innen, die das möchten, tatsächlich durchgeführt wurden. Bis heute (15.3.2021) zeigt sich: Jeden Fehler, der mehr Todesopfer erzeugt, findet und begeht die Chemnitzer Politik rund um Sven Schulze („S² der Große“) mit schlafwandlerischer Sicherheit, unterstützt von der „Chemnitzer – Sven Schulze – Stadtverwaltung“ (CS³). Bis heute (4.5.2021) gibt es keine personellen Kosequenzen für dieses Totalversagen mit hunderten sinnlosen Todesopfern.

Ergänzung 22.11.2021

Ich hatte gehofft, hier nie wieder schreiben zu müssen, weil mit den ausreichend zur Verfügung stehenden Impfstoffen, das Thema Covid-19 eigentlich erledigt sein sollte. Ist es auch … in China (mit Stand heute ca. 2,6 Mrd. Impfungen). Aber die deutsche Politik, nicht nur die Chemnitzer-Politik hat es komplett vermasselt. So haben wir die 4.Welle und deren Ausmaß passt nicht mehr in diesen Beitrag (der ursprünglich viel kürzer vorgesehen war). Es gibt jetzt also wieder „Einzelbeiträge“.

Ergänzung 20.05.2021

Aufgrund der Wetterbedingungen der letzten Wochen (vorwiegend kaltes regnerisches Wetter) ist klar, der Bundeslockdown ist die entscheidende Ursache, warum auch in Chemnitz immer weniger Menschen an Corona sterben, ab morgen die Schulen und Kindergärten wieder öffnen und auch weitere Freiheiten Schritt für Schritt zurückkehren. Da auch die Impfkampangne diesen Namen inzwischen verdient und der Sommer für zusätzliche Entspannung sorgt, wird diese Öffnung auch nachhaltig sein. Hoffen wir, dass sich die Mutationen so entwickeln, dass eine neue größere Welle im Herbst ausbleibt.  Vier Monate nach Beginn dieses Blogbeitrags, nähert er sich seinem Ende. Als ich damit begann, hatte ich die Hoffnung eher für Ende Februar. Während Politiker und Prominente im restlichen Deutschland wegen „falscher Wortwahl“ ihre Posten räumen (müssen), klammern sich in Chemnitz die Verantwortlichen an über 200 unnötigen Toten, aufgrund ihres Versagens und Geltungsbewusstseins, an ihre Posten und wir werden sie wohl weiter erleiden müssen. Das zeigt viel über den Zustand der Chemnitzer Politik und Stadtverwaltung im Frühjahr 2021. Auch das unsere „?Freie? Presse“ eher wie eine Seilschaft dieser Verantwortlichen berichtet als deren offensichtliches Totalversagen klar zu thematisieren, macht die Situation nicht besser.  Die Chance auf einen fähigen Oberbürgermeister, wie z.B. in Rostock, haben allerdings die Chemnitzer Wähler:innen selbst vertan, so ehrlich muss man auch sein. Wer sich nicht für Politik interessiert und letztendlich nur hohlen Wahlversprechen und Selbstdarstellungs-Shows glaubt, trägt sicherlich eine Mitschuld. Zumindest Covid-19 verliert jetzt auch trotz unfähigen verantwortlichen „Führungskräften“ in Chemnitz seinen Schrecken.

Ergänzung 07.05.2021

Dank Bundeslockdown sinken die Corona-Zahlen auch in Chemnitz weiter. Es werden endlich Menschenleben vor Sven Schulze und der CS³ gerettet. In Zeit online wird wie auch in anderen Medien die Richtigkeit festgestell , dass die Fußballer Dennis Aogo und Jens Lehmann ihre Posten räumen, weil sie in Kommentaren die falsche Wortwahl verwendeten. Wir haben in Chemnitz mit Sven Schulze und Ralph Burghart zwei Personen, die meiner Meinung nach für über 200 sinnlos geopferte Menschenleben verantwortlich sind, die haarsträubende „Querdenker“-Entscheidungen für diese Opferungen getroffen haben und die gar nicht daran denken, für diese durch sie verursachten Toten (die unnötigen Intensivpatienten mal in den Skat gedrückt), persönliche Konsequenzen zu ziehen. Dazu haben wir weiterhin eine „?Freie? Presse“, die solch ein  Verhalten wohlwollend begleitet. Die aktuelle „Fußballer-Diskussion“ im Vergleich zum Verhalten unserer Stadtführung zeigt die Richtigkeit der Aussagen des Buches „Die Selbstgerechten“ von Sahra Wagenknecht  zur „„Lifestyle“-Mittelschicht“. Es ist in Chemnitz ok, sinnlos Menschenleben zu opfern, solange man nur die richtige Wortwahl nutzt. Die konkreten Corona-Inzidenz Zahlen heute (Quelle: Zeit online) Chemnitz: 256, Leipzig: 94, Rostock: 66. Frage: Wo sind mehr Freiheiten bei wesentlich weniger Opfern möglich (nicht nur für Schülerinnen, sondern auch für die Wirtschaft und Kultur)? Hier in Chemnitz, mit der „Querdenker“-Politik von Sven Schulze, oder in Leipzig oder Rostock mit einigermaßen vernünftiger Politik (nach deutschem Maßstab)?

Ergänzung 04.05.2021

Der Bundeslockdown rettet Chemnitz mit unserem „Querdenker“-Oberbürgermeister. Auf 287 (Quelle: Zeit online) ist die Inzidenz in Chemnitz dadurch inzwischen gesunken. Wer z.B. nach Mittweida oder Zwickau fährt, bekommt inzwischen auch eher einen Impftermin. Wir nähern uns dem Licht am Ende des Tunnels. Zeit für einen Blick auf eine deutsche Stadt vergleichbarer Größe mit einem PARTEILOSEN Bürgermeister aus der Wirtschaft (eine Chance, die Chemnitz leider verpasst hat): Rostock (209T Einwohner) hat eine Inzidenz von 75 (Stand heute) und eine Corona Todesrate von 16,3 (Chemnitz: 188). In Rostock können somit Geschäfte und Schulen lt. „Bundesnotbemse“ problemlos öffnen. In Rostock sind 10 mal weniger Menschen durch den parteilosen „Wirtschaftsbürgermeister“ geopfert worden, als durch unseren SPD „Querdenker“-Politiker Sven Schulze.  Wie breits mehrfach erwähnt, haben an dieser Katastrophe in Chemnitz auch Ralph Burghart, sowie Harald Uerlings und Cornelia Utech ihren entscheidenden Anteil. Immer noch hat keine einzige Person aus dieser Gruppe Konsequenzen gezogen und ist zurückgetreten. Diese Personen haben sinnlos hunderte Chemnitzer/innen geopfert, während selbst für die Schüler/innen, die Wirtschaft und die Kultur die PARTEILOSE Rostocker-Politik der Opfervermeidung wesentlich besser ist. Mehr Versagen geht nicht. Mehr „klammern“ an Posten, für die man offensichtlich unfähig ist, auch nicht.

Dagegen wird in Chemnitz derzeit nachgedacht, die Bevölkerungsgruppen (Stadtteile) bevorzugt zu impfen, die maximal im Sinne der Querdenker-Politik von Sven Schulze gegen die Corona-Auflagen verstoßen haben und deshalb die höchste Inzidenz haben, die Bevölkerungsgruppen, die mit bis zu 20 Personen intensiven Kontaktsport (Fußball, Basketball, Handball) betrieben haben, z.B. auf dem Sportplatz  Ecke Augustusburgerstraße – Martinstraße (siehe Notiz 26.3.2021), für die bereits extra die Chemnitzer Corana-Verordnung geändert wurde. Diese Menschen sollen nun belohnt werden, für ihre Verstöße gegen die Coronaauflagen. Die Rücksichtsvollen sollen weiterhin die Dummen sein. So funktioniert die Politik von „S² dem Großen“ und die Arbeit der CS³ in Chemnitz, wohlwollend begleitet durch die „?Freie? Presse“.

Rostock: heutige Inzidenz 75 , bisherige Corona-Todesrate 16,3 (Quelle: Zeit Online)

Ergänzung 29.04.2021

Chemnitz 339, Leipzig 119, Dresden 164 sind die Inzidenzen heute (Quelle: Zeit online). In Chemnitz ist „alles zu“ in Leipzig vieles offen und selbst die 100er Grenze in Sicht. Ein klares Ergebnis der „Querdenker“ Corona Politik von Sven Schulze und der CS³ in Chemnitz. Noch deutlicher sind folgende Zahlen. In Leipzig sind bis heute 494 Personen gestorben (83,3 pro 100.000 Einwohner). In Chemnitz sind bis heute 452 Personen gestorben (183,5 pro 100.000 Einwohner). Leipzig hat weit mehr als doppelt soviele Einwohner wie Chemnitz (Leipzig: 605T Einwohner, Chemnitz: 247T Einwohner). Selbst wenn man den Altersdurchschnitt herausrechnet (in Chemnitz leben anteilig mehr ältere Menschen als in Leipzig), sind in Chemnitz mehr als doppelt soviele Menschen (pro 100.000 Einwohner) gestorben, als in Leipzig. Damit gehen Stand heute mindestens 225 Todesopfer (völlig unnötige Menschenopfer) in Chemnitz allein auf die „Querdenker“ Corona-Politik von Sven Schulze (und Ralph Burghart) und unsere CS³ Stadtverwaltung.  Man muss also nicht mit sehr guter Corona-Politik in Vietnam vergleichen, sondern es reicht, mit „deutscher Corona-Politik“, z.B. Leipzig  (als Nachbarstadt) zu vergleichen, um das katastrophale Ergebnis unserer Chemnitzer Politik (speziell Sven Schulze und Ralph Burghart) und der CS³ (speziell: Gesundheitsamtsleiter Harald Uerlings und Leiterin des Pandemiemanagements: Cornelia Utech). Wenn sonst in Deutschland jemand so eindeutig an mehr als 10 Todesopfern schuldig ist, ist ein Rücktritt selbstverständlich. Hier sind es mindestens 225 eindeutig unnötig Geopferte und die „?Freie? Presse“ stellt noch nicht einmal die Frage nach dem Rücktritt von Sven Schulze, Ralph Burghart, sowie der Absetzung von Harald Uerlings und Cornelia Utech. Warum wohl? Wie ist die „?Freie? Presse“ so zur Propagandazeitung der Chemnitzer Politik verkommen? Das diese „Querdenker“-Verantwortlichen in Chemnitz niemals freiwillig die Verantwortung übernehmen und von sich aus zurücktreten, ist mehr als offensichtlich.

Übrigens, während des „Querdenker“-Öffnungswahns von Sven Schulze und Ralph Burghart hat Chemnitz „Deutschlandrekord“ bei den Inzidenzen an Schulen (10-14 Jährige) mit ca. 700 erreicht! (Siehe „Inzidenzen bei Jugendlichen steigen auf Höchstwert„, Spiegel online, 29.4.2021). „Spiegel“ berichtet, die Chemnitzer Propagandazeitung „?Freie? Presse“ duldet dieses Politikversagen selbstverständlich weiterhin.

Auffällig ist auch, dass sich bei Leipzig die „Zeit online“-Zahlen (heute: 119) zu den RKI-Zahlen (heute: 112.8) immer deutlich weniger unterscheiden, als die von Chemnitz (heute, Zeit-onlline: 339,4, RKI: 293,9). Das ist bereits die ganze Corona-Zeit auffällig. Grund ist, dass bei den zugrunde gelegten Einwohnerzahlen „getrickst“ werden kann. Rechnet eine Stadt für die RKI-Zahlen ihre Einwohnerzahl sehr hoch (z.B. Studenten mitzählen, insbesondere ausländische, die die ganze Zeit gar nicht in Chemnitz waren), dann fällt die RKI-Zahl natürlich deutlich niedriger aus. Auch dass passt in das einheitliche Bild der menschenverachtenden Corona-Politik in Chemnitz, eben auch mit häufigen „Auffälligkeiten“ bei den Chemnitzer Corona-Zahlen.

Quelle: Zeit online, 29.4.2021, Inzidenz in Chemnitz: 339

Ergänzung 22.04.2021

Es ist abzusehen, dass die bundesweite „Notbremse“ naht. Schuld daran sind vor allem Kommunen wie Chemnitz unter S² mit der „hörigen“ CS³ (in diesem Fall offensichtlich dem Gesundheitsamt). Trotz einer Inzidenz weit über 300 seit mehr als 3 Wochen (Quelle: Zeit online) zelebriert Chemnitz „maximale Öffnung“ entgegen aller Verzweiflungsrufe aus der Intensivmedizin und allen wissenschaftlichen Quellen, die sich mit Epidemiologie  beschäftigen.  Ganz Vietnam hat in der Pandemie (ohne einen so harten Lockdown wie in China und mit wieder fast normalem Leben seit bald einem Jahr) bis heute 35 Corona-Tote (bei 90 Mio. Einwohnern). Chemnitz hat  (Stand heute) 437 Corona-Tote, also mehr als 12x so viele, bei nur 0,247 Mio. Einwohnern. Das sind bezogen auf die Einwohnerzahl  3.640 mal mehr Tote als in Vietnam, bzw. unvorstellbare 360.000%. Politik sollte „ausgewogen“ sein, ist die Verteidigung von Sven Schulze, Ralpf Burghart und OB-Sprecher Matthias Nowak in der virtuellen Einwohnerversammlung vom 16. April 2021 für dieses Chemnitzer-„Massaker“. Was ist „ausgewogen“ an 3600 mal mehr Toten gegenüber einer Politik (Vietnam), die seit fast  Jahr ihren Bürgern wieder ein fast normales Leben gestettet? Wegen dem George Floyd Tod (als Beispiel für diskussionswürdige Polizeigewalt und Rassismus, die weniger als 50 Tote pro Jahr in den gesamten USA kostete) kommen die Medien seit 2020 nicht mehr zur Ruhe und der Polizist wird für diesen einen vermeidbaren Toten viele Jahre im Gefängnis  zubringen. Sven Schulze, Ralph Burghart und der Chemnnitzer Gesundheistamtsleiter (GAL), die meiner Meinung nach für viel mehr Tote verantwortlich sind, laufen immer noch frei in Chemnitz rum! Auch unsere ?Freie? Presse hält diesen Tätern weiterhin den Rücken frei. Es brauchte die bundeseinheilliche Notbremse, um diesen Chemnitzer Wahnsinn zu stoppen.  Nicht einmal über einen simplen Rücktritt denken Sven Schulze, Ralph Burghart und der GAL nach, wobei offensichtlich ist, wie viele Menschenleben (von den vermeidbar schwer Erkrankten mal ganz abgesehen) ihr verantwortungsloses und egoistisches Handeln  gekostet hat. Eventuell gelingt es über „unerklärliches“ Verschwinden von Covid-19 in Chemnitz, S² gemeinsam mit dem hörigen Gesundheitsamt auch bis zum Montag den 26.4.2021 unter eine Inzidenz von 100 zu gelangen, so wie sich bereits früher die Zahlen für die Chemnitzer Politik anpassten.  Bis zur letzten möglichen Sekunde (Start der bundeseinheitlichen Regelung), werden in Chemnitz durch Sven Schulze  und die Leitung des Chemnitzer Gesundheitsamtes weiterhin unnötig (und menschenverachtender als bei „George Floyd“) Menschenleben gefährdet. Es folgen die Screenshots der tagesaktuellen Coronadaten für Chemnitz und für Vietnam:

Inzidenz 306 (Todesopfer 437) in Chemnitz am 22.4.2021 (Quelle Zeit online)
Vietnam, 35 Corona Todesopfer bis 22.4.2021 (Quelle: Johns Hopkins, Coronavirus Resource Center)

Ergänzung 16.04.2021

Wieder einmal musste Chemnitz plötzlich, überraschend und natürlich wieder einmal völlig unverschuldet, unerklärbar und zufällig die Infektionszahlen nach oben korrigieren.  Die Inzidenz ist förmlich auf 383 explodiert (Quelle Zeit Online, 16.4.2021). Dass das alles überhaupt nichts mit der Öffnungsorgie von Sven Schulze und der CS³ zu tun hat, ist selbstverständlich. Auch die erlaubten 20 köpfigen Gruppen von Jugendlichen und Erwachsenen, die ohne Tests und Masken intensive Körperkontaktsportarten, wie Basketball und Fußball spielen sollen, spielen für diese „Explosion“ der Infektionszahlen selbstverstänlich keine Rolle. Diese Entwicklung war in keiner Weise absehbar (um sich sinnlose Fragen danach an unser OB-Sprecher Matthias Nowak zu sparen, da seine Antworten im Auftrag von „S² dem Großen“ im vorhinein klar sind).

Wie bei der Genehmigung des 20 köpfigen Gruppensports, muss die CS³ um Sven Schulze nun natürlich auch hinsichtlich der Kritik am Impfzentrum in der Hartmannhalle „gegensteuern“. Statt den jetzt mehr verfügbaren Impfstoff (BioNTech sei Dank) an Chemnitzer Hausärzte zu vergeben, die immer noch vergeblich darauf warten, wird seit etwa Dienstag, der neue Impfstoff auf die Hartmann-Halle konzentriert, damit man zeigen kann, das Impfzentrum ist ausgelastet und der Umzug war nicht sinnlos. Da die Hausärzte gleichzeitig vergeblich warten, ist diese „Alibi-Auslastung“ mit zusätzlichen Fragezeichen zu versehen, da sich jetzt (EINE!) lange Schlange vor der Hartmannhalle bildet, in der im Regen die bestellten Personen stundenlang warten, Begleitpersonen nicht mehr zugelassen sind und trotzdem die Zahl der Personen, die im Impfzentrum zusammen kommen, ohne Not unnötig hoch ist. Die Logistik (insbesondere auch die Wege vom Parkplatz des Impfzentrums zur Warteschlange) ist katastrophal, von fehlender Wegweisung ganz abgesehen. Aber auch die Abläufe sind seltsamerweise viel uneffektiver als vorher an der Wilhelm-Raabe Straße. Unter der „Alibi-Auslastung“ müssen nun wieder die Chemnitzer Bürger leiden und die Hausärzte tatenlos warten. So ist Chemnitz unter Sven Schulze und der CS³. Die „Topnachricht“ heute (16.4.2021) auf der Corona-Informationsseite der Stadt Chemnitz ist immer noch „… weitere Öffnungsschritte sollen folgen“. Da erübrigt sich eigentlich jeder Kommentar zu dieser Verachtung von Menschenleben.

offizielle Chemnitzer „Corona-Informationsseite“ am 16.4.2024, Inzidenz ist gerade wieder einmal von ca. 300 auf über 380 innerhalb eines Tages „explodiert“.
Inzidenz in Chemnitz: 383,2 am 16.4.2021 (Quelle: Zeit online)

Ergänzung 12.04.2021

S² und die CS³ kommen wahrscheinlich zum Glück doch um die konkrete Anzeige meinerseits wegen vorsätzlicher Körperverletzung (mit welchen Folgen auch immer) herum. Die 79jährige hat gestern einen Impftermin erhalten, so dass das größte Risiko innerhalb der nächsten 14 Tage hoffentlich vorbei sein sollte.
Ansonsten wird gerade Durch Sven Schulze und die CS³ wiederum gegen die sächsische Corona-Schutzverordnung verstoßen. Der Grenzwert von 1300 coronabedingt belegten Krankenhausbetten in Sachsen (Grenzwert lt. aktueller sächsischer CS-verordnung) ist deutlich überschritten und in Chemnitz können immer noch 20 Jugendliche und junge Erwachsene in intensivem Körperkontakt, ohne Maske und Test z.B. Fußball spielen bei einer (noch durch Ostern verzerrten verringerten) Inzidenz von 284!.  Das Verbrechen (aus meiner Sicht) geht also in Chemnitz munter weiter.
Klar ist sicher auch der Grund dieser 20 Personen „Kontaktsport“ – Regelung in der Chemnitzer Allgemeinverfügung. Es war im Stadtrat und er Chemnitzer Stadtverwaltung sofort bekannt, dass mein Kommentar vom 26.3.2021 zu den 20 Personen mit Migrationshintergrund auf dem Sportplatz Ecke Augustusburgerstraße – Martinstraße stimmt, und er damals noch illegale Regelzustand dort war. Genauso war der S² und der CS³ klar, dass unsere Polizei und Stadtverwaltung machtlos gegen diese Verstöße seitens dieser Personengruppen sind, und die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen gegen diese nicht durchsetzen kann. Also wurde mit der aktuellen Allgemeinverfügung gegenüber diesen Verstößen „kapituliert“ und diese Kontaktsportarten ohne Tests und Masken „legalisiert“.  Da selbstverständlich auch jetzt keinerlei Kontrollen bezüglich des Alters in diesen Gruppen stattfinden, ist es bekanntermaßen eine Regelung, die in der Chemnitzer Realität bedeutet, 20 Personen, egal welchen Alters können in Chemnitz ohne Test und Maske intensiven Körperkontakt pflegen, solange es draußen passiert und sie behaupten es hat was mit Sport zu tun!
Diese „Kapitulation“ bei einer tatsächlichen Inzidenz von über 300 (ohen die Osterverzerrungen) und mehr als 1500 belegten Krankenhausbetten mit Corona-Patienten in Sachsen (deutlich über der Grenze der sächsischen Corona-Schutzverordnung) ist extrem übel. Es zeigt, wohin übertriebens Entgegenkommen gegenüber Migranten in Chemnitz bereits geführt hat. Wir opfern lieber Menschenleben, weil keine(r) den Mut hat, diese Gruppen zur Einhaltung von Regeln zu bewegen, da jeder Person, die das versucht, sofort „Rassismuns“ unterstellt wird, insbesondere in Chemnitz.

Ergänzung 10.04.2021

Heute hänge ich ewig in den Warteschleifen der online Impfterminvergabe. Einen Termin für die 79jährige Risikoperson gibt es nach den langen Wartezeiten (ca. 15 min bei jedem Versuch) jedoch auch nicht. Bisher wartet ihr Hausarzt auch immer noch vergeblich auf Impfstoff, hat ihr aber zugesagt, sobald er die erste Dosis irgendwann bekommen sollte, bekommt sie diese! Schon diese Aussage zeigt die ganze Idiotie der Terminvergabe für das Chemnitzer Impzentrum und der „Verschiebung von Impfstoffen“ an Gruppen mit „guten Beziehungen“, wie die „Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft“ (CSG). Meiner Überzeugung nach wurde in Chemnitz bisher nicht nach „Priorität“ und „tatsächlichem Risiko“ geimpft, sondern zumindest in einem bisher nicht bekannten Umfang, nach Beziehungen. „Externes Impfen“ bei der CSG (für CSG-Mieter) über „Beziehungen“ und die viel sinnvollere Einbeziehung der Hausärzte, die ihre Patientinnen entsprechend des Risikos persönlich kennen und einschätzen können, zeigen auch den ganzen Irrsinn und die Geldverschwendung des Umzugs des „Chemnitzer Impfzentrums“ von der Wilhelm Raabe Straße in die Hartmann-Halle. Warum interessiert wohl niemanden im Stadtrat oder bei der „?Freien? Presse“, wer von diesem Umzug wie finanziell profitiert hat? Hinsichtlich der Impfmöglichkeiten war es von Anfang an sinnlos. Das schaffen die Hausärzte genauso gut und ansonsten gibt es zahlreiche Apotheken, Wohnungsgenossenschaften (;-), Testzentren, Facharztpraxen, Zahnärztinnen usw.. Da braucht es nicht einmal Einkaufszentren (Russland), Dogerien + Supermärkte (USA). Der Umzug des „Chemnitzer Impfzentrums“ war einfach nur Geldverschwendung bzw. „ein guter Deal“ für die, die direkt daran beteiligt waren.

Zum „Gewissen“ unserer CS³ und Stadträte (zu Sven Schulze, Ralph Burghart und dem Chemnitzer Gesundheitsamtsleiter wurde dessen Nichtvorhandensein schon ausreichend thematisiert): Der Beitrag „Das Mitgefühl-Paradox“ (taz online, 5.4.2021) beschreibt das Thema des fehlenden Mitgefühls in unseren Chemnitzer -Entscheider-Kreisen wohl recht gut. Die Toten werden egal und normal. Sie werden verdrängt. Wenn Kinder und Jugendliche verstehen möchten, wie der Genozid im Dritten Reich möglich war und warum „niemand“ (außer ein paar Einzelpersonen) etwas dagegen unternommen hat, hat jetzt die optimale Möglichkeit, dieses „Mitgefühl-Paradox“ live mitzuerleben. Ich hoffe nur, dass die Verantwortlichen in ein paar Jahren für die aktuelle Situation ebenso zur Verantwortung gezogen werden. Ein sehr schöner Film, der die Verdrängung von Mitgefühl auch sehr gut thematisiert, wenn Tote die Party stören, ist „The Beach“ (2000, mit Leonardo DiCaprio). Nicht nur im Zusammenhang im „Corona-Vergleich“ ist der Film gut. Der gesamte Chemnitzer Stadtrat und Teile der Stadtverwaltung, von „Links bis Rechts“ kommen mir vor, wie die Gruppe auf der Insel, die sich ihre „Party“ nicht verderben lassen möchte, koste es, was es wolle. In dem Fall ist es auch überhaupt nicht hilfreich, dass das Klinikum Chemnitz eine „städtische Gesellschaft“ ist und deshalb den Mund halten und schweigend leiden und sterben lassen muss. Das Klinikum ist in diesem Fall so unabhängig, wie die Presse in einer Diktatur. Wie passt das in Chemnitz aber mit der „?Freien? Presse“ zusammen. Da möge sich jede(r) seine eigene Meinung bilden.

 

Einer der vergeblichen Versuche, am 10.4.2021 einen Impftermin für die 79jährige Risikoperson zu bekommen

Ergänzung 09.04.2021

Astrazeneca für alle ab 60: Tausende freie Impftermine in Sachsen“ titelt die „?Freie? Presse“ gestern (8.4.2021) , allerdings wieder ohne in irgendeiner Weise nachzufragen, warum es dann trotzdem für die 79jährige Risikoperson in zahlreichen Versuchen täglich (auch gestern 8.4. und heute 9.4.2021) weiterhin UNMÖGLICH ist, einen Impftermin in Chemnitz über die „Impfvergabe“ (also ohne „Beziehungen“ wie die „Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft“) zu erhalten. In der praktischen Überprüfung stellt sich der Titel und auch die Behauptungen des Artikels als „Lüge“ heraus, es sei denn, diese vielen freien Impfstoff-Kapazitäten werden nach „Beziehungen“ vergeben, so dass dies zu keinen Impfmöglichkeiten für die Risikopersonen über das Chemnitzer Impfzentrum führt.

RKI-Chef Lothar Wieler wiederholt permanent „Jeden Tag, den wir nicht handeln, verlieren wir Menschenleben“ (FAZ online, 9.4.2021), aber „S² der Große“ und unser Kuba-Urlauber (unser Chemnitzer Gesundheitsamts-Leiter) wissen es besser und lassen bei Inzidenzen über 300 bis zu 20 Jugendliche und Junge Männer ohne Test und Masken Mannschaftssportarten mit intensivem Körperkontakt (Fußball, Basketball, Handball usw.) spielen, während die täglichen Totenzahlen und die belegten Intensivbetten deutlich steigen! Meiner Meinung nach ist dies inzwischen vorsätzliche Tötung von Menschen, also „Mord“!

Unsere russlandfeindliche Stadtführung hat es bis heute mit aller Macht verhindert, sich für „Sputnik V“ als Impfstoff auszusprechen, während ein Markus Söder in Bayern das nicht nur fordert, sondern inzwischen 2,5 Millionen Dosen „Sputnik V“ für Bayern bestellt hat (siehe z.B. “ Söder prescht bei Sputnik V vor: ein Schlag gegen die Solidarität„, Redaktionsnetzwerk Deutschland, 7.4.2021 – inzwischen ist die Bestellung raus). Meklenburg-Vorpommern zog direkt nach (siehe „Russischer Impfstoff wird zum Renner: Mecklenburg-Vorpommern sichert sich Sputnik„, Redaktionsnetzwerk Deutschland, 8.4.2021) und Brandenburg verhandelt, lt. diesem Bericht,  ebenfalls schon zum Direktbezug des Impfstoffs aus Russland. Es gibt also auch noch Politiker in Deutschland, denen Menschenleben vor „Russlandhass“ gehen, aber leider offensichtlich nicht in Chemnitz! Nicht „ein Wort“, nich „ein Beitrag“, dass eine unserer Stadträtinnen oder Stadräte, einer unserer Bürgermeister, oder jemand aus dem Gesundheitsamt oder aus der sonstigen Stadtverwaltung die Zulassung, Beschaffung und Impfung von „Sputnik V“ fordert. Lieber öffnet die Chemnitzer Politik „alles was möglich und unmöglich ist“. Der Schutz von Risikopersonen ist ihnen dagegen seit Wochen komplett egal und die „?Freie? Presse“ sieht unkritisch zu und wird somit ebenfalls mitschuldig an diesen komplett unnötigen Toten! Noch ein Screenshots von heute, der  einen der zahlreichen vergeblichen Versuche dokumentiert, einen Impftermin für die 79jährige Risiskoperson hier in Chemnitz zu bekommen:

Einer der erfolglosen Versuche am 9.4.2021

Ergänzung 06.04.2021

Die 79jährige Risikoperson hat immer noch keine Chance auf eine Corona-Schutzimpfung in Chemnitz. Dafür konnte sie heute parallel zur „Öffnungsorgie“ von Sven Schulze, Ralph Burghart und dem Chemnitzer Gesundheitsamt wieder einmal stundenlange Erfahrung mit Warteschleifen der „Hotlines“ von Rathaus, Stadtverwaltung, Gesundheitsamt, DRK und Beschwerdehotline der sächsischen Corona-Impfkampagne sammeln. Eine kurze Zusammenfassung: An den entsprechenden Hotlines von Gesundheitsamt, Chemnitzer Rathaus und Stadtverwaltung war niemand zu erreichen. Nach insgesamt stundenlangem Warten in Warteschleifen brachen die Anrufversuche zu 100% erfolglos ab. Die Ansprechpartnerin der DRK-Hotline (des Impfzentrums in Chemnitz) konnte nur mitteilen, dass es keinerlei Impfstoff für neue Termine in Chemnitz gibt und nur die Personen die einen Termin haben noch geimpft werden können. Sie hat auch keine Ahnung, wann sie wieder Impfstoff erhalten, vielleicht nächste Woche. Ansonsten konnte auch diese Ansprechpartnerin nur über das Komplettversagen der Politiker schimpfen. Die zentrale Beschwerdehotline zu den Corona-Impfungen in Sachsen, war noch etwas besser, heute (6.4.2021) gegen 10:30 Uhr teilte eine Frau Lehmann der 79jährigen nahezu wortwörtlich mit, dass Ossis keinen Impfstoff verdient haben und Sachsen nicht ohne Grund an letzter Stelle bei den Impfungen liegt und außerdem nicht bekannt ist, wann es neuen Impfstoff  geben wird.

Dazu kommt noch, dass Chemnitz seinen vorhandenen Impfstoff offensichtlich lieber an eine Wohnungsgenossenschaft (CSG), mit entsprechenden Beziehungen, vergibt und deren Bewohner bevorzugt impfen lässt, statt den Impfstoff „fair“ über das Impfzentrum zu verteilen, was offensichtlich nicht an der Kapazitätsgrenze arbeitet. Wozu der teure Umzug des Chemnitzer Impfzentrums in die Hartmann-Halle notwendig war, wird wohl immer Sven Schulzes Geheimnis bleiben. Genügend zusätzliche Impfkapazität gibt es mit Sicherheit bei den Chemnitzer Hausärzten, die auch beim Impfstoff noch komplett „auf dem Trockenen sitzen“. Die Geld- und Zeitverschwendung des Umzugs des Impfzentrums ist absolut nicht nachvollziehbar. „Freie“ Presse würde sich evtl. dafür interessieren, wer von den Umzugskosten profitiert hat und wie deren Kontakte ins Chemnitzer Rathaus und/oder zum DRK sind.
Da offensichtlich auch die Regelung, das 20 Personen ohne Tests und Maske ab heute wieder „Körperkonakt- Mannschaftssportarten“ (Fußball, Basketball, Handball usw.) in Chemnitz spielen dürfen, seitens der Medien nicht kritisch hinterfragt wird, wird es in den folgenden Tagen zu diesem Thema einen speziellen Beitrag hier bei „lebenswertes Chemnitz“ geben.

Ergänzung 05.04.2021

Am 26.3. hatte ich hier zum Sportplatz Ecke Augustusburgerstraße – Martinstraße erwähnt, das mindesten 20 Jugendliche und junge Männer, optisch alle mit Migrationshintergrund in engem Kontakt auf dem Platz Fußball spielten, natürlich komplett ohne Masken. Jetzt hat Svens Schulze reagiert. Jetzt sollen laut S² in Chemnitz diese kontaktbetonten Manschaftssportarten bis 20 Personen genehmigt werden, bei einer Inzidenz von über 340!. („Im Weiteren ist Individualsport und Sport für bis zu 20 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre im Außenbereich zulässig.“ aus aktueller Chemnitzer Allgemeinverfügung)
Impftermine gibt es für die 65-79jährigen Risikopersonen (mit Vorerkrankungen, aber ohne Beziehungen) in Chemnitz dagegen weiterhin nicht. Unsere Russlandhasser und China-Gegner der CS³ und des Stadtrates fordern immer noch keinen „Sputnik V“ oder einen der Chinesischen Impfstoffe. Politischer Krieg (Kalter Krieg) geht also nicht nur Sven Schulze, Ralph Burghart und dem Chemnitzer Gesundheitsamt vor die Rettung von Menschenleben. Seit dem „Kinderlähmungs-Fall“ (1959-1962) im „Kalten Krieg“, als man in der BRD lieber tausende Kinder behindert werden (und einige Hundert sterben) ließ, statt die russische „Schluckimpfung“ zu nutzen (Ablehnung der 3 Millionen Impfdosen seitens der DDR), hat sich also nicht geändert. Die neuen „Kalten Krieger“ sitzen in der Chemnitzer Stadtverwaltung und im Chemnitzer Stadtrat und sind mit Sven Schultze, Ralph Burhart und dem Chemnitzer Gesundheitsamtsleiter Harald Uerlings zumindest telweise namentlich bekannt.   Ein heutiger „Impfartikel“ auf Zeit-Online enthält ein sehr treffendes Zitat, was sich so auch auf die Chemnitzer Politik und Stadtverwaltung 1:1 übertragen lässt:
„Ein Staat, der den Schutz der Gesundheit seiner Bürgerinnen und Bürger nicht gerecht organisiert bekommt, muss dringend reformiert werden.“
und auch ein weiteres Sprichwort stimmt in Chemnitz zu 100%: „Der Fisch stinkt vom Kopf her.“.
Wie die letzten Wochen zeigen, stellt sich Chemnitz besonders unsozial bei den Corona-Schutzimpfungen an. Außerdem helfen offensichtlich „Beziehungen“, wenn die älteren Bewohner der CSG (Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft) offensichtlich bevorzugt geimpft werden und Risikopersonen mit Vorerkrankungen ohne Beziehungen keine Möglichkeit der Impfung erhalten. Das ist das reale Chemnitz unter Sven Schulze und der CS³. Hier noch der aktuelle Screenshot, wie er breits weit mehr als 1.300 Mal für eine 79 1/2 jährige mit Vorerkrankungen in Chemnitz  (ohne Beziehungen) das erfolglose Ergebnis der Impftermin-Anfrage war:

bisher mehr als 1.300 Mal das Ergebnis einer 79 1/2 jährigen Risikoperson (ohne Beziehungen) in Chemnitz

Ergänzung 02.04.2021

Die 65-79jährigen Risikopersonen (mit Vorerkrankungen) haben immer noch keine Chance auf eine Impfung in Chemnitz. Die Inzidenz in Chemnitz steigt selbst auf dem sehr hohen Niveau weiter an. Und obwohl der Tübinger Pilotversuch mit negativen Tests zu öffnen gescheitert ist (Quelle: Wirtschaftswoche 1.4.2021) und dort bei einer inzwischen auf 89 gestiegenen Inzidenz (Stand 31.3.2021) der Abbruch des Versuchs diskutiert wird,  kündigt Sven Schulze („S² der Große“) umfangreiche Öffnungen in Chemnitz nach Ostern mit negativen Tests nach dem Tübinger Modell an, bei einer Inzidenz von über 340! Ist das schon ein Mordversuch, an denen, die als Risikopersonen in Chemnitz keine Chance auf eine Impfung erhalten? Meiner Meinung nach ist es zumindest vorsätzliche Körperverletzung mit einigen daraus resultierenden Todesfolgen.

Zudem gerade „S²der Große“ ganz genau wissen müsste, das Theorie und reales Verhalten nicht zusammenpassen. Sein Verstoß gegen die Corona-Schutzverordnung in Sachsen (unterlassene Maßnahmen bei 5 Tagen  Inzidenz über 100) hat ihm zwar den persönlichen Vorteil gebracht, dass sein eigener Sohn wenigstens die zweite  Woche ins Gymnasium konnte (hätte sich S² ans Gesetz gehalten, wäre das nämlich nicht der Fall gewesen). Allerdings ist sein Sprössling bereits dafür berüchtigt, dass ers sich nicht an Coronabeschränkungen hält und er war auch promt in der Schulwoche mehrmals mit 3-5 anderen Jugendlichen Ü15 (in den beobachteten Fällen) in Gruppen unterwegs. Wahrscheinlich liegt das in der Familie und er weiß, dass ihm als Sohn von „S² dem Großen“ in Chemnitz nichts passieren wird, egal, was er macht.

Dabei ist es simpel: Wenn Verkaufspersonal und Gäste mit aktuellen (fehlerfreien) Negativtests sich in den 24h tatsächlich nicht anstecken können, ist das sicher, wenn es nicht dazu führt, dass sich Gruppen auch mit Nichtgetesteten in der Innenstadt oder im ÖPNV dadurch vermehrt treffen. Es ist sicher, wenn dadurch die Menschen nicht leichtsinniger auch im sonstigen Lebensumfeld werden (siehe Negativbeispiel oben: Sven Schulzes eigene Familie). In welchen Restaurants und Kneipen in Chemnitz wurden denn die Hygiene-Konzepte eingehalten, als sie eingeführt, aber in Chemnitz weder kontrolliert noch bestraft wurden? In den meisten, wo ich war, NICHT. Das hat in Chemnitz Tradition: Über 1 1/2 Jahre hatte ich Barbara Ludwig zuvor darauf hingewiesen, dass  in den Chemnitzer Clubs (zumindest in denen, in denen ich war) das Rauchverbot nicht mehr eingehalten wurde, lt. Personal „weil jetzt überall wieder im Club geraucht wird und da kann man nicht als einziger Club mit Verboten seine Gäste vergraulen“. Es hat NIEMANDEN in der Chemnitzer Stadtverwaltung interessiert. Wieso sollte in einer Stadt, wo nur Parkverstöße und Geschwindigkeitsüberschreitungen konsequent verfolgt werden (vor allem in Nichtgefahrensituationen), nicht aber Vergehen, die direkt Leben gefährden, jetzt ein „Testen und Öffnen“ – Konzept funktionieren? Solange sich weder Bürgermeister-Sohn, noch Geschäfte oder Besucher an die Vorgaben halten müssen, sondern weiterhin „die Ehrlichen die Dummen sind“, ist „Testen und Öffnen“ in Chemnitz, bei gleichzeitigem Vermeiden des einen Tag Aufwands um die 65-79jährigen Risikopersonen (mit Vorerkrankungen) zu impfen, für mich ein Verbrechen.  Juristisch mag es Schlupflöcher geben. Für mich ist es aber vorsätzlich, dass diese Risikogruppe in Lebensgefahr gebracht wird, bei gloeichzeitiger Vermeidung von ca. 1 Tag Aufwand seitens der Stadtverwaltung um diese Menschen zu retten!

Ergänzung 30.3.2021

Die 65-79jährigen Risikopersonen (mit Vorerkrankungen) haben immer noch keine Chance auf eine Impfung in Chemnitz. Sven Schulze und der CS³ liegt offensichtlich immer noch nichts an deren Leben und der ca. eine Tag konzentrierte Aufwand zur Rettung dieser Menschen wird weiterhin in Chemnitz eingespart.  Der Verstoß von Sven Schulze und des Chemnitzer Gesundheitsamtes gegen die sächsische Coronaschutzverordnung (Überschreitung der Inzidenz von 100 an 5 aufeinanderfolgenden Tagen ohne entsprechende Konsequenz) hat uns in Chemnitz bis heute eine Inzidenz von 338 (Quelle Zeit online, 30.3.2021) beschert und wird damit unnötige Menschenleben gekostet. Diese Menschenleben hat meiner Meinung nach unser „S² der Große“ und das Chemnitzer Gesundheitsamt (ob im Auftrag von S² und/oder Ralph Burghart ist sicher schwer nachzuweisen) geopfert! In den Vergleichsländern, in denen Politiker sinnvoll handelten (siehe frühere Beiträge), gibt es weiterhin offene Gechäfte, offene Schulen, normales soziales Leben UND keine Toten und fast keine Infektionen. Politiker, wie Sven Schulze und Ralph Burghart sind ideale Beispiele, warum wir in Deutschland und Chemnitz seit 13 Monaten so unter dem Virus leiden müssen. Sie stehen nicht für „Öffnung“, auch wenn sie ständig damit „Pluspunkte“ sammeln wollen, sondern sie sind der Grund, warum es  Chemnitz und Deutschland NICHT auf die Reihe bekommen. Sie stehen mit ihrem Verhalten und ihren Entscheidungen für die unerträglichen Schließungen, die Kontaktverbote, das Chaos und die unnötigen Toten. Sie haben das maßgeblich mit verursacht und verlängern das Problem immer noch weiter! Wie eine Lösung in drei Wochen geht, haben inzwischen viele Länder gezeigt. Politiker wie Sven Schulze und Ralph Burghart wollen daraus aber offensichtlich nicht lernen. Selbst ein Tag angepasste Prozesse um die Gefährdetsten in Chemnitz zu retten, ist ihnen zuviel. „Sputnik V“ forden beide offensichtliche „Russlandhasser“ auch weiterhin nicht, sondern nur immer einseitig „Öffnungen“, koste es, was es wolle und egal wie lange dadurch das Chaos noch weitergeht und egal wieviele Menschen dadurch noch unnötig sterben. Hier noch die Screenshots zu Unmöglichkeit der Impfung der Risikopersonengruppe und den aktuellen Chemnitzer Zahlen:

Inzidenz in Chemnitz: 338,2 am 30.3.2021 (Quelle: Zeit online)
weiterhin Unmöglichkeit der Impfung für 79jährige mit Vorerkrankungen (Risikopersonen) in Chemnitz

Ergänzung 27.3.2021

Die Intensivmediziner fordern einen harten Lockdown, damit die Intensivbetten reichen, die Inzidenz in Chemnitz nähert sich der 300, die 65-79jährigen Risikopersonen (mit Vorerkrankungen) haben in Chemnitz immer noch keine Chance auf eine Impfung. Den einen Tag Aufwand für deren Schutz  hat die CS³ nicht übrig. Gleichzeitig fordern Sven Schulze und Ralph Burghart nach Ostern weitreichende Öffnungen. Welch eine Menschenverachtung!  Das im Gesundheitsamt gefühlt NICHTS rundläuft, ist offensichtlich, mit Ausnahme der verlässlichen Lieferung „passender Infektionszahlen“ für die politischen Entscheidungen in Chemnitz. Deshalb sind passende niedrige Zahlen nach Ostern für das Chemnitzer Gesundheitsamt sicherlich kein Problem. Aber eine verantwortungsvolle Nutzung der App durch alle Chemnitzer und die Shopping Touristen aus dem Umland, die umfassenden Tests (inklusiver ungefälschter Negativ-Zertifikate) und die Kontakt-Nachverfolgung durch das Chemnitzer Gesundheitsamt funktionieren gerade in Chemnitz nach Ostern, wie durch ein Wunder reibungslos! Das ist nur ein schlecher Witz und ALLE wissen das. Hier noch der Screenshot zur „Unmöglichkeit“ der  Impfung für die Risikopersonen heute (27.3.2021):

Das aus Russlandhass seitens der Chemnitzer Politik kein „Sputnik V“  gefordert wird, um Menschenleben zu retten, ist inzwischen ebenfalls mehr als offensichtlich. Wie es mit „Öffnungen und normalem Leben“ bereits seit März 2020 (also schon vor 12 Monaten) sinnvoll geht, zeigen zahlreiche Beispiele. Da ist das am 13.3.2021 hier beschriebene „Vietnam-Beispiel“ nur eines von vielen. Ein kleiner weiterer Ausschnitt an aktuellen Beispielen ist hier zu finden:

Andere positive Beispiele, wie Australien, Neuseeland, Südkorea, Singapur, Kuba 😉 usw.  und natürlich auch China, sind bereits seit langem bekannt.

Es ist inzwischen hinlänglich (mehrfach bewiesen), bekannt, wie man in „drei Wochen“ Corona in den Griff bekommt und dauerhaft unter Kontrolle behält. Die Länder, die das rechtzeitig begriffen haben, haben seit 03/2020 (seit einem Jahr) bereits wieder ein fast normales Leben, auch schon vor den Impfungen.

Das interessiert aber alles die CS³, „S² den Großen“ und offensichtlich auch Ralph Burghart nicht. Hauptsache es werden die gleichen Fehler seit März 2020 weiter geführt, absolut lernunfähig, mit all den unnötigen Todesopfern und das alles nur, um die „eigene persönliche Beliebtheit“ zu erhöhen. An Karl Lauterbach sieht man deutlich, dass sich mit schmerzhaften Wahrheiten nur „Negativ-Punkte“ holen lassen. Deshalb gilt in Chemnitz bis heute: Wahrheiten vermeiden und abstreiten, Fehler fortsetzen, solange es dem eigenen Image nutzt.

Ergänzung 26.3.2021 (abends)

Ich bin 16:30 Uhr am Sportplatz Ecke Augustusburgerstraße – Martinstraße vorbeigefahren. Mindesten 20 Jugendliche und junge Männer, optisch alle mit Migrationshintergrund spielten in engem Kontakt auf dem Platz Fußball, natürlich komplett ohne Masken. Während vier deutsch aussehende Jugendliche aus drei Haushalten in Chemnitz Strafbescheide erhalten, wenn sie sich draußen im Freien treffen, freut sich S² und die „CS³“ wahrscheinlich, dass die Gleichbehandlung in diese Richtung so gut funktioniert und diese Jugendlichen und jungen Männer den Öffnungsgedanken von „S² dem Großen“ so gut verstanden haben. So selbstverständlich, wie die Gruppe dort spielte, ist es wahrscheinlich die ganze Zeit dort „normal“ und völlig „ok“ für unseren integrationsoffenen Sven Schulze … und wieder wird der OB Sprecher sagen, man hätte nichts davon gewusst und Alle würden gleich behandelt. Wer Augen im Kopf hat, sieht es aber, egal was „S² der Große“ gegenteiliges behaupten lässt. An der Front der 65-79jährigen Risikopersonen gibt es weiterhin keine Hilfe durch die CS³. Dass alle, die dort Fußball spielten Migrationshintergrund hatten, ist übrigens nicht verwunderlich, da auf dem Platz deutsch aussehende Kinder und Jugendliche  schon länger systematisch vertrieben werden, was auch schon länger bekannt ist. Der Beginn dieser „Vertreibungen“ fällt aber noch in die Barbara Ludwig Zeit. Es hat sich nur unter Sven Schulze daran leider nichts geändert.

Ergänzung 26.3.2021

Die Folgen des in der letzten Woche thematisierten Fehlverhaltens  von „S² dem Großen“ ist deutlich an den Zahlen zu sehen. Dieser extreme expotentielle Anstieg (Inzidenz: 283,4 am 25.3.2021, Quelle: Zeit online), hätte letzten Mittwoch und Donnerstag vom Gesundheitsamt und „S² dem Großen“ vehindert werden müssen. Die vermeidbaren Erkrankungen und evtl. daraus folgende Todesopfer gehen damit auf die Kappe von „S² dem Großen“ und des Gesundheitsamtsleiters. Die 65-79jährigen Risikopersonen (mit entsprechenden Vorerkrankung), die bei ein wenig Anstrengung an einem Tag geimpft werden könnten und ohne Anstrengung in spätesten einer Woche, haben in Chemnitz immer noch keine Chance auf ein Impfung, im krassen Gegensatz z.B. zu Limbach-Oberfrohna. Die „Sputnik V“ Zulassung und Beschaffung fordert Sven Schulze (scheinbar ein Russlandhasser) ebenfalls NICHT. „S² der Große“ ist weiterhin auf dieser Seite (einfach zu lösende Aufgaben/Themen) der Corona-Bekämpfung völlig blind. Hier die Bilder dazu:

Quelle Zeit online, Zahlen vom 25.3.2021, Inzidenz in Chemnitz: 283,4
einer von vielen vergeblichen Versuchen, seit gestern

Ergänzung 25.3.2021

Das folgende Bild zeigt, dass es in Chemnitz immer noch keine Chance auf einen Impftermin für 79jährige Risikopersonen gibt. Zumindest für Chemnitz sind die Meldungen zu überschüssigem AstraZeneca Impfstoff scheinbar falsch, oder er wird den Menschen vorenthalten:

einer von Duzenden vergeblichen Versuchen seit Sonnag 21.3.2021

Und völlig unmöglich ist eine Impfung bis heute in Chemnitz, wenn bei der Risikoersonen,die Mutter an Thrombose gestorben ist und sie bereits selbst eine schwere Thrombose hatte (also AstraZeneca ungeeignet ist). Dafür gibt es bisher in Chemnitz nachweislich KEINE Lösung. Die ist in der „Köpping-Impfverhinderungs-Initiative“ bis HEUTE unmöglich und wird in Chemnitz auch so im Impfzentrum gelebt.

Gleichzeitig LÜGT der OB-Sprecher Matthias Nowak, dass sich die Balken biegen: „Schwankungen wie in der letzten Woche habe es in den vergangenen Monaten häufiger gegeben. Eine Ursache dafür gebe es nicht. (Quelle). An Zweitklässler: Seht Euch diese Chemnitzer Inzidenzkurve an (grün eingekreist ist die Schwankung, die es laut Matthias Nowak (Sprecher von Sven Schulze) in den letzten Monaten „häufiger“ gegeben hat und für die es KEINE Ursache gibt ;-):

Inzidenzeinbruch am 18.3-19.3. der verhinderte, dass die Inzidenz 5 Tage in Folge über 100 lag.

Allerdings gibt er in der gleichen Stellungnahme zu, was ich hier schon die ganze Zeit thematisiere: „Der Oberbürgermeister sei stets in das Pandemie-Management eingebunden.“

„Ein Fehler muss als Fehler benannt werden und wenn möglich, muss er korrigiert werden“ Angela Merkel, 25.3.2021

Da es solch eine Einsicht nachweislich bei Sven Schulze, seinem Sprecher Matthias Nowak und dem Gesundheitsamtsleiter Harald Uerlings nicht gibt und die bewusste Lüge nachgewiesen ist, lege ich mich jetzt fest: Wer in solch einer Situation, mit Gefährdung von Menschenleben so dreist lügt und seine inzwischen offensichtlichen Fehler (Inzidenz war ja nun offensichtlich mehr als 5 Tage über 100) nicht korrigiert und weitere Leben aufs Spiel setzt, MUSS SOFORT zurücktreten oder unverzüglich abgesetzt werden! Für mich persönlich ist dies inzwischen „ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit!“ an dem sich alle drei Personen schuldig gemacht haben. Welchen Einfluss Ralph Burghart in dem Prozess bisher hatte, kann ich bisher nicht genau einschätzen. Aber er ist der direkte Vorgesetzte des GAL (Gesundheitsamtsleiters) und damit Verbindungslied zu Sven Schulze.

Genauso gelogen ist es, dass die Steigerungen an der Testzunahme liegen. Jede kann verstehen: Wenn die meisten Risikopersonen (die also schwer an Corona erkranken) inzwischen geimpft sind (Pflegeheine, Ü80 etc.) und die Steigerung der Inzidenz nur an der zusätzlichen Testzahl liegt, dann müsste die Anzahl der Personen, die auf Intensivstationen wegen Corons behandelt werden sinken. Das tun sie aber nicht. Die Anzahl dieser Patienten steigt. Diese offensichtlichen Lügen aus dem Büro des OB sind unerträglich. Wann greift der Stadtrat oder die Justiz endlich ein um weitere unnötige Tote zu verhindern?

Warum ergreifen, wenn schon „S² dem Großen“ unnötige Todesopfer egal sind, der Chemnitzer Stadtrat, oder das DRK nicht die Initiative. Es ist so einfach, die registrierten Risiko-Personen im Alter zwischen 65-79 einfach rauszusuchen, anzurufen, einen Termin zu vereinbaren und in den nächsten 10 Tagen zu impfen. Machbar ist das bei der überschaubaren Anzahl eigentlich innerhalb eines Tages.  Seit Wochen ist das Problem bekannt. Aber niemand tut etwas, um diese Menschen zu retten. Hier geht es ganz konkret um Menschenleben. Wer überlebt, kann notfalls ein neues Leben anfangen. Wer tot ist, nicht mehr. Dieser eine Tag Aufwand, ist dem Chemnitzer Stadtrat, dem DRK und der „Köpping-Impfverhinderungs-Initiativ“ zuviel. Wer diesen einen Tag Aufwand scheut, obwohl für diese überschaubare Anzahl von besonders gefährdeten Personen auf jeden Fall genügend Impfstoff und Kapazität vorhanden ist, ist einfach nur „schäbig“. Diese so einfach und sofort (noch heute) rettbaren Menschen „zu opfern“ und stattdesse nur weiter Öffnungen zu fordern, ist scheinbar typisch für unsere „CS³-Stadtverwaltung“ geworden. Auch für unsere Vertreter im Stadtrat (quer durch alle Parteien)?

PS: In Limbach-Oberfrohna (vor den Toren von Chemnitz) werden diese Risikopersonen angerufen und dann entsprechend der Vorerkrankungen entweder mit AstraZeneca, Biontech oder Moderna geimpft. Es liegt also nicht an sächsischen Vorgaben, sondern allein an dem Unwillen unserer Stadtverwaltung unter Sven Schulze. 

Ergänzung 24.3.2021

Nachdem seit Montag (21.3.2021)  sogar der Freien Presse bekannt ist, dass die niedrigen gemeldeten Inzidenzwerte am 18.3.-19.3. nichts mit der wirklichen Inzidenz zu tun hatten und die tatsächliche Inzidenz eindeutig für mehr als 5 aufeinanderfolgende Tage über 100 lag, haben „S² der Große“, der Chemnitzer Gesundheitsamtsleiter und auch dessen Vorgesetzter, Sozialbürgermeister Ralpf Burghart NICHTS unternommen. Meiner Meinung nach verstoßen sie damit bewusst und vorsätzlich gegen die sächsische Corona-Schutzverordnung und nehmen damit unnötige Todesopfer durch Unterlassung der entsprechenden Schutzmaßnahmen in Kauf, ganz abzusehen, von Personen, wie der 79jährigen aus der Risikogruppe, die nicht nur KEINE Chance auf eine entsprechende Impfung bekommen hat, sondern die durch solches Verhalten der Chemnitzer Politik inzwischen so „zerstört“ ist, dass „C² der Große“ meiner Meinung nach nicht nur für die seelischen und psychischen Schäden, die daraus entstanden sind, verantwortlich ist, sondern inzwischen auch für körperliche Schäden. Bereits seit Wochen sind im die konkreten Probleme dieser Risikogruppe der 65-79jährigen bekannt. Innerhalb eines Tages hätte sich das Problem während der ganzen Zeit recht einfach lösen lassen. Was hat „C² der Große“ für diese Menschen getan, obwohl er Problem und Lösung kannte? NICHTS. Ich habe heute gehandelt und die meiner Meinung nach Verantwortlichen angezeigt. Sicherllich verläuft auch das im Sande. Aber es sollten alle rechtstaatlichen Möglichkeiten genutzt werden, wenn unsere gewählten Stadträte schon nicht einschreiten.

Ergänzung 23.3.2021

Die „?Freie? Presse“ meldet (erst) heute die „Achterbahnfahrt“ der Corona-Inzidenz in Chemnitz und schützt wie biesher die ganze Zeit des Corona-Versagens  die CS³. Sie schreibt, dass so etwas „mit rechten Dingen zugegangen ist“, das es an den „Mehrtests am Wochenende“ gelegen haben soll (nachzufragen, ob es auch an „Mindertest“ und „Minderauswertungen“ die Tage davor gelegenhaben kann). Sie schreibt das manche, wie solche für Sven Schulze (S²) perfekt passenden „Ruhepausen“ des Corona-Virus „unerklärlich“ wären und es natürlich keine Erklärung sein kann, dass das „Virus“ pausiert hat, um S² die Grundlage zu geben, die sächsischen Corona-Schutzmaßnahmen auszutricksen (zu umgehen) und damit weitere Menschenleben unnötig zu opfern. Darauf kommt unsere ?Freie? Presse nicht und hinterfragt dies auch nicht. Es ist schon auffällg, wie „haarsträubende Erklärungsversuche“ einfach so durch die ?Freie? Presse geschluckt und weiterverbreitet werden. Da ich inzwischen bereits vermutet habe, habe ich am Samstag wegen dieser vermuteten „Inzidenzmaipulation“ Strafanzeige gegen das Chemnitzer Gesundheitsamt und Sven Schulze gestellt. Übrigens wusste die Freie Presse sehr zeitnah davon, was sie wahrscheinlich überhaupt erst bewegt hat, einen Beitrag dazu zu bringen, zumindest einen „es ist alles mit rechten Dingen zugegangen. Ich sage nur „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.“  Solche „Verschnaufpausen“ wie die Inzidenz-Kurve in Chemnitz am Do+Fr letzte Woche in Chemnitz gezeigt hat, sind „natürlich“ unmöglich. Wie es zu diesen „Prozessfehler“ in der Infektionsermittlung und Meldung gekommen ist und ob es absichtlich und angeordnet  oder durch entsprechende Arbeitsaufgabenverlagerung entsprechender Mitarbeiterinnen geplant durchgeführt wurde und ob und wer auf diese „Prozessfehler“ im Gesundheitsamt Einfluss genommen hat und aus welchen Grund, ermittelt hoffentlich die Staatsanwaltschaft. Einwas steht 100% fest: Das Virus hat diese „Pause“ definitiv NICHT gemacht. Sowohl bundesweite Zahlen, als auch zahlreiche einheitliche Aussagen von Infektionsexperten erklären eindeutig, dass es durch die Mehrtests so etwas, wie in Chemnitz passiert, nicht gibt. Wenn eine „?Freie? Presse“ so arbeitet, dann bleiben der Bevölkerung nur „Meinungsbeiträge“, wie diese hier und „Gerüchte“ (an denen meist ein wahrer Kern ist). Es macht keinen Sinn, sich über „Fake News“ und „Desinformation“ aufzuregen, wenn angeblich „seriöse Medien“ hier intensiv mitwirken.

22.3.2021 „Sputnik V“-Petition (122104) gestartet

Da unser Opportunist „S² der Große“ zu feige oder zu russlandfeindlich ist, um sich zum Schutz des Lebens der Menschen in Chemnitz für „Sputnik V“ einzusetzen (trotz vielfacher Aufforderung), habe ich heute nun selbst diese „Pedition“ an den Petitionsausschuss des Bundestages gesandt:

Für größere Ansicht der Petition 122104: Klick auf Bild

Sobald die Rückmeldung vom Bundestag kommt, dass dafür abgestimmt werden kann, gebe ich das hier bekannt. Nur zum Vergleich (Stand heute): Ungarn liegt im internationalen Impfvergleich auf Platz 14, Serbien (allerdings nicht EU-Land) auf 12. Beide impfen „Sputnik V“.  Deutschland liegt auf auf Platz 41, und impft aus politischen Gründen ohne „Sputnik V“. Wieviele Menschenleben hat das wohl in Deutschland bereits bis heute sinnlos gekostet? Das muss aufhören.
@ „S² den Großen“: Maximale Öffnungen kann jeder fordern und jede(r) wünscht sich das (ich auch). Nur etwas selbst dafür zu tun, dass dies ohne weitere unnötige Menschenopfer geht, dazu sind Sie, Sven Schulze (S² der Große), meiner Meinung nach nicht in der Lage. Sie schämen sich nicht, da bin ich mir inzwischen sicher.

Ergänzung 22.3.2021

Heute (22.3.2021) hat sich geklärt, dass die 79jährige aus der Risikogruppe keine Chance auf eine Impfung hat. Da ihre Mutter, wie bereits geschrieben an Thrombose gestorben ist und sie selbst bereits wegen schwerer Thrombose behandelt wurde, kommt AstraZeneca aufgrund des Risikos an Thrombose zu sterben, für sie nicht in Frage. Über die online Impfterminvergabe war bisher nur einmal eine Terminvergabe  (bei einem Versuch 2:00 Uhr nachts am 20.3.2021, jetzt nicht mehr) mit AstraZeneca möglich. In 3 Telefonstunden (heute) hat sich nun 100% bestätigt, dass sie, auch wenn sie zu einem Impftermin mit AstraZeneca kommt und der Arzt bestätigt, dass ein höheres Risiko bei ihr bei dem Impfstoff vorliegt, KEINE Chance besteht, dass sie dann einen anderen Termin mit einem anderen Impfstoff erhält!!! NULL Chance. Die Option ist also „vielleicht an Corona zu sterben, oder am in ihrem Fall hohen Risiko, am AstraZeneca-Impfstoff zu sterben“. Auch die Ärzte im Impfzentrum dürfen daran NICHTS ändern, nach übereinstimmenden Auskünften der DRK Hotline des Impfzentrums in Chemnitz und der Hotline der zentralen Impfvergabe.  Da stellt sich die Frage, warum „Kiloweise Formulare“ vor der Impfung ausgefüllt werden müssen, wenn es sowiso NULL Alternativen gibt.  Im Gesundheistamt Chemnitz wird nur nach endlosen Warteschleifen weiterverbunden, bis die Verbindung dann gekappt wird. Es ist also NIEMAND zur Auskunft erreichbar.  Die 79jährige ist komplett verzweifelt und körperlich und seelisch fertig, zerstört durch die Köpping-Impfverhinderungs-Initiative und dem Verhalten von Sven Schulze, sowie des Chemnitzer Gesundheitsamts. Welche Rolle dabei Ralph Burghart spielt, der mir im Bürgergespräch am 17.2.2021 (16:00 Uhr), was übrigens aufgezeichnet sein soll, versichert hat, er hätte persönlich geklärt, dass jetzt im Gesundheitsamt alles reibungslos läuft, kann ich nicht sagen. Fakt ist, das Ralph Burghart dem GAL den 3-wöchigen Kuba -Urlaub genehmigt hat (ohne natürlich zu wissen, wohin es gehen sollte) und nachdem der GAL schon vorher in der größten Herausforderung des Gesundheitsamtes mehrere Wochen krank war (das Gesundheitsamt also führerlos war). Nicht nur, dass Ralph Burghart scheinbar diesem GAL weiterhin 100% vertraut, stellt sich, zumindest für mich,  die Frage, ob mit dem „jetzt reibungslosen Ablauf im Gesundheitsamt“ gemeint war, dass die Inzidenzzahlen, nach Bedarf steuerbar werden, wie zum Beispiel die zum besten Zeitpunkt für Sven Schulze auf 79 „zusammengebrochene“ Inzidenzzahl am Freitag den 19.3.2021. Wer sich im letzten Amtsblatt den Handschlag von Sven Schulze mit Ralph Burghart (unserem neuen Finanzbürgermeister, ab 1.4.2021) ansieht, erkennt, dass sich hier „zwei beste Freunde“ gratulieren. Für die Chemnitzer Finanzen ist es natürlich günstig, wenn es „maximale Öffnungen“ gibt. „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“ fällt  mir dazu als Sprichwort ein. Menschenleben gegen Geld, finde ich persönlich extrem schäbig.   Bei der 79jährigen ist es für mich bereits jetzt Körperverletzung. Sollte es noch schlimmer kommen, werde ich entsprechend reagieren (@ „S² den Großen“: Schick mir ruhig noch einmal die Polizei in die Wohnung und lasse weiter „Gerd“ berichten.) PS: Ich wage ja gar nicht zu fragen, wie die Masken- und Selbsttest Beschaffungen in Chemnitz abgelaufen sind … und eine „Freie Presse“ interessiert das offensichtlich auch nicht, dies kritisch zu hinterfragen und zu recherchieren.

Ergänzung 21.3.2021

Da heute die Inzidenz (am Sonntag wohlgemerkt) bis auf 157,5 gestiegen ist, zeigt das für mich noch deutlicher, dass mit den Zahlen am Freitag durch die CS³ „getrickst“ wurde.

Quelle: ZEIT online, 21.3.2021, Inzidenz in Chemnitz 157,5

Thema 2 – Unendliche Geschichte Impftermin: Für die 79jährige mit Vorerkrankungen (Risikogruppe) wurde jetzt von der „online Impfterminvergabe“ ein Termin angeboten, aber ausschließlich nur mit AstraZeneca. „Risikogruppe“ bedeutet im konkreten Fall jedoch auch, dass die Mutter der Frau an Thrombose gestorben ist und sie selbst breits wegen einer schweren Thrombose behandelt wurde. Leider ist in der „Impfterminvergabe“ keine Chance gegeben, dieses Risiko anzugeben und nach ärztlicher Einschätzung und Bewertung evtl. einen anderen Impfstoff zu erhalten. Auch umfangreiche Recherchen haben nur ergeben, dass eine Änderung des Impfstoffs nach der Terminvergabe „unmöglich“ ist! Das „Fragenbuch“ zu Vorerkrankungen und zur Einwilligung (riesige Bürokratie) wird erst vor Ort ausgewertet, wie ich von meinem Vater weiß. Irgendwelche Änderungen sind dort absolut unmöglich (lt. Auskunft des Personals und der Ärzte beim Impftermin meines Vaters).  Das bedeutet, nicht nur der vorgeschlagene Impftermin mit AstraZeneca ist umsonst, sondern es gibt bisher keinerlei Prozess oder Vorgehen, wie Risikopatienten mit sehr hohem Thromboserisiko zu einem anderen Impfstoff kommen können!  Falls es seitens der Köpping-Impfverhinderungs-Initiative doch irgendwann eine Lösung gibt, vermerke ich diese im entsprechenden Update.

Ergänzung 20.3.2021

Wie durch ein Wunder ist am Freitag den 19.3. 2021 die Inzidenz für einen Tag in Chemnitz auf 79 (Lt. „Freier Presse“ und Gesundheitsamt Chemnitz) regelrecht zusammengebrochen.  Heute am 20.3.2021 liegt die Inzidenz dann plötzlich wieder bei 147,8 also fast doppelt so hoch. Sicher gibt es dafür vom „Kuba-Urlaub“ GAL (Gesundheitsamtsleiter) eine gute Erklärung. Für mich sieht das wie eine Manipulation aus, um Sven Schulze am Freitag die Zahlen zu liefern, die er brauchte, da mit einem einzigen Tag unter 100 in 5 Tagen mehr Öffnungen möglich sind:

Zeit Online, 20.3.2021, Inzidenz bei 147,8

Diese meiner Meinung nach dreiste Manipulation mit den Zahlen („magischer“ Absturz der Zahlen am Freitag und noch größerer explosionsartiger Anstieg am Samstag : 131-79-147)  , die Menschenleben bedeuten, ist für mich persönlich Vorsatz.  Das ist ja noch krasser als das „Übersehen/Vergessen“ der Corona-Toten im Sommer durch unser Gesundheitsamt.

Ergänzung 19.3.2021

Gestern (18.3.2021) wurde der AstraZeneca-Impfstoff (Astra) von der EMA wieder freigegeben, das Paul-Ehrlich Institut schließt sich der Freigabeempfehlung an und Bund und Länder beschließen das die Impfungen wiederaufgenommen werden. Heute steht auf der „Impfterminvergabe-Seite“ der Köpping-Impfverhinderungs-Initiative immer noch, dass alle bereits vergeben Termine für die Erstimpfung ausfallen, sowohl mit Astra, als auch mit Biontec! Obwohl Astra wieder verimpft werden kann, verfallen selbst diese Erstimpftermine, siehe Scrennschot von heute (19.3.2021):

AstraZeneca wieder freigegeben, aber in der Köpping-Impfverhinderung wird das ignoriert (Menschen mit Termin für heute bleiben zu Hause)

Dafür  „beschwert“ sich Sven Schulze bei der „Landespolitik“, dass nicht alle Geschäfte und Dienstleister in der Innenstadt öffnen können, zwar etwas verschwurbelter ausgedrückt, als Beschwerde, das Baumärkte und Supermärkte „dürfen“ und Andere nicht. Aber es ist deutlich, dass er nicht eine Angleichung in die Richtung meint, dass nun auch die Supermärkte zur Lebensmittelversorgung geschlossen werden sollen, sondern, dass alle Anderen auch aufmachen dürfen. Diese Stimmungsmache für „eigene Pluspunkte“ zu Lasten von Menschenleben zu erleben, ist unerträglich. Kein Wort sind ihm die besonders gefährdeten Menschen wert, die bisher immer noch keine Chance haben, in Chemnitz eine Impfung zu erhalten. Ihn interessiert nur, diese „Kollateralschaden-Gruppe“ weiter zu gefährden, statt sich dafür einzusetzen, dass diese Gruppe endlich geimpft wird. Das ist mit dem vorhandenen Impfstoff in Sachsen schon seit mehreren Wochen möglich und könnte in 2-3 Tagen erledigt sein. Das interessiert ihn aber nicht, meiner Meinung nach nur, weil es weniger „Marketing-Punkte“ für ihn gibt. Ebenso ist er weiterhin zu feige, sich für „Sputnik V“ einzusetzen.  Ginge es um Embargos und Sanktionen gegen Russland, ist Sven Schulze sicher sofort dafür … wegen der Menschlichkeit. Geht es um Rettung von Menschenleben in Chemnitz, spielt das keine Rolle. Als SPD-Parteisoldat geht es ja auch nicht, die Köpping-Impfverhinderung zu kritisieren. Das könnte teilweise auf seine SPD zurückfallen und bring „PR Minuspunkte“ für ihn in seiner Partei. Er wollte lt. Wahlversprechen „parteiübergreifende“ Politik in Chemnitz machen – Wahlversprechen halt (Sarkasmus).

Ergänzung 16.3.2021

man könnte denken, der Beitrag “ Schönrechnen, rausreden, umdeuten“ (Zeit Online, 16.3.2021) ist für Sven Schulze und den Umgang der Chemnitzer Politik mit Corona geschrieben. Der Beitrag ist lesenswert und muss hier nicht zusammengefasst werden.

Man stelle sich vor im Chemnitzer Stadtrat würde man mit dem Argument kommen „Sehen wir doch erst einmal, ob es noch ein freies Bett es auf den Intensivstationen im Chemnitzer Klinikum gibt„, ehe man über Maßnahmen zum Schutz von Radfahren in unserer Stadt diskutiert. Für den Umgang mit Corona-Kollateralschäden ist dies bei Oberbürgermeister und im Chemnitzer Stadtrat scheinbar selbstverständlich geworden, während große Teile Asiens, Australien, Neuseeland und andere Länder, beide Seiten der Medaille auf die Reihe bekommen: Schutz der Menschen und ein öffentliches Leben bei weitgehend ungestörter Wirtschaft. Nur: Bis zum heutigen Tag ist die Chemnitzer Politik offensichtlich komplett unwillig, zu lernen.
PS: Ein Impftermin für eine 79jährige mit Vorerkrankungen (Risikogruppe) ist in Chemnitz immer noch unmöglich.

Ergänzung 15.3.2021

Aktuellstes und Wichtigstes zu Corona in Chemnitz => „weitere Öffnungsschritte“, Quellen: www.chemnitz.de,  www.zeit.de

Das wichtigste und aktuellste auf der Corona-Informationsseite von Chemnitz am  15.3.2021 (Stand 18:00 Uhr) sind „weitere Öffnungsschritte„, in folgender konkreter Situation:

  • Inzidenz bei 131
  • AstraZeneca Impfungen sind gestoppt
  • keine Schnelltests für Schüler an den Schulen
  • keine kostenfreien Schnelltests für „normale“ Chemnitzer Bürger (quasi NICHT verfügbar)
  • die dritte Corona-Welle rollt, RKI und alle Experten fordern sofortige Rücknahme der Öffnungen
  • besonders Gefährdete, z.B. 79jährige mit Vorerkrankungen haben in Chemnitz immer noch keine Chance auf eine Impfung, trotz mehr als 1000 Versuchen über die online Impfvergabe!

Von Sven Schulze ist weiterhin, seit seinen letzten Äußerungen für möglichst schnelle weitere Öffnungen, nichts zu hören und zu lesen! Keine Anordnung, nicht einmal eine Forderung, die Schulen und viele weitere Geschäfte und öffentliche Einrichtungen an diesem Montag aufgrund der aktuellen Entwicklung NICHT zu öffnen. Es bleibt, wie es seit Anfang seiner Amtszeit war: Das Leben der Gefährdeten ist Sven Schulze offensichtlich egal. Unnötige Tote nimmt er offensichtlich billigend in Kauf, weil „Öffnung und Freiheit“ immer noch mehr positives Image bringt, als Maßnahmen, die Menschenleben retten. Er ist eben, wie bereits mehrfach erwähnt, wahrer Opportunist, ohne „Arsch in der Hose“.   Er überbringt nur „positive Botschaften“ (das bringt mehr „Pluspunkte“ oder „Bienchen“, laut PR-Abteilung). Vermeidbare Tote und negative Maßnahmen stören da nur.  Im Beitrag „Vietnam als Maßstab für Deutschland“ habe ich bereits das Thema „Entschädigungen für die Verbliebenen der unnötigen Todesopfer“ angesprochen, insbesondere auch anteilig durch die Kommune (Chemnitz), die durch ihr kommunales Versagen (z.B. durch „Sven Schulze Politik“ = SSP) für zusätzliche vermeidbare Tote gesorgt habt. Ich kann nur allen Hinterbliebenen sagen, was ich tun werde, falls ich noch „Hinterbliebener“ werde: „Eine Sammelklage für die Entschädigung organisieren„.  Meiner Meinung nach nimmt die Chemnitzer Politik billigend und trotz besserem Wissens (siehe Vietnam-Beitrag) komplett unnötige und vermeidbare Todesopfer in Kauf (weiterhin), hauptsächlich wegen ein wenig mehr eigener Popularität bei den meisten, die überleben. Das ist menschenverachtend und meiner Meinung nach strafbar. Vielleicht sollte mal jemand, z.B. von der AFD ;-), an Sven Schulze vorbei, in Vietnam nachfragen, ob die ein paar ihrer „Sputnik V“ Impfdosen abgeben würden, um Menschen in Chemnitz zu retten, quasi aus Solidarität, wie in DDR-Zeit, nur in die andere Richtung ;-). Der Sarkassmus ist durchaus Absicht.

Ergänzung 12.3.2021

Chaos geht weiter
Chaos geht weiter – die meistgehasste Website Sachsen

Wenn es einen Preis für die „meistgehasste Website Sachsens“ gäbe, wäre diese sicherlich ganz vorn.  Am 22.2. hatte ich den Impftermin für den 24.2. für meinem Ü80 Vater erhalten (as dann übrigens gut und pünktlich zum Termin geklappt hat). Seitdem kämpfe ich vergeblich um den Termin für meine Mutter, die erst in 5 Monaten 80 wird und wegen ihrer Vorerkrankungen zur Risikogruppe gehört.  Erst wurde für unter 65 Jährige aus dieser Risikogruppe geöffnet und dann gleich für gefühlt die „halbe sächsische Bevölkerung“, so dass es seitdem fast unmöglich ist, in das überlastete „Impfvergabe-System“ überhaupt hinein zu kommen (deuert jetzt 10-15 Minuten / Versuch), ohne dass man danach einen Termin bekommen kann. Es ist bis heute (12.3.2021) trotz enormen sinnlosem Zeitaufwand unmöglich, einen Impftermin für meine 79 jährige Mutter mit Vorerkrankungen (Risiko-Gruppe) zu bekommen. „Sozialministerin“ als Bezeichnung für das, was „Petra Köpping“ in Sachsen treibt, ist wie ein Schlag ins Gesicht für die durch ihre Unfähigkeit Betroffenen. Während in Grenzregionen gesunde junge Menschen inzwischen in Sachsen geimpft werden, wird Risiko-Personen die Impfung weiterhin vorenthalten!

Gleichzeitig wird aus politischem Kalkül und politischen Machtspielereien der „Sputnik V“ Impfstoff immer noch verhindert. Während sich Manuela Schwesig (Mecklenburg-Vorpommern) und Bodo Ramelow (Thüringen) klar für die Beschaffung und den Einsatz von „Sputnik V“ einsetzen, weil für sie Menschenleben vor Politk stehen, ist dies bei Petra Köpping scheinbar anders. Auch für Sven Schulze hier in Chemnitz, scheinen „Öffnungen“ deutlich wichtiger zu sein, als die Beschaffung eines wirksamen Impfstoffs zum Schutz der Risiko-Gruppen, die bislang in Chemnitz an einer Impfung gehindert werden (siehe Beispiel oben). Meiner Meinung nach sind ihm „politische Signale gegen Russland“ lieber als gerettete Menschenleben mit einem „russischen Impfstoff“.   Ungarn und die Slowakei haben gezeigt, dass auch innerhalb der EU „Sputnik V“ einfach beschafft und erfolgreich eingesetzt werden kann.  Aber ein „Arsch in der Hose“ und klare Forderungen zum Schutz von Risikogruppen in Chemnitz sind durch Sven Schulze in Richtung Dresden und Bundesregierung leider nicht zu erwarten.

Die „Impftermin-Vergabe-Site“ hat  mich wahrscheinlich schon mehrere Tausend vergebliche Versuche gekostet, wobei das Petra Köpping  anzurechnen ist, auch wenn Sven Schuze auch diesen offensichtlichen Missstands nicht einmal kritisiert hat, geschweige denn auf eine Verbesserung gedrängt hätte.

Ergänzung 19.2.2021

sächsischen Sozialministerin Petra Köpping“ verstößt gegen (eigene) Maskenpflicht im Auto. Ü80 in anderen Bundesländern geimpft. Chemnitz scheint besonders unfähig.

Im „Tod durch Verzweiflung“-Beitrag wurde schon deutlich auf die großartigen Erfolge von Petra Köpping bei der Impftermin-Verhinderung für Ü80 eingegenagen.  Nun ist sie selbst treibend für eine Maskenpfllicht im Auto, für alle anderen, nur nicht für sich selbst, wie durch ein Foto (Bild) bewiesen (beispielhaft, siehe Beitrag hier). Das ist nur ein weiteres Beispiel (aus der langen Reihe unter dem Corona-Brennglas) wie weit Politiker und Verwaltungsn „über“ der ordinären Bevölkerung schweben und das Gefühl  für Anstand und Moral verloren haben (wenn sie es jemals hatten).

Während die Ü80 Bekannten meiner Eltern in anderen Bundesländern (Thüringen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern) bereits mindestens einmal geimpft wurden, war es bis heute mit inzwischen vielleicht schon 1000 vergeblichen Versuchen unmöglich einen Impftermin für meinen Ü80 Vater in Chemnitz über die „Impftermin-Verhinderungs“ Website von Petra Köpping zu erhalten (Stand 19.2.2021).

Ergänzung 16.2.2021

angeblich 17.700 Impftermine (15.2.-16.2.) für Ü80 vergeben

Angeblich sollen 17.700 Impftermine am 15.2-16.2. vergeben worden sein (mit riesigem Marketing-Artikel dazu in der „Freien). Allerdings war es im wirklichen Leben (Realität) trotz 4 Versuchen gestern (15.2.) und bisher 3 Versuchen heute (16.2.) unmöglich, einen Termin über die Vergabeplattform zu erhalten. Selbst wenn einzelne „Lottogewinner“ darüber einen Termin gewonnen haben solltem, ist es weiterhin ein Schildbürgerstreich sondersgleichen, Zehntausende Ü80 und deren Angehörige über inzwischen mehr als 1 1/2 Monate täglich x-fach vergeblich versuchen zu lassen, einen Termin bei dieser Lotterie zu gewinnen, statt nachdem sie sich registriert haben, zu informiren (direkt zu kontaktieren), wenn es einen Termin für sie gibt. Dann wäre das ja auch nach Eingang der Registrierung oder nach einem anderen logischen Vorgehen möglich! Es ist unfassbar, dass seit 6-7 Wochen, dass Verfahren beibehalten wird, dass die Ü80 Hunderte oder Tausende Male vergeblich anrufen und die Terminvergabe tatsächlich zu einem kompletten „Lottospiel“ verkommen ist, bisher scheinbar für die meisten Ü80, die nicht in Pflegeheimen leben, ein vergebliches täglich frustrierendes Lottospiel. Besser kann Sachsen und Chemnitz nicht ausdrücken, wie egal der sächsischen Politik die Ü80 sind.

Ergänzung 12.2.2021

Impffortschritt –  in Deutschland nicht für Ü80

Weiterhin 2-3 Mal täglich vergebliche Versuche einen Impftermin für meinen Ü80 Vater zu bekommen. Weiterhin lässt man die Ü80 lieber täglich sinnlos probieren, statt ihre Registrierung zu nutzen, um sie proaktiv seitens der Impfzentren zu informieren, wenn sie einen Termin bekommen können! Das ist Lernunfähigkeit pur und zeigt, die Ü80 sind er sächsischen und der Chemnitzer Politik nicht zu wichtig.

Apropos „Impzentren“: In russischen Städten wird in „Einkaufszentren“ und beim „Hausarzt“ geimpft, kostenlos für alle russischen Bürgerinnen. Auch Deutsche können sich für ca. 50 € impfen lassen (wer es nach Russland schafft ;-).  Unsere teuren extra geschaffenen Impfzentren stehen still.
In Israel sind (Stand gestern) rund 43% aller Einwohner geimpft, in England 19% in Deutschland fast 3%  … in Chemnitz kenne ich niemanden, nicht einmal vom medizinischen Personal, mit einer Impung … nur ein paar Namen aus dem Management des Klinikums.

Folgende heutige Nachrich (Zeit online, Corona-Ticker, 12.2.2021, 12:41 Uhr) sollte man sich mit Rückblick auf die Kritik der „Sputnik V“ Zulassung in Russland im letzten Jahr „auf der Zunge“ oder besser „im Gehirn zergehen lassen“ (War das nicht gerade dass, was dem russischen Imftoff so negativ ausgelegt wurde?):

„Ema startet Schnellprüfverfahren für Impfstoff von CureVac

Die Europäische Arzneimittelbehörde hat das schnelle Prüfverfahren für den Impfstoff des Tübinger Herstellers gestartet – auf Grundlage vorläufiger Ergebnisse von Labortests und klinischen Studien.
Die Behörde bewertet die Daten nach dem sogenannten Rolling-Review-Verfahren. Dabei werden Daten und Ergebnisse laufend geprüft, auch wenn die Testreihen noch nicht abgeschlossen sind und auch kein Antrag auf Zulassung in der EU gestellt wurde. Das Verfahren ist schneller als herkömmliche Prüfungen, aber ebenso sorgfältig, wie die EMA mitteilte.“

Ergänzung 2.2.2021

Impffortschritt – nur nicht in Chemnitz und Deutschland für Ü80

Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft ich bisher vergeblich versucht habe, einen Impftermin für meinen Ü80 Vater zu bekommen und ich probiere es auch nur noch 2-3 Mal täglich. Aber dieses Problem ist inzwischen weitgehend bekannt. Auch wenn die „agile“ Entwicklung der Terminvergabe -Website inzwischen eine Anfrage mit weniger „Klicks“ ermöglicht, ist die „Erfolglosigkeit“ immer noch gleich. Der grundlegend falsche Ansatz, die Ü80 wochenlang über die Website „gegen die Wand“ rennen zu lassen, hat die „Agilität“ leider nicht behoben. Da ist es gut in der FAZ (29.1.2021) zu lesen „Warum Serbien so erfolgreich impft“ … und da die Serbinnen selbst entscheiden können, welchen Impfstoff sie möchten, finde ich natürlich dieses Zitat aus dem verlinkten Beitrag  interessant:

„Der russische Wirkstoff ist laut Angaben von Mirsad Djerlek, Staatssekretär im Gesundheitsministerium, mit Abstand am beliebtesten in Serbien. Demnach haben sich bisher 40 Prozent unter den Impfwilligen für „Sputnik V“ entschieden, nur 28 Prozent für Pfizer. Ein Drittel habe angegeben, keine Präferenzen zu haben.“

Das die Erläuterungen zum „Sputnik V“ aus dem Beitrag „Corona: Licht am Ende des Tunnels“ wahrscheinlich passen, zeigt nicht nur dieser Bericht über Serbien, sondern auch die letzten Äußerungen (31.1.2021) von Jens Spahn (Gesundheitsminister), dass man sich eventuell doch auch den Einsatz von „Sputnik V“ und den chinesischen Impfstoffen in Deutschland vorstellen kann. Dies ist der Beginn der Vorbereitung auch der deutschen Bevölkerung auf entweder den kommenden Astrazeneca-Impfstoff mit 50% „Sputnik V“ oder pures „Sputnik V“. Immerhin scheint man jetzt das „Kinderlähmungs-Szenario“ (siehe „Licht am Ende des Tunnels“ Beitrag) aus der Zeit des kalten Krieges vermeiden zu wollen. Das ist ein Schritt nach vorn … oder die „weiße Flagge“, je nach sozialer Prägung und entsprechender Sichtweise.

Chemnitzer Gesundheitsamt

Inzwischen wurde über Chemnitzer Politik und Medien wieder der Eindruck verbreitet, dass die „großartige Leistung des Gesundheitsamtes“ der Grund dafür wäre, dass die Infektionszahlen in Chemnitz zurückgehen. Es liegt also, lt. Chemnitzer Politik nicht an den Bürgerinnen, die sich an den Lockdown halten, sondern an nahezu perfekter Arbeit im Gesundheitsamt. Dazu passt folgendes reale Beispiel von gestern (1.2.2021):
Eine Patientin kommt in eine Chemnitzer Arztpraxis. Sie war zuvor, vom Gesundheitsamt verordnet, 10 Tage in Quarantäne, weil sie Kontakt zu einer Infizierten hatte. Nach ein paar Tagen bekam sie selbst Symptome und wurde jetzt positiv getestet. Daraufhin hat sie im Chemnitzer Gesundheitsamt angerufen, wie es mit ihrer Quarantäne weitergeht, da sie ja nun positiv ist. Die Antwort vom Chemnitzer Gesundheitsamt war: „Die Quarantänezeit ist um, die Quarantäne ist aufgehoben.“  Sie könnte sich wieder frei bewegen. Was sie auch tat und nun mit den Symptomen und positivem Testergebnis in die Arztpraxis zu ihrem Termin (anderes Thema) ging. Da sie sich aber trotz expliziter Genehmigung des Gesundheitsamtes unsicher war, teilte Sie das gleich zu Anfang in der Praxis mit und wurde nach einem 4-Augen Gespräch mit der Ärztin, außerhalb des „Kundenbereichs“ nach Hause geschickt.

Schon zeitlich vorher (1.2.2021) hatte ich Oberbürgermeister Sven Schulze und Sozialbürgermeister Ralph Burghart eine Mail mit folgendem Abschnitt gesandt:

„In aktuellen Presseveröffentlichungen der letzten Woche, wurde die Leistung und Professionalität des Chemnitzer Gesundheitsamtes wieder „in den Himmel gehoben“. Das sich viele Mitarbeiter des Amtes derzeit einsetzen, anstrengen und weit über das übliche Maß hinaus arbeiten, ist unbestritten und dafür ist Dank angebracht. Dass das Gesundheitsamt aber bereits seit Anfang Oktober (noch bei einer Inzidenz von 30) bereits völlig überlastet war und seitdem überdeutlich geworden ist, welche gravierenden Probleme (aus verschiedenen Gründen – im übrigen nicht nur) das Gesundheitsamt hat, ist nicht nur für „Insider“, sondern auch für viele Chemnitzer/innen deutlich geworden. Diese Probleme bestanden schon vor Corona und bestehen bis heute. Ihre Kommunikation (vom perfekten heldenhaften Gesundheitsamt) hat also leider nichts mit der Realität zu tun, sondern färbt große Probleme schön und hält „ordinäre Chemnitzer Bürger“ für dumm. Das ist eine Art der Überheblichkeit und Arroganz.
Würden Sie ehrlich, den Gesundheitsamt Mitarbeitern, danken, die sich in den vergangenen Monaten besonders eingesetzt haben (und trotzdem nicht krank waren), und ansonsten zugeben, dass Corona Probleme im Gesundheitsamt deutlich gemacht hat, die nach der Pandemie dringend behoben werden müssen, ist das ehrlich und bringt ein wenig Vertrauen zurück. Warum ist eine ehrliche Kommunikation ihrereseits scheinbar nicht möglich?“

Ich glaube nicht, dass es eine selbstkritische Antwort auf die Mail gibt. Ich glaube eigentlich gar nicht an eine Antwort, von keinem von beiden.

Ergänzung 27.1.2021

Impftermin-Vereinbarung immer noch nicht möglich, weiterhin planloser unkoordinierter Eindruck:

Laut Medienberichten sollte die Impfterminvergabe für Ü80 am Mo. 25.1.2021 wieder beginnen (nach dem Stopp mit Verweis auf geringere Impfstofflieferungen der Vorwochen). In 6 x 12 min vergeblichen telefonischen Versuchen (insgesamt fast 1 1/2 Stunden), war es unmöglich auch nur einen Kontakt zur Stadtverwaltung Chemnitz, über die zentrale Telefonnummer 488-0 zu erhalten, um sich verbinden zu lassen. Nach ca. 12 min Musikschleife und Ansagen „Alle unsere Mitarbeiter sind gerade im Gespräch … der nächste freie Mitarbeiter ist für Sie da“ wird das Gespräch mit „… bitte versuchen Sie es später noch einmal unterbrochen.“  Die gesamte Stadtverwaltung war also über die Zentrale nicht erreichbar. An der „Impfzentrum – Hotline“ war nach einigen Versuchen vormittags eine offensichtlich überforderte Mitarbeiterin zu erreichen, die „keine Ahnung hatte“, wann wieder Impftermine vergeben werden können, an diesem angekündigten Montag zumindest nicht (das war zumindest sicher). Die Hotline im Gesundheitsamt konnte nach mehreren vergeblichen Versuchen ebenfalls erreicht werden. Ein junger Mann meldete sich und erklärte, sie sind nur für die „Organisation und Dokumentation“ von Corona-Fragen zuständig. Zur Corona-Impfung und zur Verfügbarkeit von Impfstoff könne er keine Auskunft geben, da das nicht zur Corona-Organisation gehört. Nachmittags (25.1.2021) war auf der Impfzentrum-Hotline eine Mitarbeiterin erreichbar, die sagte, sie haben keinen Ahnung, wann wieder Impftermine vergeben werden können. Sie hoffen aber, dass es am Mittwoch wieder losgehen könnte.  Im Zeitraum 25.1.- 27.1. (10 Uhr) war es bisher unmöglich einen Termin über die Online-Terminvergabe in Sachsen für das Chemnitzer Impfzentrum zu erhalten.  Fazit: Medienmeldungen stimmten wieder nicht. Die Ü80 (oder ihre Kinder, wie ich) hängen weiter in der Luft und müssen kontinuierlich selbst täglich weiter versuchen … ohne Information, wann es von Erfolg gekrönt sein könnte. Das ist die Realität des kompetenten Krisenmanagement der sächsischen Sozialministerin Petra Köpping und die Realität hinter den „falschen Hoffnungen“ die zu den Impfungen in Sachen durch entsprechende Aussagen Verantwortlicher geweckt werden. Es hapert an allen Ecken und Enden (Chemnitzer und sächsiche Politik und Verwaltung) an Ehrlichkeit und Transparenz.

Ergänzung 26.1.2021

Sozialbürgrmeister Ralph Burghart – Wie gut ist er für „seine Themen“ für Chemnitz

Ralph Burghart ist für das „Dezernat 5: Bildung, Soziales, Jugend, Kultur und Sport“ in Chemnitz zuständig. Dazu gehören „Kulturbetrieb, Kunstsammlungen Chemnitz, Sozialamt, Amt für Jugend und Familie, Gesundheitsamt, Schulamt, Sportamt“ lt. Information der Stadt Chemnitz (Stand 26.1.2021).

Zu seinen Themen gehörte auch die Genehmigung des 5 wöchigen Urlaubs des Amtsarztes (Chef Gesundheitsamt) während der schlimmsten Belastung seines Amtes (Gesundheitsamt) seit der Wiedervereinigung . Vom Reiseziel „Kuba“ (während strengerLockdown – inklusive abraten von allen Reisen für „normale“ Bürger – gilt) will Ralph Burghart nichts gewusst haben, da es Privatsache der Mitarbeiter ist, was sie im Urlaub machen. Das ehrt ihn, auch wenn es im konkreten Fall (Amtsleiter Gesundheitsamt) unter den konkreten Umständen (Corona Pandemie) nicht überzeugend klingt, wenn die wichtigste Führungskraft in der schlimmsten Krise 5 Wochen in den Urlaub möchte. Was Ralf Burghart aber explizit betonte:
„Mir war wichtig, dass das Gesundheitsamt zu jeder Zeit komplett arbeits- und leistungsfähig ist.“
zeigt jedoch überdeutlich: Das Übel liegt tiefer. Erstens zeigen die bisherigen Corona-Beispiele aus Chemnitz, dass das Gesundheitsamt wohl in keiner Phase seit spätestens Anfang Oktober „komplett arbeits- und leistungsfähig“ war. Wer die interne Situation bereits seit Jahren kennt, weiß, dass das wohl schon seit Jahren nicht mehr der Fall war, aber während der Corona-Pandemie besonders deutlich wurde. Es könnte sein, das Ralf Burghart wusste, dass das Gesundheitsamt in Abwesenheit seines Amtsleiters genausogut oder besser funktioniert, als wenn er da ist. Das würde zumindest die Gewährung des Urlaubs erklären. Dann stellt sich aber die Frage, warum eine solche Situation Ralph Burghart nicht schon früher dazu gebracht hat, eine nachhaltige Lösung für das Problem zu suchen. So oder so, ist auch die Rolle von Ralph Burghart zu hinterfragen. Zumindest, dass „sein“ Gesundheitsamt auf keinen Fall „komplett arbeits- und leistungsfähig“ ist, muss er zum Zeitpunkt seiner Aussage und auch zum Zeitpunkt der Genehmigung des Urlaubs gewusst haben. Wenn nicht, ist er selbst komplett falsch in seiner Position als Bürgermeister des Dezernat 5. Wenn er es gewusst hat (was sehr wahrscheinlich ist), war die Aussage eine „bewusste öffentliche Täuschung“ der Chemnitzer/innen. Sie sollen sich in Sicherheit wiegen, dem Gesundheitsamt und ihm selbst vertrauen … aufgrund von bewusst falschen Aussagen. Dieses „positive Marketing“ jenseits der Realität passt ins Bild des Erbes, was uns 14 Jahre Barbara Ludwig als OB hinterlassen haben. Insofern ist Ralph Burgharts Verhalten evtl. nur ein Ergebnis dieser Vergangenheit und eines entstandenen Selbstverständnisses der Stadtverwaltung in Chemnitz. Auch zu einigen anderen wichtigen Themen seines Verantwortungsbereiches, konkret Bildung,  Sport und „Jugend und Familie“ war es schon in der Vergangenheit, genau wie jetzt zu den Corona-Themen,  unmöglich für mich, einen Gesprächstermin mit ihm zu bekommen (gescheiterte Versuche gab es genug). Deshalb ist dies hier eine persönliche Meinung und Einschätzung mit dem Blick von außen um vielleicht so, nach und nach, ein realistisches Gesamtbild erlangen und in Zukunft eine konstruktivere Zusammenarbeit zwischen Chemnitzer Stadtverwaltung und Einwohnerinnen zu erreichen.

Dieser Beitrag ist meine persönliche Meinung. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung. Eigenes (Mit)Denken sollte bei jedem Thema und Informationskanal die wichtigste Grundlage sein.  Der Beitrag „Desinformation (Fake News) aufdecken und einordnen“ (übrigens aus dem Wissensmanagement MOOC) kann bei der zukünftigen eigenen Meinungsbildung positiv unterstützen.

Corona Überforderung im Chemnitzer Gesundheitsamt und Testzentrum

… bereits ab einer Inzidenz von ca. 30 pro 100.000 Einwohner

Bereits am 14. Oktober, zu einer Zeit, als unsere Oberbürgermeisterin Barabara Ludwig noch begeistert lobte, wie großartig unser Gesundheitsamt und unser Testzentrum in der Messe für Corona aufgestellt sind und als die Inzidenz in Chemnitz noch bei ca. 30 lag, waren sowohl das Gesundheitsamt, als auch das Testzentrum bereits heillos überfordert und überlastet.

Wie falsch Barbara Ludwig informierte, zeigten nicht nur Presseberichte in der “Freien Presse” in den darauffolgenden Tagen, sondern das folgende konkrete Beispiel belegt dies sehr anschaulich:

Die „Freie Presse“ hat am 15.10.2020 über den Fall der Klassenschließung wegen Corona einer Lehrerin am evangelischen Schulzentrum berichtet:

https://www.freiepresse.de/chemnitz/corona-fall-am-evangelischen-schulzentrum-in-chemnitz-artikel11149630

Ich kenne persönlich eines der betroffenen Kinder der Klasse. Es ist eine Grundschulklasse. Die Kinder hatten den gesamten Unterricht nur bei dieser positiv getesteten Lehrerin (Klassenlehrerin). Die Quarantäne wurde lediglich von einer Person der Schulverwaltung am 15.10.2020 mitgeteilt, die wahrscheinlich gar nicht die Berechtigung hat, dies in der Form anzuweisen (außer, dass der Unterricht ausfällt und die Kinder nicht in die Schule dürfen). Mindestens 48 Mal hat daraufhin die Mutter der Tochter, die mit in der Coronaklasse im Evangelischen Schulzentrum ist, vergeblich versucht, im Gesundheitsamt anzurufen (entweder besetzt, oder niemand ist rangegangen). Die Mutter selbst arbeitet im Gesundheitswesen, mit entsprechendem kontinuierlichen Patientenkontakt. Für sie selbst galt die Quarantäne nicht.

Am 16.10.2020 (erster von der Schule angegebener Quarantäne-Tag) hat die Mutter 3 1/2 Stunden mit ihrer kleinen Tochter an der Messe am Testzentrum gewartet um ihre Tochter testen zu lassen, um zu erfahren, ob sie auch selbst mit besserem Gewissen zur Arbeit gehen kann, ohne die Patienten dort anzustecken. Dieser Versuch eines Tests war ihre persönliche Initiative. Vom Gesundheitsamt war nichts zu hören und Niemand zu erreichen. Sie musste dann unverrichteter Dinge wieder heim. Sie war nicht allein. In den 3 1/3 Stunden wurden nur ca. 10-15 Personen pro Stunde getestet. Mehr als 2/3 (wahrscheinlich eher 3/4-4/5) der “Anstehenden” mussten nach Schließung zum Feierabend ohne Test wieder fort.

Niemand vom Testzentrum kam auf die Idee, den Wartenden vorher mitzuteilen, dass es zwecklos ist zu warten und sie sowieso nicht mehr drankommen würden.

Die Mutter musste nun ihre Tochter ohne Test zu Hause behalten und, evtl. selbst mit Corona infiziert, weiter in der Praxis mit Patienten arbeiten. Am Sonntag (18.10.2020) hat sich die Mutter mit ihrer Tochter extrem früh (noch fast in der Nacht) am Testzentrum der Messe angestellt, so dass es mit dem Test geklappt hat. Bereits ehe die Tests losgingen, war schon wieder Chaos an der Messe, mit Vielen, die sich bereits wieder vergeblich anstellten. Es sah lange so aus, als ob sie den Test für ihre Tochter selbst bezahlen müsste, was dann letztendlich doch nicht der Fall war.  An einem der Folgetage waren dann im Testzentrum gar keine Tests möglich, weil ein Drucker nicht ging (und es keinerlei Alternativlösung zum Drucker gab). Das nur noch ergänzend zum lt. Ludwig perfekt vorbereiteten Testzentrum in der Messe.

Der Stand der Chemnitzer Tests zum 19.10.2020 lässt sich also wie folgt beschreiben:

Im Corona-Testzentrum in der Messehalle wurde ein Testdurchsatz von geschätzt 10-20 Personen pro Stunde erreicht (da jede der ca. 10er Gruppen geschätzt über 30 min brauchte). Auch wenn klar ist, dass Hunderte von Wartenden niemals mehr drankommen werden, sagte diesen NIEMAND Bescheid, dass sich das stundenlange Warten nicht lohnt, sondern man lässt sie bis Feierabend wissentlich umsonst warten und dann unverrichteter Dinge nach Hause fahren. Wie viele werden wiederkommen? Wie viele werden aber auch sagen „scheiß drauf, dann doch lieber Herdenimmunität“? Wenn selbst direkt Betroffene, wie die Schüler/innen der Grundschulklasse NICHT getestet werden und deren Eltern weiter arbeiten gehen, dann liegt Chemnitz schon jetzt (19.10.2020) sicherlich weit über den 50 Infektionen/100.000 Einwohner (ein zu der Zeit noch hoch erscheinender Grenzwert, der vermieden werden sollte). Es hat sich im Nachhinein wohl nicht ausgezahlt, dass man durch Weglassen von Tests versucht hat, die „festgestellten Infektionszahlen“ in Chemnitz niedrig und unter dem Grenzwert zu halten.

Eine Nachricht einer Mutter aus der Grundschulklasse, vom 21.10.2020 möchte ich hier wortwörtlich zitieren (Namen unkenntlich gemacht):

Liebe Eltern der Klasse 4a,
heute Nachmittag hat mir die Mama von XXXX mitgeteilt, dass sie beim Gesundheitsamt eine Verantwortliche für „unseren Fall“ erreicht hat.

Sie sagte, dass die Quarantäne noch bis zum 27.10.2020 gehen würde. Demzufolge sind wir ab Mittwoch 28.10.2020 alle wieder auf freiem Fuß ;-). Die postalische Information würde noch kommen- das Amt wäre wohl laut der Aussage der Dame am Telefon sehr überlastet und hänge hinterher.
Da das jetzt von XXXX und mir natürlich keine amtliche Information ist, muss das jetzt bitte jeder selber entscheiden wie er mit der Aussage nun umgeht. Wie gesagt, irgendwann wird noch ein Brief kommen, wo dann hoffentlich das Gleiche drin steht. Ich persönlich bin aber erstmal froh, dass jetzt wenigstens ein Datum im Raum steht und ein Ende in Sicht ist.

Das Gesundheitsamt selbst war weiterhin ein “Schwarzes Loch”. Erst am 27.10.2020 kam ein mit Poststempel vom 26.10.2020 versehener Brief des Gesundheitsamtes, der angeblich am 22.10.2020 geschrieben wurde (ich füge den Scan des Bescheids hier an).

Poststempel
Poststempel
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Es war die erste offizielle Äußerung des Gesundheitsamtes gegenüber der Mutter des Kindes dieser Grundschulklasse.

Nach dem Bescheid wurde „am 12.10.2020 der Kontakt der Schülerin zur infizierten Lehrerin festgestellt.“ (Wir erinnern uns: die Schule reagierte mit Quarantäne ab dem 16.10., also 4 Tage später). Die erste Kontaktaufnahme mit den Eltern seitens des Gesundheitsamtes erfolgte am 27.10. mit diesem Bescheid, also 15 Tage später. Zur Quarantänezeit (die ggf. für eine Freistellung beim Arbeitgeber relevant gewesen wäre) steht im Bescheid wortwörtlich: “Diese Schutzmaßnahmen wurden bereits am 21.10.2020 durch das Gesundheitsamt Chemnitz mündlich verfügt” (eine glatte Lüge), und weiter “Die Schutzmaßnahmen gelten bis zum 25.10.2020”

Wir erinnern uns. Der Bescheid kam am 27.10.2020 an und der zugehörige Brief wurde erst am 26.10.2020 von der Post abgestempelt! Die Grundschulkinder der Klasse waren also vom 15.10.-27.10. zu Hause in Quarantäne. Das Gesundheitsamt bestätigt am 27.10., in seiner einzigen Kontaktaufnahme, eine Quarantäne vom 21.10.-25.10. nachdem das Kind am 12.10. nachgewiesenen Kontakt zur infizierten Lehrerin hatte. Die Mutter musste die gesamte Zeit weiter in der Praxis an Patienten arbeiten, ohne das Recht auf einen Test. Zum Glück war der mit „Blut und Tränen“ erkämpfte Test der Tochter vom 18.10. negativ, so dass sie zumindest ab dem 20.10. wieder beruhigter auf Arbeit gehen konnte.

Natürlich wusste unsere Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig genau über die tatsächliche, bereits katastrophale Situation bescheid, tat aber trotzdem bewusst nichts, bekannte Missstände, die die Ausbreitung der Infektion förderten, zu verringern. Hier ein Ausschnitt aus einer eMail von mir an ihr Büro vom 18.10.2020 (im Zuammenhang mit dem geschilderten Fall):

…Gleichzeitig, obwohl unser Gesundheitsamt und unser Chemnitzer Corona-Testzentrum offensichtlich schon jetzt heillos überlastet und überfordert sind, gibt es nur sehr weiche Einschränkungen und weiterhin fast keine Kontrollen, geschweige denn Bestrafungen in der Stadt. Beispiel: Gestern (Freitag 17.10.) war abends (ca. 17:00 Uhr) wahrscheinlich eine Tanzstunde für Jugendliche bei Emmerling aus. Da standen ca. 50-60 Jugendliche ohne Maske eng an eng (ohne jeden Abstand) rauchend und schwatzend vor dem Ausgang herum. Auch von befreundeten Gastronomen weiß ich, dass es bisher in Chemnitz keinerlei Konsequenzen hat, wenn sich Gäste und Personal nicht an Hygienekonzepte, Maskenpflicht und Abstandsregeln halten. XXXX arbeitet als Minijob nebenher in einem typischen Chemnitzer Supermarkt. Wenn sie die Besucher auffordert, die keine Maske aufsetzen oder keinen Abstand einhalten, sich an die Regeln zu halten, wird sie nur ausgelacht, beschimpft und beleidigt. Auch den Marktleitern fehlt jegliche „Macht“, die Regeln und das „Hausrecht“ in dieser Hinsicht durchzusetzen, während unsere städtischen Angestellten wohl weiterhin lieber Parkverstöße abstrafen…

In den anschließenden Wochen wurden dann auf dem Wochenmarkt weitere Buden mit Weihnachtsartikeln eröffnet und der Wochenmarkt zum “Weihnachtsmarkt light aufgebohrt”. Das blieb auch beim Teillockdown so und selbst beim kompletten Lockdown zum 1.12.2020 verkündete der neue OB Sven Schulze noch mit seinen “Augenmaß-Bemerkungen” die Botschaft, dass in Chemnitz auch weiterhin bei Vergehen gegen die Corona-Bestimmungen keine Strafen drohen.

Mein Fazit:

Dass bei solch einem Chaos (Gesundheitsamt, Testzentrum, OB-Aussagen, konsequenzlose Verstöße gegen Corona-Regeln usw.) auch soziale Menschen den Sinn der Einhaltung der Corona-Regeln nach und nach in Frage stellen, weil sie nicht noch weiterhin “die Dummen” sein wollen, ist mehr als nachvollziehbar.

Selbstmarketing, Profilierungs-Geilheit oder auch nur gemäßigte Intelligenz, gepaart mit der Unfähigkeit auch unliebsame Entscheidungen zu treffen, sind bei unseren handelnden Politikern  wahrscheinlich die Hauptursache für die aktuelle Corona-Infektionslage in Chemnitz. Leider ist bis heute (19.12.2020) noch keine Besserung an dieser Front zu erkennen.

Ausbaden müssen diese katastrophalen Fehler der Politik die medizinischen Fachkräfte, die Unternehmen und Dienstleister, die (vorher noch verhinderbar) schließen mussten und alle Bürger der Stadt, von den Toten, deren Angehörigen und den Intensivpatienten gar nicht zu sprechen.
Diese Fehler der Chemnitzer Politiker/innen sollten auch in den kommenden Jahren NICHT vergessen werden. Diese Erinnerung sind wir den unnötigen Opfern schuldig.

Hintergründe zum Gesundheitsamt- und Testzentrum-Chaos:
Im Gesundheitsamt zeigt sich ein bereits seit vielen Jahren bestehendes Problem in unserer Stadt, auf das ich Frau Barbara Ludwig ebenfalls über Jahre mehrfach schriftlich hingewiesen habe. In unseren Ämtern gingen und gehen viele fachlich kompetente Fachkräfte in den Ruhestand. Diese werden durch fachlich bei weitem nicht so kompetente “Verwaltungsfachangestellte” ersetzt. Das Wissen und die Erfahrungen der ausscheidenden Experten wird nicht sinnvoll weitergegeben. So kennt sich das neue Personal des Gesundheitsamtes zwar gut mit “Verwaltungsprozessen” und “Verwaltungsrecht” aus, hat aber von Infektionskrankheiten und Epidemie Bekämpfung nur sehr begrenztes Wissen und fast keine Erfahrung mehr. Dieses Versäumnis der Wissensweitergabe und des Fehlers, hauptsächlich auf “Verwaltungskompetenz” statt auf “Fachkompetenz” zu setzen, rächt sich gerade.

Für die “Epi” (Bereich: “Epidemie” und Infektionsschutz Themen, die Corona „auf dem Tisch haben“) im Chemnitzer Gesundheitsamt kann ich das recht konkret über einen langen Zeitraum einschätzen. Das Thema Wissensmanagement (intelligenter Umgang mit Wissen) ist mein berufliches Spezialgebiet seit mehr als 20 Jahren. Die “Bildungsresistenz” in der Stadtverwaltung in Chemnitz auf diesem Gebiet zeigen z.B. folgende konkrete Zahlen: Der kostenfreie “Wissensmanagement MOOC” (jährlich, seit 2016, https://www.oncampus.de/wmooc ) hat inzwischen um die 1750 Teilnehmer. Während aus Kiel (etwa gleiche Größe wie Chemnitz) derzeit 15 Teilnehmer dabei sind, sind es aus Chemnitz gerade mal 5 Teilnehmer, wovon ich 4 persönlich kenne (und die sind nicht aus der Chemnitzer Stadtverwaltung). Allein in den aufgezeichneten WMOOC Live-Sessions mit konkreten Lösungen anderer Kommunen gibt es tolle Beispiele, die ich mir für die Chemnitzer-Stadtverwaltung erträumen würde (siehe “open-academy” Kanal, youtube). Die “Lernresistenz” der Chemnitzer Stadtverwaltung ist aber selbst bei diesen kostenfreien Angeboten bisher unüberwindlich. Dass ich aufgrund meiner Kritiken nie einen bezahlten Auftrag von der Stadtverwaltung in meiner Heimatstadt bekomme, kann ich nachvollziehen. Dass aber lieber so ein Chaos, wie derzeit im Gesundheitsamt oder im Testzentrum in Kauf genommen wird, statt “kostenfrei” von Besseren zu lernen, ist nur verständlich, wenn man sich die Entscheidungsfreudigkeit, Kompetenz und Innovationskraft von Barbara Ludwig vor Augen führt, sobald es um „etwas dickere Bretter“ ging. Auch auf diese kostenfreien Möglichkeiten wurde sie und fast alle Ämter in Chemnitz mehrfach seit 2016 hingewiesen. Natürlich erfolglos.

Mein Vorschlag an den Chemnitzer OB, die sächsische Politik und die beteiligten Chemnitzer Ämter ist: In den Spiegel sehen um dabei zumindest eine(n) Verantwortliche(n) für das aktuelle Corona-Chaos zu entdecken und dabei ernsthaft darüber nachzudenken, wie zumindest diese Person aus ihren eigenen Fehlern lernen kann.

Dieser Beitrag ist meine persönliche Meinung, auch wenn die konkreten Beispiele auf nachlesbaren Dokumenten beruhen. Bilden Sie sich Ihre eigenen Meinung. Der Beitrag „Desinformation (Fake News) aufdecken und einordnen“ (aus dem WMOOC ;-)) kann bei der eigenen Meinungsbildung positiv unterstützen.